Beiträge von Seph

    Nein, so kann man nicht argumentieren. Die Ausfallquote ist bei Dreierblöcken ein Desaster, pro Aufall sind einfach 100 % der Wochenlektionen weg. Im zweistündigen Grundlagenfach akzeptiere ich aus diesem Grund nicht mal Doppellektionen.

    Das hatte ich ja geschrieben, dass wenn es mal genau an dem Tag zu einem Ausfall kommt, "100% der Wochenlektion" weg sind. Gleichzeitig wird es seltener überhaupt zu Ausfällen kommen, da alles an Erkrankungen, Exkursionen u.ä. an anderen Wochentagen die eigenen Stunden gar nicht erst betreffen.


    Bei verteilten Stunden fällt dann halt immer mal wieder eine (Doppel-)Stunde aus und man sieht sich in der Woche noch einmal. Dafür sind die Ausfälle u.U. häufiger, sodass im Mittel über das Schuljahr hinweg kaum ein Unterschied bestehen dürfte, auch wenn das subjektiv anders wahrgenommen wird.


    PS: Ich räume aber gerne ein, dass ich keine Statistik über Ausfallwahrscheinlichkeiten in Abhängigkeit der Wochentage führe und dies daher nicht mit absoluter Sicherheit aussagen kann. Die Argumentation stützt sich also auf eine angenommene Gleichverteilung entsprechender Ereignisse auf die Wochentage, die in Realität vlt. gar nicht gegeben ist.

    Oder einem Fehlen aufgrund eines Feiertages, Ausflugs,... direkt 3 Stunden.

    Ich verstehe die Argumentation, genauso gut könnte man aber auch argumentieren, dass bei Fachunterricht an nur 1 Wochentag statt 2-3 Wochentagen die "Trefferwahrscheinlichkeit" für diese Art von Ausfällen sinkt. Aber klar, dafür fallen halt gleich 3 Stunden aus, wenn doch mal so etwas genau auf diesen Wochentag fällt.

    Kommen an eurer Schule Dreifachstunden vor? Wie findet ihr das?

    Das habe ich zum Glück noch nie erleben müssen und würde das extrem blöd finden. 3 Stunden am Stück in einer Lerngruppe mit verschiedenen Fächern sind ja noch halbwegs ok, aber in einem Fach? Das wäre mir ebenfalls deutlich zu lang, insbesondere wenn man sich sonst in der Woche nicht mehr sieht. Vorstellen könnte ich mir das bestenfalls mit den 5-stündigen Leistungskursen in einer Verteilung 3/2, um kurz vor dem Abi auch mal länger an entsprechenden Abiaufgaben arbeiten zu können. Aber auch da bin ich über das konsequente Doppelstundensystem ganz froh.

    Offensichtlich mehr als du. (7 , 3 15er und 4 16er)

    Tja, nur sind das ja offensichtlich keine Schulräte mehr, wie von dir behauptet ;) Man könnte natürlich einfach mal einräumen, dass man die Amtsbezeichnungen verwechselt hat und den Hinweis auf geltende Rechtsvorschriften akzeptieren, oder einfach so weitermachen mit persönlichen Herabwürdigungen, um auf der eigenen nicht haltbare Position zu verharren.


    PS: Ich kenne tatsächlich keine Schulräte...das mag aber auch daran liegen, dass ich nicht in Bayern tätig bin. Ich arbeite dann eher mit Leitenden Regierungsschuldirektoren u.ä, zusammen.

    Das kann ich ehrlich gesagt nicht einschätzen, da ich die Aufgabenverteilung von Schulräten, Schulamtsdirektoren und leitenden Schulamtsdirektoren in Bayern nicht kenne. Aber auch in NDS gibt es neben den Dezernenten (-> Leitende Regierungsschuldirektoren) untergeordnete Positionen in der Behörde in den regionalen Landesämtern für Schule und Bildung, die für einzelne Fachgebiete zuständig sind.

    ...unabhängig davon, dass ich - aufgrund vieler Bekannter - aber sowas von sicher im Recht bin (wetten?), ein wie immer sehr sympathischer Beitrag von dir. Hätte dich sehr gerne als Lehrer, muss erfrischend sein.

    Schau doch einfach mal in die BayBesG statt dich von Hören-Sagen leiten zu lassen. Dort ist ganz explizit geregelt, welche Ämter in welche Besoldungsgruppen eingeordnet sind. Schulräte finden sich nun einmal in A14(+Zulage), nicht jedoch in A15 oder A16. Möglicherweise verwechselst du aber auch die Amtsbezeichnungen und deine "vielen Bekannten" (wie viele Schulräte kennt man denn so als Lehrkraft persönlich?) sind vlt. bereits in anderen Ämtern.

    Das denke ich auch. Ein Niveau von 71,75% nach 40 Jahren wird nicht zu halten sein und dass eine Absenkung grundsätzlich möglich ist, hat man ja bereits gesehen. Da es dann insbesondere in den unteren Besoldungsgruppen zu Problemen mit dem Abstandsgebot kommen kann, wäre aber auch die Beibehaltung der 71,75% bei gleichzeitiger Streckung der "Anspardauer" auf über 40 Jahre möglich, sodass weniger Beamte überhaupt diesen Satz erreichen können.

    Wobei die dann doppelt so groß mit Pool sein könnte. Aber stimmt schon irgendwo. Außer man man einen Vertrag, dass jeder die Hälfte bekommt...

    Dafür braucht es keinen speziellen Vertrag. Bei Ehepaaren ist die Verteilung (des Zugewinns) ohnehin gesetzlich vorgegeben, sofern nicht separat geregelt. Und ansonsten liegt halt eine Personengesellschaft als Grundstücksgemeinschaft vor. Die Anteile können dann entweder wirklich separat in einem Gesellschaftervertrag geklärt oder schlicht direkt ins Grundbuch eingetragen werden.

    Das könnte auf eine Zeit zurückgehen, in der das heute rechtswidrige Senioritätsprinzip bei der Besoldung galt, Beamte also nach Lebensalter und nicht nach Dienstzeit eingruppiert wurden. Während man in der Laufbahngruppe 1 häufig schon sehr jung einsteigen konnte (insbesondere im 1. Einstiegsamt), ist für den Einstieg in die Laufbahngruppe 2 im 2. Einstiegsamt ja durch das notwendige Studium erst ein späterer Einstieg möglich. Folgerichtig gab es z.B. Besoldungen A2/1, nicht jedoch A13/1.


    Mit Wegfall des Senioritätsprinzip (und der niedrigsten Besoldungsgruppen) hatten einige Bundesländer dennoch die bisherige Bezeichnung der Erfahrungsstufen beibehalten, andere jedoch (wie Hamburg oder auch der Bund) die Bezeichnung generell abgeändert und dann in allen Besoldungsgruppen bei 1 beginnen lassen.

    Man kann das natürlich auch weiter ins Lächerliche ziehen. Es ging aber lediglich darum, warum das Mindestlohngesetz bei Anwärtern nicht greift. Hierfür habe ich bereits 2 unterschiedliche Ansätze geliefert.


    Dass die Alimentation von Beamten in entsprechenden Ämtern sich nicht nur in Naturalien und v.a. an einem gewissen amtsangemessenen Lebensstandard bemessen muss, ist davon unbenommen und immer mal wieder Gegenstand von Gerichtsverfahren.

    Also auch wenn ich mit dem Auto käme, würde ich meinen Wagen für eine solche Kurzstrecke nicht bewegen. Diesen Verschleiß kann ja gerne der Schulleiter zahlen.

    Da bin ich mit dir einer Meinung. Ich habe das in meiner ganzen Laufbahn genau einmal für eine Vertretungsstunde gemacht und mir vorgenommen "Nie wieder!". Danach habe ich jedes Mal wieder schriftlich darauf hingewiesen, dass der angeordnete Einsatz so nicht möglich ist bzw. die Aufsicht nicht gewährleistet werden kann und bin gemütlich zu Fuß gelaufen...nicht gehetzt. Es wurde dann recht schnell auf entsprechende Anweisungen verzichtet.

    Es ist faszinierend, wie oft man hier in diesem Forum die von Dir geäußerte Einstellung zu ModeratorInnen lesen konnte. Das belegt aber weniger die Legitimität der Kritik als den misslungenen Versuch, sich auf diese Weise gegen (berechtigte) Kritik zur Wehr zu setzen.

    ...und das innerhalb von weniger als 24h nach Anmeldung als neuer User ;)

    Der Angestellte kann zumindest mit der Kündigung drohen und sie auch realistischer durchziehen als der Beamte.

    Da sehe ich in unserem Beruf auch keinen Unterschied. Der Beamte kann sich ebenfalls aus dem Dienst entlassen lassen und schauen, wo er anderweitig sinnvoll auf dem Arbeitsmarkt unterkommt. Zwar verfallen die Pensionsansprüche, dafür erfolgt (in Höhe des AG-Anteils) eine Nachversicherung in der DRV. Die während der Zeit als Beamter eingesparten AN-Anteile in der DRV hat der Beamte sicher bereits sinnvoll in eine Altersvorsorge investiert, sodass auch hier keine Schlechterstellung gegenüber dem Angestellten vorliegt.

    Der Ingenieur verdient das auch ohne Frau und Kinder. Die machen offenbar den Unterschied, dass du keinen gravierenden Unterschied siehst. Und gleichzeitig sind sie ein Grund, warum viele Lehrkräfte Teilzeit arbeiten.

    Ohne Frau und Kind sind es (in Steuerklasse I) "nur" um die 250€ weniger Netto und wir landen bei ca. 4200€ für den angesprochenen Beamten A13/8 (statt knapp über 4400€ in Stkl. 1). Je nach PKV gehen da sicher noch einmal 300-400€ ab, für die verbleibenden 3800€ Netto muss man dennoch knapp 80k p.a. in der freien Wirtschaft verdienen.


    Mein Vorschlag wäre, den Familien- und Kinderzuschlag abzuschaffen, denn viele Lehrerinnen gehen eben wegen Familie und Kindern in Teilzeit, und das sollte man nicht auch noch attraktiv machen.

    Die Teilzeitfalle aufgrund der Familie betrifft bei weitem nicht nur Lehrerinnen, sondern ist noch immer ein generelles Problem im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit. Außerhalb des ÖD kommt da noch dazu, dass es keinen Anspruch auf Rückkehr in Vollzeit gibt. Im Übrigen widerspricht dein Vorschlag dem Alimentationsprinzip.

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