Unsere Chefin hatte im Zuge des BYOD-Starts die kühne Idee die OHPs entsorgen zu lassen. Chemie, Physik und Bildnerisches Gestalten haben sich mit Händen und Füssen gewehrt, gar damit gedroht man wolle sich an den Geräten festketten.
Unsere sind jetzt weg. Erst wurden keine neuen mehr angeschafft, dann keine Ersatzteile mehr. Es standen noch ein paar in Klassenräumen. Diese hat die Hausmeisterin dann auf Weisung er Schulleitung in den Schrott gegeben. Die Kreidetafeln, die wegen der interaktiven Beamer/Weißbretter abmontiert wurden, kamne auch ohne Umweg in die Tonne. Selbst die Idee, zu schauen, ob man aufgrund der besseren Oberfläche welche austauscht, wurde verworfen.
Neue Geräte könnten mehr Möglichkeiten bedeuten. So bekommt man nur andere Möglichkeiten, vielleicht unterm Strich sogar weniger. Wenn derart deskruktiv „digitalisiert“ wird, muss man sich auch nicht wundern, dass davor auch Leute zurückschrecken.
Hachja, endlich mal ein Digitalisierungthread, das wurde auch mal Zeit.
Letztendlich aber keine neuen Erkenntnisse. Der Ausgangsbeitrag hat schon keine Frage formuliert. Es war halt alles beantwortet, jedes Medium ist nur so gut, wie man es einsetzt. Digital ist nicht besser oder schlechter, sondern eben nur digital.
Gibt es aber tatsächlich so wenig Grundsätzliches zu besprechen, dass man mal wieder Anekdoten und Erfahrungen aufstapelt? Nicht, dass ich etwas degegen habe, dass jemand erzählt, wie toll bei Ihnen alles läuft. Dann kann ich wenigstens sagen „Schaut, es geht doch.“, wenn ich mich darüber ärgere, dass bei uns Digitalisierung die klassische Mischung aus Lippenbekenntnissen, Dummschwätzerei und Verteilen ungewarteter Hardware auf Räume und Personen ist.
Jetzt fehlt nur noch jemand, die anmerkt, dass sie froh ist, sich nicht mehr mit Kreidestaub vollsauen zu müssen, dann haben wir alles beisammen.