Beiträge von goeba

    Zum Dateien ablegen nimmt man eine Cloud, oder, wenn es Teil eines online-Lehrgangs sein soll, ein LMS. Ich finde wirklich nicht, dass eine Dateiablage innerhalb eines Videokonferenz-Tools was zu suchen hat!

    Nach den Osterferien kommt die Niedersächsische Bildungscloud, die wird auch einen Videoserver enthalten. Die darfst Du ausdrücklich benutzen.


    jitsi wird allerdings vielfach von Datenschützern empfohlen und erhebt, soweit ich das weiß, tatsächlich keinerlei Daten (naja, außer natürlich dem Namen, den Du beim Betreten des Raumes angibst, und Deiner IP Adresse).

    Hier:

    https://grundschullernportal.z…onferenzen_mit_Jitsi_Meet


    ist ein Link gegeben, der automatisch an einen NICHT ÜBERLASTETEN Jitsi Server vermittelt.

    Code
    https://jitsi.random-redirect.de

    Die beste Lösung für Jitsi ist natürlich, dass man sich seinen eigenen Jitsi Server installiert. Das ist auch der Witz an der Software (Open Source), natürlich können die paar weltweit verstreuten Jitsi-Server von der Performance nicht mit einem Unternehmen (zoom) mithalten, dass mehrere Milliarden $ wert ist.

    Das gleiche geht mit Big Blue Button (was außerdem noch bessere Möglichkeiten für Online-Unterricht bietet, deswegen haben wir uns das auf einen eigenen Server installiert).


    Jetzt, wo es schnell gehen müsste, wäre das Anmieten eines Servers in einem Rechenzentrum die vermutlich sinnvollste Option (geht ab ca. 20 € los, wobei man dann schon ganz genau schauen muss, ob es für einen Videoserver reicht, auf der sicheren Seite ist man vermutlich eher bei 50€ / Monat).


    Langfristig die bessere Variante wäre, wenn ein Schulträger einen leistungsfähigen Server für alle Schulen seines Einzugsgebietes für sowas vorhält.

    katta :


    Ich hatte das angeboten. Meine Klasse will aber nicht - aktuell 10:3 dagegen.


    Ich hätte die Schüler das in Audacity aufnehmen lassen.

    Ganz wichtig:

    - zum Aufnehmen eine Kopfhörer aufziehen

    - die Aufnahme ganz zu Beginn des Playbacks starten

    - anschließend die komplette Gesangsspur exportieren, nicht aber den Mix mit dem Playback!



    Zum "Zusammenbasteln" hätte ich vermutlich Cubase genommen, davon habe ich eine Vollversion. Das ist aber nicht (nein, ganz und gar nicht) einfach, und es kostet schon für Lehrer 200€ (normal 800€).


    Alternativ gibt es für Windows die Musiksoftware "Reaper", die man auch in der kostenlosen Version ziemlich unbeschränkt nutzen kann. Für Apple sehr gut ist Garage Band.


    Wenn Du aber musikalischer Laie bist und damit wenig Erfahrung hast, würde ich vermutlich doch Audacity nehmen. Ich würde das in mehreren Schritten machen: Erst mal einen Mixdown der ganzen Tracks, dann im zweiten Schritt dieseen mit Hall versehen.


    Das ist insgesamt ein technisch schwieriges Projekt. In meiner Klasse haben alle das gleiche Notebook, da kann ich viel leichter ein Erklärvideo machen, wie sie das alles einstellen müssen. Bei unterschiedlicher Hardware auf Schülerseite wird das richtig schwierig.

    Jule13 : Das ist jetzt wirklich interessant. Davon abgesehen hat er vermutlich trotzdem zu Hause eine ruhige (ruhiger als in der Schule?) Arbeitsumgebung, dennoch hätte ich so aus dem Bauch raus gesagt, dass Förderschüler eher weniger vom Homeschooling profitieren können. Um so wichtiger wird es sein, genau zu beobachten, was bei wem funktioniert (und im Extremfall sogar besser als bei "richtiger" Schule). Dass uns allen aber das Miteinander fehlt, kann man glaube ich gar nicht oft genug betonen!

    Spannend finde ich als Mutter die Tatsache, dass meine Kinder zu Hause viel mehr schaffen als in der Schule, obwohl sie sich nicht überarbeiten. Und das haben sie selbst bemerkt! Sie haben beide innerhalb von zwei Wochen jeweils einen ganzen Schnellhefter bis oben hin gefüllt.

    Und sie schreiben beiden viel deutlicher als am Anfang (Jungs ...) und machen weniger Fehler.

    Ist Schule wirklich derart ineffektiv?? Ich bin in beiden Rollen wirklich überrascht.

    Das sind DEINE Kinder (Lehrerkinder, Akademikerkinder). Die werden zu Hause jedenfalls einen ruhigen Arbeitsplatz haben und auch sonst alles, was sie ggf. brauchen. In der Schule sind sie erstens abgelenkt und zweitens werden sie von schwächeren Schülern ausgebremst.


    In meiner Klasse würde ich sagen, dass ca. 1/3 das erheblich schneller hinbekommt als in der Schule. Erfreulich fand ich, dass ich auch von Schülern, die sonst Probleme haben, teilweise bessere Sachen bekommen habe als normal - hier spielt im konkreten Fall die fehlende Ablenkung sicher eine große Rolle (das ist z.B. ein Schüler, der sich SEHR leicht ablenken lässt).


    Problem sind die UNMOTIVIERTEN Schüler. In NDS ist auch alles freiwillig (wurde extra vom KuMi betont, und komischerweise haben das selbst die verpeiltesten Schüler mitbekommen), sodass bestimmte Schüler erst mal GAR NICHTS getan haben.


    Eine Ableitung, dass Online-Unterricht generell besser sei, hielte ich aber für sehr verfrüht. Dennoch wird eine Auswertung dessen, was hier passiert ist, später sicher sehr lohnend sein.

    Ist zwar vielleicht nicht ganz die Zielgruppe (Primarstufe), aber möglicherweise für manche hier von Interesse: Wenn man Moodle verwendet (machen wir) und auf dem Server das Programm "unoconv" installiert ist (habe ich gerade herausgefunden, ist bei uns noch nicht installiert), dann wandelt der Server automatisch alles, was der Schüler hochlädt, so um, dass es der Moodle-Eigene Dokumentenviewer anzeigen kann.


    Dann bekomme ich beim Bewerten das direkt in einer einfachen Whiteboard-ähnlichen Umgebung angezeigt, wo mit Text-Tool oder auch Stift (Convertible, Tablet) reinschreiben kann, der Schüler kann es sich dann direkt im Moodle auch wieder anschauen. Also: Direkte Korrektur am Bildschirm, keine der beiden Seiten muss irgendwas ausdrucken. Schüler braucht nur ein Smartphone und kann ansonsten (wie gewohnt) im Heft arbeiten.


    Was auch geht: Im Feedback-Fenster kann ich auch Audio aufnehmen. Wenn mir also bei der ganzen Korrigiererei die Hand abfällt, dann gebe ich halt eine mündliche Rückmeldung (wie im Unterricht ja auch).


    Einziger Haken ist, dass Grundschüler das m.E. ohne eine vernünftige Einführung (die man ja jetzt schlecht machen kann) eher nicht bedienen können.

    Sicher wären auch Hybrid-Modelle denkbar, also Beschulung teilweise in der Schule, teilweise zu Hause. Ohne die drei oben erwähnten Punkte kann es aber nur halbherzige Behelfs- und Bastellösungen geben. Und genau das erleben wir momentan - ungeachtet der Tatsache, dass es momentan halt keine bessere Möglichkeit gibt.


    Ein Arbeitsplatz, an dem man in Ruhe arbeiten kann, wäre schön...

    Das Hybrid-Modell wäre vermutlich das einzige, das funktionieren könnte - wenn es denn nicht zu viele Schüler sind, die den Arbeitsplatz in der Schule brauchen.


    Wenn es z.B. 5 Schüler pro Klasse wären, könnte man vermutlich die nötigen Abstände einhalten, den Unterricht gleichzeitig live streamen (weil die, die zu Hause geblieben sind, die wären, die die technische Ausstattung haben), und alle hätten was davon. Oder eben digitaler Unterricht (zeitlich dezentral), aber Arbeitsplätze in der Schule bereitstellen. Oder eine Mischung davon.


    Im Brennpunkt wäre der Anteil an Schülern, die in der Schule arbeiten müssten, vermutlich größer. Es ist halt die Frage, für wie wichtig man es hält, dass Unterricht irgendwie weitergeht, und welchen Aufwand man bereit ist, dafür zu treiben.


    Erster Schritt müsste mal eine Erhebung zum Bedarf sein, und genau das werde ich für meine Schule anstoßen. Nur habe ich, wie schon gesagt, eine weitgehend unkritische Schülerschaft mit kooperativer Elternschaft, sodass ich es auch für realistisch halte, eine solche Erhebung durchführen zu können. Auch das wird im Brennpunkt leider anders sein!

    Wir spechen hier ja ohnehin von einem Notprogramm. Dann unterrichtet man halt (bevor man gar nichts tut oder die Eltern mit Druckaufträgen in den Wahnsinn treibt) in den Fächern, wo die Bücher was taugen, und macht die Themen, wo sie was hergeben.


    Meine Kinder (5 und 7te Klasse) arbeiten in ziemlich vielen Fächern ziemlich viel mit dem Buch.


    Außerdem müssten sich die betreffenden Fachkonferenzen mal fragen, ob sie das richtige Buch angeschafft haben.

    Mein Vater (SL Gym) hat mir gestern erst erzählt von verzweifelten Mails von Eltern, die gar nicht wissen, wie sie die ganzen Aufgaben die die Lehrer ihrer Kinder schicken ausdrucken sollen (kein Drucker, Copyshops geschlossen, am Arbeitsplatz ausdrucken durch Homeoffice keine Option) bzw. wie die Kinder die ganzen digitalen Aufgaben bearbeiten können sollen ohne entsprechende Endgeräte in ausreichender Zahl.

    Wobei ich mich ja (ungeachtet der Frage, ab welcher kritischen Menge von Rechtschreibfehlern jemand wohl noch Lehrer sein mag) die ganze Zeit frage, warum denn so viele Aufgaben verschickt werden, wenn die Schüler doch Bücher haben. Klar, wenn die Bücher in der Schule liegen, müssen die irgendwie zurück. Am Gymnasium (wo Dein Vater arbeitet) dürfte es aber möglich gewesen sein, die Bücher am letzten Schultag mitzunehmen.

    Wenn man dann digital kundtut, welche Aufgaben zu bearbeiten sind, zusätzlich möglicherweise digital noch Tipps + Hilfestellung gibt, die Schüler die Aufgaben dann im HEFT lösen und mit dem Handy abfotografieren - dann braucht man lediglich Buch, Heft, Stift und Handy. Kein Drucker, kein Computer. Oder gibt es jetzt so viele Bundesländer, wo man keine Bücher mehr hat?

    Wenn es nur irgendwie geht, würde ich in der Situation analoge Medien nutzen, denn du hast selbst festgestellt, dass man nicht davon ausgehen kann, dass einkommensschwache Familien über ein Potpourri an digitalen Medien zur Bearbeitung der Aufgaben haben.

    Das Problem ist aber, dass Kinder irgend eine Art von Unterstützung brauchen (viele Kinder jedenfalls). Den Hochleistern kannst Du auch einfach sagen: Arbeite im Buch weiter. Die sind dann vermutlich schneller, als wenn der Unterricht stattgefunden hätte.

    In NDS sind ja jetzt erst mal Ferien. Ich habe keine Ahnung, wie das weitergehen soll. An unserer Schule haben wir gute Möglichkeiten für einen digital unterstützten Heimunterricht, ich vermute, dass man damit 90% der Schüler erreichen könnte. Ich werde dazu auch eine Umfrage machen. Damit ist anderen Schulen, die diese Möglichkeiten (und diese Schülerschaft) nicht haben, aber nicht geholfen.

    Gibt es inzwischen denn eine gut funktionierende App für Moodle?

    Ich bin jetzt nicht so der App-Typ, nutze lieber einen richtigen Computer, von daher bin ich vermutlich nicht der Richtige, um das zu beurteilen.


    Die App startet etwas langsam (ich habe allerdings auch ein extrem leistungsschwaches, altes Smartphone), aber sonst finde ich die App völlig in Ordnung.


    Was sind denn wichtige Features für Dich?

    Ich habe meiner Klasse angeboten, gemeinsam einen Song aufzunehmen (oder eher ein Chorstück). Ich würde einen Backingtrack aufnehmen, jeder singt seinen Part dazu (ist eine Klasse mit musikalischem Schwerpunkt), schickt mir das zurück, ich mische es zusammen. Technische Ausstattung ist auch da. Ich habe dazu eine Abstimmung gemacht, wer möchte, bisher hat keiner Abgestimmt.

    Ferner habe ich Links gegeben zum Programmieren lernen.

    Ich stelle gerade fest: Ich kann innerhalb der Kurse noch Gruppen anlegen, und an diese Gruppen kann man auch Nachrichten verschicken. Dann taucht die Nachricht nur einmal in der Gruppenübersicht auf, und das ganze wird viel Messenger-ähnlicher. In der App sieht's dann richtig gut aus.

    Wir haben Moodle, das auf unserem eigenen Server läuft. Vor Corona haben das nur die IT-affinen Lehrer genutzt, jetzt sind es schon fast 200 Moodle-Kurse.


    Vorher fanden es viele zu kompliziert, jetzt habe ich ein paar Erklärvideos gemacht (Gesamtlänge vielleicht 20 min), und es kommen wenige Rückfragen.


    Von der technischen Seite gibt es bisher keine Probleme. Dadurch, dass nur wir diesen Server benutzen, reagiert er immer flott. Von der Benutzung ist es auch bei uns so, dass Schüler recht träge auf Nachrichten reagieren. Ich empfehle für Schüler die Moodle-App, insbesondere weil man damit direkt über die Handykamera Aufgaben durch abfotografieren abgeben kann, und die Moodle-App informiert über Nachrichten per Push. Ich kann aber nicht sehen, wie viel das benutzt wird. Die Moodle-Nachrichten werden von den SChülern tatsächlich eher benutzt als die schulische Mail. Die Darstellung ist so lange ganz übersichtlich, wie man keine Nachrichten an eine ganze Gruppe schickt. Daraus macht die Übersicht dann 30 Einzelnachrichten, die mir alles "verstopfen". Insofern sind die Moodle-Nachrichten wohl für Schüler einfacher als E-Mail, aber immer noch suboptimal.

    Wacom ist synonym gemeint für "Grafiktablett". Damit kann man, auch wenn man keinen Touchscreen hat, dann direkt auf dem Bildschirm schreiben.

    Dann lädst Du Dir das Foto in die Notizsoftware Deiner Wahl (unter Windows meist One Note), schreibst was rein, exportierst als pdf und schickst es zurück.

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