Beiträge von Fernsicht

    vielen Dank für eure Hinweise und entschuldigt meine späte Antwort.

    ich genieße gerne mein Leben und unterrichte gerne ein paar Stunden weniger.

    das ist eigentlich mein Hauptgrund. Ich bemerke, dass ich in Teilzeit mein Pensum auch auf Dauer schaffen könnte, insbesondere wenn in ein paar Jahren Routine dazu kommt. Bei Vollzeit beobachte ich einige Kollegen die mit Mathe ziemlich am Limit laufen, daraus ziehe ich nach einiger Reflexion für mich den Schluss niemals Vollzeit zu machen. Denn ich kenne meine Grenzen.
    Aber gegenüber einer Schulleitung wäre dies ein denkbar schlechtes Argument mit einer drohenden Überforderung zu argumentieren. Auf der anderen Seite hat der Dienstherr ja auch eine Fürsorgepflicht. Könnte man damit argumentieren? Was bringt einer Schulleitung ein Lehrer, der komplett ausfällt? Nichts als Ärger und Scherereien.

    Such mal nach deiner Bezirksregierung und dem Stichwort Teilzeit. Da findest du die Anträge und in der Regel kurze Infotexte dazu.


    Für die Teilzeitanträge gibt es allerdings Stichtage. Ich meine das wäre etwa 6 Monate vor Beginn. Bezüglich des Zeitraums bin ich aber nicht sicher.

    Vielen Dank für den Hinweis. Mit den sechs Monaten hast du, meine ich, recht. Ich habe so etwas schon mal am Rande gehört.


    mfg


    Fernsicht

    Hallo zusammen,


    ich stelle mir die Frage, ob man für Teilzeit eine gesonderte Begründung braucht? Also etwas in die Richtung Erziehung, Pflege von Angehörigen o.ä. Oder kann man einfach auf Antrag Teilzeit arbeiten? Kann der Dienstherr dem Antrag widersprechen oder muss er ihn stets annehmen?
    Vielen Dank für jeden Kommentar.



    mfg


    Fernsicht

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Antworten. Ich habe bewusst das Wort "Gültigkeit" in Anführungsstrichen geschrieben, denn mir ist schon klar, dass ein Prüfungsabschluss nicht seine Gültigkeit in dem Sinne seiner Wertigkeit verliert.
    Im OBAS wird man an einer Schule angestellt weil der Bedarf vorhanden ist, in Unternehmen gibt es oft die Bedingung, nach einer finanzierten Aus- bzw. Fortbildung sich noch eine gewisse Zeit bei dem Unternehmen zu verpflichten um den Vorteil nicht zur Konkurrenz abwandern zu lassen.
    Bei OBAS "soll" man ja danach noch drei Jahre an der gleichen Schule verbleiben da sie ja auch für die Ausbildung verantwortlich gezeichnet hat.
    Anscheinend darf dies aber nicht mehr vertraglich festgelegt werden weil es eine Art Knebelvertrag wäre.


    Wäre man quasi "verbrannt" bei anderen Schulen wenn man dies nicht annimmt? Für mich ist es einfach nicht so recht klar, wie die Anschlussverwendung geregelt ist. Schulleiter untereinander werden sicherlich miteinander reden und sich über Kandidaten bei ihren ehemaligen Schulen informieren.

    Hallo zusammen,


    ich befinde mich im Moment immer noch im Seiteneinstieg und dabei hat sich eine Frage entwickelt die ich nicht im Seminar oder an der Schule stellen kann:
    Wenn ich mein Referendariat beendet habe, kann ich das vertraglich festgelegte Angebot einer Übernahme in den Schuldienst an meiner Ausbildungsschule ja ausschlagen, immerhin leben wir in einem freien Land.
    Aber: welche Konsequenzen hätte dies? Ich habe schon öfter von Refis gelesen die nach dem Ref erst einmal etwas anderes gearbeitet haben und später wieder in den Schuldienst eingestiegen sind. Wie ist das bei OBASlern? Können diese nur die Stelle an der Schule annehmen, an der sie auch ihre Ausbildung gemacht haben?
    WIe lange nach dem Ref darf man sich als Lehrer bewerben? Gibt es da ein Verfallsdatum? Also, verliert das Ref irgendwann seine "Gültigkeit"?
    Haben OBASler genau wie "normale" Refis das Recht sich an jeder Schule im Land zu bewerben?
    Gibt es hierzu irgendwelche Paragraphen oder Regelungen?



    mfg


    Fernsicht

    Hallo an alle die mir geantwortet haben (und den Rest natürlich auch),


    ich rotiere im Moment ziemlich heftig, daher antworte ich so spät. Aber besser spät als nie.
    Ein paar Fragen haben sich geklärt und ich habe jetzt etwas mehr Unterstüzung. Vermutlich war es eine Überreaktion zu Beginn der Arbeit :D.
    Es ist zwar immer noch nicht optimal in manchen Bereichen, aber ich fühle mich schon besser, wenn auch auf niedrigem Niveau. Insbesondere weil ich meine eigenen Ansprüche erst einmal ganz heftig runtergeschraubt habe, wie es mir hier auch mal empfohlen wurde (im Sinne von, "Frontalunterricht" die ersten paar Wochen tut niemandem weh).
    Außerdem hat sich durch mein Nachfragen herausgestellt, dass tatsächlich in einem Bildungsgang etwas nicht ganz sauber abläuft und dringend geregelt werden muss hinsichtlich der Bildungspläne. Also hat es ja doch was gebracht.


    mfg

    Jap, ich kenne eigentlich nur die Theoretische Physik aber die dafür recht gut :) .
    Wie gesagt, ich habe gar keine Angst mich mit neuen Themen auseinanderzusetzen. Ich habe heute einen Spezialisten (zumindest zu einem Gewerk) gefragt und er wird mir auch Material geben zu meinen Ideen.
    Ich habe auch mit dem Bildungsgangleiter gesprochen, mein Konzept vorgestellt und keine Wiederrede erhalten. Also werde ich vor den Ferien mit Fragen und Gruppenarbeit herausfinden was die Schüler an ihrem Gewerk so interessiert und dann in den Herbstferien ein Konzept erstellen.
    Wird schon schiefgehen 8) .


    Zitat von Wollsocken80

    Sieh das mit der Scheissegal-Haltung des Fachleiters doch lieber als Chance anstatt Dich zu frustrieren. Wenn es ihm wirklich scheissegal ist, kannst Du auch nichts falsch machen.

    Ja, da bin ich emotional langsam auch hingekommen und werde das auch beherzigen.

    @EWollsocken80 Ich habe Mathe studiert und Physik als Nebenfach gehabt. Aber ja, ich gebe dir recht, natürlich habe ich keine Berührungsängste mit den Themen, das ist schon klar. Aber trotzdem empfinde ich es als etwas unbefriedigend, denn wie gesagt bei der BvB Klasse gab es keinerlei Vorgaben was ich tun soll. Keine Jahresplanung, nur den Satz "guck mal was du mit denen machst".
    Das ist unabhängig von der Vorbildung schon ein ziemlicher Klopper. Denn im Umkehrschluss bedeutet das, ich könnte auch über das Paarungsverhalten von Spinnen in Venezuela unterrichten. Ist ja auch Naturwissenschaft.... :D
    Verstehst du mein Problem? Dadurch, dass keinerlei Vorgaben gegeben wurden, habe ich keine Orientierung. Selbst die Idee, mich überhaupt an den Gewerken zu orientieren kam von mir, nicht vom Fachleiter. Es schien ihm ziemlich schei....egal....was in dem Unterricht passieren wird. Insbesondere weil er in dem einen kurzen Gespräch mit mir die Schüler auch noch als dumm hingestellt hat. Ich zitiere hier nicht, was er zu mir gesagt hat.


    Ich habe für mich den Anspruch, den SuS aber etwas an die Hand zu geben, was ihnen auch weiterhelfen könnte bei der Suche nach Praktika, bspw Fachtermini die sie im Gespräch benutzen können oder eben grobe Überblicke über die Werkstoffe. So dass die Ausbilder sehen können, der Bewerber faselt nicht nur Quatsch, sondern weiß schon ein bisschen was.
    Das bedingt aber, dass ich den SUS immer mindestens drei Schritte voraus bin und mich besser in der Materie auskenne als sie. Und genau das ist in diesen Themen eben nicht gegeben. Wenn dann noch eine mangelhafte äußere Orientierung durch den Fachleiter hinzukommt, macht es das nicht besser. Ich werde versuchen, eine gute Stunde hinzubekommen, das bin den SuS schuldig.
    Aber ob es mir gelingt, kann ich bei der Unterstützung nicht garantieren :( .

    Also ich hatte mir auch erst irgendwelche Willkommensspiele angeschaut, aber letztenendes genauso gemacht wie die anderen schon sagten. Namensschilder, Anwesenheit prüfen und los ging es. Ich habe noch kurz ein wenig zu meiner Person gesagt, aber auch nur ganz kurz umrissen, nichts Persönliches oder so. Erstens geht es die Schüler nichts an und zweitens interessiert es sie sowieso nicht.
    Je nachdem in welchem Bereich du eingesetzt wirst, wirst du auch von Anfang an mit Disziplinproblemen zu kämpfen haben. Ich dachte mir, "komm, in der ersten Woche schaust du dir erstmal alles in Ruhe an". Aber ich habe ganz schnell gemerkt, dass das nicht funktioniert.
    Meine Klassen bestehen zu 90-99% aus Jungs mit extrem schlechtem Bildungshintergrund und da kann ich nur bestätigen, die sind alle im "Dicke-Hose Alter".
    Mein EINstieg ist jetzt zwei Wochen her.

    Hallo ihr alle :-),


    ich kann jetzt auf die Woche zurückblicken und muss sagen, ich habe eingiermaßen die Kurve bekommen. Meine größte Baustelle konnte ich mit einem nochmaligen Gespräch mit dem verantwortlichen Lehrer zu einem großen Teil aus dem Weg räumen indem ich bestimmt und konsequent aber nicht aggressiv auf meinem Standpunkt beharrte und dann auch bekam was ich wollte. Nämlich Support und Futter in Form von Inhalten und möglichen Planungen. Das macht mich zufrieden, dass ich mich dort durchsetzen konnte.
    Das heißt nicht, dass ich mich nur ins gemachte Nest setzen will aber gerade zu Beginn hat man ja keinerlei Materialien und weiß nicht, auf welcher Ebene bestimmte Themen unterrichtet werden sollen.


    Zitat von krabappel

    Die Frage bliebe natürlich, was heißt kennenlernen und was fordern? Je nach Gruppe kann es sehr wichtig sein, Programm zu haben. 45 min. können für einen Anfänger seeehr lang sein. Ich denke die wenigsten machen in der ersten Unterrichtswoche mit einer Trommel eine ganze Stunde.

    Wir haben sogar nur 90 Minuten am Stück. Am Anfang ist es echt eine Herausforderung diese sinnvoll zu füllen.


    Richtig spannend wird meine BvB Klasse (Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme) kommende Woche. Ich habe die Schüler nun kennengelernt, aber kenne die inhaltliche Planung immer noch nicht (verantwortlicher Klassenleiter ist im Moment nicht an der Schule sondern anderswo eingebunden).
    IM Grunde genommen müsste ich dort eine Differenzierung nach den Gewerken vornehmen (Farb, Metall, Holz, Elektrotechnik und auch noch Hotel&Gaststätte) aber das ist völlig unmöglich im Unterricht Naturwissenschaften.
    Ich dachte mir, einfach der Reihe nach die Themen durchzugehen und zu versuchen einen Bezug zwischen Naturwissenschaften und Gewerk herzustellen.
    Wie das genau gelingen wird, weiß ich noch nicht. Denn das ist komplett fachfremd. Ich hatte ja Physik im Studium und nicht Holztechnik oder Metallverarbeitung :pfeifen: .
    Aber das ist in den anderen Stunden Naturwissenschaft nicht anders, dort sieht die Jahresplanung nur ein einziges Mal wirklich ein originär physikalisches Thema vor.



    Zitat von Alhimari

    Fordern heißt für mich: inhaltlich am Lehrbuch, möglicherweise deutlich heruntergebrochen, zu arbeiten und einen Test im Nacken zu spüren. Außerdem ein höheres Tempo und Fachbegriffe, die (reduziert) angewendet werden sollen/müssen.

    Es gibt keine vorgeschriebenen Lehrbücher zu diesen Stunden. Im einen Fall (AVO Kurse) eine Loseblattsammlung die schon ein wenig weiterhilft. Im anderen Fall (BvB) gibt es einfach nichts. Wirklich nichts.


    Viele Grüße


    Fernsicht

    @'Krabappel
    Ich habe leider nicht nur 45 Minuten, sondern direkt 90 Minuten und das dreimal die mit Leben gefüllt werden wollen. Übrigens ohne Pause dazwischen.
    Ich werde für morgen zu jeder Grundrechenart ein Arbeitsblatt zusammenstellen, so dass ich genug Material dabei habe.


    Alterra
    Ja, die Reihe sieht auch hübsch aus. Ich werde dann mal versuchen herauszufinden, was das Budget der Schule so hergibt. Denn 43,95€ pro Buch kann ich nicht berappen im Moment und sehe ich auch gar nicht ein.


    Prinzipiell kann ich die ersten Wochen kein Geld für Materialien ausgeben weil einfach keins da ist. Also muss ich mir irgendwas zusammenklauben :( .
    Ab an die Arbeit :pfeifen: jetzt. hab ja noch ein bisschen zeit...

    So viele Antworten. Wow, vielen Dank :) .


    Ich versuche mal zu sortieren:
    @Wollsocken80
    Bei der AVO (Ausbildungsvorbereitung) ist der Schwerpunkt "Gestaltungstechnik und Holztechnik" und der erste Schwerpunkt in Naturwissenschaft soll sein "Sinne des Menschen"
    Ich habe mir jetzt überlegt z.b erst mal grob den Aufbau des Auges zu besprechen (ich bin noch nicht sicher in welcher Tiefe)
    und darauf aufbauend dann versuchen einen Bezug zu ihrem Schwerpunkt aufzubauen, z.B. Augenschutz bei der Verarbeitung von Stoffen, Wirkung von Farben auf Menschen.


    DIe Vorkenntnisse sind bei AVO von Förderschule bis Hauptschule 9.
    Bei BvB eher darunter anzusiedeln.


    Sissymaus: Beim ersten Lesen hielt ich die didaktische Planung für konkret. Je öfter ich sie las, desto mehr verflog dieser EIndruck.
    Grob gesagt: Sinne des Menschen, Wasser, Mechanik als Physikteil, Werkstoffe, Umwelt. Das sollen so die Grobthemen sein, die drankommen, dann zu jedem Teil Beispiele die behandelt werden können aber auch nicht verbindlich sind.


    Ich werde heute abend mir nochmal alle Links in Ruhe anschauen. Ehrlich gesagt habe ich heute soviel nachgeguckt, dass mir der Schädel etwas brummt. Vor allem weil ich immer noch nichts so richtig in der Hand habe. :(
    Das mit den Einheiten klingt nach einer sehr guten Idee, da kann ich Mathe und Naturwissenschaften miteinander verknüpfen.


    @Krabappel
    Wenn ich dich richtig verstehe, soll ich nach dem Prinzip: "gehe vom schlimmsten aus und hoffe das Beste" vorgehen?


    Es kommt auch noch dazu, dass es wohl sowas wie eine Sammlung an Experimenten gibt aber niemand so genau weiß wo diese stehen und was davon eigentlich noch funktioniert. Also wird es anfangs auch etwas schwierig mit Experimenten oder ähnlichem.
    Denn mein Gedanke ist, dass solche Schüler am besten über die Anschaung lernen und nicht über die INterpretation von Formeln. Was sicher auch seinen Reiz hat, aber nur wenn die Voraussetzungen stimmen.

    Ich habe erfahren, dass wir die Overheadfolien im Sekretariat kaufen müssen (bei fremden besteht die Gefahr, dass der Kopierer kaputt geht). das geht doch genau in die selbe Richtung.
    Ich schätze mal, der Overheadprojektor wird bei mir nicht oft genutzt, wenn die Schule das so will.


    Mich würde die Frage ebenfalls interessieren, welche rechtlichen Vorgaben gibt es zu diesem Thema? Was MUSS der Arbeitgeber stellen, was KANN der Arbeitgeber stellen wenn er Lust dazu hat?


    Viele Grüße


    Fernsicht.

    Hallo zusammen,


    habe mich jetzt ein paar Tage nicht gemeldet. Das lag daran, dass ich versucht hatte die Zeit vor Beginn noch ein wenig auszunutzen.
    So, jetzt hatte ich letzte Woche meinen Einstieg und wurde direkt mit dem Praxisschock konfrontiert. Auch auf die Gefahr hin erkannt zu werden werde ich ein wenig konkreter:
    Ich habe zwei AVO-Kurse "Naturwissenschaften" und einen BvB-Kurs (Berufsvorbereitende Bildunsgmaßnahme) ebenfalls "Naturwissenschaften".


    Jetzt mein Problem: Bei AVO gibt es zumindest noch eine didaktische Jahresplanung, aber als ich nach Unterrichtsmaterialien für die Planung fragte schaute ich irgendwie in fragende Gesichter und bekam als Antwort ich möge mir mal irgendwas überlegen was mir so einfiele.
    Ich hatte erwartet, dass es Bücher bzw Literatur gibt an der Schule aus der ich Kopiervorlagen erstellen kann, der Lehrer mir eine Strategie aufzeigt wie ich die ersten STunden gestalten könnte. ABer nix davon.
    Bei BvB wird das Ganze noch getoppt dadurch, dass keinerlei Planung für das Jahr exisitiert. Es wurde mir gesagt, ich solle einfach mal ausprobieren und gucken was sich so für Themen ergeben. WIe und was ich in dem Unterricht tun werde, bleibt mir völlig überlassen. Für mich klingt das wie "Mach was du willst, aber erzähl mir nicht davon".


    Ist das normal, von den Bildungsgangleitern so etwas als Antwort zu bekommen?


    Ich schwimme gerade extrem, suche überall im Netz nach irgendwelchen möglichen Materialien die ich den Schülern nächste Woche im Unterricht präsentieren kann und je näher die nächste Woche rückt desto unruhiger werde ich. Daneben habe ich aus der Bibliothek Dutzende Bücher ausgeliehen aus denen ich mir etwas zusammenbasteln will.
    Mir war klar,Seiteneinstieg heißt, ab in die Vollen ABER: es ist immer noch ein Unterschied ob ich auf etwas Bestehendes/Gewachsenes zurückgreifen kann oder direkt alles selber entwickeln soll. Das kann es doch nicht sein. Rege ich mich gerade künstlich auf? Wie seht ihr das?


    Noch ein konstruktive Frage: Wo oder wie finde ich Materialien, die im Bereich Naturwissenschaft für dieses Klientel nutzbar sind?


    Bei der BvB Klasse werde ich nächste Woche einfach mal fragen, was die Schüler interessiert und daraus irgendwie eine Planung ableiten.
    Bei der AVO-Klasse versuche ich, das Thema mit Aspekten des Berufes zu verknüpfen.


    Viele Grüße und danke


    Fernsicht

    So wie ihr von euren Situationen schreibt mit Kindern, Partner im Ausland etc.(und ich danke euch für eure Offenheit) und dass ihr es trotzdem bewältigt habt, stimmt mich etwas mutiger.



    Zitat von Kalle29

    Ehrlich gesagt frage ich mich, wieso ich im Forum jetzt schon zum zweiten Mal lese, dass man lieber mit weniger einsteigt. Traut euch doch einfach mal was zu.


    @Kalle29: Wieso du es schon zum zweiten Mal liest, ist eine gute Frage. Also bei mir gibt es ein persönliches Motiv, wieso ich überhaupt auf diesen Gedanken gekommen bin (welches ich aber nicht äußere...).
    Global gesehen könnte ich mir gut vorstellen, dass Angst vor Überforderung, der Wunsch nach mehr Freizeit statt finanzieller Gratikfikation und nach einem nicht so harten Praxisschock eine Rolle spielen.
    Außerdem vielleicht noch die Sorge, als Lückenfüller verheizt zu werden.
    Ich habe in Gedanken immer so ein wenig den Vergleich mit anderen Berufen gezogen und mir vorgestellt wie es dort ablaufen würde, wenn es einen Seitenstieg gäbe. Daher vielleicht auch diese Skepsis.


    In meinem Fall wurde aber schon eine längerfristige Perspektive geäußert im Falle eines erfolgreichen Prüfungsabschlusses.


    Ich werde mir die ganze Sache in den kommenden Tagen einfach noch ein wenig durch den Kopf gehen lassen und es auch davon abhängig machen wie das Gespräch laufen wird.
    Auf jeden Fall soll es nicht an diesem Aspekt scheitern, das habe ich mir schon fest vorgenommen.


    Vielen Dank euch allen.

    Das habe ich gefunden in der "Ordnung zur berufsbegleitenden Ausbildung" von der Seite vom Schulministerium in NRW:


    Nehmen wir mal die sechs Anrechnungsstunden aus 1)
    würde das doch in Kombination mit 5) bedeuten, dass mindestens 14 Stunden unterrichtet werden muss? Denn das ergäbe dann insgesamt die 20 Stunden welche mindestens erfüllt sein müssen.
    Außerdem steht in 5) ja explizit, das zugrunde liegende Arbeitsverhältnis kann in Teilzeitform ausgeübt werden.



    Ich meine mich auch zu erinnern dass in der Stellenausschreibung stand, dass diese Möglichkeit der Teilzeit besteht. 14 oder 18,5 macht für mich schon einen erheblichen Unterschied. Das wäre dann im wesentlichen eine 75% Stelle, was mir auch schon sehr entgegenkommen würde.


    Sissymaus: Verstehe ich dich richtig, wenn du sagst, ich müsste die Stelle erst einmal annehmen mit 100% und dann quasi direkt nach der Vertragsunterzeichnung den Wunsch nach 75% äußern und dabei dann vom Wohlwollen des Schulleiters abhängig sein?
    Ich hatte nämlich geplant diese Frage am Ende des Bewerbungsgespräch (oder sogar schon vorher) aufzuwerfen um dann nicht plötzlich eine böse überraschung zu erleben.
    Ich wünsche mir ja den Einstieg möglichst erfolgreich und bin auch später bereit die volle Verantwortung zu übernehmen.

    zunächst nochmal Danke für eure Antworten :)


    Mentoring wurde schon angesprochen in dem informellen Gespräch, aber es ist wohl noch in der Findungs- und Aufbauphase soweit ich das verstanden habe. Auf jeden Fall werde ich das fokussieren.
    Wenn Mentoren tatsächlich Pflicht sind stellt sich immer noch die Frage wie die einzelne Schule daas umsetzt. Ich fände das sehr gut, wenn wirklich pro Fach eine Bezugsperson vorhanden ist.


    Wenn ich die Stelle bekomme fange ich Mitte September an, ich habe mir schon gedacht die Woche vorher vielleicht zu hospitieren und in allen Kursen mitzulaufen in denen ich eingesetzt werden soll, wenn das möglich ist. Dann wäre das Wasser wieder etwas wärmer in das ich reinspringen soll.


    Außerdem hat mich heute noch jemand auf die Idee gebracht, vielleicht mit 50% oder 75% Deputat anzufangen. Auch das klingt für mich sehr verlockend, denn es würde ziemlich Druck von mir nehmen. Die finanzielle Einbuße wäre für mich absolut kein Problem, ich werde das am besten noch vor dem Bewerbungsgepräch klären ob da überhaupt eine Möglichkeit besteht.
    Ich hoffe nur, das schmälert nicht meine Chancen.


    Ich reite auch deshalb so auf diesem Thema rum, weil ich mal in einer Firma sehr sehr böse auf die Nase gefallen bin, was die Einarbeitung (bzw. die nicht vorhandene) angeht. Da bin ich quasi ein gebranntes Kind.

    Vermutlich habt ihr recht, man kann nicht alles wissen. Aber ich habe die Fähigkeit, mir innerhalb kurzer Zeit viel Information/Wissen einzuverleiben, insofern sollte ich meine Sorgen diesbezüglich etwas runterschrauben.


    Arduino und Raspi werde ich mir mal angucken, aber wirklich nur oberflächlich: Was ist das, Einsatzmöglichkeit im Unterricht.
    Fächerübergreifend unterrichten zwischen Mathe und Physik ist zum Glück wirklich nicht so schwer, seien es nun Vektoren, trigonometrische Fkt etc.


    Ich habe jetzt insbesondere das Leitbild der Schule analysiert und werde mich daran in den kommenden Tagen orientieren.
    Außerdem habe ich noch das ein Buch gelesen (soll keine Werbung sein, im Zweifel lösche ich den Link wieder - [aus Sicherheit Link entfernt, Mod]).



    Was mich aber immer noch stutzig macht ist die Tatsache, dass Seiteneinsteiger vom ersten Tag an Unterricht übernehmen. Irgendwie liegt das immer noch außerhalb meiner Vorstellungskraft. Denn man hat doch zu diesem Zeitpunkt noch nie einen Blick in das Curriculum werfen können, kennt auch sonst die feineren Inhalte nicht und hat auch gar keine Ahnung von Dokumentation und Notengebung.
    Ich soll direkt mit 18,5 Stunden unterrichten und das ist ja mit Vor- und Nachbereitung sowie Besuch des Seminars dann doch ein ordentlicher Batzen.
    Ich sehe die Gefahr, durch anfängliche Überforderung schnell wieder hinzuschmeißen, obwohl ich es mir durchaus zutraue.

    Vielen dank für eure Antworten,


    ich war die letzten Tage etwas im Stress, daher antworte ich erst jetzt. Wenn ich es also richtig sehe, ist dieser ganze Unterricht im Ganzen noch in der Entwicklung bzw. im Prozess, so dass vermutlich vieles durch Trial&Error sowie durch Kooperation mit anderen Lehrern entsteht. Denn das ist eigentlich in solch einer Klasse meine größte Sorge, durch die erschwerte Kommunikation gar nicht mehr mit den Schülern reden zu können.


    Wenn das Gespräch erfolgreich sein sollte werde ich mir erst intensiv Gedanken weiter dazu machen, denn im Moment ist ja alles in der Schwebe.



    Zitat von panthasan

    Wenn du Interesse hast, kann ich in den nächsten Tagen/Wochen Mal nachschauen welche Bücher ich für Material genutzt habe, und was ich sonst noch so habe . Schreib am besten ne PN, dann geht es nicht unter

    Das werde ich auf jeden Fall machen sobald ich mehr weiß :top:

Werbung