Beiträge von Caro07

    was mir auffällt: ein breites Engagement und breite Beteiligung findet man dort, wo Schulleitungen ein qualitativ gutes, aber schlankes Programm fahren. An Schulen, die zwanghaft alles mitnehmen, was möglich ist, und an denen die Schulleitung entsprechenden Druck zur Partizipation ausübt, sinkt die Teilnahmebereitschaft.

    Das ist genau auch meine Erfahrung. An meiner letzten Schule machte ich mehrere Schulleiterwechsel durch. Das Engagement des gleichen Kollegiums war genau dort am größten, wo die Ideen der Mitgestaltung und Durchführung demokratisch vom Kollegium kamen und dies von der Schulleitung im wahrsten Sinne des Wortes unterstützt wurde. Der Zusammenhalt des Kollegiums war zu diesen Zeiten am größten.

    Die Eigenaktivitäten nahmen dann ab, wo Schulleitungen zu viel Eigenes durchsetzen wollten und KollegInnen mehr oder weniger dadurch unter Druck setzten. Dadurch, dass Schulleitungen nun plötzlich die Regelbeurteilung an die Hand bekamen, wurde dies, auch wenn es nicht so beabsichtigt war, schon zu einem gewissen Machtinstrument. Das System war dann eher autokratisch, aber nicht mehr demokratisch. Außerdem wurden Konflikte innerhalb des Kollegiums bei selbstbestimmter Schulmitgestaltung viel besser aufgefangen, weil der das Zusammengehörigkeitsgefühl größer war, denn man hatte etwas gemeinsam entwickelt und geschaffen.

    Schade, dass sich die Schullandschaft dahin entwickelt hat, dass wie in der Industrie Mitarbeitergespräche bezüglich Ziele und Leistung geführt werden. Damit unterbindet man demokratische Prozesse an der Schule, Dinge, mit denen sich alle identifizieren und wo sie deswegen gerne mitarbeiten. Denn es gibt durch diese Methode weniger unbedarfte Motivation, weil immer eine gewisse Kontrolle da ist.

    Man sieht also, wie fehlerhaft eine KI ist.

    Ich stelle mir gerade vor, eine KI fasst etwas zusammen, die Leute nehmen alles für bare Münze und fällen daraus in der Konsequenz wichtige Beschlüsse, die auf Halbwahrheiten beruhen.

    KI kann man für sich als Hilfe nehmen, wer's mag, ich selbst recherchiere lieber nochmals persönlich. Außerdem nimmt die KI zu viel eigenständiges Denken ab. Ich will lieber Informationen selbst strukturieren und mein Hirn anstrengen. Ich glaube sogar, dass wir langfristig durch diese Techniken "verdummen", wenn wir uns das Denken abnehmen lassen.

    Nein und sorry, ich muss mich korrigieren. Die Stadt liegt weiter östlich, aber nicht südlicher. Eher einen Tick nördlicher als Fontainebleaus, aber viel weiter östlich an einem Fluss, der zwar in Frankreich entspringt, die Flussmündung aber in einem anderen Land liegt. Der Name des Platzes im Jugendstil trägt den Namen eines ehemaligen polnischen Königs, der aufgrund einer Niederlage durch Verwandtschaftsbeziehungen nach Frankreich kam.

    Vorhin in der Zeit ein zusammenfassendes Interview gelesen, das sehr direkt und kurz die unterschiedlichen Positionen zusammenfasst.

    https://www.zeit.de/2025/43/gaza-p…demann#comments

    Ist der hinter einer Bezahlschranke?

    Nein, ich konnte ihn lesen. Vielen Dank für den Artikel.

    Gestern kam einmal wieder eine ZDF- Doku, die schwerpunktmäßig die andere Seite beleuchtet hat: Gewaltsame Vertreibung von Palästinensern aus Ostjerusalem, die radikale Landinbesitznahme der Israelis im Westjordanland, die palästinensischen Bauern, die sich dort nicht mehr trauen, ihre Oliven zu ernten... Es ist einfach schrecklich - es geschieht viel Unrecht - auf beiden Seiten.

    Selbstverständlich heben meine Schüler ihren Müll auf, stellen die Stühle hoch und kehren am Ende des Schultags den Klassenraum. Das dient schon allein dem, dass sie lernen Verantwortung für ihren Klassenraum zu übernehmen.

    Ich habe das auch so ähnlich gemacht. Einfach Müll (Papierschnitzel, Spitzerdreck, Bastelreste usw.) auf dem Boden und den Schülertischen liegen lassen und keine Verantwortung dafür übernehmen geht in die falsche Richtung. Das Klassenzimmer hat keiner verlassen, bis sein Platz nicht grob sauber war.

    Der Schulweg gehört grundsätzlich nicht zum Verantwortungsbereich der Schule. Rechtlich ist es aber möglich, auf Vorfälle mit schulischen Erziehung- und Ordnungsmitteln zu reagieren, wenn diese in den Schulbetrieb hinein wirken.

    Solche Vorkommnisse erzeugen Schulangst (bei den Kleinen um so mehr) und beeinträchtigen das Lernen und die Leistungsfähigkeit. Von daher reichen in meinen Augen solche angstbesetzte Vorkommnisse immer in die Schule hinein.

    Ich finde ja, dass die Eltern der Übeltäter diese begleiten müssten, anstatt schon wieder so viele andere gute Seelen damit beauftragen zu müssen.

    Du hast schon Recht, aber öfter schaffen es die Eltern ja selbst nicht bei solchen Kindern. Hier in Bayern haben wir das Modell der Erziehungsbeistandschaft. Da erhalten die Eltern zuhause Erziehungshilfe vom Jugendamt, d.h., das geht jemand regelmäßig in die Familie und berät. Die ist freiwillig und durch diese Intervention konnten wir in Zusammenarbeit mit den Eltern einige problematische Schüler im Grundschulalter wieder einfangen. Vielleicht gibt es in Ba-Wü etwas Ähnliches?

    Was macht man, wenn (wohlbekannte) Schüler auf dem Schulweg kleinere Schüler angreifen und (sichtbar)schlagen und verletzen?

    Wenn die Sachen alle schon ausgeschöpft sind, vielleicht findet man ältere Schüler, die mit den Kleinen gehen? Oder vielleicht Erwachsene (z.B. von der Freiwilligenagentur), die in den kritischen Stellen mitgehen wie Schulweghelfer? Könnte die Polizei im Rahmen der Schulwegüberwachung hier etwas tun?

    Die Eltern der Schüler sind verantwortlich. Auch versicherungstechnisch wie z.B. Privathaftpflicht (Ausnahme: Schulwegunfälle). Bei Vorfällen wie dem geschilderten haben wir dennoch von der Schule her versucht eine Lösung zu finden, also mit den betreffenden Kindern zu reden und natürlich auch die Eltern einzuschalten. Meistens habe ich diese Fälle an unseren Sozialarbeiter abgegeben.

    Zauberwald Ja, du hast Recht mit den Opfern. Manche haben deswegen ihre Kinder zur Schule gefahren und wieder abgeholt. Der Schulweg ist ein problematischer Raum.

    Ich habe gestern Teile des Dokumententages im ZDF gesehen. In einem Film oder Interview (keine Ahnung mehr, wo das war), sagte vor längerer Zeit ein führerender Hamas- Funktionär, dass sie den "totalen Krieg" wollen. Nur wurde diese Aussage erst viel zu spät bekannt.

    Das erklärt für mich auch, warum es so schwer ist, dass die Hamas nachgibt. Denen ist alles egal, die geben erst auf, wenn sie nichts mehr in der Hand haben oder sich einen Vorteil in der aktuellen Situation davon erhoffen.

Werbung