Beiträge von Seph

    Frage: wenn ich meine Arbeit auf einem speziellen Arbeitsplatz mit Ergometer indoor verrichte (das gibt es, sogar für Schüler im Klassenzimmer laut Medienberichten), ist das dann Radfahren oder Arbeitszeit?

    Den Unterschied zwischen indoor auf einem Ergometer und draußen im Straßenverkehr fahren bzgl. der dafür notwendigen Aufmerksamkeit sollte unmittelbar einleuchten. Bei ersterem verkommt das fahren an sich zur Nebenbeschäftigung ohne Ablenkung, bei letzterem sind eher die Gedanken an Arbeit die Nebenbeschäftigung, die stark durch die im Verkehr gebotene Aufmerksamkeit eingeschränkt wird.

    @Midnatsol

    Moin, ich habe mir diese Frage auch gestellt und eine Kategorie "Krank" erstellt. Diese ist dann gleichrangig mit den Kategorien AZ in der Schule-AZ daheim. In dieser Kategorie verzeichne ich dann nur die Unterrichtsstunden, die ich nicht habe unterrichten müssen, sonst nichts.

    Genauso mache ich das auch. Wenn ich krank bin, erfasse ich unter der Kategorie "Krankheit" die sonst am entsprechenden Tag üblicherweise anfallende Arbeitszeit. Dazu gehören aber auch andere fixe Termine, die an dem Tag gewesen wären, nicht nur der eigentliche Unterricht.

    Nun mein Vorschlag: Ich (und vielleicht auch andere Kollegen und Kolleginnen) wäre bereit, meinen Fall öffentlich zu machen. Spiegel TV wäre bestimmt interessiert ebenso Lanz.

    Ich habe da so eine Vermutung, was in der Öffentlichkeit ankommt, wenn im TV die Headline auftaucht "Lehrkräfte weigern sich, an Arbeitszeitstudie teilzunehmen". Der geneigte Zuschauer macht daraus vermutlich eher "Sollen sich diese vollbezahlten Teilzeitjobber mal nicht so haben" ;)


    Dass im Übrigen auch Angestellte im ÖD einer besonderen Treuepflicht unterliegen und damit Veröffentlichungen, in denen sich gegen den eigenen Arbeitgeber gewandt wird, durchaus kritisch sein können, kann man sich an einzelnen Gerichtsentscheidungen klarmachen. Das betrifft dann halt nicht das Disziplinarrecht, sondern eher die arbeitsrechtliche Frage ob eine damit verbundene fristgemäße oder gar fristlose Kündigung rechtens ist. Zu einem solchen Schluss kam z.B. das LAG Baden-Württemberg 2022, nachdem sich eine Polizeiärztin in einer Sonntagszeitung zum Widerstand gegen Corona-Maßnahmen und Teilnahme an Demonstrationen unter Verächtlichmachung der Staatsorgane aufrief.

    Hier sollen Menschen gezwungen werden an einer Studie teilzunehmen, die äußerst umstritten ist und eine App verwendet, die ich nicht auf meinem privaten Handy benutzen will. Das kann doch nicht sein, dass man keinerlei Möglichkeiten hat, sich gegen so eine Anordnung zu wehren.

    Der Ausweg wurde hier schon mehrfach aufgezeigt: Niemand kann dich zwingen, auf deinem Privatgerät eine App zu installieren. Man teilt also schlicht nüchtern-sachlich und schriftlich mit, das private Gerät stehe für dienstliche Belange nicht zur Verfügung es stehe kein digitales Gerät zur Installation einer solchen App zur Verfügung und warte einfach ab.


    Darüber hinaus teile ich aber den Beitrag von Sissymaus vollumfänglich und möchte einmal mehr ergänzen, dass eine Arbeitszeiterfassung gerade auch für die individuelle Steuerung und damit auch Einhaltung der Wochenarbeitszeiten sehr sinnvoll ist und damit unmittelbar dazu beiträgt, nicht in überlastende Situationen zu kommen.

    1. Auch an unserer Oberschule hat es drei Kollegen erwischt - bei knapp 40000 Lehrern in SN an öffentlichen Schulen und einer Zufallsauswahl......wie kann es drei KuK an einer Einrichtung, im ungefähr gleichen Alter und an der selben Schulart (OS) erwischen?

    Das ist gerade Ausdruck einer echten zufälligen Auswahl, dass es an einzelnen Schulen auch mehrere Kollegen "erwischen" kann. Der Effekt ist von Passwörtern gut bekannt: echte Zufallspasswörter enthalten durchaus auch mal mehrere gleiche Zeichen und teils auch direkt hintereinander. Menschen versuchen oft, bei "zufälligen" Passwörtern entsprechende Muster zu vermeiden und schwächen dadurch die Sicherheit...das war übrigens auch ein entscheidender Angriffspunkt gegen die Enigma.

    Danke für die Rückmeldung. Super, dass dir die Antworten hier im Forum helfen konnten und weitere Sicherheit vermittelt haben. Den richtigen Riecher hattest du ja selbst schon :)

    Ich kann dich für Brandenburg an dieser Stelle bestätigen. Küche ist Hygienebereich, für die Nutzung der Lehrküche ist ein Nachweis notwendig.

    Ich möchte mal kurz anmerken, dass hier schon wieder über etwas völlig anderes als zu Beginn der Diskussion gesprochen wird. Es ging in keiner Weise darum, dass Schüler ohne Einweisung in Hygienebereichen wie der Küche der Schulmensa tätig sein sollen, sondern schlicht um das Einräumen eines Geschirrspülers. Dabei war nie die Rede von nicht betretbaren Räumlichkeiten!


    Und gibt es bei euch in Brandenburg keine Schulen, die Hauswirtschaftsunterricht (oder wie auch immer der heißt) in Lehrküchen durchführen? Genau dafür haben wir eine entsprechende Schulküche, die selbstverständlich als Unterrichtsraum genutzt wird und werden darf. Rate mal, wo die Geschirrspüler stehen. Also könnten wir vlt. einfach mal zu der Aussage zurückkommen, "Schüler dürfen keinen Geschirrspüler einräumen".

    Ich brauche keine Quelle für die Aussage, es ist bei uns verboten, wer bist du denn, dass ich dir das beweisen muss.


    Wenn es dir nicht reicht, schön, ist dann so. Bleibt aber dabei, dir muss ich überhaupt nichts mit Quellen belegen, zumal du die letzten dann teilweise nicht mal verstanden hast.

    Aber nein, dieses Verbot hängt nur schriftlich an den Türen, wer das vorgegeben hat, keine Ahnung, interessiert mich auch nicht, ist einfach so.

    Das ist so lächerlich. Du behauptest hier wieder einmal steif und fest etwas, was es so scheinbar an keiner anderen Schule und in keinem anderen Bundesland zu geben scheint. Quellen für deine Behauptung kannst oder willst du aber auch nicht angeben.


    Und persönliche Angriffe gegen mich helfen hier auch nicht. Wie du sicher mitbekommen hast, belege ich meine Aussagen hier in guter Regelmäßigkeit mit den entsprechenden schulrechtlichen Quellen und Gerichtsurteilen.

    Warum sollte der Schulleiter jemanden zu einer Schulung schicken, wenn gar nicht klar ist, ob er die Aufgabe übernimmt?

    Da ist sicher auch was dran und eine grundsätzliche Bereitschaft sollte bereits vereinbart sein. Dann müssen aber auch die Nebenbedingungen (Qualifikation, Entlastung, Aufgabenumfang usw.) klar abgesteckt sein.

    Die Untis-Grundschulung für Admins kostet 280€ - um dem Umgang mit einem Tool zu lernen, das zukünftig ein zentraler Pfeiler der schulischen Arbeit sein soll und bei dem du das Scharnier zwischen IT-System und Kollegium bist. Wenn man darüber mit der Schulleitung ernsthaft diskutieren muss, würde ich den Job nicht machen, weil die Schulleitung offenbar ein völlig falsche Vorstellungen oder Prioritäten hat.

    Das sehe ich genauso. Wenn WebUntis als schulweites System eingeführt werden soll - was durchaus sinnvoll sein kann - dann sollten die zugehörigen Admin-Fortbildungen für wenige 100€ echt nicht das Hindernis sein. Das selbst zusammenstückeln zu lassen, kostet unter dem Strich erheblich mehr Personalkosten.

    Ja, eine gewerbliche Spülmaschine darf nur vom Essensanbieter oder dem schulischen Personal befüllt werden, es geht nicht um so eine "Billig"-Maschine, wie man sie zu Hause hat

    Sorry, aber dafür hätte ich doch gerne mal eine Quelle. Als ob die Befüllung einer Spülmaschine eine besondere Qualifikation erfordere und als ob schulisches Personal eine solche auch wirklich bekäme...

    Was benutzt ihr da?

    Im Detail mit dem kompletten Paket möchte ich das nicht beschreiben, da die Zuordnung zu einer konkreten Schule damit erheblich vereinfacht würde. Grundpfeiler ist aber das sehr weit verbreitete IServ auf unserem hausinternen Server. Darüber sind dann weitere Anwendungen eingebunden. WebUntis dient dabei u.a. der Verwaltung von Stundenplan, Fehlzeiten usw.

    Würde ich doch nie tun. Als Beamter muss ich jedoch meine Gesundheit bewahren und wenn's im Bauchi dann rumpelt... ;)

    Eine angekündigte Erkrankung ist im Arbeitsrecht durchaus ein hinreichender Grund für eine fristlose Kündigung, im Beamtenrecht für entsprechende Disziplinarmaßnahmen....haben wir vor nicht allzulanger Zeit gerade erst durch.

    Hallo zusammen,

    die erwähnte App hat sich ganz schön gemausert in der Zwischenzeit, in Punkte Datensicherheit wie als auch funktionell.


    Benutzt sie hier irgendjemand und kann Erfahrungswerte teilen?

    Nein, es bleibt das Problem, dass personenbezogene Daten dafür außerhalb der schuleigenen Systeme gespeichert werden. Ich sehe im Übrigen auch keinen Mehrwert dieser App gegenüber bereits vorhandener interner Lösungen.

    Weiß jemand, ob und wie man durchsetzen kann, dass alle dafür eine Freistellung bekommen?

    Es ist kaum vermittelbar, alle Lehrkräfte einen ganzen Unterrichtstag freizustellen, nur weil sie einmal im Jahr mal 3 Stunden in der Schule Dienst an einem Samstag - immerhin auch ein Werktag - geleistet haben.


    Bei uns wurde das auch schon wie selbstverständlich abgebügelt, weil nicht alle Schüler kommen und wegen Dienstpflicht blabla. Ich empfinde diesen Samstag als Zumutung.

    Ansonsten gilt wie so oft "Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten sonst wahr werden": Mich persönlich stresst ein solcher Samstag wesentlich weniger als die Tage der offenen Tür - wie an einigen Nachbarschulen praktiziert - noch nachmittags ab 16 Uhr an einen ohnehin schon langen Schultag anzuhängen.


    Man müsste sich diese Tage mal aufschreiben und dann bei fünf erreichten Extrawurstterminen mal eine Woche Bauchweh haben...

    Ja, man müsste sich diese Arbeitszeit einfach mal aufschreiben, um einen guten Überblick über seine Gesamtarbeitszeiten zu behalten und diese gut planen zu können. Und nein, Bauchweh muss das nicht auslösen.

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