Beiträge von O. Meier

    Legend (es ist in NDS zum Beispiel verankert, ich glaube 2 Wochen Sek1, 3 Wochen Sek2?

    Das sind meist Verwaltungsvorschriften. Die richten sich an die Verwaltung, also z. B. die Schule. Das bedeutet nicht, dass die einzelne Kollegin sich überarbeiten muss.

    Die Schulleiterin muss sicher stellen, dass dir Schülerinnen ihre Arbeiten schnell genug zurück bekommen.

    Ich möchte mich Palim anschließen. Ich bin technik-affin, aber in der Schule spielt das keine Rolle mehr. Die Schulträgerin pumpt zwar jede Menge Geld in die Digitalausstattung, es wird aber weder geschaut, was man braucht, noch, ob der Kram funktioniert.

    Ich bin mittlerweile völlig abgestumpft, was Schul-Digitalisierung anbetrifft. Damit kann man mir echt gestohlen bleiben. Das Gesabbel zum Thema nervt nur noch.

    Die Zeiterfassung wird an den realen Verhältnisses genau gar nichts ändern. Diejenigen, die sich heutzutage überarbeiten möchten, werden das auch zukünftig tun. Sie schreiben dann halt nicht alles auf. Man wird ihnen schon rechtzeitig zu verstehen gaben, dass in den Zeiterfassungsdaten nicht zu viel drinstehen darf. Also sorgen sie dafür.

    Und wer sich bisher vor der Arbeit gedrückt hat, wird das auch zukünftig tun.

    An der Ausstattung an der Schule wird sich auch nichts ändern. Wir machen weiterhin unseren Job ohne die nötigen Mittel. Da kann sich unsere Dienstherrin drauf verlassen. Wir lassen uns schon etwas einfallen. Geht ja nicht anders.

    Und wenn jemand mit ihrerr Zeiterfassung wedelt, um zu erklären, dass sie weder an der fünften Konferenz in der Woche teilnehmen kann, noch die Suppe für die Teilnehmerinnen des Projektes „Warum wir keine Suppe brauchen“ kochen kann, ird man ihr schon zu verstehen geben, dass amn doch bitte dort Zeit spart, wo es nicht auffällt. Bei der Unterrichtsvorbereitung — wie bisher.

    Aber richtig arbeiten wollen die wenigsten.

    Das finde ich durchaus legitim. Kann man für sich so entscheiden. Dass wir allerdings unsere Zeit verschwenden mit Leuten, die weder an den Inhalten noch an den Abschlüssen Interesse haben, ist schon frustrierend. Da kann ich Haubsi1975 schon verstehen. In der Zeit könnten wir ja auch etwas sinnvolles machen.

    Man muss halt zusehen, dass man sich von dem Frust entkoppelt, damit er einen nicht krank macht.

    Mein Hund hat den USB-Stick gefressen, meine Schwester den Ausdruck zerrissen, ich hab's mir gemailt und die Mail ist verschwunden... Ich bringe diese Sprüche in den entsprechenden Situationen proaktiv.

    Ich sage schon mal, dass die die vorgelegte Ausrede langweilig finde. Wer keine Lust habe, die Aufgaben zu machen, möchte sich doch bitte die Mühe geben, sich eine lustige Geschichte auszudenken.

    Ja, das stimmt wohl. Aber ich fand es ehrlich anstrengend - weil es wiedermal so laut im Raum war, dass ich mich nur schlecht konzentrieren konnte.

    Noise cancelling? Im Ernst: selbst wenn du nur wenig weggeschafft kriegst in der Zeit, ist das besser als nix. Den wichtigeren Effekt finde ich aber, dass du den jungen Menschen vorführst, dass sie weniger und nicht mehr Aufmerksakeit bekommen, wenn sie sich nicht benehmen.

    Da meinte dann wieder ein Lehrer, ich solle doch mal einen Test schreiben - das wäre aber wieder Extraarbeit für mich, sehe ich irgendwie nicht ein.

    Korrigiert ist der sicherlich ziemlich schnell. Da dürften viele leere Blätter dabei sein. Dafür hat amn dann belastabre Grundlagen für Noten. Plan: Test zu Beginn der Stunde. Während der Stunde korrigieren ( Schülerinnen haben Aufgaben). Rückgabe am Ende der Stunde.

    Und das nervt halt einfach.

    Verstehe ich nicht ganz. Ihr habt ein Verfahren, wie mit den Entschuldigungen zu verfahren ist. Damit ist doch schon viel erschlagen. Eine Verpflichtung deinserseits, der Schülerin hinterherzurennen, sehe ich nicht. Also kannst du dich doch entspannen. Die Schülerin bringt die Entschuldigungen oder nicht. Du verfährst entsprechend.

    Herausfinden, was mit der Schülerin eigentlich los ist, wirst du eh nicht. Falls doch, kannst du auch nichts machen.

    Wir hatten mal eine Schülerin im beruflichen Gymnasium, deren Eltern sie beim Abitur gesehen haben. Sie selbst aber nicht. Also hat sie versucht durch Fehlen und Nicht-Mitarbeiten für ihren Rauswurf zu sorgen. Zwischenzeitlich hat sie sich dann mal bei Klassenlehrerin beklagt, was man noch alles machen müsste, um bei uns rauszufliegen. Irgendwann war sie volljährig und hat sich abgemeldet.

    Das Fehlzeiten- und Entschuldigungswesen ist eine Verwaltungsprozedur. Mach da nicht mehr draus.

    Um dann was zu machen?

    Ich habe keine Ahnung. Es gibt nicht die eine Lösung. Ich handele in unterschiedlichen Klassen auch unterschiedlich. Je nach Situation lohnt es sich, sich an Einzelnen abzuarbeiten oder nicht. Manchmal liegt man mit der Einschätzung aber auch falsch.

    Versuche abzuschätzen, wie viel Energei, Kraft, Stress dich der jeweilige Ansatz kostet. Dann vergleichst du mit der Habenseite. Die Energie, die du für die eine Schülerin abgebucht hast, steht für andere nicht mehr zur Verfügung.

    Noch ganz 'was anderes: Gegen die Unruhe kann man auch mit der Sitzordnung etwas machen. Ich hatte mal eine wenig disziplinierte Fachoberschulklasse, die deutlich ruhiger wurde, nachem dich die jungen Menschen in eine Reihensitzordnung an Einzeltischen verpflichtet habe. Es gab dann auch keinen fachlichen Austausch mit den Kameradinnen mehr, aber es war erheblich ruhiger. Mir war das deutlich angenehmer.

    sonst könnte man genauso fragen: Kannst du eine Gesundheitsgefährdung.....


    ...durch das Stehen vor der Klasse....

    ...durch das Sitzen im Lehrerzimmer....

    usw. ausschließen?

    Insbesondere angesichts der „Stühle“ im Lehrerinnenzimmer kann ich das nicht. Bie beiden Punkten weiß ich aber, wie ich mich verhalten kann, damit die Gesundheitsgefährdung mich nicht trifft. Ist dieser Strohfrau damit genüge getan?

    "Führt die Durchführung einer Lesenacht zu einer Gesundheitsgefährdung und wie kann diese vermieden werden?"

    Ist das die Frage, die dich interessiert? Dann stelle sie.

    Dass du so einige Dinge unseres Berufes, die über den reinen Fachunterricht hinausgehen, für zu aufwändig hälst, hast du hier hinreichend oft dargestellt. Zu unserem Beruf gehört aber nun einmal noch deutlich mehr dazu.

    Wo sind eigentlich die Kriterien dafür, was dazu gehört? Bisher erlebe ich immer nur, dass eine „Lesenacht“ ruft und die zweite diese für „wichtig“ erklärt. Und schon sollen alle mitmachen? Ich bin da ja nicht von betroffen. Aber mir wäre das zu dünn. Wie entscheidet ihr eigentlich, was wriklich „wichtig“ ist? Und was soll „wichtig“ in diesem Kontext eigentlich bedeuten?

    Deswegen muss man auch schauen, was genau wie machbar ist und was nicht. Einfach von vorneherein auszuschließen, dass etwas machbar sein könnte, mag zwar weniger aufwändig sein, wird unserer Verantwortung aber kaum gerecht.

    Im vorliegenden Fall schint es mit so, dass der Schulleitung die Angelegentheit nicht wichtig genug ist, dafür auf regulären Unterricht zu verzichten. Damit halte ich die Angelegenheit für genug geprüft und erledigt.

    Es geht von der Durchführung einer Lesenacht nicht zwingend eine Gefährdung der eigenen Gesundheit aus, auch wenn du das hier versuchst, so darzustellen.

    Kannst du eine Gesundheitsgefährdung durch Schlafentzug ausschließen?

    Der Ansatz, eher mal zu schauen, wie man eine solche Veranstaltung ausgestalten kann, um den Anforderungen an die Fürsorgepflicht und den rechtlichen Rahmenbedingungen zu genügen, ist doch zielführend.

    Kann man ja machen. Keine Lesenacht halte ich aber immer noch für weniger aufwändig.

    @golum Sorry, wenn ich da etwas fehlinterpretiert haben sollte. Auf der anderen Seite interessiert mich dein Familienleben im Details nicht.

    Ich halte es trotzdem und nach wie vor für das einfachste und konsequenteste, keine Lesenacht zu veranstalten. Dann haben alle Seite Ruhe.

    Sonst besteht halt die Gefahr, dass man sich auf Kompromisse einlässt. Angesichts des Themas können die nur faul sein.

    Deine Strategie, ihr eine andere Sackgasse aufzumachen, ist nicht grundsätzlich verkehrt. Wenn sie weg ist, läuft es im Unterricht vielleicht besser. Und du bist nicht so genervt.

    Versuch es aber nicht als persönliches Ding zu sehen. Nimm es als sportliche Herausforderung. Wenn sie gehen muss, OK. Wenn das Verwaltungsgericht dir in die Parade fährt und den Rausschmiss kassiert, auch OK.

    Die besagte Lehrerin ist im gemeinsamen Haushalt ansässig und ich möchte ihr belastbare Argumente/Vorgehensweisen für die Zukunft liefern, so dass sie gesundheitlich eben nicht irgendwann ihre Grenzen überschreitet. Das (be)trifft mich auch mit.

    Im Ausgangposting schien es mir zunächst um eine Argumentation gegenüber der Schulleiterin zu gehen. Nunmehr dann wohl eher um die Argumentation gegenüber der — wie soll ich’s sagen — der Betroffenen.

    Um ehrlich zu sein, fällt mir da nichts ein. So lange sie keine kognitiven Einschränkungen hat, die die am Einschätzen der gesundheitlichen Problematik hindern, und sie wohl nicht unter Betreuung steht, sehe ich nicht was ein Aufkleber „Rauchen schadet der Gesundheit“ bringen soll.

    Mag sein, dass eine schlaflose Nacht den jungen Menschen total viel bringt. Vielleicht gibt es außer dem Willen, dass das so ist, sogar etwas Belastbares.

    Es gibt lauter Sachen, die den Schülerinnen womöglich etwas bringen. Wenn die Verantwortlichen (Schulleiterin, Ministerin etc.) das so sehen und deshalb möchten, dass so etwas stattfindet, müssen sie für die nötigen Ressourcen sorgen. Auch für die personellen.

    Erklärt die Schulleiterin, wie hier angeführt, den Mangel an personellen Ressourcen, ist man schon durch: keine Lesenacht.

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