Beiträge von Seph

    Doch das kannst du verhindern. "In einer „normalen“ Unterrichtssituation nehmen im Klassenraum weder Geschwister, Eltern oder sonstige Dritte am Unterrichtsgeschehen teil.

    Das ist ein Trugschluss. Du wirst auch im Präsenzunterricht nicht mit Sicherheit ausschließen können, dass unerlaubte Ton- oder gar Videoaufzeichnungen mitlaufen. Im Präsenz- und Distanzunterricht ist dementsprechend darüber zu belehren, dass dies unzulässig ist und bei Verstößen entsprechend zu reagieren. Hierfür steht eine breite Palette an Disziplinarmaßnahmen sowie zivil- und strafrechtlichen Abwehrmaßnahmen zur Verfügung, um fallangemessen intervenieren zu können.

    Ich denke, wir machen uns was vor mit dem Glauben an eine derzeit kontrollierbare oder bewertbare Mitarbeit am Distanzlernen. Ihr werdet sehen, das läuft wie beim letzten Lockdown. Es wird über Kurz oder Lang die Order geben, dass die Inhalte und Leistungen aus dieser Phase nicht bewertbar sind.

    Und wir machen uns verrückt...

    Ich sehe das Problem nicht. Ein Schüler, der zu häufig fehlt, ist irgendwann einfach schlicht nicht mehr bewertbar. Dafür spielt es keine Rolle, ob verschuldet (schwänzen) oder unverschuldet (Krankheit, technische Probleme). Im Übrigen ist der Schüler in der Verantwortung, sich um die Sicherstellung der eigenen Bewertbarkeit zu kümmern, z.B. durch aktives Nachfragen nach Leistungsmöglichkeiten, Teilnahme an Nachschreibklausuren usw. Insofern hat sich eigentlich herzlich wenig geändert zur Situation im Präsenzunterricht.

    Meiner Meinung nach ist bei Straftaten, die gegenüber Lehrkräften verübt werden, das Vertrauensverhältnis zwischen Schule und Schüler im Anschluss derart zerrüttet, dass eine Fortsetzung der Laufbahn des Schülers an dieser Schule nicht mehr möglich ist. Kurz und gut: Hier müsste und darf bereits mit harten Ordnungsmaßnahmen reagiert werden. Wahrscheinlich wird es dagegen Bedenkenträger geben, unterhalb von einer Versetzung in eine andere Klasse und damit zu anderen Lehrkräften geht m.E. aber nichts.

    Ah, okay, in Sachsen ist das anders. Allerdings ist das bislang auch mit den "schulscharfen" Ausschreibungen bislang auch anders gewesen, die gab's schlicht nicht. Es wurde nur zentral nach Note verteilt.

    Danke für die Einordnung. Das ist wahrscheinlich wirklich wieder mal bundeslandspezifisch. Ich kenne das auch noch aus Thüringen, dass die Stellenvergabe zentral rein nach Noten erfolgt. Dann stimmt deine Aussage natürlich.


    Wir haben hier den "Luxus", dass wir Stellen tatsächlich schulscharf ausschreiben und alle Bewerberinnen und Bewerber einladen können, die nicht schlechter als 1,0 Notenpunkte als die/der Beste sind. Damit können wir oft genug wirklich nach zur Schule passenden Neueinstellungen schauen.

    Sowas interessiert im Schuldienst leider niemanden.


    An was für einer Schulart unterrichtest du?

    Das sehe ich anders. Wir achten bei Bewerbungsgesprächen sehr genau auf Zusatzqualifikationen und Soft Skills. Neben den reinen Ausbildungsnoten spielt die Passung zur Schule eine große Rolle, aber auch welche zusätzlichen Aspekte jemand in den schulischen Alltag mit einbringen kann.

    Vorsicht vor Logineo: https://digitalcourage.de/blog…rung-nicht-unterschreiben

    Die Unterschrift kann euch ganz fix hinter Gitter bringen. Wenn ihr dann nicht alle Punkte erfüllt, und zu schützende Schülerdaten aus dem System gelangen, kann es eng werden.

    Wie im Parallelthread bereits beschrieben: Der Link ist wenig zielführend. Die Argumente, die dort gegen Logineo aufgeführt werden, brechen in sich zusammen, sobald man als Lehrkraft generell private Geräte (z.B. im häuslichen Homeoffice) zur Arbeit mit Schuldaten nutzt. Dazu gehören z.B. Notenlisten, das Erstellen von Gutachten usw. Die im Link aufgeführten Punkte sind bereits dann umfassend zu beachten. Anders ausgedrückt: Durch Logineo kommen keine Punkte hinzu, die nicht ohnehin bereits umzusetzen waren.


    Verstöße gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen stellen im Übrigen zunächst keine Straftaten dar, davon landet man nicht "ganz fix hinter Gittern". Hör bitte auf mit dieser unnötigen Polemik.

    Vorzeitig zurück kommen kannst du in Teilzeit in 7 Wochen, da kann der AG nicht viel gegen machen

    Nur mal interessehalber: Woher nimmst du das?


    Einschlägig ist hier wohl §16 Abs. 3 BEEG, wonach eine vorzeitige Beendigung der Elternzeit nur mit Zustimmung des Arbeitgebers oder in besonders gelagerten Fällen möglich ist. Selbst im Fall besonderer Härten hat der Arbeitgeber dabei noch die Möglichkeit, das Gesuch aus dringenden betrieblichen Gründen abzulehnen, wobei diese im Schulbereich eher selten auftauchen dürften.

    Der Link ist wenig zielführend. Die Argumente, die dort gegen Logineo aufgeführt werden, brechen in sich zusammen, sobald man als Lehrkraft generell private Geräte (z.B. im häuslichen Homeoffice) zur Arbeit mit Schuldaten nutzt. Dazu gehören z.B. Notenlisten, das Erstellen von Gutachten usw. Die im Link aufgeführten Punkte sind bereits dann umfassend zu beachten. Anders ausgedrückt: Durch Logineo kommen keine Punkte hinzu, die nicht ohnehin bereits umzusetzen waren.



    PS: Da du gerne mit Datenschutz argumentierst, muss ich dich darauf hinweisen, dass in einer Vielzahl von Fällen Daten von Arbeitnehmern auch ohne deren Zustimmung verarbeitet werden dürfen. Das gilt insbesondere, wenn dies notwendig ist, um Aufgaben, die aus dem Arbeits-/Dienstverhältnis erwachsen, zu erfüllen (vgl. u.a. Art. 6 DSGVO und §26 BDSG).


    Auch schließt die grundsätzlich technisch machbare Aufzeichnungsmöglichkeit den Einsatz entsprechender Konferenzsysteme nicht bereits aus. Diese Aufzeichnungsmöglichkeiten gibt es problemlos auch im Präsenzunterricht. Hier gehört eine entsprechende Belehrung, wie sonst auch, zwingend dazu. Zur effektiven Abwehr stehen einem im Fall der Fälle die normalen Mittel des Zivil- und Strafrecht zur Verfügung. Meine Schüler wissen, dass ich diese auch nutzen würde.

    Zum Beispiel habe ich das Wahlsystem der USA in Gemeinschaftskunde mit dem von Frankreich, GB und Deutschland verglichen. Muss so 25 Jahre her sein und ich weiß heute nichts mehr davon. Als der alte Donald gewonnen hat, obwohl er weniger Stimmen hatte, da hab ich angefangen zu recherchieren, weil ich das seltsam fand und mir freiwillig sowas hier angesehen:

    Ich thematisiere in Mathematik in der Oberstufe gerne die ein oder anderen lustigen und bedenklichen statistischen...nennen wir es "Gestaltungsspielräume". Das Gerrymandering ist dabei ein wunderbares Anwendungsbeispiel für das Will-Rogers-Paradoxon. Welche Perversion damit betrieben werden kann, sieht man, wenn man sich mal einige speziell geschnittene Wahlbezirke anschaut. Mein Lieblingsbezirk ist dabei folgender:


    https://images.theconversation…=754&h=439&fit=crop&dpr=1

    Haben wir eigentlich nach dem Wursttreffen schon ein Wein-Someliertreffen geplant? Wir könnten es noch mit Bier und Whisky koppeln, damit alle mitmachen können.

    Jetzt fühle ich mich irgendwie genötigt, mal wieder in den Keller zu gehen und zu schauen, was da noch leckeres auf Lager liegt. Bei dem Schmuddelwetter ist Whisky da gefühlt naheliegender als Weißwein.

    Ah ok, dann besteht der Unterschied wirklich nur noch in der schnelleren Anpassbarkeit der Stundenzahlen. Die Tätigkeit selbst ist ansonsten gleichgestellt mit "normaler" Teilzeittätigkeit.

    Meine Frage bezog sich ja eben darauf, ob in Elternzeit arbeiten exakt das gleiche ist wie in Teilzeit. Der einzige Unterschied, den ich sehe ist der, das ich es halbjährlich beantragen kann. Ansonsten scheint alles gleich zu sein. Der Versetzungsantrag für Sommer ist gestellt. Ob der durchgeht ist aber nicht klar, da ich die 35km Regel nicht erfülle.

    Ich bin auch verbeamtet und nicht befristet angestellt.

    Naja, fairerweise muss man schon noch dazu sagen, dass der Unterschied neben der schnellen Wiederhochstufung auch darin besteht, dass gleichzeitiger Bezug von Elterngeld zum teilweisen Ausgleich der Differenz aus Teilzeit- und Vollzeitgehalt möglich ist.

    Sicherlich. Aber weiterin heißt es: "Ob und inwieweit ein Einsatz privater Endgeräte von Schülerinnen und Schülern grundsätzlich in Betracht kommen kann, wurde hier noch nicht geprüft."

    (...)

    Da es direkt im Zusammenhang mit den Geräten für die Lehrer steht, wird wohl auch ähnliches gelten. Zumal die Lehrer umgekehrt auch vom Datenschutz profitieren sollen.

    Das von dir zitierte Paper erwähnt ausdrücklich die Spannungslage von Schulpflicht und Pflicht zum Homeoffice für Schülerinnen und Schüler, woraus zurecht eine gewisse Problematik im Einsatz privater Endgeräte hergeleitet wird.


    Die Lehrkräfte hingegen dürfen einerseits durchaus in der Schule auch mit schulischer Hardware arbeiten und sind andererseits auch nicht verpflichtet, genau diesen Beruf auszuüben. Im Gegenteil zu den Schülerinnen und Schülern müssen sie ja sogar beim Dienstherren beantragen, private IT nutzen zu dürfen, wenn sie das unbedingt möchten. Der Dienstherr sieht hierfür nämlich keine Notwendigkeit.


    Bitte beschreibe, wie du damit einen Zusammenhang zwischen den Aussagen zu Schülergeräten und denen der Lehrkräfte ziehst.

    Es geht darum, dass weder Eltern noch Lehrer jetzt auf einmal alle IT-Experten sind, die ihre System ausreichend absichern. Wenn jetzt z.B. SuS in der Schule wären stattdessen, dann wären die Systeme dort ordentlich abgesichert. Gleiches gilt für Lehrer, die jetzt in der Schule wären. Und die Absicherung der IT ist nunmal eine Sache die gewährleistet sein muss per erwähntem Gesetz, wenn man eben Vidokonrerenzunterricht erteilen/ nutzen möchte.

    Was meinst du denn mit ausreichender Absicherung genau? Es gibt m.E. kein Gesetz, das den Einsatz von IT nur für IT-Experten erlaubt. Basics wie die Nichtnutzung offener Hotspots darf man auch von Nichtexpertern voraussetzen, kann darüber natürlich auch belehren. Euer Ministerium weist im Übrigen darauf hin, dass es grundsätzlich keine rechtlichen Bedenken zur Nutzung von Videokonferenztools durch Schulen und Lehrkräfte gibt. Als Rahmenbedingungen werden gleichwohl das Einholen von Einverständniserklärungen und die Nutzung DSGVO-konformer Videokonferenzsysteme genannt. Bei Beratungsbedarf kann man sich dabei sehr gerne an die zuständigen Datenschutzbeauftragten wenden, was ich dir ausdrücklich empfehlen möchte.

    Für 14 von 15 meiner KollegInnen am Gymnasium ist bei einem Kollegium von 60-80 Personen und vier bis fünf A15 Stellen mit Ernennung zum/zur OStR(') Schluss. Da gibt es kein Weiterkommen mehr, weil der Stellenkegel es nicht hergibt. Eine echte Weiterentwicklung an der eigenen Schule ist oft nicht möglich oder erfordert entweder eine Versetzung oder einen (temporären) Wechsel in die Schulverwaltung.

    Der Stellenkegel existiert zwar, ist aber nicht so statisch, wie du ihn darstellst. In der Regel erreichen Lehrkräfte die Beförderungsämter nicht gerade mit 30 Jahren, sondern erst später. Die Stellen sind also nicht über die gesamte Lebensarbeitszeit von ca. 40 Jahren von ein und derselben Person besetzt, sodass insgesamt doch ein höherer Anteil von Lehrkräften aus Beförderungsämtern heraus in den Ruhestand gehen, als der Anteil solcher Stellen zu einem Zeitpunkt t suggeriert. Das gilt insbesondere für A15/A16-Stellen.


    Ergänzt werden diese Stellen von den Stellen in der Schulverwaltung, die du auch angesprochen hast. Dass man manchmal für Beförderungen auch den Standort/ die Firma wechseln muss, ist auch in der Wirtschaft nicht gerade unüblich.

    Dass ich nach 15 Jahren Karrierejob dann doch noch Lehrer geworden bin, ist aber ein Abstieg.

    Da fragt man sich dann doch, warum du diesen Abstieg für dich gewählt hast. Irgendetwas scheint ja dann doch attraktiv genug gewesen zu sein.

    Andere, günstigere Zutaten zu verwenden erfordert kein Umstellen einer kompletten Produktionsstraße.

    Teilweise eben doch. Das umlabeln dagegen ist erheblich günstiger zu bewerkstelligen. Besonders auffällig ist das bei Grundnahrungsmitteln mit sehr wenigen Zutaten, insbesondere Milch, Joghurt usw.


    Um auch mal an konkreten Beispielen zu arbeiten:


    1) Alberto TK Baguette --> identisch mit: a) Gut%Günstig Baguettes (Edeka)

    b) K-Classic Baguettes (Kaufland)

    c) Baguttes nach frz. Art (Aldi)


    2) Müllermilch Milchreis ---> identisch mit: a) Desing Milchreis (Aldi)

    b) K-Classic Fineé Milchreis (Kaufland)


    3) Alpenhain Back-Camembert --> identisch mit: a) TiP Back Camembert (Real)

    b) Gutes Land Camembert (Netto)

    c) Cremisée 4 Back-Camembert (Norma)


    usw.


    Davon gib es zig Beispiele, bei denen 1:1 gleiche Produkte einfach nur in Eigenmarken der Discounter umgelabelt worden. Die Gewinne werden dann durch Masse bei kleineren Spannen/Einzelprodukt eingefahren, während mit den teuren "Markenprodukten" eine weitere Verbauchergruppe angesprochen wird, die glaubt, für scheinbar bessere Qualität mehr zahlen zu wollen.

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