Beiträge von O. Meier

    Stimmt, wer echte Gleichberechtigung will sollte als Frau auch darauf verzichten flirtend zu sagen "Kannst du mir mal beim Tragen helfen, du bist so stark".

    Ich bezweifle, dass das wörtlich so besonders häufig gesagt wird. Die Schere im Kopf ist doch eher die Annahme, dass genau Frauen so etwas zu genau Männern sagen.

    Warum sollte man sich nicht beim Tragen helfen lassen? Mei, wer meint dabei auf das Geschlecht achten zu müssen, hat sicherlich ein Problem. Und. Hängt noch ziemlich in traditionellen Rollenmustern fest.

    Davon löst man sich aber nicht mit Verboten, dass Frauen dies oder das nicht mehr sagen dürfen. Vielleicht denkt man mal lieber darüber nach, ob man jemanden, der sich plagt, mal unabhängig vom Geschlecht Hilfe anbietet.

    Statt dessen verfällt man in infantiles „Selbst schuld, wenn ihr gleichberechtigt sein wollt. Seht zu, wie ihr klarkommt.“

    Mir ist eine Gesellschaft, in der Menschen einander helfen, lieber als trotzige Verweigerung.

    Aber warum sollte man auch von jemandem, der Freude beim Zusammentreten von Menschen empfindet, Hilfsbereitschaft erwarten.

    Die Sonderzeichen im Wort sind formal Rechtschreibfehler.

    Es ging um die Benennung eines Datenbankfeldes. Stern und Doppelpunkt gehen da wohl nicht. Deshalb fragte ich (vornehmlich aus technischem Interesse), ob der Unterstrich ginge. Leider hat Piksieben dazu nichts gesagt. Rechtschreibregeln machen hier wohl nicht den Schwerpunkt aus.

    Der Duden gilt für uns alle.

    Nein. Der Duden fasst den aktuellen Stand der Sprachentwicklung zusammen. Eigentlich nicht ganz aktuell, prinzipbedingt hängt er immer etwas hinterher.

    Er liefert eine gute Orientierung, wie man schreiben kann. Vorschriften muss man sich davon nicht machen lassen.

    Abgesehen davon ist der Unterstrich der LaTeX-befehl für Tiefstellen.

    In meiner Geheimsprache aus der Jugend bedeutet der Unterstrich „Lass’ dir in einer Pariser öffentlichen Toilette die Füße pflegen.“. Eine Floskel, die wir damals oft verwendeten.

    Ja, Strohfrau, ick hör dir trapsen,

    Wenn es unbedingt sein muss, dann KundInnen. Wenn du es schreiben willst.

    Ich weiß nicht, ob da etwas sein muss. Und was? Und was ich will, ist auch nicht wichtig. Es ging um die Benennung eines Datenbankfeldes.

    Bei dieser Diskussion wünsche ich mir in einem englischsprachigen Land zu leben.

    Wer hindert dich zu gehen?

    Ich werde dabei nicht mitmachen, denn Sprache lebt von seinen und durch seine Verwender.

    Eben.

    Und so möchte ich es nicht haben.

    Andere möchten es haben. Ob du da mitmachst, ist am Ende vielleicht gar nicht wichtig.

    Abi-Zulassungskonferenz, Prüfungskonferenz nach den schriftlichen Prüfungen, um festzustellen, wer in die mündliche Nachprüfung muß, und -Zeugniskonferenz,

    Bist du im Prüfungsausschuss, dass du da überall hinmusst? Mindestens eine Konferenz, so scheint es mir, könnt ihr euch sparen, wenn es um die allgemeine Hochschulreife (vulgo „Abi“) geht. Im Rahmen derer gibt es keine Nachprüfungen.

    Ansonsten scheint mir das ein ziemlich schlecht organisierter Laden zu sein.

    Da der Doppelpunkt im Wort auch in der digitalen Version als Glottisschlag vorgelesen wird, wurde irgendwo von irgendwem : vorgeschlagen, damit wird es beim Vortrag hörbar.

    Der Doppelpunkt wird von den meisten Screenreadern als Pause gelesen, weil er für ein Satzzeichen gehalten wird. Damit ist die Pause dann so lang, wie am Satzende. Also zu lang. Es ist insbesondere kein Glottisschlag.

    Auf Braille-Lesern wird der Doppelpunkt wohl korrekt dargestellt, der Stern wohl nicht (sagt Wikipedia).

    Um einen korrekten Glottisschlag bei Screenreadern zu kriegen, müsste man die Software entsprechend anpassen. Aber Informationstechnik ist nicht so auf Innovationen eingestellt. Es dauert lange, bis so etwas umgesetzt wird.

    M.E. nicht. Es belegt nur die Variable "geschlechtsspezifsichen Anrede" nicht mit einem bestimmten Wert. Sie ist somit frei und legt damit auch niemanden auf einen bestimmten Wert fest.

    Das halte ich für eine, sagen wir, etwas unübliche Sichtweise auf Sprache. Iniwefern sollte man überhaupt „Variable“ verwenden? Insbesondere, wenn das Geschlecht bekannt ist, besteht daran kein Bedarf.

    Vielmehr ignoriert man das Geschlecht bei der Anrede. Den entsprechenden Begriff lässt man ja weg. Man ersetzt ihn eben nicht durch eine Variable. Ich befürchte, viele fühlten sich davon eben nicht angesprochen. Vielleicht empfänden sie es auch als unhöflich.

    Aber probiert's doch gerne aus. Womöglich ist es wirklich nur eine Frage der Gewohnheit.

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