Beiträge von BlackandGold

    An diejenigen, die mit dem Referendariat schon durch sind: Ist das Seminar wirklich derart "wissenschaftsfeindlich" wie von Buntflieger beschrieben? In der schulischen Praxis nach Ende der Ausbildung kann ich es (je nach Lehrerpersönlichkeit natürlich) irgendwie nachvollziehen, im Film wurde aber durchaus auch Bezug auf z.B. Meyer oder die aktuelle Orthographiedidaktik genommen, was zumindest etwas Beliebigkeit aus der Situation herausnimmt. Ausnahme oder Regel?

    Ich bin zwar nicht durch, sondern erst in der zweiten Hälfte, aber kann jetzt schon sagen, dass meine Fachleiter in keinster Weise wissenschaftsfeindlich sind. Im Gegenteil: Mein Fachleiter in Physik legte uns eine neue Modellvorstellung vor, die auf einer Dissertation von 2018 beruht. Meine Fachleiterin hält regelmäßig mit der lokalen Uni Lehrerfortbildungen ab. Also alles halb so schlimm.

    Den Film fand ich interessant. Ich konnte mich zwar in keiner der drei Refis wiederfinden, aber habe wieder gemerkt, was ein Kolleg für ein angenehmes Klima hat. Ja, die fehlen häufiger, aber "Im Unterricht mal verkloppen" ist da selten. Da war ja schon die Schulhofschlägerei letztlich eine totale Ausnahme.

    okay, ich bin gerade eh in einer Phase, wo ich all meine Ängste überdenke und versuche, ein guter Mensch zu sein. Die Blutspende vor ein paar Tagen hat nicht geklappt (wegen zurückliegender Auslandsreise), ich habe also gerade bei der DKMS um Typisierung angefragt.
    Sehe ich das richtig, dass das ZKRD (Zentrales Knochenmarkspenderegister), die DKMS, die Stammzellenspenderdatei und co... (also das, was mir Google rausspuckt, wenn ich danach suche) dasselbe sind, sprich: ich registriere mich einmal bei der DKMS und es reicht?

    Ich habe GAR keine Ahnung von diesen ganzen Sachen, bin inzwischen bereit, mich hier und da registrieren zu lassen, will mich aber auch nicht zuuu sehr mit den ganzen Hintergrundinfos (unterschiedliche Krankheitsbilder bzw. das Verständnis, ob Knochenmark dasselbe ist wie Stammzellen usw..) beschäftigen, weil ich sonst in innere Panik verfalle.


    Organspendeausweis
    Blutspende
    DKMS-Registrierung / Typisierung
    was vergessen?

    (Nein, ich hacke nicht eine bestimmte Liste ab, aber wenn die eine Hürde im Kopf fällt, sind einige Möglichkeiten offen.)

    Da wir im Verein gerade ne große Spendenaktion organisiert haben: Bist du einmal irgendwo registriert, bist du registriert. Die Registrierungen werden zentral ausgetauscht.

    Und nein, das ist heute nix mehr mit Blut und so bei der Typisierung. Wir haben nur ganz viele vollgespeichelte Wattestäbchen eingepackt. :)

    Anfrage ist nach Mannheim geschickt und ist in Arbeit. Man äusserte sich zumindest schon mal wohlwollend ob des Interesses an der Auswertung und versprach sich später ausführlich zu melden. :)

    Danke, das würde mich interessieren.

    Insgesamt finde ich ja diese Tabelle aufschlussreich:
    https://www.frontiersin.org/files/Articles…-00481-t001.jpg

    Das Cohen's d für den Zusammenhang "Namen"-"Note" dabei ist ja durchaus als "schwach" (weil zwischen 0.2-0,5)zu bezeichnen.

    Kombiniert mal mit dieser Abbildung:
    https://www.frontiersin.org/files/Articles…-00481-g001.jpg

    Da stellt sich heraus, dass Leute mit einer positiven Einstellung zu Migranten offenbar für die krassen Abweichungen relevant sind. Die Forscher bemerken ja auch:

    "One reason could be that the teachers with a positive implicit attitude toward students with a migrant background who had to assess a student with a migrant background who performed poorly had high expectations because of their positive attitude toward students with a migrant background, and these expectations were disappointed by the dictation. Thus, they may have graded the dictation more severely because it did not fulfill their expectation. However, before putting forward alternative explanations, the unexpected direction of the interaction between performance level, migrant background, and implicit attitude should be replicated in future studies."


    Darf man das mit dem "Harter Boden der Realität"-Effekt vergleichen? Ich finde persönlich, dass dieser Effekt der interessanteste Effekt der gesamten Studie ist... Denn der würde uns deutlich mehr Aufschluss über die Weiterentwicklung der Lehrerausbildung an Universitäten geben.

    Ich bin entsetzt. Ich werde wohl mein bald kommendes Kind noch besser impfen müssen (hier im geistigen Sinne gemeint), damit es schadlos durch die Schule kommt, wenn Lehrer hier so etwas von sich geben.

    Aber es passt zu dem allgemeinen Bild, das gerade "gebildete" Menschen auf den Unfug mit giftigem Aluminium und so reinfallen. "Ungebildete" Menschen scheinen öfter Expertenmeinungen zu akzeptieren. Passt zu dem Bild, was man von "gebildeten" Eltern der Schüler hat.


    Mein Vater hat noch erleben müssen, wie Schulkameraden einfach nicht mehr wiederkamen. Tja. Man muss halt nicht alle Kinder impfen. Nur die, die man behalten will.

    Eine erfolgreiche Erziehung baut auf der Anwendung einiger Regeln auf.Referendare lernen am schnellsten und sichersten durch positive
    Verstärkung.


    Die Mehrheit der Ausbilder wendet hingegen die Anti-Verstärkung an.
    Hierdurch wird dem Referendar lediglich gesagt, was er falsch gemacht hat.
    Der Optimierungsprozess beim Referendar wird dadurch gehemmt, im
    schlechtesten Fall sogar unterbrochen oder umgekehrt.

    Ich widerspreche: Ich (als Referendar) möchte gerne hören, was ich falsch gemacht habe. Wie soll ich sonst wissen, was zu verbessern ist?!

    Ich administriere und moderiere seit fast zwei Jahrzehnten im Internet in irgendwelchen Foren. Über die Zeit habe ich folgende Dinge gelernt:
    1. Admins und Mods sind selten böse Diktatoren.
    2. Ein Forum ist kein öffentlicher Platz, wo jeder alles absondern kann.
    3. User, die gesperrt werden, haben häufig wirklich gegen Regeln verstoßen.
    4. Öffentliche Diskussion über Sperrungen sind fast immer ein Zeichen von Unsicherheit im Umgang mit oder die Kenntnis der Forenregeln.

    Mal kurz als jemand, der Mathe auf keinen Fall haben wollte: Man kann Physik auch gut ohne Mathematik-Vorlesungen studieren. Nur im Bereich der Theoretischen Physik wirds anstrengend.
    Aber speziell zur TU Dortmund: Im Gegensatz zu manchen anderen Unis hält man da in der Physik nicht viel von Didaktik. Und man ist dort der Meinung, dass Theoretische Physik schon im 1. Semester hervorragend geeignet ist. So zumindestens die Information meiner Mitreferendare, die alle (bis auf mich und einen älteren Lehrer aus Griechenland) an der TU studiert haben.

    Ich kenne die Physikdidaktiker der Unis Essen, Wuppertal und Köln, das sind alles patente Leute und da wird man als Lehrämtler auch entsprechend gefördert.

    Meine Fachleiter sehen das durchaus eher gerne (einer davon macht selber alles mit dem Tablet), meine Kernseminarleiterin hat mich bereits dazu verwendet, Plakate abzufotografieren. Ich verwende ein Tablet mit OneNote und notiere und schreibe grundsätzlich nur damit mit. Bisher gab es keinen negativen Kommentar.

    Einer meiner Ausbildungslehrer benutzt ebenfalls Tablet und GeoGebra, die Anderen arbeiten mit Arbeitsblättern aus Papier. Niemand hat etwas dazu gesagt, die meisten finden das ganz schlau, dass ich keine Papiersammlungen starte.

    Die Infrastruktur muss natürlich passen. Adapter für Beamer, natürlich Beamer und WLAN wären wichtige Aspekte.

    Mich würde tatsächlich interessieren, wei man die Sek-I-Befähigung nacherwirbt, da ich den erwähnten halbstündigen Prüfungsteil auch nicht habe. Mein zukünftiger Seminarleiter sagte mir am Telefon, dass er die auch nachgeholt habe.

    @August
    Laut meiner Schwester kannst du auch einfach Informatik als Fach für die Sekundarstufe 2 studieren, dann unterrichtest du entsprechend.
    Und wenn du mehr Kombinationsmöglichkeiten als Elektrotechnik suchst, musst du laut ihr einfach mal an normalen Unis schauen, an Technischen Universitäten ist man da wohl etwas eingeschränkter (entspricht dem Vorgängerbeitrag).

    Ob eine Promotion etwas bringt, muss jeder selber wissen. Ich bin damals auf das Angebot meines Examensbetreuers eingegangen und fand die vergangenen Jahre sehr spannend. Ich werde aber im kommenden Refendariat ganz bestimmt weder meinen Titel ungefragt nennen noch mich vor den Schülern so vorstellen. Auch für meine Studenten war ich immer "Herr ...".
    Allerdings steht der natürlich im Lebenslauf und in der offiziellen Anmeldung bei der BezReg.

    Inhaltlich glaube ich, dass mir meine Promotion etwas gebracht hat, auch für das schulische Umfeld. Ich habe aber auch nicht in einer Fachwissenschaft, sondern in einer Fachdidaktik promoviert, in dem Fall in Physikdidaktik. Das gibt einem durchaus einen interessanten Blickwinkel auf die fachdidaktischen Artikel, mit denen man sich so in seinem späteren Beruf auseinandersetzen muss.

    Während meiner Zeit als Doktorand habe ich ein paar Lehrer erlebt, die bei meinem Doktorvater promovieren wollten. In den meisten Fällen war das sehr langwierig und schwierig, da man das eben nicht so nebenbei macht. Als Postdoc habe ich jetzt mit an der Uni Lehre haltenden Lehrern zu tun gehabt (u.a. der Fachseminarleiterin, die Schule, Uni und Seminar macht) und da muss ich sagen: Man kann als Promovierter besser mithalten, wenn es um die Theorie geht. Bei der Praxis war ich denen natürlich unterlegen.

    Moin Forum!


    Ich habe mein 1. Staatsexamen nach einer ganzen alten Prüfungsordnung gemacht, in der man nicht automatisch die Berechtigung für den Unterricht in der Sekundarstufe 1 erhält. Ich hätte für die Sek-I-Fakultas eine zusätzliche Klausur schreiben müssen (das war die Prüfungsordnung, bei der alle Klausuren in 6 Wochen geschrieben wurden) und das habe ich mir damals gespart, da ich bereits ein Promotionsangebot hatte. Resultat ist jetzt akut, dass ich mein Refendariat wohl an einem Kolleg machen werde. Das ist nicht schlimm, ich finde das sogar ganz spannend.

    Aber in der Zukunft wäre ich daran interessiert, auch in der Mittelstufe zu unterrichten. Kann jemand sagen, wie man (in NRW) diese Prüfung eventuell nachholen kann? Oder ansonsten irgendwie diese Berechtigung erhalten kann?

    Zusätzliche Information: Ich habe in der Physikdidaktik die letzten 5 Jahre (mit und ohne Dr) Lehrämtler für die Sekundarstufe I (bzw. H/R) ausgebildet. Wenn man sowas anrechnen könnte,
    wäre das noch cooler.

    Mir würde auch ein Ansatz reichen, wo man mal nachfragen kann. Im Moment wüsste ich gar nicht, welches Gesetz, welche Prüfungsordnung, etc. dafür zuständig ist. [Blockierte Grafik: http://referendar.de/forum/images/smilies/icon_smile.gif]

    P.S.: Ich habe die Frage auch bei referendar.de gestellt, aber ich hoffe, hier andere Leute zu erreichen.

Werbung