Beiträge von O. Meier

    Nannte sich in NRW „Qualitätsanalyse“. Das hier Geschriebene erinnert mich sehr. Im Gegensatz zur Mehrheit meiner Kolleginnen habe ich das schon vorab nicht ernst genommen. Was da an Papier durchgerauscht ist, weil alles „dokumentiert“ sein muss. Ohje.


    An den drei Tagen der Präsenzbegutachtung war schwer Hoscher. Viele hatten Vortanzstündchen vorbereitet und sich in die schicke Bluse gequetscht, als ginge es um was. Als ob 90 Staatsexamensprüfungen anstünden.


    In meinen Klassen waren zufälligerweise Phasen, in denen wir die Selbstlernorganisation geübt haben. D. h. ich war insbesondere zu Beginn des Unterrichts nicht im Raum.


    Für Ergebnissicherung hatten wir, glaube ich, ’ne 3,7 und in Schülerinnenaktivität ’ne 2,2. Das bedeutet für meinen Unterricht, dass alles so bleiben kann oder ich etwas ändern muss.


    Den Besucherinnen kann ich schon unterstellen, dass sie bemüht waren, einen realistischen Eindruck zu bekommen. Im Rahmen des „Konzeptes“ allerdings war keine brauchbare Rückmeldung möglich.


    In einem Fernsehbericht sah ich mal, wie so etwas in Frankreich läuft. Da kommen die Analystinnen einen halbes Jahr lang. Na, die müssen’s ja dicke haben. Und das soll besser sein, als nur drei Tage ’reinzuschnuppern.

    Das mit der Versetzung, wenn man was mit Minderjährigen anfängt, habe ich als Kritik ggü. der Bigotterie der katholischen Kirche und nicht à la "du bist schwul, also pädophil" verstanden. Aber habe ich anscheinend falsch wahrgenommen, okay.

    Nee, du hast das schon richtig verstanden. Allerdings war meine Formulierung nicht gut, so dass man es leicht falsch verstehen konnte. Sorry.


    Die katholische Kirche ist halt eine verlogene Bande, die sich weder für rechtsstaatliche Prinzipien noch für ethische Grundsätze interessiert. Letztendlich nehmen sie ihre eigenen Regeln noch nicht mal ernst. Wäre Homosexualität ein Problem, müssten sie zumindest gegen gleichgeschlechtliche Vergewaltigungen vorgehen. Aber nee, einvernehmliche Beziehungen versucht man zu unterdrücken, während man bei Vergewaltigungen vertuscht und die Täter schützt.

    Eine Klasse ist keine Horde von Affen. Da trifft der Vergleich mit einem Wolfsrudel eher zu. Einer muss der Leitwolf sein. Und ab und an versucht einer aus der zweiten Reihe, den Leitwolf vorzuführen und seine Position einzunehmen.

    Gelegentlich wird angemerkt, dass Ironie im Internet nicht funktioniere. Fand ich immer übertrieben. Aber hier wäre ich etwas vorsichtig bei der Formulierung. Ey, wenn das jemand ernst nimmt …

    Und es käme nie jemand auf den Gedanken, den Menschen als Banane zu bezeichnen.

    Ich kenne einige, für die das eine zutreffende Bezeichnung wäre. Zwinkerschmeilie.


    Im Ernst, das wäre biologisch falsch. Dass Menschen Affen sind, ist biologisch korrekt. Mit der Interpretation bezüglich des Sozialverhaltens wäre ich halt nur vorsichtig.

    Das wäre nicht der erste falsche Wiki-Artikel.

    Das ist keine Antwort auf Lindberghs Frage. Meine Biologie-Kenntnisse reichen, um zu wissen, dass Menschen Affen sind.


    Das ist aber etwas einfach. Wir haben auch 80% des Erbgutes mit einer Banane gemein. Trotzdem unterscheidet sich unser Sozialverhalten gewaltig. Schülerinnen-Gruppen als Affenrudel zu bezeichnen, darf als zumindest als ungenau betrachtet werden. Eine despektierliche Intention kann ich nicht ausschließen. Aber wenn man sich selbst als Silberrücken gerieren kann, passt‘s vielleicht.

    Wie unlustig, dem homosexuellen Katholiken gleich noch Pädosexualität unterschieben zu wollen.

    Ich wüsste auch nicht, was daran lustig ist. Den einzelnen unterstelle ich auch keine Pädosexualität. Die katholische Kirche als Organisation muss sich einiges vorwerfen lassen. Z. B., dass sie Kindervergewaltiger nichts anzeigt und rausschmeißt, sondern nur versetzt. Das habe ich mir nicht ausgedacht, das war wiederholt in den Medien.


    Ich merke aber gerade beim Tippen, dass die Formulierung dem TE gegenüber für‘s Gesäß war. Ich ändere das mal.

    Willkommen zur neusten Folge unserer Serie


    „Probleme, die wir in einem säkularem Staat nicht hätten“


    Obwohl es mir relativ wurscht ist, wie du aus dem selbstgebastelten Dilemma heraus kommst, pragmatischer Vorschlag:


    Du machst weiter, bis du eine feste Stelle hat. Dann heiratest du deinen Freund und wartest bis die katholische Kirche die herausschmeißt. Dann hat deine Schulleiterin einen Lehrer mit einem Fach weniger und kann sich überlegen, wo sie dich fachfremd einsetzt.


    Gehört hier vielleicht nicht Ganz hin, aber ganz konsequent ist die katholische Kirche nicht. Bei (homo)-sexuellen Übergriffen gegenüber Kindern zeigt sie sich gerne milde. Ich erwähne das deshalb, weil die völlig verschobenen Maßstäbe ein ächtes Ärgernis sind.

    Ihr profitiert an BK und Beruflicher Schule von den Regeln, die wir in der Haupt- und Werkrealschule einführen.

    Ich wäre schon zufrieden, wenn die jungen Menschen, die zu uns kommen, die Grundrechenarten beherrschten.


    Regeln der Form „Du machst das, weil ich es sage.“ bleut ihr ihnen besser nicht ein. Das ist ein großes Hindernis, wenn wir bei der Einführung von Regeln auf Einsicht setzen.


    Danke.

    Ausgebeutet? Schonmal im Bergwerk gearbeitet, auf der Müllhalde oder Steine geklopft, für H&M T-Shirts genäht?

    Gähn. Geht es dir besser, nur weil es anderen schlechter geht? Ich kann der Titulierung unserer Tätigkeit als Ausbeutung nicht uneingeschränkt zustimmen. Aber, ob wir ausgebeutet werden, entscheidet sich an unseren Arbeitsbedingungen, nicht denen anderer.


    Gut bezahlt? Was du schon mal bei Daimler im Vorstand?

    Verlangt das deine Dienstherrin nicht von dir (§ 2, Abs. 2 Schulgesetz NRW)?

    Falls du dich auf die Ehrfurcht vor einer Göttin beziehst, steht dort irgendwo, dass ich die Existenz einer fiktiven Figur lehren soll? Soll ich irgendwelche Märchen als bare Münze verkaufen?


    Aber du hast insofern recht, dass derartige Worthülsen einem rechtsstaatlichen Gesetz nicht gut zu Gesicht stehen. Da haben sich die Gegnerinnen der Glaubensfreiheit etwas weit aus dem Fenster gelehnt.

    Und du wirst erstaunt sein, dass ich keinerlei Probleme mit Menschen habe, die sich sicher sind, dem anderen Geschlecht anzugehören.

    Danke für die Klarstellung. Ich hate zunächst den Eindruck, du wolltest dich über Leute mit einer komplizierten Geschlechtsidentität lustig machen.

    Den Medienzirkus

    Die Medien machen um alles einen Zirkus, das nicht bei drei auf den Bäumen ist. Gerne machen sie den frei von Inhalten und Fakten.

    Ferienzeit = Korrekturzeit. ;(


    Im Rahmen dessen fällt mir wieder vermehrt auf,

    Mir fällt immer wieder auf, dass viele Menschen nicht verstanden haben, was Gleichheit bedeutet. Stört ja irgendwie auch niemanden. Warum also sollte die Auswahl des korrekten Artikels wichtig sein?

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