Beiträge von O. Meier

    Das gibt mir schon zu denken, dass viele der Meinung sind, es sei nicht richtig, TZ zu arbeiten, um 100% zu schaffen… immer wenn ich den Gedanken meiner SL gegenüber äußere, kontert sie, dass ich dafür ja eine höhere Besoldungsstufe hätte als die KuK. Ich finde, das ist nicht richtig so, hab aber bisher dann auch immer wieder meine Meinung infrage gestellt wegen des Gegenwinds…

    Ich sollte das erneut überdenken….

    Das hast du nicht wriklich geschrieben, oder? Das stammt doch von einem schlecht gefütterten Chat-Bot.

    Da stimme ich dir zu, weil diese Kollegen schlicht die Preise verderben.

    Ja, schon. Trotzdem — oder gerade deswegen — muss jede auf sich schauen. Alle anderen können sich überarbeiten, bis es kracht. Deswegen mache ich das noch lange nicht. Deren Preise gelten für mich nicht.

    Nachdem zwei Fachkolleginnen längerfristig erkrankt sind, macht die Schulleiterin zwei Überstunden pro Woche. Sie wolle als Vorbild vorangehen, sie könne ja nicht von anderen Mehrarbeit einfordern und selbst keine leisten.

    Von mir aus, soll sie machen. Trotzdem habe ich die Anfrage, ob auch ich bereit wäre zwei Stunden mehr zu machen, verneint. Ich bin nunmehr die einzige mit dem Fach, die keine Mehrarbeit macht. Ich habe dazu erklärt, dass es da auch keinen Verhandlungsspielraum gebe. Früher habe ich so etwas gemacht, da ging das noch. Jetzt traue ich es mir nicht mehr zu. Insbesondere das Risiko, dass auch ich ausfalle, wolle ich nicht in Kauf nehmen.

    Es ist mir auch keine bös ob meiner Entscheidung. Und wenn doch, brächte sie das ja auch nicht weiter.

    Ja! Die Stunden kommen oben drauf. Es können keine Stunden später abgefeiert werden, da das dann erneuten Vertretungsbedarf erzeugt.

    Ziel in der Sek1 ist, keinen Unterricht ausfallen zu lassen.

    Ah, ich sehe, euch wurde wieder mal ein Wunsch erfüllt.

    Wenn das Zeil ist, keinen Unterricht ausfallen zu lassen, darf man sein Personal nicht so verheizen, dass es karnk werden muss. Und das Personal muss auch Verantwortung übernehmen und sich nicht verheizen lassen. Ich weiß nicht, ob ich nach fünf zusätzlichen Stunden am Freitag noch einsatzfähig wäre.

    Auch in der Sekundarstufe I macht es einen Unterschied, ob man in einer fünften oder einer zehnten Klasse etwas ausfallen lässt. So etwas darf eine Schulleitung bei der Einsatzplanung auch im Blick haben.

    Traum nicht einfallen allen das Programm zu verbieten, weil ich nicht mitmachen kann.

    Es geht nicht ums Verbieten. Das ist schon der erste Irrtum. Aber wer Rücksichtnahme als Verbot wahrnehmen möchte, ...

    Was das Essen anbetrifft, so kann man mit vegan schon mal das meiste abdecken.

    Noch 'n PS: Es macht schon einen Unterschied, ob ich etwas plane, auf das alle Lust haben. Das halte ich für wenig wahrscheinlich. Oder etwas, bei dem alle mitmachen können. Das halte ich für ein Gebot der Höflichkeit.

    PS: Genau diese Diskussion, die hier geführt werden, nerven mich restlos an. Entweder man hat als erwachsener Mensch bereits gelernt, Rücksicht zu nehmen, oder man geht als, naja, ihr wisst’s, durchs Leben. Dass man über gewisse Dinge überhaupt noch diskutieren muss, ist schon traurig.

    Natürlich kann man Ausflüge und Feste so planen, dass auch diejenigen, die ohnehin vom Schicksal gebeutelt sind, mitmachen können. Wie wir sehen, wollen manche nicht.

    Insofern lohnt es sich nicht, darauf zu bestehen. Man kann Rücksichtsnahme erwarten, man kann sie aber nicht einfordern. Im Kollegium ist es mir mittlerweile echt wurscht. Ich muss mit den Leuten nicht feiern. Erst recht nicht mit denen, die Rücksichtsnahme als Gängelung oder sonst wie negativ begreifen.

    Im Verein erlebe ich, was alles geht.

    Ich kann die Situation auch nicht einschätzen. Und insofern schreibe ich hier vielleicht auch Blödsinn.

    Aber. Wenn ich das richtig sehe, hast du nicht mehr lange im Job. Womöglich ist das ein guter Zeitpunkt, schon mal auf Distanz zum bald ehemaligen Arbeitsplatz zu gehen.

    Zu den Ausflügen wurde schon etwas gesagt. Irgendjamend plant den. Alle anderen entscheiden, ob sie mitgehen. So halte ich es schon länger. Diskussionen um Ausflüge und Feste haben einen furchtbar schlechten Wirkungsgrad. Und allen recht machen, kann man es eh nicht. Zumindest in großen Kollegien. Dass es in kleinen auch nicht geht, ist schade, aber eigentlich nicht wichtig.

    Dienstlich sehe ich es ähnlich. Du musst dich nicht mehr einbringen. Wenn deine Meinung zu Projekten nicht ernst genommen wird, kannst du sie auch gut für dich behalten. Lass' die anderen machen. Du musst dich nicht mehr aufreiben. Mach' deinen Kram, so gut es geht. Und fertig.

    Was die Äußerungen gegenüber Eltern anbetrifft. Ja, da kann man ein Fass aufmachen. Oder man sorgt dafür, dass es keine Lügen und Übertreibungen sind. Wenn also öffentlich geäußert wird, dass du schon ein Bisschen alt und tüddelig bist, dann gehört es sich auch nicht, Klassenarbeiten zeitnah zurückzugeben etc.

    Schau doch lieber, dass du schon mal deine Pensions-Hobbys vorbereitest.

    hth

    Das hört man plakativ immer wieder, stimmen muss das so noch lange nicht. Vielleicht muss man auch einfach mal den eigenen Unterricht weg von rein mechanischem Abarbeiten von Kalkülen hin zu mehr Modellierung ändern. Genau hier spielen CAS auch ihre Stärken aus.

    Klingt so, als wenn man die Inhalte so passt, dass sie zum Werkzeug passen. Es wird also nicht der Schraubendreher geholt, sondern Nägel statt Schrauben verwendet, damit’s zum Hammer passt.

    Ich habe nichts gegen Modellierung. Ich halte die sogar für wichtig. Aber deswegen sind ja Rechentechniken nicht überflüssig. Und zu modellieren, damit man nicht rechnen können muss, naja.

    Wenn man euch so zuhört, dass SuS nicht mehr lesen, schreiben, noch rechnen oder gar denken können, dann frage ich mich, wer solche KI programmiert.

    Das ist gar keine so spektakuläre Frage. Die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung hat damit nichts zu tun und braucht demzufolge auch die entsprechende Qualifikation nicht.

    Auch die Erfindung der Dampfmaschine oder des Telefons war kein gesamtgesellschaftliches Projekt sondern die außergewöhnliche Leistung weniger.

    Ich halte es schon für problematisch, wenn Schüler heute keine Vorstellung von Größenordnungen mehr haben und diese nicht mehr abschätzen können.

    Schätzwerte sind der erste Schritt, dem Ergebnissen des Taschenrechers, CASes, Computers kritisch gegenüber zu treten.

    Diese Idee, auf ein Ergebnis angewiesen zu sein, das man gar nicht beurteilen kann, behagt mir nicht.

    Ich kenne recht viele Lehrer*innen, die Vollzeit verbeamtet sind und Vollzeit unterrichten. Mehr machen sie nicht.

    Ich finde das erfrischend, wenn man sich im Kern auf das Kerngeschäft konzentriert. Unterrichten ist wichtig. Das ist die Zeit, in der die jungen Menschen etwas lernen können. Das wir unsere Akten sortieren, hilft ihnen dabei nicht.

    Ich finde unterrichten wichtiger, als städnig neue Projekte loszutreten, die dann allen die Zeit wegfressen. In dem Zusammenhang so etwas zu erklären:

    Das Hauptproblem (meiner Meinung nach) sind zusätzlich Kolleg*innen, die nicht arbeiten.

    finde ich ich nicht unverschämt, sondern auch falsch fokusiert.

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