Religion ist keine Geschichte, die sich irgendwer irgendwann als Unterhaltung ausgedacht hat.
Womöglich nicht zur Unterhaltung ....
Es ist auch nicht austauschbar.
Hier ist der Bezug unklar. Es? Im vorgehenden Satz ist kein sächliches Substantiv zu erkennen. Die Inhalte der Geschichten sind durchaus austauschbar und auch deren Interpretation. Sieht man hier gerade. Das kommt der von den Dogmen geprägten Gläubingen nicht so vor, weil sie eben die Dogmen als Dogmen eingetrichtert bekommen hat. Letztendlich unterleigen diese aber dem Zeitgeist und der Interpretation der jeweilgen Glaubensgemeinschaft.
Wenn Du heute beschließt irgendwelche Geschichten über Echsenmenschen zu erzählen, ist das noch lange keine Religion. Zu mindestens keine, die relevant wird.
Was soll an einer Religion den relevant sein? Aber hier sieht man wieder eine schöne Asymmetrie. Die eigene Religion sollen bitte alle ernst nehmen. Und sich mit ihren Inhalten beschäftigen. Am liebsten dafür noch Fremdsprachen lernen. Was andere sich ausdenken, ist aber nicht relevant. Ist klar. Kann man Glaubensfreiheit auch anbieten oder darf man die nur in Anspruch nehmen?
Wenn 1/3 der Weltbevölkerung darunter beispielsweise 75% der US-Amerikaner sich als Christen bezeichnet,
Sind das ziemlich viele unterschiedliche Gruppierungen mit sehr unterschiedlichen Ansichten. Warum sollte man die zusammenfassen?
sollte es doch eine größere Bedeutung haben?
Größer als was? Als andere Religionen?
Immerhin stehen zwei Drittel Nicht-Christinnen dagegen. Es gibt keine Mehrheitsreligionen. Die Annahmen, man selbst habe mit der eigenen Ansicht recht, bedeutet immer, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung unrecht hat, in die Hölle muss, auf einer grauen, harten Wolken sitzen muss statt auf einer weichen, weißen, ohne Sochen ins Bett muss oder was so gerade als Strafe für Unglauben vorgesehen ist.
Es heißt nur, dass es für viele Menschen einen Einfluss auf ihr Leben hat.
Das finde ich nicht wichtig. Wenn etwas für die Einzelne Einfluss auf ihr Leben hat, nehme ich das zur Kenntnis. Ob sie damit zu vielen anderen gehört oder nur einer kleinen Gruppe angehört, macht doch für diese Person keinen Unterschied. Und auch für mich nicht. So funktioniert Toleranz. Und nicht darüber, dass man sich auf die Brust klopft und „Wir sind aber mehr.“ ruft.