Beiträge von Kiggie

    Kiggie, hättest du die Videos ohne Ausfall nicht (zu einem anderen Zeitpunkt) aufgenommen? Also sprich, ersetzen die deinen Unterricht dann zu einem anderen Zeitpunkt, an dem du dann komplett frei hast, hast du Fernbeschulung damit gemacht oder war das auch "nur" Vorbereitung?

    Klingt übrigens interessant.

    In dem heutigen Punkt war es tatsächlich Fernbeschulung. Allerdings kann ich so nicht nachprüfen, ob die Schüler es anschauen. (Wobei im Unterricht kann ich auch nur die körperliche Anwesenheit direkt prüfen).

    Da ich in einer dualen Klasse am Freitag einen Test schreiben lasse und heute die letzte Stunde gewesen wäre habe ich Videos mit den Inhalten aufgenommen, sowie eine Musterlösung mit Screenshots erstellt und hochgeladen, also den Schülern zur Verfügung gestellt.

    Ich bin da noch am Anfang, aber der ist gemacht.

    Die andere Klasse, die heute ausfällt, fällt leider auch die kommenden zwei Wochen aus. Damit ich da weiter komme (sind Techniker/Abendschule), habe ich auch da ein Video aufgenommen. Bei denen ist Unterrichten meist eh sehr frontal. Also habe ich in OneNote, wie sonst auch mein "Tafelbild" erstellt und dazu Dinge erklärt und Formeln hergeleitet. Das zusammen mit ihrem Buch und Übungsaufgaben sollte dann reichen um beim nächsten Mal ohne große Verluste weiterzumachen.

    Grundsätzlich bin ich aber auch dran, allgemeine Videos aufzunehmen, bzw ich versuche in Richtung Inverted Classroom zu gehen. Aber ich muss mich da erst einmal auch reinarbeiten in die Technik und schauen wie es angenommen wird.

    ich fände es vor allem sehr ärgerlich, wenn dann die hälfte der zeit ein schulrechner wieder mal nicht geht oder zumindest nicht ins netz kommt und man den ganzen quark dann später nachtragen darf, weil es ja während der stunde mal wieder nicht funktionierte/man während des unterrichts multitaskend trouble shooting am rechner machen musste.

    Aber das ist doch ein grundsätzlicher Missstand, der mehr als dringend behoben werden müsste.

    Alle reden von Digitalisierung und dann darf man lesen, dass Schulen noch nicht einmal eine vernünftige Internetleitung geschweige den PCs in jedem Raum haben.

    Ich sehe eher einen Vorteil als Klassenlehrer darin, wenn ich mit einem Blick sehen kann, wer nicht eingetragen hat, unabhängig davon wo ich bin. Ich muss also nicht aktiv ein Klassenbuch suchen (welches am BK gerade bei parallelen Kursen durch verschiedene Gebäude schnell mal kurzzeitig verloren geht).

    Es kommt oft genug vor, dass ich keines vorliegen habe, sei es, weil der erste Kollege es nicht geholt hat oder die Schüler es vergessen haben mitzunehmen.

    Da sehe ich also durchaus auch Vorteile.

    Ich sehe das auch so. Argumentation war, dass diese Tätigkeiten aber ja sowieso ins Pensum fallen und sich eben nur zeitlich verschieben. Die nichtgehaltenen Stunden werden aber nicht zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt, also sind es Minusstunden.

    Kommt drauf an ;)

    Ich habe die Stunden per Screencast gehalten. Also keine normale Unterrichtsvorbereitung sondern eben Videos aufgenommen mit Erklärungen und Hinweisen zu den zu bearbeitenden Aufgaben.

    So gesehen habe ich keinen (bzw. nur wenig) Ausfall.

    Es wird ja nicht erwartet, dass man sich mit der Machete durch den tropischen Regenwald schlägt, sondern man wählt einfach ein anderes Beförderungsmittel. Ich denke soviel kann man von Erwachsenen erwarten (was übrigens auch Arbeitsgerichte immer wieder bestätigen). Die einzige Ausnahmen sind hier, wenn die Taxikosten den täglichen Verdienst übersteigen.

    Hin und zurück wären es bei mir wohl so 140 € geworden. Da hätte ich mich eher zum Arzt begeben und mir eine Krankmeldung geholt.

    Das mit den Minusstunden ist heftig.

    Unsere Schulleitung hat ja extra Home Office angeordnet (mit konkreten Aufgaben zum Teil). Dadurch ist eben dann die Unterrichtsverpflichtung des heutigen Tages abgegolten.

    Bin immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich Dinge so gehandhabt werden. Einerseits denkt man, alles ist in Deutschland geregelt, aber im Detail ist eher das Gegenteil der Fal.

    Also für sinnvoll erachte ich das auch nicht.

    Es scheint nach stupider Beschäftigung (Rechnen von Aufgaben).

    Wie sieht es aus mit Kursen an der Uni, dort gibt es manches Mal Möglichkeiten für Schüler.

    Oder eben die Chance nutzen die Stunden, die er bei dir ja scheinbar nicht benötigt für die Arbeit in den anderen Fächern zu nehmen.

    Also zum Beispiel Aufgaben in Deutsch bearbeiten lassen, wo es Schwierigkeiten gibt.

    Wird dein Techniker als Bachelor anerkannt (unter Auflagen)?

    In NRW, speziell Wuppertal, gibt es die Möglichkeit des dualen Masters of Education. Dort unterrichtet man 3 Tage die Woche an der Schule und ist dort angestellt und zwei Tage studiert man an der Uni.

    Da besteht halt die Frage, ob du dafür zugelassen werden würdest. Da würde ich mal an der Uni nachfragen.

    Hallo,

    konkret kann ich noch nichts sagen, Planungen waren bei uns auch mal, aktuellen Stand weiß ich nicht.

    Verstehe nicht, was du mit Gerät meinst. Das digitale Klassenbuch dürfte dann ja auf einem Server liegen. Natürlich ist dann ein Computer notwendig über den per Browser oder App darauf zugegriffen werden kann. Also würde ich antworten mit - jeder Klassenraum braucht ein netzwerkfähiges Gerät.

    Jeder Lehrer hat dann einen Zugang und Zugriff auf die entsprechenden Klassen.

    Dort können dann Fehlzeiten für jede Stunde eingetragen werden, sowie Klassenarbeiten geplant werden und Stoffinhalte ausführlicher abgebildet werden.

    Wäre aber auch interessiert an konkreten Erfahrungen.

    Nein. An der von mir zitierten Stelle ist tatsächlich nur die Rede von "anderweitig dienstlichtätig"; dies ist an keinen Ort gebunden.

    Pauschal "Home-Office" ist also keine dienstliche Tätigkeit. Konkret das Erstellen von Curricula oder anderen Konzepten könnte dazu zählen. Das müsste aber m. E. auch konkret von der Schulleitung angeordnet werden ("Kollege X, Sie können zu Hause bleiben, machen aber Y.").

    Ich frage mich gerade aber auch, wie das ist, wenn die Stadt verordnet, dass die Schulen geschlossen bleiben. Denen "gehören" ja die Gebäude und letztlich tragen sie dann auch die Verantwortung.

    Insofern ist das dann ja nicht die Entscheidung der Schulleitung?

    Bei uns wurden aber auch konkrete Anregungen gegeben. Mir ist es gleich, ich werde es für mich konkret nutzen (bzw. habe es schon im Voraus genutzt), so dass den Schülern effektiv nicht viel Unterricht entgeht. (Stichwort Screencast)

    Das hat formale Gründe für die Mehrarbeitsabrechnung. Grundsätzlich gilt: Stundenausfall infolge von witterungsbedingten Unterrichtsausfall wird als "Minusstunde" gerechnet. Wenn man aber "anstelle des Unterrichtseinsatzes auf Anordnung des Schulleiters zeitgleich anderweitig dienstlich tätig wird" (BASS 21-22 Nr. 21 Abs. 4.5), wird der Unterrichtsausfall nicht als Minusstunde angerechnet. Wer also in der Schule anwesend ist, Notgruppen betreut, Sammlungen aufräumt, Curricula bearbeitet, ist dienstlich tätig.

    Diese Anordnung gilt aber auch für Home Office.

    Wir haben die Anordnung für die Ableistung unserer Stunden in Home Office.

    (klar, kann man nicht kontrollieren, aber kann man sonst auch nicht, wie viel jeder wirklich arbeitet)

    Verstehe ich auch total, ich verstehe nur nicht, warum es dann einen Notdienst für Betreuung geben soll. Dann ist halt zu. Unsere jüngsten Schüler sind 14, die kann man ja zur Not alleine zu Hause lassen. Das sieht an einer Grundschule schon anders aus.

    Ja habe zwei Freundinnen, die Grundschullehrerinnen sind und die müssen hin wegen Notbetreuung. Die haben aber auch kürzere Anfahrten und Einzugsgebiete.

    Warum ihr das machen müsst - keine Ahnung. Vielleicht für Schüler, die es nicht mitbekommen haben?

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