Beiträge von O. Meier

    Was dann wiederum bedeutet, dass ein „milder“ Verlauf nicht unbedingt harmlos ist.

    Ich meine durchaus, dass wir gut daran tun, uns vor einer (weiteren) Infektion zu schützen. Selbst, wenn wir es alle irgendwann kriegen, ist doch die Frage, wie oft man es kriegt. Jede Erkrankung liefert das Risiko, dass doch etwas zurückbleibt.

    Die Anekdoten kann man so zusammenfassen: man weiß es nicht. Die Erkrankungen können recht unterschiedlich verlaufen. Ich wollte mich nicht darauf verlassen, dass es jedesmal gut geht.

    Passt auf euch auf.

    Es gibt auch Leute, die mit einem Arm zur Welt kommen.

    Ich kenne eine, die mit nur einem Unterschenkel geboren wurde. Sie interessiert auch für den biologischen Hintergrund ihrer Einschränkung. Viel, viel wichtiger ist ihr aber, wie wir als Gesellschaft damit umgehen. Ob wir ihr helfen, klar zu kommen oder ihr vor den Koffer scheißen. Ob wir ihr womöglich erzählen, dass das mit der Barrierefreiheit ja nicht so einfach wäre. Und überhaupt. Architektur habe ja auch einen ästhetischen Aspekt. Da passe die schmale Treppe besser. Es sei ja auch nur eine kleine Gruppe von Betroffenen, für die man da alle Gebäude anpassen solle.

    also für die Ausstellung der Geburtsurkunde haben wir nen Wisch vom Krankenhaus vorlegen müssen, aus dem das biologische Geschlecht hervorging - vondaher ist es wohl schon in Regel so, dass das Standesamt Dein biologisches Geschlecht kennt, wenn Du in D geboren bist.

    Ich bezweifle, dass bei mir eine entsprechende Untersuchung durchgeführt wurde. Ich bezweifle auch, dass diese in Deutschland standardmäßig durchgeführt wird. Es erscheint mir ebenfalls zweifelhaft, ob es medizinisch und rechtlich vertretbar ist, eine solche zu verlangen. Ferner bezweifle ich, dass sich Standesämter Wische vorlegen lassen.

    Die Sache interessiert dich

    Apropos Sache. Hast du auch etwas in der Sache zu sagen oder reicht es dir ins persönliche Gepöbel einzustimmen? Falls letzteres, nur zu. Vielleicht hilft’s ja.

    Man merkt dir an, dass die Meinung anderer dich nicht interessiert.

    Das ist eine Unterstellung. Mich interessiert die Meinung anderer durchaus. Allerdings interessiert mich besonders, wie die Leute zu ihrer Meinung kommen. Welche Argumente sie haben, welche Gedankengänge sie leiten. Eine Meinung, die nur so konstatiert wird, ist doch häufig eher langweilig.

    Diskussionen zur Personen sind fast immer unangemessen. In aller Regel sind das nur Pöbeleien. Kann man beobachten, wenn man sich traut. Insofern interessieren mich Meinungen zur Person nicht. Ich interessiere mich weder für „deine Beiträge lese ich immer“ noch für „du bist doof“.

    Aber vielleicht hat doch noch jemand etwas in der Sache zu sagen, oder ist das zu schwer?

    Es gibt in der Medizin aber kategorische Unterscheiungen wie gesund/ungesund bzw. pathologisch oder normal/abnormal.

    Achja? Kann man das irgendwo nachlesen? Inwiefern sind derartige medizinische „Kategorien“ für Fragen gendergerechter Sprache relevant.

    Die Medizin bezieht sich dabei auf biologische Normen.

    Was ist eine biologische Norm? Der Begriff ist mir noch nicht begegnet. Und wofür sind die relevant?

    dass es biologisch "vorgesehen" ist

    Eben. In der Biologie ist gar nichts vorgesehen. Naturwissenschaften beschreiben. Sie verlangen nichts.

    das ändert aber nichts an der biologischen Norm.

    Was soll das sein? Und wofür ist das wichtig?

    Außerdem werden z.B. in dem Artikel von Spektrum wieder teilweise biologisches und kulturelles bzw. soziales Geschlecht durcheinandergeworfen.

    Eben. In meinem Ausweis steht z. B. nicht das biologische Geschlecht. Das kennt weder das Standesamt noch das Einwohnerinnenmeldeamt. Insofern hängt von diesem auch nicht ab, wie ich angeredet werde. Das biologische Geschlecht ist für die Frage, wie z. B. diverse Personen anzureden sind, und andere sprachliche Fragen überhaupt keine Rolle. Es wundert mich, dass es dennoch immer wieder in Gesprächen wie diesen aufploppt.

    Es gibt mittlerweile 72 anerkannten nicht-binäre Geschlechter-Identitäten

    Von wem werden die anerkannt?

    Es gibt mittlerweile 72 anerkannten nicht-binäre Geschlechter-Identitäten - das ist einfach nur noch grotesk.

    Was genau ist grotesk?

    ch hatte gehofft die Antwort wäre jetzt, dass es solche Diskussionen dort nicht gibt

    Ja, das wär's, wenn man einfach mal etwas machen könnte, ohne immer nach Haaren in der Suppe zu suchen und das als „Diskussion“ zu verkaufen.

    Aber die Realität können wir ja nicht völlig ignorieren. Wenn es Bedarf gibt, darüber zu sprechen, sprechen wir darüber.

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