Beiträge von O. Meier

    Ich empfinde die Ausgangsfrage eher als Anzeichen für fehlende Fortbildung einzelner Lehrkräfte.

    Vor allen Dingen fehlt eine frühzeitige Fortbildung. Eigentlich müsste man über die technischen Möglichkeiten belehrt werden, bevor man Entscheidungen bezüglich der didaktischen Möglichkeiten trifft. Danach kann man entscheiden, was angeschafft wird.

    Das kommt darauf an, welchen Anspruch Du hast.

    Ich habe den Anspruch, dass Dinge funktionieren.

    Der puristische Anspruch ist der, dass die Behörde oder der Träger das managen. Das kann ich verstehen. Die Ergebnisse einer solchen Organisation kennen wir jedoch glaube ich aus eigener (leidvoller?) Erfahrung.

    Wenn man Service einkauft, muss man Geld mitbringen.

    der pragmatischen Fraktion an.

    Ich auch.

    und zu meinen Bedingungen zu erledigen,

    Meine Bedingung ist, dass mir die Arbeit weder im Privatleben noch in der Freizeit auf den Keks geht. Ich möchte nicht noch nach Feierabend Computer streicheln müssen. Wenn ich das in der Dienstzeit machen soll, muss dafür etwas anderes wegfallen.

    Ein Gerät für alles“ ist nicht nur nicht der Renner, sondern bei unserer Aufgabenvielfalt einfach unmöglich. Daher sollte man das Gerät, das man erhalten hat, auch für das nutzen, für das es gedacht ist.

    Nachtrag: und die Aufgaben, für die man etwas anderes braucht, bleiben liegen.

    Es ging da aber ursprünglich nie um Geräte zur Unterrichtsvorbereitung.

    Unsere Schulträgerin sieht das anders.


    Sondern darum digitale Inhalte wie interaktive Aufgaben, Geogebra, Filmausschnitte,…

    Dafür braucht msn nicht dringend ein Mobilgerät. Die iPad-Version von Geogebra halte ich nicht für gelungen, die Bedienung ist nicht schön.


    Während Corona haben die Mitarbeiter teilweise einfach Monitor, Dockingstation und Schreibtischstuhl mit nach Hause genommen.

    Klingt pragmatisch. Versuch das mal an der Schule.


    Man darf gespannt sein, ob sich da neue Regelungen und Rechtsprechungen entwickeln, die dann vielleicht auf uns Lehrer übertragen werden können.

    Jetzt wird's drollig.


    Ich befürchte, dass man uns bei allem, mit dem wir unseren Job besser machen könnten, weiter Steine in den Weg legt.


    Nein, das geht nicht wegen Datenschutz/Versicherung/Brandschutz, jenes ist nicht vorgesehen, da könnt ja jede kommen, auf der Terrasse nur Kännchen.

    Bei uns war seitens der Schule von Beginn an der Plan (schon vor Corona) im Rahmen der Digitalisierung des Unterrichts alle Klassenzimmer mit Beamern

    Geschenkt. Dass es immer noch Schulen gibt, die das nicht haben, ist die Nachricht. Wir haben auch in jedem Klassenraum einen festen Rechner stehen, damit man auch etwas Beamern kann. Da hört es aber auch schon auf, die Fremdsprachenkolleginnen schleppen immer nich DVDs mit. Einen DLNA-Server, von dem sie ihre Filme abrufen können, gibt’s natürlich nicht.


    Dank Corona ist der folgende Schritt, die Kollegen mit Dienstgeräten auszustatten, schneller gefolgt als erhofft.

    Immer noch Jahrzehnte zu spät.

    „Ein Gerät für alles“ ist nicht nur nicht der Renner, sondern bei unserer Aufgabenvielfalt einfach unmöglich. Daher sollte man das Gerät, das man erhalten hat, auch für das nutzen, für das es gedacht ist

    Gedacht war es als medienwirksamer Schnellschuss.


    Was sieht die Schulentwicklung deiner Schule denn im Bereich Digitalisierung vor? Was will die Schule (Schüler, Lehrer, Eltern), was der Schulträger, was die Schulleitung und was nur ihr als Kollegium.

    Warum muss man sich als Schule und Kollegium damit beschäftigen? Warum kauft das Land Geräte (aus Bundesmitteln), aber auf Landes- und Bundesebene hat keine ein Konzept? Das dürfen die Schulen füllen. Danke.


    Die Konzepte bei und sehen dann meist auch so aus, wie die aussehen, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllen müssen. Da werden die Buzzwords brav grammatikalisch korrekt zusammengebunden. Inhaltlich? Dünn, sehr dünn.


    Digitalisierung bedeutet doch mehr als „alle Kollegen bekommen ihren privaten PC vom Schulträger/dem Land bezahlt und alles geht so weiter wie vorher“.

    Du beschreibst weitermachen wie bisher. Statt des analogen Klassenbuchs gibt es ein elektrisches. Und die Filme kommen aus dem iPad und nicht von der VHS-Kassette.


    Ja, ist praktisch. Aber hat das wirklich einen didaktischen Mehrwert?


    Ich vermisse doch sehr eine mediendidaktische Komponente, die den jungen Menschen hilft, an den Stellen klar zu kommen, an denen man keinen Bogen ums elektrische machen kann.


    Dazu ist technisches Verständnis eine Komponente. Die können wir nicht bedienen, weil die Kolleginnen selbst viel zu wenig Ahnung haben. Woher auch? Die meisten schlagen immer noch mit dem Mikroskop Nägel ein.


    Und ja, ich merke, dass das Land sich nach wie vor davor drückt, uns mit dem Nötigen auszustatten. Der Indikator ist dabei der private Rechner. Der steht immer auf dunkelrot.

    Einen Mehrwert für die Weiterentwicklung der Digitalisierung von Schule und Unterrichts sehe ich dabei aber weiterhin nicht. Dazu gehört einfach mehr als „jeder bekommt die Geräte, die er schon seit Jahrzehnten einsetzt bezahlt und behält sein Konzept bei“.

    Ich wehre mich ja nicht prinzipiell gegen Veränderungen. Ich mag es nur nicht, wenn man Bewährtes leichtfertig über Board wirft.


    Wenn die iPads eh nicht zur Unterrichtsvorbereitung gedacht sind, stellt sich die Frage nicht. Es stellt sich dann die Frage, wie ich die Unterrichtsvorbereitung machen soll (also womit). Okay, die Frage ist schon beantwortet. Wer nämlich sagt, dass die iPads nicht für die Unterrichtsvorbereitung gedacht sind, sagt damit nämlich auch, dass ich das weiterhin auf Privatgeräten soll.


    Aber was passiert, wenn sich daran mal etwas ändert. Die implizierte Drohung ist doch: „Na, Burschi, wart’s nur ab. Wenn wir dir ein Gerät hinstellen sollen, dann suchen wir schon ’nen Klump aus, mit dem du garantiert nichts anfangen kannst.

    Ich bin nach wie vor dafür, eine "Ausstattungspauschale" für alle Lehrkräfte zu zahlen, damit jede Lehrkraft sich das Gerät anschaffen kann, das sie braucht.

    Und ich darf mich dann um alles kümmern? Schließlich ist nicht nur die Anschaffung der Hardware ein Kostenfaktor. Obacht!


    Wie hoch denn die Pauschale sein? Einmalig 500 Euro?

    Bei dieser Geräteklasse sollte man auch mal überlegen, wie viel Elektronikschrott damit in den nächsten fünf Jahren erzeugt wird

    Das ist kein reines Problem der Geräteklasse. Bei uns werden die Rechner in den Klassenräumen etc. nach Zyklen ausgetauscht. Egal, wie gut die noch sind, die kommen weg.

    s3g4

    Da könnte man jetzt was zu sagen, kann man aber auch bleiben lassen. Generell haben unterschiedliche Konzepte unterschiedliche Vor- und Nachteile. Aber auf dem Niveau brauchte mit mir nicht reden. Darüber habe ich in den Neunzigern im heise-Forum den Kopf geschüttelt. Highlight: „Wenn der iPod kein Ogg Vorbis kann, kaufe ich den nicht.“


    Nur eine Klitzekleinigkeit, weil sie fast zum Thema passt: Das „geschlossene System“, das Apple anbietet, hat durchaus den Charme, dass innerhalb des Systems vieles rund läuft. Ich sach' mal iSync (damals), iCloud, Handoff. Mit einem Gerät nützt das aber nichts viel. Insofern haben die Schulen das beim iPad mitbezahlt, obwohl sie es nicht nutzen.


    Was die jungen Menschen anbetrifft, so sollte zu deren technischer Grundlagenausbildung, die sie in einer digitalisierten Welt brauchen, eben auch gehören, mit möglichst vielen Geräteklassen und Systemen zu tun zu haben. Da gehört dann die Datensynchronisation mit einem Tablett genau so dazu, wie mal ein Linux aufgesetzt und gewartet zu haben. So grob gesprochen. Und so'n Bisschen kritisch hinterfragen, ob das alles sinnvoll ist. Wenn die allerdings nur verdongelte Windows-Rechner im Computerraum und verdongelte iPads im Klassenraum erleben, wird das nichts.


    (Wenn die Lehrerinnen, die sie unterrichten, auch ein wenig bunte Erfahrung genacht hätten, ach komm ...)


    Apple verkauft die Dinger aber als Arbeitsgeräte.

    Als St. Jobs das erste iPad vorstellte, saß er auf der Bühne in einem Sessel und surfte im Internet. Das Licht der Welt erblickt hat es als Medienkonsumendgerät.

    Nur weil du dir nicht vorstellen vermagst, wie man dies machen kann, heißt es nicht, dass es nicht geht.

    Letztendlich kann ich die Unterrichtsvorbereitung auch mit einer Schiefertafel machen. Ja, geht irgendwie.


    eigentlich heißen müsste: "Zur Unterrichtsvorbereitung brauche ich persönlich 'ne anständige Tastatur und einen großen Monitor."

    Sind wir noch etwas genauer. Ich brauche das nämlich alles gar nicht. Aber es geht halt nicht alles gleich gut. Mit einer angemessenen Ausstattung kriegt man halt mehr hin als mit Popelskram. Womöglich ist die Qualität des Outputs ja nicht so wichtig.

    Insofern braucht es gar nicht ein Konzept "ein Gerät für alles", da ja gerade die verschiedenen Geräteklassen bereitstehen. Wir sind dann eher beim Konzept "Jede Lehrkraft ein persönlich zugeordnetes Dienstgerät + weitere Geräteklassen vorhalten". Und in diesem Konzept ist es durchaus sinnvoll, die Lehrkräfte mit sehr mobilen Geräten auszustatten und die anderen allgemein vorzuhalten als andersherum.

    Ja, sehr wohl. Aber das passiert eben nicht. Es müssten dann ja genug Rechner 'rumstehen, so dass auch jede einen Platz findet. Dort müsste passende Software installiert sein und man müsste vielleicht auch etwas drucken können. Und vielleicht braucht man auch Platz, um mal etwas neben die Tastatur zu legen. Und ein Regal mit Büchern müsste griffbereit sein. Usw.


    Da ist es halt mit drei Rechnern im Lehrerinnenzimmer nicht getan.


    Irgendwie sind wir dann an der Stelle, dass die Dienstherrin uns keine adäquaten Arbeitsräume zur Verfügung stellt. Da geht der ganze Ärger nämlich los.


    Übrigens. Wenn es einen entsprechend ausgestatteten Arbeitsplatz gibt, wozu brauche ich dann ein Mobilgerät?


    Aber in dem Thread soll es ja um die Frage gehen, wofür man die iPads nutzen kann. Da habe ich immer noch nichts gefunden. Zur Unterrichtsvorbereitung kann ich es jedenfalls nicht einsetzen. Im Unterricht habe ich keinen Bedarf. Von einer Tafel z. B. (ob nun interaktiv oder interpassiv) erwarte ich, dass man darauf schreiben kann, ohne noch ein Gerät mitzuschleppen, das man „vernetzt“.

    n meiner Schule konnte man zwischen drei verschiedenen Geräten wählen. Seit dem mache ich meine Unterrichtsvorbereitung nicht mehr an meinem privatem Laptop sondern am Dienstlaptop.

    Und wenn sich jemand für ein Tablet entschieden hat? Wie macht die dann ihre Unterrichtsvorbereitung?


    Womöglich ist das Konzept „ein Gerät für alles“ nicht der Renner. Oder man müsste mal darüber nachdenken, was dieses eine Gerät denn können muss. Zur Unterrichtsvorbereitung braucht man 'ne anständige Tastatur und einen großen Monitor. Da ist man entweder bei Desktop oder Laptop mit Zubehör. Da ist die willkürliche 500-Euro-Grenze vielleicht etwas knapp gestrickt.


    Ich will mir gar nichts aussuchen. Die sollen mir 'was hinstellen, womit man arbeiten kann. Wenn ich aus drei Geräten, die alle nicht die Anforderungen erfüllen, eines aussuchen kann, habe ich immer noch kein adäquates Arbeitsgerät. Das ist doch Augenwischerei.

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