Beiträge von O. Meier

    Aber ich verstehe die Sicht, dass man eine Strömung ganz ablehnt und sich daher nicht traut, hineinzuschauen.

    Da ist bestimmt was dran. Es ist aber umgekehrt auch einfach, etwas abzulehnen, dass man nicht aus eigener Anschauung kennt. "Nö" ist legitim, aber halt auch engstirnig.

    Nein. Weder noch. Weder traue ich mich nicht, noch bin ich engstirnig.

    Man muss nicht alles mitmachen oder ausprobieren, um es beurteilen zu können. Und das jemand tolle Stimmung auf dem Winterbasar hat, belegt nicht, dass er ein gutes Konzept für eine Schule hat.

    Nochmal: die steinersche Esoterik-Spinnerei ist nunmal Unfug. Sie ist menschenverachtend und rassistisch. Wer sich das auf die Fahnen schreibt, kann noch so viele schöne Sachen für den Basar basteln, das interessiert mich dann nicht mehr.

    Wenn die Grundlage nicht stimmt, stimmt sie nicht. Da muss ich mich nicht durch Übernahme der Innenansicht von überzeugen lassen.

    Dass er insgesamt ein seltsamer Typ war, will ich aber nicht leugnen.

    Rassist und Antisemit. Da finde ich „seltsam“ etwas zu verharmlosend.

    Wobei die Waldorfschulen sich heute von bestimmten Aussagen Steiners deutlich distanzieren.

    Die Anthroposophie ist absurd. Es nützt nichts, sich von Einzelnen Aussagen Einzelner zu distanzieren, wenn man einer solchen Ideologie anhängt.

    Schau dir bitte im Gegenzug mal einen Adventsbasar einer Waldorfschule in deiner Nähe an

    Nö.

    Im übrigen: ich schaue den Böhmi, seit er nach der Schmähgedicht-Affäre wieder auf Sendung ist, ziemlich regelmäßig. Im Vergleich zu den übrigen Polit-Magazinen hat er eine Redaktion, die sehr gründlich recherchiert. Wenn diese Folge gefallen hat, empfehle ich, öfter mal 'reinzuschauen.

    Für oder gegen was? Du kannst von Waldorfschulen halten, was du willst, ich kenne welche von innen und hab mein eigenes Bild, das durchaus differenziert ist.

    Nunja, vielleicht gibt es ja mehrere Wahrheiten. Letztendlich ist es aus der Innenansicht immer schwieriger kritisch zu sein. Ich möchte es nicht so weit kommen lassen, hinterher nachschauen zu müssen, was aus den jungen menschen geworde ist. Völlig absurde Ideologien können nicht Grundlage für Bildung sein. Menschenverachtende wohl erst recht nicht.

    Die Information der Eltern mag rechtlich korrekt sein, wird vermutlich aber nicht dazu beitragen, dass die Schülerin dir weiterhin vertraut.

    Zu Recht, wenn die Zusage, die Information nicht weiterzugeben, nicht eingehalten werden kann. Das Problem bei dieser Zusage war, dass die TE das Gespräch mit der Schülerin ja nicht als Privatperson geführt hat, sondern m Dienst, sich aber über die rechtlichen Implikationen nicht im Klaren war.

    Ich bin dafür, begangene Fehler zu beheben und sie nicht fortzuführen. Es wurde schon gesagt. Rücksprache mit Schulleitung, Schulsozialarbeiterin etc. Dann gegebenenfalls die Schülerin informieren, dass die Information an die Eltern geht. Also, bevor man mit den Eltern spricht.

    Dann abwarten, wie die Schülerin reagiert.

    Ja, ich kenne das auch, dass das Handeln der anderen einer bei der eigenen Arbeit im Weg steht. Das sollte such benannt werden, damit man den Wirkungsgrad zukünftig erhöhen kann.

    Allerdings sehe ich nicht, warum man derartiges bei der nächstbesten Kollegin abladen sollte. ich finde derlei bei Vorgesetzten koordinierenden Lehrkräften besser aufgehoben. Die können sich grundsätzlich um die Vermeidung von Reibungsverlusten kümmern.

    Wenn man jemanden nicht kennt, kann man keine Aussagen über dessen Persönlichkeit treffen.

    Eben. Also ist man entsprechend vorsichtig.

    Ist es aber. Probleme klärt man im ersten Schritt persönlich und nicht über Dritte. Das erwarte ich von Erwachsenen.

    Ich erwarte von erwachsenen Vorgesetzten, dass sie das Vorbringen von Untergebenen in der Sache Ernst nehmen und nicht die vertrauensvolle Lösung der Probleme von Anfang an unmöglich machen, indem sie erstmal am gewählten und legitimen Weg des Vorbringens herumkritisieren.

    Natürlich ist das eine Eskalation.

    Die Beschwerdeführerin hat diese Eskalationsstufe gewählt. Man darf getrost zunächst davon ausgehen, dass sie diese bewusst gewählt hat. Manche Dinge stellen sich hinterher als Lapalie heraus und beide Seiten lachen darüber. Trotzdem nähme ich zunächst mal an, dass es für die Betroffene wichtig und drängend genug ist, dass sie diesen Weg wählt. Kann man das nicht akzeptieren? Muss man aus der Vorgesetzten-Sicht daran Kritik üben? Das soll der Betroffenen dann nicht überheblich vorkommen?

    Unter Erwachsenen, klärt man Probleme erstmal untereinander. Wenn ich ein Problem mit einem Vorgesetzen habe, dann spreche ich ihn darauf an. Kenne ich ihn (noch) nicht, nehme ich sicherheitshalber einen Kollegen mit.

    Kann man so machen. Muss man nicht. Es gibt vielfältige Gründe, warum Menschen sich nicht trauen, Vorgesetzte zu konfrontieren. Grundsätzlich ist man in einem solchen Gefälle eben nicht auf Augenhöhe unterwegs.

    Das Einschalten des Lehrerinnenrates ist nicht nur formal in Ordnung sondern auch legitim. Und nicht weniger erwachsen als der andere Weg. In beiden Fällen sollte man das vorgebrachte Anliegen ernst nehmen. Selbst wenn man den eingeschlagenen Weg nicht für den optimalen hält, sollte man auf jeden Fall den Eindruck vermeiden, das Anliegen deswegen nicht ernst zu nehmen.

    Wir kennen das doch auch umgekehrt von den Schülerinnen, die Sorgen und Nöte haben. Manche sprechen einen an, manche schicken die Klassensprecherin. Andere gehen über Klassen- oder Vertrauenslehrerin. Das muss alles zum gleichen Ergebnis, nämlich der Klärung der Angelegenheit, führen.

    Jetzt könnte ich mich natürlich darüber echauffieren, dass die anonymen Kritikerinnen mir nicht genug Vertrauen. Das bringt aber nichts. Sie haben das Recht mir zu misstrauen. Immerhin gibt es etwas, dass sie an meinem Handeln stört. Insofern ist da durchaus Misstrauen möglich.

    Dass ich den gewählten Weg für unpassend halte, darf getrost erst mal hinten anstehen. Die Beschwerdeführerin wählt den Weg.

    Von meiner Reaktion hängt es ab, ob sich Vertrauen aufbaut oder erneuert. Das verspiele ich doch nicht damit, dass ich erkläre, wie man sich gefälligst bei mir zu beschweren hat — unter Erwachsenen und Offizierinnen nur mit offenem Visier. Pfft. Niemals.

    Dafür kann ich aus den Postings nicht den geringsten Anhaltspunkt finden.

    Ich kann da finden, dass sie ihre Rolle nicht klar hat. Insbesondere die Hierarachiestufe nicht, auf der sie steht. Insofern ist es sicherlich hilfreich, wenn der Lehrerinnenrat das mal einordnet. Vielleicht ist das Fehlverhalten sogar deshalb eines, weil sie etwas getan hat, dass man als Vorgesetzte nicht tun sollte. Ich kann mir — nach der hier vorgetragenen Selbstwahrnehmung — durchaus vorstellen, dass die Beschwerdeführerin das so empfindet. Insofern wundere ich micht nicht, dass ich im Konflikt mit einer Vorgesetzten Hilfe beim dafür zuständigen Gremium sucht.

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