Ich finde es absurd, wie man zum einen das Elternrecht aufwerten möchte, sodass die ihre Kinder zuhause unterrichten können, gleichzeitig aber den Zugang zum Gymnasium auf 25 % eines Jahrgangs deckeln will. Ich weiß, bei der AfD sollte man keine Logik suchen, aber wie das irgendwer ideologisch zusammenbringen will, ist mir ein völliges Rätsel.
So rätselhaft finde ich das gar nicht. Sie schreiben derzeit ja nicht, wie eigentlich eine Auswahl auf 25% erfolgen soll, aber vermutlich soll da nicht nur nach Leistungskriterien gefiltert werden. Es dürfte darum gehen, wenigstens eine Schulform "schön deutsch" zu halten. Gleichzeitig will man den völkisch-nationalen Anhängern ermöglichen, ihre Kinder nicht mehr der "linksversifften" Bildungsideologie aussetzen zu müssen. Wenn man sich mal die typischen Motivationen für den Hausunterricht auch in anderen Ländern anschaut, erkennt man da ein Muster, von wem das klassisch in Anspruch genommen wird.
PS: Mich entsetzt tatsächlich der unwürdige Sprachgebrauch in einem offiziellen Papier der AfD. Wenn man da von "pervers" und "Störung" liest, ist das nicht einfach nur Ausdruck politischer Interessen, sondern schlicht menschenverachtend.