Beiträge von O. Meier

    Wieso? Weil „Neid“ in deinem Kopf negativ assoziiert wird?

    Nicht nur in dem einen Kopf.

    So mancher Beitrag hier zeigt, wie viel negative Energie mit Neid einhergeht. Diese Gehässigkeit, das Abwertende. Nee, das brauche ich nicht.

    Menschen empfinden Neid. Das wird sich wohl nicht vermeiden lassen. Dass gebildete Menschen diesen nur in Form von Abrotzerei herauslassen können, ist schon peinlich. Und negativ. Vielleicht sogar böse.

    Die gesellschaftliche Anforderung ist doch, auch mit solchen Emotionen klar zu kommen, ohne mit dem Wagenheber in die Vitrine zu hauen. Schaffen halt nicht alle.

    Also musst du dir einen Weg suchen, wie du auch herausfindest was diese Personen dazu denken. Mit einer schriftlichen Ausarbeitung findest du das nämlich nicht mehr zwangläufig heraus.

    Eben. Bestimmte Leistungsbewertungelemente fallen also weg. Letztendlich lässt man aber die Schulen und Kolleginnen wieder allein. Da darf jede für sich selbst wurschteln.

    Ohne Neid hätten sich keine Gewerkschaften im 19. Jahrhundert etabliert. Es war der Neid der Besitzlosen, die vom Kuchen der Industriellen etwas abhaben wollten, der die Arbeiterbewegung, die Gewerkschaften und die Tarifverträge überhaupt erst möglich machte.

    Für höhere Löhne zu streiken ist nichts weiter als dem Neid Ausdruck zu verleihen.

    Nö. Einen Anspruch auf Teilhabe zu erheben, nicht hungern zu müssen, von mir aus auch das Streben nach Gerechtigkeit sind etwas deutlich anderes als Neid. Vielleicht erkennt man das nicht, wenn der Neid schon angefangen hat zu nagen.

    Selbst wenn das, was du beschreibst, auf Neid basierte, so wäre er da doch in sonnvolle Bahnen gelenkt worden. “Ich möchte nicht, dass die so viel bekommen.“ ist das allerdings nicht.

    Genauso gut hätte man sich dafür entscheiden können, das Geld auf ALLE Beamten zu verteilen. Oder die Pensionen aufzustocken. Oder ....

    Hätte man. Ob man das aber tut, wenn man z. B. die Kinderzuschläge wieder senkt, ist auch nicht klar. Es gab hier eben Stimmen, die sich vor allem daran störten, dass die einen „so viel“ bekommen.

    Unterschätze nicht den Stellenwert von Neid

    Keineswegs. Ohen Neid wären wir hier nicht auf Seite, ja wieviel? Wo sind wir? Ich finde es halt unangenenehm bis bedenklich, wenn man sich so den solchen Gefühlen treiben lässt. Die dunkle Seite ist nicht mächtiger, nur schneller, verführerischer.

    bzw. dem Grundbedürfnis danach, sich gleich behandelt zu fühlen.

    Das wäre noch mal etwas anderes. Mir scheint hier ein wenig die sozialdemokatische Vorstellung von Gerechtigkeit durchzuschlagen, die Zufriedenheit annimmt, wenn es allen gleich schlecht geht.

    DeepL, welches ebenfalls neuronale Netzwerke (also KI!) nutzt.

    Ich dachte immer DeepL basiert auf neuronalen Netzen. Na, gut. Ist das wirklich schon intelligent. Finde ich nicht.

    Deutlich bekannter als DeepL dürfte der Google-Übersetzer sein. Der soll abr nicht das gleiche Niveau erreichen.

    Anekdote: DeepL wurde von ehemligen Google-Mitarbeiterinnen entwickelt.

    Die meisten hier dürften ChatGPT nutzen oder zumindest ausprobiert haben.

    Ich nicht. Das Anlagen eines Account scheiterte, als ich nach einer Mobiltelefonnummer gefragt wurde.

    Ein paar Kolleginnen saßen mal im Lehrerinnenzimmer und „spielten“ mit ChatGPT. Sie warfen ihr Texte hin, die für Deutsch-Klausuren in Fragen kämen. Ergebnis: inhaltliche Interpretationen knapp aber zutreffend, keine Analyse der sprachlicne Mittel. Wohl auch nicht auf Nachfrage.

    Ich mischte mich kurz ein und bat eine Mathematikaufgabe zu stellen. Das Ergebnis war tasächlich nicht von einer Schülerinnenantwort zu unterscheiden. Es wuden stur Verfahren für quadratische Funktionen auf eine Funktion dritten Grades angewandt. So war das meiste sauber formulierter Blödsinn.

    Das war mein einziger Kontakt zu dem System.

    muss man alles nicht wissen, muss man nicht können.

    Ja, nein, vielleicht. Man muss sicher nicht alles wissen und können. Nichts wissen und können geht auch nicht. Man muss also irgendwie beurteilen können, was zu lernen wichtig und lohnend ist. Bei Dingen, mit denen man sich nicht auskennt, wird das schwierig. Man müsste sich auf das Urteil der besser Unterrichteten verlassen. Das fällt wohl vielen schwer.

    Ein weiteres Problem ist, dass die Zeit für die Aneignung der neuen Fähigkeiten irgendwo herkommen muss.

    Muss ich z. B. mit ChatGPT 'rumdaddeln, um die Auswirkung auf die Schule beurteilen zu können?

    Die überhaupt nicht mitbekommen, wie unsäglich viel Arbeit sie anderen Leuten mit ihrer Einstellung verursachen.

    Lass' dir keine Arbeit machen. Es kommen immer wieder Expertinnen an, die kurz vor Frist einen Text formatiert haben müssen. Da habe ich meist keine Zeit.

    Bei uns gibt es immer mal wieder Fortbildungsnachmittage zu Digitalem. Da bieten ein paar etwas an, und jede geht gin, wo sie Lust hat. Eigentlich bräuchte man ein Kurrikulum für Lehrerinnen, damit man einen Grundstock klar hätte. Müsste dann natürlich regelmäßig angepasst werden.

    Ja, das ist der BERECHTIGTE Neid der Kinderlosen!

    Ob bei einer solchen Emotion die Klassifikation in „berechtigt“ und „unberechtigt“ sinnvoll ist, lasse ich mal dahingestellt. Es ist jedenfalls eine Emotion, die ich nicht haben möchte. Sie ist mir zu negativ.

    Vielleicht überlegt man sich mal, wie man selbst mit solchen Emotionen umgeht, ob sie sich überwinden lassen, in Bahnen lenken oder ob sie irgendwie ihre negative Energie loswerden können, bevor man öffentlich überschäumt. Das wird dann schnell unschön, wie wir erleben dürfen. Bringt uns aber in der Sache nicht weiter.

    Was haben denn die Kinderlosen davon, wenn die Kinderzuschläge wieder gesenkt werden?

    Aber danke für die Ehrlichkeit. Es ist eine Neiddebatte. Wussten wir, jetzt steht es da.

    Formal könnte man dir entgegenhalten, dass „durchschnittlich“ (das war dein Maßstab) nicht unbedingt auch „amtsangemessen“ ist.

    Ob sich Kinder „lohnen“, ist eine politische Entscheidung. Das wurde auch schon erwähnt. Ebenso wie die Frage, ob Lehrerinnen grundsätzlich verbeamtet werden oder ob Biergärten 7% oder 19% Mehrwertsteuer abführen.

    Ihr wisst aber schon, dass es Stifte gibt, mit denen man aufs Display schreibt und die mittlerweile sogar ein haptisches Feedback geben ...

    Ja, und eine Kollegin hat eine Folie auf dem Tablet, die die Oberfläche „wie Papier“ macht.

    Man kann schon viel technischen Aufwand betreiben, damit’s so ist wie analog. Das kommt mir halt vor wie Satire.

    Für’s Zeichnen von Funktionsgraphen habe ich jedenfalls neulich in einer der Tabletklassen die „Parole Papier“ ausgegeben. Das Gemockel auf dem iPad war nicht schön.

    Es lief dann analog besser, das haben die jungen Menschen auch so wahrgenommen.

    Ja, sicher, man kann jetzt darüber diskutieren, ob man überhaupt noch Funktionsgraphen zeichnen können muss, der Computer kann das ja besser. Von mir aus lassen wir’s weg. Spart auch Zeit.

    Ich finde auch, dass dies alles andere als eine Neiddebatte ist.

    Eben doch. Hier haben sich Leute darüber echauffiert, dass andere mehr bekommen. Das ist etwas deutlich anderes, als für sich z. B. einen gebührlichen Inflationsausgleich einzufordern. Sie möchten nicht, dass andere diese Zuschüsse für die Kinder bekommen. Das ist mehr als Neid, das ist schon Gehässigkeit.

    Da hier so oft Gerechtigkeit und das Leistungsprinzip eingefordert wird, beides haben wir unserer Gesellschaft höchstens bedingt. Den Unwillen das Leistungsprinzip zum Zuge kommen zu lassen, erkennt man z. B. an der Erbschaftssteuer, die bei einem konsequenten leistungsprinzip 100% betrüge.

    Ich habe kein Problem mit den Kinderzuschlägen, obwohl ich keine bekomme. Ich messe doch die Gerechtigkeit daran, ob das, was ich für meine Arbeit bekomme, angemessen ist. Habe ich den Inflationsausgleich schon erwähnt? Wenn die andere für die gleiche Arbeit mehr bekommt, weil sie Kinder hat, hoffe ich doch darauf, dass sie das Geld z. B. in die Ausbildung der Kinder steckt. Denen gönne ich das dann.

    ch wollte gerne vom Auto auf das Fahhrad umsteigen.

    dann schlüge ich vor, du kaufst dir ein Fahrrad. Falls es doch lieber ein E-Bike sein soll, eben ein solches.

    ich habe gelesen

    Wo?


    dass man beim Land zuschüsse beim Leasen eines E-Fahhrads bekommt

    Da geht es wohl eher um Steuerverrechnungen. Es gab hier schon mal einen Thread hierzu, bei dem am Ende nicht ganz klar war, ob sich dieses Finanzierungsmodell überhaupt lohnt. Such doch mal danach.

    "Richtige Computer" haben im Prinzip ein ewiges Leben - weil alle Teile modular und austauschbar sind.

    Wenn das dein Anspruch ist, kaufst du so etwas. Höhere Integration für geringere Abmessungen und damit Erhöhung der Mobilität ist nicht schlechter, sondern ein anderer Anspruch, der dann ein anderes Aussehen hervorbringt.

    Letztendlich ging es mir darum, dass fossi74 angemerkt hat, dass mit dem iMac die Design-Phase begonnen habe. Computer wurden auch vorher designt. Dass das Design ab dann in eine Richtung ging, die der einen oder anderen nicht gefällt, mag ja sein. Aber es geht mir ein wenig in die Richtung „Apple ist eh doof.“ Das fand ich in den 90ern schon langweilig.

    zwei Sitzen in einem Porsche Cayman nicht mehr auskommt und einen "Pampers-Bomber" zusätzlich anschaffen muß.

    Blöde Idee. Besser zwei Porsches. Dann kann jede Erwachsene je ein Kind mitnehmen beim Autoposen. Dieses Beispiel zegt, dass Menschen mit mehr Kohle einfach auch mehr Probleme haben. Insofern sind die höheren Kinderzuschläge für Beamte natürlich ein fieser Trick des Landes, aber kein Gund neidisch zu sein.

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