Beiträge von Seph

    Bitte was? Zeiterfassung haben wir doch im Lehrerberuf auch nicht. Gerade im Lehrerberuf ist dieses "open end" Arbeiten eine absolute Katastrophe und ein Nachteil gegenüber anderen Berufen mit festen Anwesenheitszeiten.

    Es ist doch sogar so, als Lehrer hast du teilweise Tage mit Konferenzen, da bist du den ganzen Tag außer Haus. Und dann musst du oben drauf noch Unterrichtsvorbereitung machen, das erfässt keiner.

    Das kannst du, wie in anderen Branchen mit teilgebundener Arbeitszeit ebenfalls üblich, selbst erfassen und für dich steuern. Aber das erfordert die Übernahme von Eigenverantwortung statt reinem Beschweren.

    Die werden doch wie Hühner in großen Legebatterien gehalten, nur, dass man das nicht Käfighaltung sondern Lehrerzimmer nennt.

    Polemischer geht es heute nicht, oder? Ich war als Lehrer noch nie gezwungen, mich im - zugegeben sehr engen - Lehrerzimmer aufzuhalten. Ein Spaziergang oder der Rückzug in die Sammlung, die du als Bio/Ch-Lehrerin ja auch kennst, hilft auch dabei, eine echte Pause zu haben. In der Sammlung steht übrigens ein sehr gemütliches Sofa neben der Kaffee-Maschine :)

    Nichtführungspositionen in der Behörde gehen auch bis A15...

    Da geht es mir wie Th0r5ten: mich würde brennend interessieren, welche Jobs in A15 es ohne nennenswerte Führungsaufgaben gibt. Mir fallen spontan nur (Fach-)ärzte ein, die in entsprechenden Behörden oder Anstalten (z.B. JVA oder Schulpsychologie) als Beamte arbeiten. In der Verwaltung befindet man sich auf der Stufe i.d.R. mindestens bei Referatsleitungen, die häufig genug auch tiefer eingruppiert sind.


    Durch Home Office spart man diese Wege und hat zudem viel mehr Freiraum zuhause. Außerdem kann man z. B. Gehälter einer Großstadt kassieren, wohnt aber auf dem Land. Insgesamt ist der Job eines Büromitarbeiters so wesentlich angenehmer geworden. Wie seht ihr das?

    Zum Thema: Das sind Vorteile, die man als Lehrer im ländlichen Bereich schon immer haben konnte. Im Übrigen wird durch diesen leichten Trend unser Beruf nicht unattraktiver, sondern lediglich andere Berufe ein bisschen attraktiver. Ich bin aber nicht Lehrer geworden, um möglichst nicht Büromitarbeiter zu sein, sondern weil ich Lehrer werden wollte.

    Zu deinem Zitat des GG ein Hinweis: In Katastrophensituationen (Krieg, Umweltkatastrophen, Pandemien, ...) kann das GG durchaus ausgehebelt werden. Es gibt auch genug Beispiele für Nicht-Katastrophensituationen seit 1949, in welchen das GG umgangen wurde, was auch von verschiedenen Fachleuten (u.a. Rechtswissenschaftler) entsprechend kritisiert wurde.

    Das GG wird hier nicht ausgehebelt. Es liegt schlicht kein unzulässiger Eingriff in die Grundrechte vor. Die Rechtmäßigkeit entsprechender Verordnungen wurde bereits mehrfach von Gerichten als zulässig erkannt. Ein Beispiel für ein entsprechendes Urteil kannst du meinem Beitrag weiter oben entnehmen.

    Die Kombination eines der Fächer mit Mathe hat neben dem Einsatz in einem Kernfach und entsprechend weniger Lerngruppen bereits im Studium einen weiteren Vorteil: Sowohl in Informatik als auch in Physik ist gerade anfangs der Anteil von Mathematik relativ hoch. Man muss also ohnehin Mathe-Vorlesungen besuchen, die bei Mathe als Fach bereits angerechnet werden. Anders ausgedrückt: Mit Informatik/Physik hat man einen erhöhten Aufwand im Studium, da man sich einiges an mathematischen Inhalten ohnehin aneignen muss.


    Bei entsprechendem Interesse kann es sinnvoll sein, erst einmal Mathe/Physik zu studieren, da Informatik als Fach oft nur wenige Stunden hat. Der Bedarf an Lehrkräften ist in Physik und in Informatik bundesweit relativ hoch, in Informatik reichen aber oft 2-3 Lehrkräfte pro Schule aus. Anders als für Physik gibt es in einigen Bundesländern die Möglichkeit, sich auch berufsbegleitend für Informatik nachzuqualifizieren, wenn man das möchte. Hat die Wunschschule Bedarf, unterstützt sie das meist gerne.

    Hallo zusammen,


    ich bin Referendar an einer beruflichen Schule in NRW.

    wahrscheinlich stehe ich auf weiter Flur relativ alleine da, aber ich habe gegen die neue Verordnung in NRW bzgl. der dauerhaften Maskenpflicht in weiterführenden Schulen remonstriert.

    Es wird dich sicher beruhigen, zu erfahren, dass sich das OVG NRW bereits am 28.07.2020 mit der Problematik der Rechtmäßigkeit einer Maskenpflicht beschäftigt hat und diese als rechtmäßig eingestuft hat (AZ 13 B 675//20.NE). Dabei hat das Gericht explizit auch darauf hingewiesen, dass der Verordnungsgeber seinen Entscheidungsspielraum nicht dadurch verletze, dass es in der wissenschaftlichen Debatte auch gegensätzliche Stimmen gäbe.


    Kurz gesagt: Die Remonstration, die sich i.d.R. ohnehin nur gegen direkte Anweisungen von Dienstvorgesetzten richten kann, kannst du dir m.E. getrost sparen, da bereits gerichtlich entschieden ist, dass dies zulässig ist.

    Du müsstest doch eigentlich eine Namensliste mit Temperaturangabe führen und dann sind wir wieder bei der DSGVO, oder? Das meinte ich mit der Grauzone.

    Die müssten nicht erfasst werden. Personen mit zu hoher Temperatur werden direkt nach Hause (oder zum Arzt) geschickt, die anderen dürfen rein. So läuft das in einigen Ländern ja auch an Flughäfen etc. Die Methode ist alleine natürlich nicht ausreichend, kann aber ein sinnvoller Baustein sein, der sich zudem relativ einfach umsetzen lässt.

    Eine Grenze muss es allerdings geben, weil es nur so und so viele Ärzte und Juristen (als Beispiele für gutbezahlte Akademikerberufe) geben kann und im Gegenzug auch weniger beliebte, aber für die Gesellschaft notwendige, solide Ausbildungsberufe besetzt werden müssen.

    Mit einer solchen Steuerung befindet man sich irgendwie im Konflikt mit Art. 12 GG. Jedenfalls dann, wenn man den Zugang bereits sehr früh endgültig verbaut. Im Übrigen herrscht gerade ein Ärztemangel, der Flaschenhals sind die Ausbildungskapazitäten, v.a. in der klinischen Phase. Es ist schon gut, dass es mehrere Wege zu bestimmten Zielen gibt, um verschiedenen Lebensentwürfen und -umständen Rechnung zu tragen.

    Mag ja sein, aber zumindest für die Jahre 2013-2015 gab es niedersachsenweit bei 2946 Ausschreibungen überhaupt nur 8 Fälle, in denen Beförderungsstellen entgegen dem Vorschlag des Schulvorstandes besetzt worden, 4 davon für sonstige Beförderungstellen, die an Grundschulen nicht existieren. Das ist mit Sicherheit nicht alles auf Grundschulausschreibungen mit nur 1 Bewerber*in zurückzuführen.

    Ich habe eine Reihe von Bewerbungsverfahren mit erlebt, in der deutlichen Mehrheit der Fälle ist der vom Schulvorstand bevorzugte Bewerber nicht zum Zuge gekommen. Im letzten mir bekannten Fall mit 15 Stimmen zu 1, hat der Bewerber mit der einen Stimme die Stelle bekommen.

    Der Schulvorstand votiert oft für den Kandidaten von der eigenen Schule, gleichzeitig ist es zumindest im Gym/GS Dezernat Politik, dass Hausbewerber nur berücksichtigt werden, wenn es sonst niemanden geeigneten gibt.

    Das sind bemerkenswerte Erfahrungen, der Verallgemeinerung muss ich aber widersprechen. Eine kleine Anfrage der Abgeordneten Astrid Vockert bei der Landesregierung am 04.10.2016 zu genau dieser Thematik hat zwar bestätigt, dass die Schulvorstände in der weit überwiegenden Zahl aller Verfahren, in die sie eingebunden waren, auch interne Bewerber*innen vorgeschlagen haben (ca. 89-100% je nach Regionalabteilung) . Gleichzeitig wurde aber auch offengelegt, dass in der weit überwiegenden Zahl aller Fälle die vorgeschlagenen Bewerber*innen auch ausgewählt wurden.


    ( vgl. Drucksache 17/6873 vom 14.11.2016)


    Aktuellere Zahlen habe ich auf die Schnelle leider nicht gefunden, wären aber interessant.

    Also hier musste ich schon schmunzeln: Natürlich ist es uns bewusst, dass man weiterhin gut ausgebildete Lehrer*innen braucht und nicht nur für die Schulgründung in den ersten Jahren, schließlich sind wir eine Schulgründunginitiative. Wir möchten ja nicht KEINE Lehrer*innen, sondern eben gerade, weil wir Lehrer*innen möchten, schreibe ich hier ja

    Man kann eurer Homepage sehr gut entnehmen, dass ihr jetzt für die Gründungsphase zwei Lehrkräfte mit 2. STEX sucht, für später aber gerne auf Lehrkräfte ohne 2. STEX und auf Personal mit deutlich anderer Ausbildung zurückgreifen möchtet (Tänzer*innen, Sozialpädagog*innen, Handwerker*innen usw.). Das liest sich nicht so, als würde angestrebt werden, die Betreuung der Kinder in der Hauptsache durch ausgebildetes Lehrpersonal sicherzustellen.

    Als Ersatzschule darf man nicht weniger als 80% des Haustarifs zahlen. Der ggf. unspezifische Begriff "Haustarif" ist bei unserer Stellenausschreibung bewusst so gewählt worden und nicht näher beschrieben, weil nicht das Geld entscheiden soll und weil das Gehalt bis zu einem gewissen Grad Verhandlungssache sein kann.

    Es ist eine Typsache, ob man eine geregelte Routine, die meist sehr gleichbleibend ist mit eher kurzfristigen oder oberflächlichen Kontakten über Jahre zu einem hohen Gehalt haben möchte oder, ob man sich auf neue, intensive Erfahrungen und Verantwortung freut, zu einem Gehalt, mit dem man gut leben kann.

    Sorry, aber das liest sich für mich, als würdet ihr am unteren Minimum bleiben wollen. Das wären dann 80% von E11 oder E13 je nach Qualifikation. Ob man davon im Raum Frankfurt gut leben kann, mag ich bezweifeln. Gleichzeitig scheint die Expertise der Lehrkräfte gerade nicht benötigt zu werden, wenn grundsätzlich Fachgrenzen aufgelöst werden und erwartet wird, auch deutlich fachfremd zu "unterrichten". Im Regelsystem erhalten die gleichen Lehrkräfte gleich volles A12/A13 Gehalt mit vollem Kündigungsschutz und definitiv ebenfalls keiner gleichbleibender monotoner Tätigkeit.


    Ist euch übrigens bewusst, dass eine staatlich anerkannte Ersatzschule den Unterricht nicht nur in der Gründungsphase, sondern auch langfristig durch grundständig ausgebildete Lehrkräfte mit 2. STEX oder entsprechendem Quereinstieg abdecken muss? Es reicht gerade nicht aus, dies nur zur Bewilligung sicherzustellen.

    Natürlich kann grundsätzlich alle notwendige Kommunikation über Schulmailadressen, Telefonate aus der Schule heraus usw. erledigt werden. Ich stand aber bereits mehrfach vor der Wahl, ein dringend notwendiges Elterngespräch durch Einladen der Eltern in die Schule oder ein kurzes Telefonat zu führen. Unkompliziert - auch im Sinne der Zeitersparnise - geht das für mich z.B. auf der Fahrt von der Schule oder zur Schule. Ich breche mir da keinen Zacken aus der Krone, für so etwas mal ein privates Telefon zu verwenden. Grundsätzlich rufe ich aber an - selbstverständlich mit unterdrückter Nummer.

    Es handelt sich um ein alternatives Schulkonzept, welches stark auf selbstbestimmtes Lernen ohne Lehrplan und basisdemokratische Entscheidungen zu Belangen des schulischen Zusammenlebens zielt. Unterricht ist dabei typischerweise freiwillig und ohne Leistungsbeurteilung. Ebenfalls typisch ist die Aufhebung fester Orts- und Zeittaktungen, es gibt also keine festen Klassen(-räume) und Unterrichtsstunden.


    Die Namensgebung finde ich im Übrigen auch irritierend, da sich demokratische Elemente grundsätzlich an allen Schulen in Deutschland wiederfinden. Mir ist kein Bundesland ohne Partitzipationsmöglichkeiten der an Schule beteiligten Personengruppen bekannt. Auch wäre die o.g. Schule nicht die erste "demokratische Schule" Frankfurts. Das dürfte bereits die Freie Schule Frankfurt für sich beanspruchen.

    Zum Betriebsarzt sollt Ihr brettern
    Atteste er beauftragt schreddern
    Präsenz bis zum Erstickungstod
    Der Wirtschaft dann kein Kollaps droht

    Man könnte natürlich auch anerkennen, dass trotz weitreichender Öffnungen die Fallzahlen weiter rückläufig sind. Aber das passt natürlich nicht so gut ins Bild.

    Die "Pausierung des Beamtendings" ist grundsätzlich zwar möglich, aber an einige Nebenbedingungen gekoppelt. Dazu gehört blöderweise, dass Nebentätigkeiten noch immer genehmigungspflichtig sind und bestimmte Höchstgrenzen (meines Wissens nach 8 Zeitstunden/Woche) nicht überschritten werden dürfen. Ohne Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis kommen m.E. nur Abordnungen in Frage, wenn man eine solche Stelle mit nennenswertem Zeitaufwand besetzen möchte.

    Kunst ist grundsätzlich sehr gefragt, sodass eine Stelle auch in näherer Umgebung eines Wunschstandorts ziemlich realistisch ist.


    Beachte aber, dass beim Quereinstieg mit nur einem zuordenbaren Fach zwar eine unbefristete Anstellung (aufgrund des Masterabschlusses), aber keine Verbeamtung möglich ist. Je nachdem, wie tief die Ausbildung in Kunstpädagogik war, kann zudem eine pädagogisch-didaktische Nachqualifizierung nötig sein. Für die Verbeamtung ist es nötig, dass der erworbene Hochschulabschluss zwei Fächern der Stundentafel zugeordnet werden kann und entweder eine mindestens vierjährige Lehramtsnahe berufliche Tätigkeit nachgewiesen wird oder ein Vorbereitungsdienst absolviert wird.

    Ich finde das Weiterleiten an die Familie auch unmöglich, aber aus anderen Gründen. Meines Erachtens liegt hier eher ein Verstoß einer beamtenrechtlichen Nebenpflicht (vertrauensvolle Zusammenarbeit) vor, als ein Datenschutzverstoß seitens der SL.


    Welche personenbezogenen Daten von altuweise sollen denn hier tangiert sein? Der Name einer Lehrkraft des Schülers ist der Familie ohnehin bekannt und sofern eine dienstliche E-Mail-Adresse verwendet wurde, wovon ich zunächst ausgehe, ist auch das relativ unkritisch. Der Inhalt der Mail enthielt darüber hinaus sicher personenbezogene Daten zu Mitgliedern der Familie, die aber einerseits im dienstlichen Interesse erhoben sein dürften und nicht an unbeteiligte Dritte weitergegeben wurden.

    Ich werden den verdacht nicht los, dass das auch nur Privatkonten sind, die man halt Treuhandkonten nennt. Der Bank ist es unterm Strich egal, wenn die ein Problem hat, packt sie den an die Nase, der unterschrieben hat. Und das geht schneller, als man "Treuhandkonto" sagen kann. Dem Schulträger/Schulleiter/der Schulaufsicht ist es unterm Strich egal, wenn einer von denen ein Problem hat, packt er den an die Nase, der unterschrieben hat. Und das geht schneller, als man "Treuhandkonto" sagen kann.

    Genau das ist das Problem. Wie gesagt: ich war bei verschiedenen Kreditinstituten und habe explizit nach Treuhandkonten gefragt. Die mir angebotenen "Klassenkonten" waren aber de jure immer reine Privatgirokonten. Treuhandkonten, bei denen das Geld wirklich nur treuhänderisch verwaltet wird und nicht zum pfändbaren Privatvermögen zählt, würden wohl nur (noch) für Anwälte, Nachlassverwalter, Steuerberater usw. angeboten werden.


    DA ich ja nicht Inhaber des Geldes bin und die Bank dies auch so vermerkt hat und die Schule das so bestätigen musste, könnten die natürlich nicht gepfändet werden

    Das ist eine steile These. Entscheidend ist das Kleingedruckte zum Vertragsabschluss bei Eröffnung des Kontos. Schau mal nach, ob dies wirklich ein sogenanntes Anderkonto ist. Nur bei einem solchen ist der Inhaber des Kontos nicht Eigentümer des Vermögens. Zur Eröffnung ist zudem neben dem Kontovertrag noch ein Treuhandvertrag mit dem Treugeber zu schließen, ohne den das Konto nicht eröffnet werden kann. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster: das ist wahrscheinlich nicht geschehen, oder?


    Bestenfalls hast du ein verdecktes Treuhandkonto eröffnet, das von der Bank aber wie ein herkömmliches Girokonto gehandhabt wird. Das verwaltete Vermögen ist dann aber als eigenes Vermögen klassifiziert und anzugeben. Die (auch nur kurzzeitige) Aufnahme von Geldern Dritter in mein Privatvermögen ist nicht nur haftungsbedingt problematisch.

    Was so eine Petition sicher nicht braucht, ist eine Diskussion unter verschiedenen Lehrämtern, das freut eher den Finanzminister und den Kultusminister, weil sie das dann aussitzen können.

    Da stimme ich grundsätzlich zu. Was eine Petition aber auch nicht braucht, ist die Verknüpfung mit unrealistischen Forderungen, die seitens der Regierung einfach genutzt werden können, das durchaus sinnvolle Anliegen einfach abzuweisen.

Werbung