Beiträge von Seph

    Was wir bei den Abwägungen bezüglich des Impfens aber berücksichtigen müssen: Es gibt Alternativen zu den Vektorimpfstoffen, die weniger (schwere) Nebenwirkungen hervorrufen und auch noch besser wirken. Nur waren die EU und Deutschland zu spät dran und wollten nicht genug Geld dafür ausgeben. Und dann wird uns Bürgern erzählt, AZ sei so ein sicherer und wirksamer und wundervoller Impfstoff und - mindestens implizit - wer ihn nicht wolle, schade damit der Gesellschaft.

    Das ist eine selektive Wahrnehmung. Auch bei den anderen Impfstoffen sind seltene Fälle von schweren Nebenwirkungen dokumentiert, wurden medial aber nicht so ausgeschlachtet. Es geht auch nicht primär um mehr oder weniger bezahlen, sondern um die zum damaligen Zeitpunkt durchaus clevere Entscheidung, vor abgeschlossener Zulassung der Kandidaten breit auf mehrere Kandidaten zu setzen und sich nicht nur auf einen Impfstoff zu verlassen. Das führt in der Summe zu einer schnelleren Durchimpfung bei noch immer knappen Produktionskapazitäten der einzelnen Hersteller, deren Nutzen die jeweiligen seltenen schweren Nebenwirkungen deutlich überwiegt.

    Ich finde das im Gegenteil so gar nicht unangemessen. Wir reden hier immer noch von einem verhältnismäßig geringen Eingriff zum Schutz aller Beteiligter. Aus dem Schülerverhältnis ergibt sich auch die Pflicht, sich Leistungsüberprüfungen zu stellen, wobei schriftliche Leistungen gerade in Präsenz zu erbringen sind. Folgerichtig müssen die Schülerinnen und Schüler also getestet oder mit ärztlicher Bescheinigung in Präsenz erscheinen oder z.B. durch ärztliche Bescheinigung nachweisen, dass sie am entsprechenden Tag schulunfähig verhindert waren.


    PS: Die Teilnahme an Unterricht und Leistungsüberprüfungen als Strafe zu bezeichnen, erscheint mir völlig unangebracht.

    Wie viele Fälle von Hirnvenenthrombosen, davon nicht wenige mit tödlichem Ausgang, es weltweit nach der AZ-Impfung gab, hast du mitbekommen? Das waren überwiegend junge und gesunde Menschen, die bei Corona-Infektion ein eher geringes Risiko gehabt hätten (wenn sie sich überhaupt infiziert hätten).

    Diese Todesfälle sind für dich "ein Haar in der Suppe?!

    Jetzt lass die Kirche doch mal im Dorf. Es handelt sich nach wie vor nicht um "viele Fälle, nicht wenige mit tödlichem Ausgang", sondern noch immer um eine sehr seltene Nebenwirkung. Sinusvenenthrombosen sind im Übrigen auch nach Impfungen mit Biontech und mit Moderna dokumentiert, aber interessanterweise hat das weniger Eingang in die öffentliche Diskussion gefunden. Inzwischen wissen Mediziner zudem relativ gut, wie sie bei entsprechenden Symptomen gegensteuern können, sodass das individuelle Risiko noch weiter absinkt.

    Generell ist die so vermittelte Sicherheit doch äußerst trügerisch, solange nicht jede Person jeden Tag einen Selbsttest durchführt. Ganz zu schweigen davon, dass man sich bei den Tests der Schüler auch nicht wirklich darauf verlassen kann, dass diese richtig durchgeführt wurden.

    Deswegen bleiben ja alle anderen Maßnahmen bestehen. Letztlich handelt es sich um einen weiteren Baustein, der die Sicherheit im Kontext Schule etwas erhöhen kann und durchaus sinnvoll ist. Dass die Tests keine Freifahrtscheine zum Vernachlässigen der bisherigen Maßnahmen darstellen können, muss dabei unbedingt in der Schulgemeinschaft kommuniziert sein.

    Was passiert eigentlich mit den Lehrkräften, die den Test verweigern? Haben die dann bezahlten Urlaub?

    Also in der Privatwirtschaft z.B. darf ja niemand gezwungen werden sich zu testen (Körperverletzung). Wieso gilt das für uns eigentlich nicht?

    Auch Beamte müssen keine Körperverletzung über sich erdulden, indem sie gewaltsam einem Test durch Dritte unterzogen werden. Gleichwohl ergibt sich aus der Treuepflicht, dass Anweisungen des Dienstherrn weitgehend zu folgen ist (sonst remonstrieren!) und dafür mit Sorge zu tragen ist, dass die gängigen Sicherheitsvorkehrungen während des Präsenzunterrichts eingehalten werden.


    Inwiefern das auch die Pflicht zum Selbsttest (hier liegt btw. keine Körperverletzung im Sinne des §223 StGB vor) betrifft, ist noch strittig. Entsprechende Klagen und Eilanträge sind in einigen Bundesländern bereits anhängig. Nach derzeitigem Stand kann die Verweigerung des Tests disziplinarrechtliche Konsequenzen haben, es ist dann eher von unbezahlter Freistellung bis hin zur Entlassung aus dem Dienst auszugehen.

    Wir durften uns eine definierte Anzahl an Tests abholen und wurden aufgefordert uns zweimal die Woche (Vorschlag. Mo und Mi) selbst zu testen. Wo wir uns testen ist offen, aber die Mitgabe der Tests, insbesondere auch bei unserem Einzugsgebiet spricht Bände. Vor allem da viele auch mit dem ÖPNV kommen.


    Auch bei Schülern haben wir drüber diskutiert, sind aber davon ab.


    Ob es Vorgaben gibt - keine Ahnung. Sinnhaft sich zu Hause zu testen ist es allemal.

    So läuft es bei uns auch ab. Wir sehen keinen Sinn darin, Personen erst in die Schule kommen zu lassen, um erst vor Ort festzustellen, dass sie evtl. positiv sind. Gerade gegenüber dem Kollegium ist etwas Vorschussvertrauen mit Sicherheit angezeigt, insofern testen sich die Lehrkräfte natürlich zu Hause.

    Kann nicht sein, dass man da als Privatperson etwas zahlen muss. Wenn dem so wäre, würde ich sofort jegliches Experimentieren verweigern.

    Das muss über den Dienstherr versichert sein.

    Die reflexhafte Reaktion im typischen Stil des Bashings gegen den Dienstherrn ist in Anbetracht der diskutierten Fälle irgendwie daneben. Wenn du als Expertin für Chemie Schülerinnen und Schüler leichtfertig unangemessenen Bedrohungen aussetzt oder gar vorsätzlich schädigst, dann haftest selbstverständlich du und nicht der Dienstherr. Passiert hingegen trotz der notwendigen Sicherheitsvorgaben etwas bei den "normalen" Experimenten haftet selbstverständlich der Dienstherr und nicht du.


    Um es mal plastisch zu machen: Es hat einen Grund, warum ich Schülerinnen und Schüler nicht an den Bandgenerator fassen lasse, auch wenn die Haare dann so schön zu Berge stehen, oder sie mal am Americium-241 schlecken lasse. Wenn sie beim Optikexperiment dann aber trotz erfolgter und selbstverständlich dokumentierter Belehrung an die heiße Glühlampe fassen, dann ist das eher nicht mein Problem.

    Nochmal ich. Meine 12er bereiten sich momentan aufs Abitur vor. Jetzt schreibt mich X an, er hätte sich die Abi-Klausur von 2012 vorgenommen und verstehe die Herleitung einer Formel nicht. Dann verabrede ich mich mit ihm in der nächsten Woche und erkläre es ihm ausgiebig. Und dann wird diese Herleitung zufällig in der aktuellen Klausur verlangt und X verkündet mir freudestrahlend, dass ich ihm das ja so toll erklärt hätte und er das problemlos lösen konnte. Dann werden mich alle anderen Kursmitglieder und vor allem deren Eltern fragen, warum ich X bevorzugt und so bevorteilt habe. Und dann komme ich mit einem „Weil er mich gefragt hat.“ nicht weit.

    Das ist etwas anderes, als wenn sich X allein mit der Aufgabe beschäftigt hat.


    Das ist aus rechtlicher Sicht vollkommen unproblematisch. Keiner von euch beiden konnte erahnen, dass exakt diese Aufgabe noch einmal Prüfungsaufgabe sein wird. Gleichzeitig gibt es gar nicht so viele verschiedene Herleitungen, die Schülerinnen und Schüler können müssen und diese intensiv mit ihnen zu üben und sofern darstellbar auf Nachfrage auch noch einmal genauer zu erklären, gehört zu unserem Beruf direkt dazu. Problematisch ist das nur, wenn du selbst die Prüfungsaufgaben stellst und genau diese vorab mit Schülerinnen und Schülern besprichst.

    Ein anderer Teil tut sich schon mit Mathe schwer und versteht deswegen die Umrechnung verschiedener Energieeinheiten deutlich langsamer. Ein anderer Teil versteht es sofort, und ist darüber hinaus daran interessiert, wie man den Energiegehalt verschiedener Sachen überhaupt herausfindet oder misst. Wieso nicht mit dem Teil der es nicht versteht, aber verstehen will, nochmal das Umrechnen verschiedener Einheiten üben, und mit dem Teil der es experimentell probieren will, ein kurzes Experiment dazu machen?


    (...)


    Die Chancengleicheit ist bei einem kostenlosen, freiwilligen Zusatzangebot gegeben.

    Da mache ich ein großes Fragezeichen dran. Gerade die oben beschriebene Konstellation lädt doch gerade zu einem entsprechend binnendifferenziertem Angebot im eigentlichen Fachunterricht ein. Das auszulagern kann schnell dazu führen, dass aus einem "freiwilligen Angebot" de facto eine verpflichtende Zusatzveranstaltung wird, wenn man nicht abgehängt werden möchte. Dass die Schulleitung hier aus Fürsorgeerwägungen gegenüber den SuS und der Lehrkraft einen Riegel vorschiebt, kann ich gut nachvollziehen.

    Was ist denn, wenn ein Schüly (ist „ein“ der richtige Artikel?) in der individuellen Betreuung mal ein bestimmtes Thema näher betrachten will, das dann ausgiebig besprochen wird und es dann in der zentralen Prüfung drankommt. Dann haben doch die individuell betreuten Schülys einen deutlichen Vorteil gegenüber den anderen. Selbst schuld?

    Darüber hingegen würde ich mir keine Sorgen machen. Dass SuS, die sich intensiver vorbereiten, auch bessere Chancen in den Prüfungen haben, liegt in der Natur der Sache. Die intensivere Auseinandersetzung mit Themen, die später zufällig auch in zentralen Prüfungen enthalten sind, stellt keine Benachteilung der anderen SuS dar. Das gilt sogar denn, wenn einzelne SuS bei ihren Recherchen zufällig oder auf Grund systematischen Durchsuchens der in Betracht kommenden Schriften über die Themen der Prüfung oder ganze Prüfungstexte stolpern (vgl. u.a. OVG Münster V A 976/65).

    Die Rechnung geht nicht auf, wenn man in der Woche 2x testen soll.

    Mal sehen, was nach den Ferien passiert. Da wird dann wohl häufiger mal Unterricht in Distanzform stattfinden müssen, wenn wir zeitgleich Testungen und Notbetreuung stemmen sollen.

    Bei uns werden sich vermutlich die meisten Schülerinnen und Schüler zu Hause testen. Die wenigen, bei denen das vermutlich nicht klappt, dürfen morgens im separaten Bereich mit den Sozialpädagogen ran. Wir hoffen, dass damit der Unterricht weitgehend unbetroffen bleibt. Ich bin im Moment dankbar, dass die Kritik der Schulen zur Testung im Unterricht bei Herrn Tonne angekommen zu sein scheint.

    Das Spaceshuttle steht seit längerem als Ankündigung für das 2. Quartal drin, insofern dürfte das kein Aprilscherz sein. Das Verhältnis von Preis und Teileanzahl scheint mir ebenfalls legotypisch plausibel zu sein.

    Aber muss das eine Lehrerin sein, die ja in der Zeit, in der sie angesprochen wird, das nicht macht, was sie eigentlich macht? Mir ist das auch wurscht, welcher Level was ist. Hauptsache der Kram funktioniert.

    Nein, muss es nicht. Es ist nur unökonomisch, für jede Schule eine entsprechende Stelle vorzuhalten, daher übernimmt den First-Level-Support jemand vor Ort und bekommt dafür eine Anrechnung. Das muss nicht zwingend eine Lehrkraft sein, sondern kann in Nidersachsen z.B. auch durch die Schulassistenz sichergestellt werden....die wiederum nur vorhanden ist, wenn dafür Entlastungsstunden aus dem Topf der Schule entfallen ;) . Man könnte natürlich auch auf die Idee kommen, an jeder Schule eine entsprechende IT-Stelle als 25%-Stelle auszuschreiben, aber darauf wird sich wohl niemand ernsthaft bewerben wollen.


    Dass dir die Level egal sind, ist natürlich deine Sache. Gerade die stehen aber für die Komplexität der zu lösenden Probleme und damit für die notwendige Tiefe der Einarbeitung. Im First-Level-Support an Schule sind so (leider immer noch) typische Dinge dabei, wie " Ähm, wie kann ich noch einmal eine E-Mail versenden?" , "Der Rechner geht nicht.....achso, man muss den Bildschirm auch anschalten" usw. Für die Lösung solcher Probleme braucht es keine IT-Fachkraft.

    Der Staat kann sich diesen Spaß nur leisten, weil er die Arbeitszeit der Lehrer falsch berechnet und du somit mit deiner privaten Zeit draufzahlst.

    Diese Implikation ist etwas zu einfach und blendet die mögliche Übernahme von Verantwortung für die Gestaltung der eigenen Arbeitszeit aus. Susannea hatte bereits angedeutet, dafür auch Stunden zu erhalten und wenn man das in der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit entsprechend hinbekommt, ist das auch in Ordnung.


    Im Übrigen bedarf es für den First-Level-Support noch nicht zwingend IT-Spezialisten, sondern v.a. ansprechbare Personen vor Ort. Den Level 2 und Level 3-Support übernehmen dann i.d.R. Spezialisten, die direkt beim Schulträger für einen größeren Bereich zuständig sind. Aufgrund der nötigen Anfahrtswege und -zeiten ist deren Hinzuziehung auf Level 1 aber oft teurer als das Ausstatten von eigentlich teureren Lehrkräften mit einzelnen Stunden.

    Uaaaah, Reihenhaus... ganz sicher nicht. Sorry, ich hoffe, es fühlt sich jetzt niemand auf den Schlips getreten, aber das ist für mich der Inbegriff von Spiessigkeit. Never.

    Auch wenn das sicher nicht meins ist: in manchen Gegenden ist das so ziemlich die einzig bezahlbare Option, wenn man im eigenen Haus leben möchte. Das gilt gerade für den urbanen Bereich. Wir hatten die Option Reihenhaus in der Stadt oder Einfamilienhaus im Speckgürtel und sind eher bei Letzterem, aber ich kann jeden gut verstehen, der lieber in der Stadt sein möchte und dann das Reihenhaus als Alternative zur Miete oder ETW zieht.

    Sorry, aber da muss ich widersprechen: Die Vorstellung von der allmächtigen Weisungsbefugnis ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Welche Tätigkeiten sollen das denn sein? Übernahme einer Klassenleitung? Ja, das ist drin. Die Studien- und Berufsorientierung ganz sicher nicht...

    Es geht nicht um allmächtige Weisungsbefugnis, wie du meinem Beitrag hättest entnehmen können. In gewissen Grenzen können Vorgesetzte sehr wohl amtsangemessene dienstliche Anweisungen aussprechen. Deine Behauptung, für Lehrkräfte im Eingangsamt beschränke sich die Arbeitszeit auf die unterrichtliche Tätigkeit, ist mit Blick auf die von dir zitierte ADO nachweislich falsch.

    Aber: Du bist im Eingangsamt, deine Arbeitszeit "beschränkt" sich damit auf den Unterricht (das gilt insbesondere für § 10 ADO!)

    Sorry Stan, aber das stimmt erkennbar nicht, wenn man sich §10 ADO anschaut. Die Arbeit von Lehrkräften - auch im Eingangsamt - umfasst weit mehr als Unterricht und unterrichtsnahe Tätigkeiten. In gewissem Rahmen kann der Arbeitgeber in Ausübung seiner Weisungsbefugnis zudem weiterführende Aufgaben übertragen, die dem Amt angemessen sind. Dabei ist selbstverständlich darauf zu achten, dass diese innerhalb der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit auch erledigt werden können.

    ich glaube doe Grenze liegt bei etwas über 3000 Euro netto um zu den Top 10 Prozent zu gehören.

    Sprich A13 LuL sind dabei. A12 eher nicht

    Auch A12 überschreitet bereits in der niedrigsten Erfahrungsstufe und ohne Familienzuschläge die 3000 Netto. Wenn man sinnvollerweise noch die PKV abziehen möchte, braucht es ohne Familienzuschläge dann eher Stufe 12/6, die aber auch bereits mit Anfang 30 erreicht ist.

    Das scheint in den Vereinbarungen der Länder unterschiedlich zu sein, Vertretungsbereitschaft ist in Berlin nicht vorgesehen und somit auch nicht zulässig. Wie gesagt, Hinweis kam bei uns extra noch mal vom Personalrat, dass das die Berliner Verordnungen nicht hergeben.

    Das sollte mich sehr wundern, insbesondere da das die Personalräte der allgemeinbildenden Schulen in Neukölln und Charlottenburg anders zu sehen scheinen:


    https://www.google.com/url?sa=…Vaw3nIdwj0HsUo0gu9Z7DkdZZ


    http://www.pr-cw.de/pdf/pr_inf…pflicht_Dienstpflicht.pdf


    Meines Erachtens zurecht wird lediglich abgelehnt, generell Springstunden und Randstunden als Vertretungsbereitschaften zu deklarieren, da das über das von mir oben angesprochene sinnvolle Maß von 1-2 Stunden hinausgeht. Gleichzeitig wird betont, dass es den Gesamtkonferenzen der Schule obliegt, ein geeignetes Vertretungskonzept zu beschließen.

    Tom123: Das kann der Dienstherr eben nicht. Er kann dich nicht verdonnern, dass du dich grundsätzlich freitags ab 12 Uhr im Lehrerzimmer ohne Anrechnung auf dein Deputat bereithältst. Bitte zeige mir die Verordnung, Dienstordnung o.Ä., in der das so steht. Du nennst keine Quelle, die deine Behauptungen stützt. Ich wette, dass es die nicht gibt. Das wäre nämlich wirklich "Arbeitsbereitschaft" und ist zu vergüten. https://wirtschaftslexikon.gab…arbeitsbereitschaft-30470

    Doch, das kann er. Und er vergütet diese Arbeitszeit auch, es handelt sich dabei um den Teil der Arbeitszeit, die nicht durch Unterrichtseinsatz bereits gebunden ist. Insofern deckt sich das auch mit dem Urteil. Im Rahmen des Direktionsrechts kann der Arbeitgeber durchaus anweisen, dass ein Teil der anfallenden Arbeit vor Ort erledigt werden soll, insbesondere wenn sich das in engen Grenzen wie 45min pro Woche hält. Die dann nicht durch Vertretung abgerufene Zeit soll explizit für außerunterrichtliche Tätigkeiten wie Korrekturen, Mailverkehr, Arbeiten im Vorbereitungsraum o.ä. genutzt werden.


    PS: Das von dir zitierte Urteil bezieht sich auf den Fall eines Polizisten, bei dem über die normale Arbeitzeit (vollgebunden!) hinaus noch Bereitschaftszeiten anfielen, die rechtswidrig nur zu 1/3 angerechnet worden. Die hier diskutierten Vertretungsbereitschaften hingegen fallen innerhalb der normalen Arbeitszeit von Lehrkräften an und gerade nicht darüber hinaus.

Werbung