Beiträge von O. Meier

    Das kann ein normal sozialisierter Mensch kaum über lange Zeit durchhalten.

    Die erste Maßnahme wäre mal, sich und einander nicht ständig einzureden, dass es nicht ginge.


    Was mir am Lockdown am meisten auf den Keks geht, ist dieses allseitige 'Rumgeheule, dass man "endlich mal wieder" in den Urlaub/zum Friseur/ins Bordell/zum Komasaufen müsste. Muss man alles nicht. Man überlebt ohne das alles.


    Ich möchte wissen, was in dieser Verliererinnengesellschaft los wäre, wenn wir mal in eine Pandemie kämen, gegen die nicht razzfazz einen Impfstoff gefunden würde. Nach 20 Jahren Lockdown wird die Luft langsam dünn. Aber so, pfft. Da geht es doch nur ums 'Rumgeheule als Selbstzweck.

    Erst mal danke für die Rückmeldung, Kati_W. Klingt nicht so prickelnd.


    Falls die Idee, die Schule zu wechseln, Form annimmt, dann schau dich doch auch mal etwas breiter um. Ich vertrete auch die berufliche Fachrichtung „technische Informatik“ bin aber an einem BK mit gaaanz anderem Schwerpunkt als Technik. Informatik wird überall gebraucht. Fachlich ist man dann sicher nicht überfordert. In der informationstechnischen Diaspora muss man eher mit dem Gegenteil leben. Statt mit Berufsschulklassen netze aufzuspannen, zeige ich jetzt jungen Menschen, wo bei der Maus oben ist. Ich halte es für wichtig, dass auch eine Computerbenutzungsgrundlagenausbildung auf genügend technischen Hintergrund blicken kann. Insofern tut man da ein gutes Werk.


    Eine Bekannte aus dem Referendariat ist sogar an ein Gymnasium gewechselt, obwohl sie explizit „Berufskolleg“ auf dem Staatexemanszeugnis stehen hat. Wenn der Druck (also der Mangel) hoch genug ist, geht einiges.


    Gerade in Pandemie-Zeiten ist man bis oben voll. Ich hätte keine Minute über, die ich in eine Fortbildung stecken könnte.

    Ich sehe beides allerdings auch im Widerspruch zu den Vorgaben und würde mal naiv bei der Schulleitung nachfragen, ob das so gemeint war. Und falls nicht, wie man meine Mehrarbeit ansonsten zu entlasten gedenkt.

    Ja, ich entsinne mich da auch an einen Passus in der Schulmail, dass man kucken muss, wie das mit den Ressourcen hinkommt. Das daraus Schulleiterinnen "Möglichst viel, egal wie!" machen kann ich nicht nachvollziehen. Die Schulmail war doch in einer ihnen bekannten Sprache geschrieben.

    Keine VKs mehr sondern nur noch Material inkl Lösungen. Anders geht es ja nicht.

    Das muss ja auch vorbereitet/erstellt werden.


    Nee, wenn man sechs Stunden mehr ausgleichen will, muss man woanders sechs Stunden 'rausnehmen.


    Das heißt, ich musste in den nächsten 5 Jahren jeweils 1 Deputatsstunde pro Woche weniger halten.

    Das wäre so in NRW nicht möglich, weil die Mehrstunden im gleichen, spätestens im nächsten Schuljahr ausgeglichen werden müssen. Insofern muss ich eine Schulleiterin, die erheblich Mehrstunden anordnet, schon etwas einfallen lassen, wie sie das wieder auffängt. Personalpflege is nicht nur "Da! Machen!".

    Das ist so nicht korrekt: Das kann vlt. je nach Bundesland immer ein klein wenig anders sein,

    Um welches Bundeland geht es noch mal in einen NRW-Thread.

    Wie aber der Unterricht für die Abschlussklassen geregelt wird, ist eine organisatorische Frage und kann auch anders gelöst werden. Das sind keine zwingenden dienstlichen Gründe.

    Mögliche Sichtweise, ich teile diese übrigens. Insbesonders weil die aktuelle Erlasslage ja vorsieht, dass man im Rahmen der jeweiligen Ressourcen plant. Scheint die Schulleiterin hier anders zu sehen.


    Ich würde ihr neben Stan s Sichtweise aber auch die Frage entgegenhalten, ob sie denn weiß, dass die Mehrarbeit auch wieder ausgeglichen werdne muss. Dann hat man später oder im nächsten Jahr vielleicht ein Loch, dass man nicht brauchen kann.

    Im direkten Gespräch reagiere ich darauf dann so, dass ich bei den in der Regel angeführten Privilegien (Verbeamtung, 12 Wochen bezahlter Urlaub, vormittags Recht, nachmittags frei) trocken sage: "Ja, da hast Du Recht. Aber dann habe ich doch im Gegensatz zu Dir alles richtig gemacht, oder?" Oft kommt dann der Zusatz, dass man selbst ja nicht mit den Kindern arbeiten wolle, dass das ja sicherlich stressig wäre.

    Ja, kenne ich ähnlich. Ich führe dann an, dass ich nur vier Vormittage arbeite, pruvat krankenversichert bin, etc., was mir so einfällt und schließe ab mit "Wir brauchen noch gute Leute, wär' das nicht was für dich?". Die Antworten sind dann ähnlich "Ich habe aber nicht studiert." "Mit fremden Kindern möchte ich nicht arbeiten, die eigenen sind schon so stressig." oder "Ich kann aber nicht gut erklären.".


    Spricht dann eigentlich für sich. Geht im direkten Gespräch, wie schon angemerkt. Foren und andere Ersatz-Stammtisch erwischt man damit nicht.

    Bei uns kommen ab Montag die Prüfungsklassen nach regulärem Plan. Größere Klassen werden in zwei Räume aufgeteilt. Dann ist die Lehrerin, die ja für den Präsenzunterricht nicht so wichtig ist, halt mehr auf dem Flur unterwegs.


    Kleine Anekdote: Eine Klasse, die zunächst geteilt werden solte, wird jetzt doch als Ganzes unterrichtet, weil man wohl nicht genügend Räume habe. Bingodingo.


    Sport gibt es nur als Theorie. Und für Religion werden Klassen gemischt.


    Wenn man in Präsenz ist, wird nicht erwartet, dass man von der Schule aus für die übrigen Online-Stunden gibt. Dafür reiche auch die technische Ausstattung nicht.


    Den Klassen wurden nach lage der Räume Eingänge zugewiesen, die zu benutzen sind.


    Von Masken habe ich nichts gelesen.

    Ich trinke übrigens selten Kaffee im Unterricht, meist dann, wenn der in der Pause nicht leer geworden ist. Es ging um den Rucksack. Die zwei Kaffeetassen für die Doppelstunde waren eigentlich, naja, kommt Leute, wollen wir die hundertsiebte Diskussion darüber führen, ob "Ironie im Netz" funktioniere? Nee, keine Lust.


    Ich fasse aber mal zusammen, was ich aus diesem Anlass gelernt habe: ich soll keinen Kaffee im Unterricht trinken, weil den Schülerinnen so oft die Stifte 'runterfallen. Und weil das einen zu entspannten Eindruck auf die jungen Menschen machte. Ich soll unter Dauerspannung sein. Das finde ich z. B. bei Mathematik, die für viele ein Stress-Fach ist, besonders wichtig. Mathematik kann man nicht entspannt bei einer Kasse Taffee betreiben. Das ist Ernst. Dabei muss der Schweiß laufen und die Fußnägel verkrampfen sich.


    Ja, das war überzeichnet. Nimm's mir nicht bös', Catania, aus deinen Erfahrungen werden deine Regeln schon für deinen Klassenraum passen. Aber hier wirkt dein Vorbringen etwas verkrampft.


    Noch schlimmer finde ich es, wenn Lehrer im Unterricht Kaffee trinkt und den SuS sogar das Wasser verboten wird (ja, kommt leider vor).

    Mit dem Kaffee, den die Lehrerin konsumiert, habe ich immer noch keine Problem. Das Wasserverbot für die jungen Menschen halte ich allerdings für mittelalterlich.


    PS: Kaffeetasse abstellen, bevor man den Rucksack absetzt ....

    Das ist Unterricht nicht getrunken werden darf, halte ich für eine veraltete Idee. Bei uns trinken die jungen Menschen häufig Kaltgetränke. Aber was spricht denn gegen ein Heißgetränk?


    Es kommen auch schon mal welche von der Toilette zurück und haben einen Kaffe dabei. da könnte man jetzt ein Thema draus machen. Oder auch nicht.

    Catania: Man kann die freien Hände während des Rucksack-Tragens noch anders verwenden. Z. B. kann man darin auch eine Tafel Schokolade tragen und in der anderen ein Bügeleisen. Man kann auch der netten Kollegin auf der anderen Straßenseite zuwinken, während man mir der anderen Hand schon mal den Schlüssel hervorkramt. Oder man steckt beide Hände in die Tasche.


    Erstaunlich, was so alles geht mit einem Rucksack. Ich bin begeistert. Wenn ich nicht schon einen hätte, käufte ich mir einen oder zwei.

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