Beiträge von O. Meier

    Wenn ich als Lehrkraft mittlerweile um den Problemkomplex des Distanzunterrichts weiß, dann trage ich dafür Sorge, dass ich mir nicht mehr Arbeit als nötig mache hinsichtlich meiner widerspruchssicheren Notengebung.

    Jo, und so bleibt es dann wieder an denen hängen, die am wenigsten dafür verantwortlich sind, dass seit 20 Jahren über „Digitalisierung“ geplappert wird, aber nichts passiert.


    Im Zweifelfall würde ich kein Defizit geben, wenn ich es nicht wirklich nachhaltig begründen kann - den Stress muss ich mir nicht zusätzlich machen.

    Jo. So werden das die meisten machen. Und sehe deshalb nicht, dass es sonderlich viele Widersprüche geben würde.

    Wenn der Grund für das Impfen nur die Sorge vor dem Verfallen ist und nicht der, dass man Obdachlosen helfen möchte, dann ist das vermutlich heuchlerisch.

    Es ist konsequent. Diese Menschen leben auch sonst von dem, was die Gesellschaft übrig lässt, gerne in den Müll werfen würde oder sonstwie nicht mehr gut genug für einen selbst findet. Ja, passt.

    Weil ich es nicht gut finde, dass jemand die gleiche Ware so lange immer wieder bestellt, bis die Postbotin freiwillig die vier Treppen rauf läuft, bin ich Antisemit, alles klar.

    Du darfst dir 120 Falschzitierpunkte aufschreiben.

    Diese selbstgerechte Argumentation ist nur ein Feigenblatt für egoistisches Handeln.

    Schwadronier nicht über die Ungerechtigkeiten des Gesellschaft- und Wirtschaftssystems nur um dann anschließend zu sagen, dass du halt mit dabei bis, die schwächsten Glieder im System aus zu nutzen, so lange dir das System die Möglichkeit dazu gibt.

    Ah, aber persönlich werden kannst du auch ganz gut. Danke, reicht.


    * PLONK *

    Recht so, zeig Amazon, was ne Hake ist, indem du die Postbotin vier Treppen rauf laufen lässt.

    Ich schon mal gar nicht. Bei mir sind's nur vier Stufen bis zur Haustür.


    Aber es ist nunmal so. Wenn der Deal Lieferung ist, ist der Deal Lieferung ist. Und wenn es dazu erfordert, dass jemand die Treppe 'raufgeht, muss wohl jemand die Treppe 'rauf. Ich finde auch nicht, dass das prinzipiell ein Scheiß-Job ist. Mit angemessener Bezahlung und Zeitplanung, warum nicht. Man trifft jeden Menge Menschen und hat Bewegung.


    Dass diese Gesellschafts- und Wirtschaftsystem es ermöglicht, dass Menschen, die diesen Job machen, sytematisch ausgebeuete wreden, ist das Problem. Aber es ist etwas aus der Mode gekommen, sich damit kritisch auseinanderzusetzen. Man möchte lieber, dass jemand Schuld ist. Jeff Besos z. B. Der soll der Böse sein. Ich bitte um Verzeihung, dass mich der strukturelle Antisemintismus daran immer noch stört.


    Ja, auch ich habe mich in dieser Gesellschaft eingerichtet und schaue wie ich klar komme. Und nein, das ist nicht in allen Punkten perfekt.

    und dass man nicht einmal zwischen mehreren Terminvorschlägen wählen kann, hat mich auch gestört.

    Echt? Wenn ich so schnell einen Termin bekäme, bräuchte ich nichts mehr aussuchen. Dann komme ich. Und wenn die mich sonntags morgens um nulldreihundert auf einem Zweitausender impfen wollen, gehe ich samstag rechtzeitig los. Ich habe keine anderen Termine, die sich nicht verschieben ließen.


    Trotzdem, allen die schon einen Termin habe, einen herzlichern Glückwunsch. Und denkt dran, wenn's 'ne heftige Reaktion gibt, ist das Immunsystem dran. Ich wünsche euch also kräftiges Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Nach zwei Tage ist das 'rum und ihr könnt in die Gerechtigkeitsliga eintreten mit eurer neuer Superkraft. Toitoitoi.

    Voll egoistisch. Man zahlt für eine Dienstleistung und will die dann auch noch haben. Der ganze Lieferkram funktioniert doch nur, weil ständig entweder die Kundinnen ihrer Ware hinterherlaufen oder Unbeteiligte als kostenloses Personal eingesetzt werden.


    Die Nachbarin meint, sie täte mir einen Gefallen, wenn sie ein Paket annimmt. In Wirklichkeit arbeitet sie kostenlos für den Lieferdienst. Kalkulierte man das alles in die Lieferkosten ein (und das, was die Versandsoldatinnen als angemessene Bezahlung bekommen müssten, damit ihre Arbeitszeit uch reicht, um den Menschen die Pakete zu bringen), wenn man das alles einrechnet, wäre der Versand erheblich teurer.


    Das weiß ich, und trotzdem bestelle ich online. Es macht einfach keinen Sinn, dass ich zu einer „Händlerin“ vor Ort gehe, die mir etwas bestellt, das ich dann irgendwann abholen kann. Dann ist sie nämlich auch nur eine Paketstation. Die brauche ich nicht. Wenn ich nach Hause komme und das Paket liegt vor der Tür, habe ich alles, was ich brauche.


    Willkommen in der Marktwirtschaft, liebe Freundinnen und Freunde.

    Einer der Vorzüge des Wohnens in der Stadt: Paketshops in unmittelbarer Nähe.

    Einer der Vorzüge des Wohnen auf dem Dorf: Es ist immer ein Nachbar da, der ein Paket annimmt. Und wenn die Postbüttlerin das Paket einfach vor die Tür legt, liegt es in zwei Tagen immer noch da.


    Und ansonsten: Wenn ich im Versand bestelle, ist die Zustellung Aufagbe der Verkäuferin. Ich muss schon mal gar nichts iregndwo abholen. Ich kenne eine, die konsequent alles zurückgeheh lässt. Oft ist sie sogar zu Hause, die Zustellerinnen kommen aber nicht gerne in den 4. Stock. Sie bestellt dann neu. Bei prime alles inklusive. Absurd? Ja. Aber man muss als Kundin nicht die Arbeit machen, für die man bezahlt.

    Die Deutschen sind sehr geduldig

    Keine Ahnung, ob das mit der Staatsangehörigkeit konnotiert ist, aber ich sehe reichlich Anzeichen für Ungeduld. Beispiel Frisöre. Geduldige Menschen scheißen was auf den Haarschnitt, wenn sie zur Verringerung des Infektionsgeschehen beitragen können. Oder Ausflüge während des Wintereinbruches. Geduldige Menschen hätten keine Zäune von Weiden umgefahren, weil sie keinen regulären Parkplatz mehr gekriegt haben. Uswuswusw.

    Zugespitzt: Die Grundschullehrer werden auf Kosten der Gesundheit der Kollegen an weiterführenden Schulen geschützt.

    Es muss halt 'ne Reihenfolge geben. In deinem Sinne wird immer die n-te auf Kosten der n-plus-ersten geimpft.

    In den weiterführenden Schulen fällt es uns dafür leichter, die jungen Menschen auf Abstand zu halten und ihnen die Maske zu verordnen. Da kann man lange abwägen, irgendwann muss man eine Entscheidung treffen.

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