Beiträge von Seph

    Das kann ich soweit bestätigen. Zu den Punkten:


    1. Wenn man vorher schon weiß, dass der Job als Lehrkraft nicht nur ein Vormittagsjob ist, ist das bezüglich der Erwartungshaltung sicher sinnvoll und dann auch wenig überraschend. Schwierig waren teils die Seminartage, wenn das Studienseminar sehr weit vom Schulstandort entfernt ist.
    2. Nein, Lehrmaterial wie Bücher usw. waren nicht anzuschaffen, auch das Studienseminar hatte da notfalls eine umfangreiche Sammlung. Bei Büromaterialien wie Stifte usw. kann man sich überlegen, wie quer man sich stellen möchte. Einen Drucker halte ich ebenfalls für sinnvoll, wenngleich auch nicht zwingend nötig.
    3. Das Referendariat ist mit Sicherheit ein Vollzeitjob, trotz geringerem Deputat als bei Vollzeitlehrkräften.
    4. Die Tage vor Lehrproben gehören da mit Sicherheit dazu. Umso wichtiger ist die Antwort auf 5.
    5. Unbedingt einen privaten Ausgleich zum Job suchen. Bei mir war es wie bei Milk&Sugar der Sport, den ich auch an Abenden vor Lehrproben ganz bewusst wahrgenommen habe, um den Kopf frei zu bekommen.

    Vielleicht sollte man die Regeln nicht so kompliziert machen.

    Es wird noch kurioser: heute wurde eine korrigierte Version des Handouts an alle Schulen zur Prüfung versendet....der angesprochene Fehler ist darin noch immer enthalten :autsch: ....das ist einfach Realsatire pur.

    Sollte das nicht der Standard sein?

    Unabhängig von Bildungsgang und Zuwanderungsgeschichte?

    Bei SuS wie bei Lehrkräften?

    Nein, das ist sogar relativ unwahrscheinlich. Ich hatte aus entsprechenden Anlässen mal mit einem Mathekurs der Sek II modelliert, wie wahrscheinlich es ist, dass gleichzeitig x Schüler krankheitsbedingt fehlen und an wieviel Schultagen im Schuljahr entsprechende Ereignisse statistisch auftauchen.

    An einer Schule in Vechta wurden jahrelang falsche (=schlechtere) Schulabschlüsse vergeben:

    Falsche Zeugnisse: Über 100 Schüler erhielten schlechtere Abschlüsse | ndr.de

    Ich konnte bisher noch nicht herausfinden, was dort genau bei der Anwendung der Ausgleichsregelung falsch gemacht wurde, würde mich aber brennend interessieren. Ich vermute, dass es etwas mit der speziellen Konstruktion von möglichen Ausgleichsfächern bei E- und G-Kursen zu tun hat, kurioserweise scheint mir aber ein aktuelles Handout des MK hierzu selbst fehlerhaft zu sein. Jedenfalls wird dort eine Ausgleichsmöglichkeit ausgeschlossen, die es laut AVO-Sek 1 aber geben müsste.

    Wie geschrieben in Baden-Württemberg sind festgelegt 1804 Stunden und damit 46,x pro Schulwoche, wenn die Ferien komplett frei sein sollen.

    Unter der Annahme, es gäbe keine Krankheitstage. Aber ja, das lässt sich mit Blick auf die eigene Zeiterfassung natürlich leicht dadurch lösen, dass man bei Erkrankung die für den jeweiligen Tag vorgesehene Arbeitszeit auch entsprechend als solche erfasst.

    Du bist Beamt*in. Deine Arbeitszeit beträgt 40 Stunden pro Woche.

    Ja, bezogen auf die ca. 45 Arbeitswochen "normaler" Vollzeitkräfte. Bei einer Vollzeitkraft ist unter Berücksichtigung von Urlaub, Feiertagen und durchschnittlicher Anzahl Krankheitstage eine Jahresarbeitszeit im Bereich 1720-1760 Stunden anzunehmen. Das kann man für die eigene Arbeitszeiterfassung als "Soll" zum Abgleich ganz gut nutzen. Wir haben halt das Privileg (und auch die Verpflichtung) diese Zeiten teils eigenverantwortlich aufteilen zu müssen. Ich habe mir bis auf wenige Ausnahmen z.B. abgewöhnt, in der unterrichtsfreien Zeit zu arbeiten. Dementsprechend "voller" sind dann halt die Schulwochen...dann ist man je nach Ausgestaltung schnell bei 43-44h "Soll".

    Nachtrag:
    Die Disziplinen der "Bundesjugendspiele" sind Relikte der paramilitärischen Ausbildung für die Infanterie im (kalten) Krieg und kein Zeichen für Leistungsfähigkeit, die Urkunden ("Sieger" - "Ehren" - "Teilnehmer" sic!!) verdient.
    Rennen = Angriff / Rückzug
    Werfen = Handgranaten werfen
    Weitsprung = Gräben und Bäche überwinden.

    Der Begriff "Disziplin" setzt da nur das Ausrufezeichen.

    So ein Schwachsinn mal wieder. Das sind "klassische" Disziplinen der Leichtathletik und als solche sehr viel älter als der von dir kolportierte Zweck. Dass eine gewisse Sportlichkeit auch im militärischen Kontext begrüßenswert ist, steht dem nicht entgegen, bedeutet aber andersherum gerade nicht, dass Sport militärische Zwecke zu erfüllen hat. Und ja, es gab Zeiten und auch Gesellschaften, in denen das durchaus Hand in Hand ging und geht. Das ist bei den heutigen Bundesjugendspielen aber nun sicher nicht der Zweck. Und man zeige mir mal bitte den Soldaten, der im klassischen Bewegungsablauf der Disziplin Weitsprung irgendwelche Gräben überwindet.

    Naja, so "kostenlos" ist der Strom ja nun wirklich nicht. Ich hatte mich vor 2 Jahren mal etwas umgeschaut und die Anlagenpreise, die mir damals genannt wurden, waren schlicht nicht wirtschaftlich, insbesondere dann, wenn man das Geld nicht eh gerade bar liegen hat. Das mag bei hoher Eigenlast (Wärmepumpe, E-Autos usw.) schon wieder anders aussehen.

    Bezüglich Autarkie hatte mich auch abgeschreckt, dass wohl viele PV-Anlagen dennoch auf Anschluss an ein äußeres Stromnetz angewiesen sind und andernfalls gar nicht funktionieren. Kannst du dazu etwas sagen? Mich würde interessieren, ob es bei den "großen" PV-Anlagen auf dem Dach auch Optionen gibt, die wirklich autark funktionieren...also auch bei Stromausfall.

    Es wird sicher bald ein "hilfreicher" Link folgen, der Antworten auf die Probleme der langjährigen Kollegin, die noch nie Klassenlehrerin war, geben wird ;)

    Im Ernst: Bevor ins Blaue hinein massenhaft Material gekauft wird, bietet sich v.a. ein Gespräch mit der bisherigen Klassenlehrkraft an, sofern das noch möglich ist. Ansonsten einfach unvoreingenommen starten, die Kids kennenlernen und alles andere ergibt sich dann.

    Bin ich damit alleine, oder glauben noch andere Lehrkräfte, durch die Ausübung des Lehrerberufs weniger ausländerfreundlich geworden zu sein? (Oder sogar ausländerfreundlicher? Hier schlage ich Brüsseler Schanze vor.)

    Ich wüsste gar nicht, woran man das mehr oder weniger sinnvoll messen sollte. Ich würde aber sagen, dass wir als Lehrkräfte am ehesten sehen dürften, dass es "die Ausländer" als scheinbar homogene Masse mit gleichen Eigenschaften schlicht nicht gibt, sondern auch hier eine enorme Spannweite in der sozioökonomischen Stellung und in der Haltung zu Bildung vorliegt. Und ja, berufsbedingt hat man sicher auch mit einigen Personen zu tun, die so ziemlich jedes (rechtspopulistische) Klischee bedienen. Man mache sich aber bitte auch bewusst, dass es gerade auch viele gibt, die entgegen aller Klischees aufgestellt sind.

    Man muß ja nicht mit allem mitgehen, was Wolfgang Autenriethhier schreibt, aber kann man mal bitte anerkennen, dass er seine Lösungen etabliert und allen anderen zu Verfügung gestellt hat, als es die DSVGO noch nicht gab, dass seine Lösungen relativ einfach und praktikabel für die Anwendung im täglichen Schulleben gedacht waren und auch funktioniert haben?

    Das hatte zu dieser Zeit auch sicher seine Berechtigung und waren (!) damals möglicherweise sinnvolle Lösungen. Es vergeht hier aber kaum ein Thread, in dem nicht früher oder später von ihm letztlich veraltete Hinweise mit Verweis auf seine Homepage eingepflegt werden. Auf dieser finden sich viele nützliche, aber eben auch teils nicht mehr zeitgemäße Dinge. Verbunden mit dem teils besserwisserischem Unterton ist das dann doch nicht immer angebracht.

    ich war mehrere Jahre als EDV-Beauftragter und Berater für Informationstechnik in der Schulverwaltung am Schulamt tätig und meine Sticks waren stets mit Bitlocker verschlüsselt. Es ist immer wieder erstaunlich, dass ich hinter dem Mond verortet werde und mich gegen seltsame Vermutungen verteidigen soll - nur weil ich nicht jede Unterstellung bei meinen Posts vorhersehe, proaktiv dagegen halte und Romane schreibe. Lasst es doch einfach.
    BTW: Diese Diskussion hilft sicher NICHT im Schulalltag.

    Deine Verortung der Art der Liste in Beitrag #16 als "nur reine Namensliste" im Gegensatz zur tatsächlich passwortgesicherten Gesamtliste und deine giftige Reaktion in #19 zeigt, dass dies zunächst deutlich anders dargestellt wurde. Aber klar, man kann sich darauf natürlich zurückziehen.

    Warum denn dann nicht gleich den Hinweis auf Notwendigkeit zur Verschlüsselung der Daten aufgreifen und positiv unterstreichen, wenn dir das doch angeblich völlig klar war? Das hilft dann auch den Mitlesenden, die sich nicht so gut auskennen. So müssen sie sich nun erst einmal durch den Thread wühlen, um eine zunächst falsch dargestellte Tatsache revidiert zu sehen.

    Ach so - dann sind auch Notenbücher oder Tablets verboten? Wie arbeitest du? Per Gedankenübertragung an die Cloud? Rennst du nach jeder mündlichen Notenvergabe ins Sekretariat, um die Note dort ins Schulprogramm einzutragen? Ich bitte dich - jetzt wird es spaßig. Hast du einen Panzerwagen mit Sicherheitspersonal, der dich ins Klassenzimmer begleitet? :autsch:

    Es mag an dir vorbeigegangen sein, aber die Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über den Datenschutz an öffentlichen Schulen (BW) von 2019 sieht nun einmal explizit vor, dass alle personenbezogenen Daten auf PCs, Tablets und mobilen Speichermedien verschlüsselt zu speichern und soweit möglich zu pseudonymisieren sind.


    PS: Analoge Regelungen gibt es bei uns in NDS - und wie ich vermute in allen anderen Bundesländern - ebenfalls.

    Genau. Ich habe schon vorher geschrieben: Ich finde, es wäre viel effizienter gewesen, wenn die Lehrer vom Ministerium bzw. von der Schulleitung keine „digitalisierten Lösungen“, sondern einfach zusätzliches Geld bekommen hätten. Und jeder Lehrer könnte dann selbst entscheiden – will er das ausgeben um seinen Arbeitsalltag zu vereinfachen oder spart er und macht die Arbeit ohne Tools.

    Selten so einen Quatsch gelesen. Das führt dann dazu, dass entweder Gelder sinnlos versickern oder bestenfalls zig parallele Tools an derselben Schule genutzt werden. Wesentlich sinnvoller ist der bisher an den meisten Schulen bereits eingeschlagene Weg: sinnvoll nutzbare, flächendeckende und einheitliche Tools, die zentral beschafft und vorgegeben werden. So ist dann auch ein zielführender Support und im Sinne des Qualitätsmanagements auch die Überprüfung auf Rechtssicherheit bzgl. Datensicherheit u.ä. möglich.

    Habt ihr das schon mal gehabt, dass ihr euch richtig viel Mühe gebt, für die Klasse das Beste zu geben, aber die Eltern verlieren auch am Schuljahresende kein einziges wertschätzendes Wort?

    Das ist natürlich schade, mindert aber den Wert der eigenen Arbeit in keiner Weise. Ob Elternschaften da etwas hinbekommen, steht und fällt manchmal mit den konkreten Personen, die als Elternsprecher gewählt sind. Und wenn das gerade mal keine "Orga-Liebhaber" sind, dann heißt das noch lange nicht, dass andere Eltern (oder auch sie selbst) nicht sehen würden, was du alles für ihre Kinder tust.

    Ich verstehe das Argument nicht, dass man sich vorsichtshalber länger krankschreiben lässt, als man das ohne Arztbesuch täte.

    Welche Diagnosen könnten das sein, bei denen man 2 Tage krank wäre aber man sich so unsicher ist, dass man lieber mal 5 Tage daheim bleibt?

    Nicht selten sind das Infektionen wie eine Laryngitis, die meist nach wenigen Tagen ohne jede Therapie von selbst abheilt, für die man aber durchaus länger krank geschrieben wird oder auch Magen-Darm-Infekte, die teils schon nach 1-2 Tagen durch sind.

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