In der Informatik ist es manchmal schwierig, in Datenbank ein Feld mit "Schüler*innen" oder "Kund*innen" zu beschriften, geht halt nicht, der * macht Probleme.
Ginge „Kund_innen“?
In der Informatik ist es manchmal schwierig, in Datenbank ein Feld mit "Schüler*innen" oder "Kund*innen" zu beschriften, geht halt nicht, der * macht Probleme.
Ginge „Kund_innen“?
Es wird aber sofort mit dem "Argument" Schminktussi abgeschmettert.
Das sagt etwas über die aus, die das sagen. Sicher. Und du bist sicher, dass das immer die erste Reaktion war, die du darauf erhalten hast?
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass nicht auch eine sachliche Auseinandersetzung mit dem, was sie sagt, stattfindet.
M.E. nicht. Es belegt nur die Variable "geschlechtsspezifsichen Anrede" nicht mit einem bestimmten Wert. Sie ist somit frei und legt damit auch niemanden auf einen bestimmten Wert fest.
Das halte ich für eine, sagen wir, etwas unübliche Sichtweise auf Sprache. Iniwefern sollte man überhaupt „Variable“ verwenden? Insbesondere, wenn das Geschlecht bekannt ist, besteht daran kein Bedarf.
Vielmehr ignoriert man das Geschlecht bei der Anrede. Den entsprechenden Begriff lässt man ja weg. Man ersetzt ihn eben nicht durch eine Variable. Ich befürchte, viele fühlten sich davon eben nicht angesprochen. Vielleicht empfänden sie es auch als unhöflich.
Aber probiert's doch gerne aus. Womöglich ist es wirklich nur eine Frage der Gewohnheit.
Das ist übrigens auch ein gutes Beispiel für die Diskriminierung von Männern. Wehe, so einen Spruch würde mal ein Hetero Mann raushauen.
Das ist mir eigentlich gleich, wer diesen Spruch 'raushaut. Ich finde ihn unpassend. Dazu muss ich gar nicht erst Antimon Geschlecht recherchieren.
Individu*innen
Was mag das sein? Mir kommt ja fast der Verdacht auf, das hier jemand, die sonst nicht gendert, das an solchen Stellen gezielt falsch macht. Aber warum? Was hätte sie davon?
Die Sprechpause irritiert mich massiv
Der Glottisschlag ist eigentlich keine Pause. Wenn er als Pause ausgesprochen wird, ja, das kann irritieren.
Ja natürlich. Ich will ja auch mit Herr s3g4 eingesprochen werden.
So natürlich ist das nicht. Ich habe auch schon davon gehört, dass Menschen der Ansicht sind, dass man sich das eigene Geschlecht nicht aussuchen dürfe — und damit auch nicht die Anrede.
Ja in dem Bezug schon. Wieso?
Deine Formulierung ließ den „Bezug“ nicht erkennen, sondern klang doch sehr danach, dass du stets gegen Verboten und Pflichten seist.
Ich hab tatsächlich ne Schülerin, die sich einfach "Müller" nennen lässt.
Ehm, klaro. Geht.
Die zwei transsexuellen Jugendlichen, die wir aktuell an der Schule haben, wurden einfach gefragt, wie sie genannt werden möchten und dann macht man das so. Fertig ist die Wurst.
Ja, es könnte so einfach sein.
Ich behaupte aber auch nicht zu gendern.
Ich auch nicht.
Jetzt muss ich aber mal nach dem Nexus fragen. Gendern bedeutet doch, alle Geschlechter in der Sprache zu berücksichtigen, damit alle angesprochen sind. Das Weglassen der geschlechtsspezifsichen Anrede wäre doch dessen das Gegenteil, oder?
Warum eigentlich nicht. Das wäre doch wirklich mal geschlechtsneutral.
Für mich klingt es ein wenig unpersönlich und erinnert mich etwas an militärische Umgangsformen, die mir im Zivilleben nicht so zusagen. Womöglich ist das aber nur Gewohnheitssache. Einfach wäre es.
Machst du das so?
Ich sehe gerade nicht, wo da das Problem liegt.
Ja, mag sein. Das ist oft so.
Ich für meinen Teil mache das gar nicht, auch die diesbezüglichen Einträge in irgendwelchen Akten sind für mich uninteressant, weil es meinen Fächern einfach keine Rolle spielt.
Ja, hier ebenso. Ansprechen muss man die jungen Menschen aber können. „Herr“, „Frau“, „Enby“ wären da schon mal im Rennen. Ich kann ja nicht einfach „Müller“ sagen. Also kann ich schon, aber das ist mir dann doch zu brrr. Und wenn sich jemand als „Herr Müller“ vorstellt, dann ist das „Herr Müller“. So gesehen, nein, ich überprüfe die geschlechtlichen Identitäten der jungen Menschen nicht. Ich wüsste weder wie noch warum.
Ist das irgendwo anders? Oder warum hast du mich das gefragt.
Wie gesagt, für Formulierungen auf Zeugnissen verwenden wir die Aktenlage. Womöglich sollte man da auch mal über die Vorgaben sehen, ob sich da etwas Besseres zur Formulierung findet.
Es ist schon schräg, von einer rechtlichen Benachteiligung von Frauen zu sprechen, die es nicht gibt.
Ja, richtig, sicher. Vielleicht sollte man (pun intended) über die gesellschaftliche Benachteiligung von Menschen aufgrund des Geschlechts sprechen. Das ist durchaus etwas anderes, als die Rechtslage.
Nach Rechtslage darf auch man auch nicht über eine rote Ampel fahren. Passiert aber trotzdem. E sagt niemand, wir bräuchten keine Kontrollen im Straßenverkehr, keine Bußgelder und Kram. Im Gesetz sei alles geregelt. Rechtlich sei alles klar.
Ich spreche die Personen halt entsprechend an. Bisher wollte noch niemand anders als Frau ... oder Herr ... angesprochen werden.
Aber du verwendest die Anrede, die diejenige sich wünscht?
Überprüfst du das bei deinen Schülern? Wenn ja, wie?
Von einer Überprüfung spräche ich da nicht. Aber in aller Regel haben Menschen irgendwo in den Unterlagen einen Geschlechtseintrag. Dieser ist dann auch bei uns dokumentiert und findet sich z. B. in der Datenbank und findet z. B. Eingang in die Formulierungen auf den Zeugnissen.
Im Alltag nehmen wir immer das Geschlecht an, mit dem ein junger Mensch sich selbst zu erkennen gibt. Das deckt sich nicht immer mit den dokumentierten Angaben, ist aber kein Problem.
Ich kann deine Frage nicht richtig gut beantworten, weil ich nicht weiß, was du mit „überprüfen“ meinst?
"Meister und Lehrling"
„Lehrling“? Heißt das nicht „Stift“? Die Meisterin macht halt nur in den Berufen Sinn, in denen es diese gibt und ausschließlich diese ausbildet.
Nicht nur, <ber das Gendern verschlimmert die Situation nur noch.
Mag sein. Es macht aber auch keinen Sinn, die jungen Menschen nur in einer sterilen Schulsprache zu unterrichten. Sie werden in ihrem Alltag gegenderten Formen begegnen. Dann müssen sie wissen, was es damit auf sich hat, auch wenn es nicht im Duden steht.
es ist doch schon lange so, dass Frauen von "Gleichberechtigung" sprechen, aber damit die gesellschaftliche Benachteiligung von Männern meinen.
Was ist denn ist denn, wenn Männer von Gleichberechtigung sprechen? Wenn diese also feststellen, dass sie selbst aufgrund ihres Geschlechts Vorteile haben? Was meinen die denn damit?
Ja, sowas regt mich auf
Dich stört es also, mit dem falschen Geschlecht angesprochen zu werden? Verstehe ich das richtig? Und dann bittest du oder verlangst mit dem richtigen Geschlecht angesprochen zu werden? Und das klappt meistens, dass dem Wunsch entsprochen wird, aber manchmal nicht?
Ich verwende in der Regel das generishe Femininum. Bei den gegenderten Formen bin ich noch nicht.
Werbung