Wer Dienst nach Vorschrift macht, macht mehr als die meisten Kolleg*innen. Das wird immer so negativ dargestellt. Dienst nach Vorschrift bedeutet sämtliche Aufgaben des Aufgabenkatalogs vorschriftsmäßig zu erledigen. Das ist einiges.
Es gibt genug Selbstdarsteller, die meinen sie machen viel (unnötiges Zeug), aber eben keinen Dienst "nach Vorschrift".
Das hatten wir doch schon einmal: Der Begriff "Dienst nach Vorschrift" bedeutet heutzutage gerade nicht, dass sämtliche Aufgaben vorschriftsmäßig und in mittlerer zu erwartender Güte erledigt werden, sondern er wird für ein Verhalten genutzt, bei dem die Arbeitsintensität und/oder die Arbeitsleistung auf ein Maß vermindert wird, welches gerade so noch keine offenkundige (!) Pflichtverletzung darstellt. Ein solches Verhalten ist aber dennoch gerade pflichtverletzend.
Der "Dienst nach Vorschrift" ist letztlich eine verdeckte Arbeitskampfmaßnahme und als solche klar unzulässig. Beamte verstoßen insofern auch regelmäßig gegen ihr sich aus §34 BeamtStG (bevor damit jemand wieder vom Inhalt ablenken möchte: oder den entsprechenden länderspezifischen Äquivalenten) ergebende Pflichten.