An diejenigen, die mit dem Referendariat schon durch sind: Ist das Seminar wirklich derart "wissenschaftsfeindlich" wie von Buntflieger beschrieben? In der schulischen Praxis nach Ende der Ausbildung kann ich es (je nach Lehrerpersönlichkeit natürlich) irgendwie nachvollziehen, im Film wurde aber durchaus auch Bezug auf z.B. Meyer oder die aktuelle Orthographiedidaktik genommen, was zumindest etwas Beliebigkeit aus der Situation herausnimmt. Ausnahme oder Regel?
Ich bin zwar nicht durch, sondern erst in der zweiten Hälfte, aber kann jetzt schon sagen, dass meine Fachleiter in keinster Weise wissenschaftsfeindlich sind. Im Gegenteil: Mein Fachleiter in Physik legte uns eine neue Modellvorstellung vor, die auf einer Dissertation von 2018 beruht. Meine Fachleiterin hält regelmäßig mit der lokalen Uni Lehrerfortbildungen ab. Also alles halb so schlimm.
Den Film fand ich interessant. Ich konnte mich zwar in keiner der drei Refis wiederfinden, aber habe wieder gemerkt, was ein Kolleg für ein angenehmes Klima hat. Ja, die fehlen häufiger, aber "Im Unterricht mal verkloppen" ist da selten. Da war ja schon die Schulhofschlägerei letztlich eine totale Ausnahme.