Beiträge von O. Meier

    wobei das auch wieder nicht die Aufgabe der Schule sein sollte, sondern der Eltern.

    Sport ist aus gutem Grund Unterrichtsfach. Es geht nicht um Spiel, Spaß, Sapnnung sondern darum, dass die jungen Menschen sich überhaupt bewegen. Kürzen beim Sport finde ich noch gefährlicher als bei Mathematik. Da kann man die schriftliche Multiplikation noch nachholen, wie wir festgestellt haben. Wenn man erst mal eine Couchkartoffel ist, wird's schwierig.

    Aber andre Lösungen gibt es nicht an der "verlässlichen Grundschule".

    Eine Grundschule wird nicht dadurch verlässlich, dass man es dranschreibt.

    Und ansonsten, wie gesagt, wenn die Aufsicht in der Grundschule die heilige Kuh ist, muss man diese sicher stellen. Das geht dann im Zweifelsfall auch zu Lasten den Unterrichts, auch in anderen Klassen.

    Aber egal...

    Nein. Hier stehen zwei spannende Fragen zur Debatte:

    - Wie sorgt man für die nötigen Ressourcen, um den erwarteten Lernerfolg sicher zu stellen.

    - Wo muss man kürzen, wenn die Ressourcen nicht reichen.

    Die erste Frage wird weitgehend politischen entschieden (bzw. nicht). Die zweite Frage betrifft unseren beruflichen Alltag. Die zweite Frage nicht beantworten zu wollen, weil man die Ungelöstheit der ersten nicht akzeptiert, ist die falsche Reihenfolge.

    Oder es wird mal Mathe und Deutsch statt Sachunterricht, Kunst, Religion oder Sport gemacht.

    Bei Sport wäre ich vorsichtig, bei Religion bin ich ganz bei dir. Religionsunterricht läuft ja dem Erkenntnisprozess eher zu wider als ihn zu unterstützen. Also gewönne man mit Mathematik statt Religion gleich doppelt.

    Generell gilt aber, dass man mit eingeschränkten personellen Ressourcen nicht das volle Programm anbieten kann. Also muss man sehen, wo man die Einschnitte macht.

    Aber wenn ich weiß, dass meine Kolleginnen meine Arbeit tagelang

    Hier fängt das Problem an. Es ist nicht deine Arbeit. Es ist Arbeit, die du erledigt hättest, wenn du gesund wärest. Wenn du aber krank bist, arbeitest du nicht. „Deine Arbeit“ ist dann ein Synonym für die leere Menge. Es ist die Arbeit der Kolleginnen, zu deren Aufgaben es dann auch gehört, dich zu vertreten. Und die kümmern sich dann auch darum, zu entscheiden, ob und wie diese Arbeit erledigt wird.

    Ich möchte mich nicht für etwas verantwortlich fühlen, für das ich nicht verantwortlich bin. Das macht mir nur zusätzlichen Stress und hält mich von der Gesundung ab. Da habe ich meiner Dienstherrin gegenüber auch eine Verpflichtung. Je schneller ich wieder gesund bin, um so besser.

    Aber wenn ich die Klasse der Kollegin mit beaufsichtigen muss,

    ..., beaufsichtige ich sie nur. Dann brauche ich kein Material. Bei einer Vertretung muss man halt improvisieren.

    Wenn ich — auf der anderen Seite — krank bin, weiß ich ja gar nicht, ob vertreten, beaufsichtigt oder nach Hause geschickt wird. Also muss ich mir um Material schon gar keine Gedanken machen, sondern kann mich ganz der Gesundung widmen.

    Wenn man weiß, dass einem Personal für Vertretungen fehlt, muss man entweder

    - auf Vertretungen verzichten oder

    - den Stundenplan so anpassen, dass Stunden frei werden.

    Das hat übrigens nichts mit der Ausgangsfrage zu tun. Ob die Erkrankte Aufgaben schickt oder nicht, hat ja keinen Einfluss auf die der Schulleiterin zur Verfügung stehenden Lehrerinnen.

    Wenn keine Vertretung möglich ist, gibt es keine. Wenn insbesondere an Grundschulen die Aufsicht aber sicher zu stellen ist, muss man das tun. D.h. im Zweifelsfall, dass einen keinen Unterricht gubt und die Kinder von den Anwesenden in der Aula oder auf dem Schulhof beaufsichtigt werden.

    Das hat übrigens nichts mit der Ausgangsfrage zu tun. Ob die Erkrankte Aufgaben schickt oder nicht, hat ja keinen Einfluss auf die der Schulleiterin zur Verfügung stehenden Lehrerinnen.

    Das ist beides nicht richtig. Beides kann man nicht Erfahrung sehr gut ersetzen.

    Eben. Erfahrung schön und gut. Trotzdem hat eine bestimmte Leistung eben einen Preis. Irgendwie haben wir uns angewöhnt, dass Software und IT-Dienstleistungen umsonst zu haben sind. Das gilt aber nicht durchgängig. Vieles kostet immer noch.

    Und es stimmt auch sonst nicht ganz. Wir zahlen z. B. mit unseren Daten. Und wenn die Schülerinnen ihre Daten hergeben sollen, damit die Schulträgerin nichts zahlen muss, ist das schon schräg.

    Wenn wir solche Dienste einsetzen wollen, muss das Geld dafür herbei. Wenn es nicht kommt, können wir auch nichts kaufen.

    Du beschreibst das Grundproblem, warum „Digitalisierung“ (egal, was man gerade darunter versteht) an Schulen niemals funktionieren wird. Es dürfe nichts kosten. Niemand erwartet, dass die Tafeln, Bleistifte und Bücher als Geschenke an die Schulen kommen. Aber die „Tools“ sollen „nichts kosten“.

    Das verletzt den Hauptsatz der Informatik:

    „Computer sind kompliziert und teuer.“

    Keine Ahnung, was dieses Taskcards ist oder kann, aber 1000 Euro für eine Schullizenz kommt mir nicht wirklich teuer vor.

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