Ohne Neid hätten sich keine Gewerkschaften im 19. Jahrhundert etabliert. Es war der Neid der Besitzlosen, die vom Kuchen der Industriellen etwas abhaben wollten, der die Arbeiterbewegung, die Gewerkschaften und die Tarifverträge überhaupt erst möglich machte.
Für höhere Löhne zu streiken ist nichts weiter als dem Neid Ausdruck zu verleihen.
Nö. Einen Anspruch auf Teilhabe zu erheben, nicht hungern zu müssen, von mir aus auch das Streben nach Gerechtigkeit sind etwas deutlich anderes als Neid. Vielleicht erkennt man das nicht, wenn der Neid schon angefangen hat zu nagen.
Selbst wenn das, was du beschreibst, auf Neid basierte, so wäre er da doch in sonnvolle Bahnen gelenkt worden. “Ich möchte nicht, dass die so viel bekommen.“ ist das allerdings nicht.