Beiträge von O. Meier

    Mir schwebt OneNote vor, gerade das Teilen von Notizbüchern wäre diesbezüglich sehr vorteilhaft...

    OneNote kenne ich nicht. Keine Ahnung, was das kann. Klingt aber nach „Wir tauschen auf unseren Privatgeräten etwas aus, indem wir uns gegenseitig Dateien freigeben.“

    Nee, macht das nicht. Schulen hängen bei der „Digitalisierung“ im Schnitt zwanzig Jahre hinterher, lass' es bei euch dreißig sein. Trotzdem müsste eine Dateiaustauschmöglichkeit drin sein. Wewnn ihr das noch nciht habt, müsst ihr das kriegen. Im Prinzip reicht fürs Erste FTP oder WebDAV oder so. Irgendetwas, bei dem ihr eine Verzeichnisstruktur habt und bei dem man möglichst alles und jede hochladen kann. SVN hat auch 'nen Charme. Versionierung hat auch 'was.

    Macht das so offen wie möglich, keine „Auf meinem Puddle-Pad läuft kein OneNote.“-Diskussion.

    Letztendlich braucht man einen Furz von einem Server und etwas frei Software. Die Schuleiterin soll der Schulträgerin da mal auf die Füße steigen. Ihr braucht das, fertig.

    Es könnte durchaus sein, dass die Kollegin so blockiert ist, dass sie im Augenblick nicht in der Lage ist, etwas Schulisches nachträglich aufzuschreiben.

    Klingt sehr danach. Womöglich war sie schon länger krank, also schon vor der Krankschreibung, hat aber versucht sich „durchzubeißen“, wie es das Umfeld gerne von züchisch Kranken erwartet. Da ist dann schon etwas liegen geblieben.

    Womöglich hätte man diesem Mangel auch nicht durch zentrale Datenhaltung vorbeugen können. Der Ordner in der Schule wäre schlicht leer.

    Allenfalls hätte man die Dokumentation regelmäßig kontrollieren und anmahnen müssen. Dann wäre vielleicht auch die Erkrankung der Kollegin früher aufgefallen und man hätte da jemanden unterstützend einsetzen können.

    Allerdings muss auch eine solche Kontrollfunktion von jemanden ausgeübt werden, die dafür Zeit hat.

    Ich fände es generell ein Unding, wenn Zeugnisse nicht in der Schule gedruckt werden.

    Ich auch. Aber ich habe hier im Forum schon einiges gelesen. Es fand sogar jemand ganz normal, die Zeugnisse zu Hause auf dem „privaten“ Drucker anzufertigen. Nicht als Notfall oder wegen eigener Bequemlichkeit, sondern weil es in der Schule dafür keine Geräte gäbe und man ja verpflichtet sei, die Zeugnisse anzufertigen. AFAIR.

    Womit die Sinnhaftigkeit des Pools mehr oder weniger reduziert wird. Für meinen Geschmack zu viel. Man kann dann zwar Material austauschen, aber keine kompletten Reihen mehr hinterlegen, so dass man sich wieder an zwei Orten organisieren muss.

    Dann lasst ihr’s halt bleiben und habt keinen Pool. Ich sehe kein Problem zwischen Arbeitsblättern 15 und 17 einen Verweis auf „Ulli und Gina lernen Mathematik“ einzufügen.

    Der Charme eines solchen Pools ist doch, dass er mit wenig Aufwand auskommt. Da hätte ich dann auch keine Lust, noch viel zu diskutieren. Jede stellt ein, was sie hat, und fertig.

    Wenn man jetzt ein Dokument z. B. in Word einlädt, werden die Seitenränder entsprechend angepasst (damit auch alles gedruckt werden kann) und schon sind sämtliche Zeilen- und Seitenumbrüche hinfällig. Manchmal behandelt auch eine Word-Version das Kerning (Unterschneidung) anders als eine andere und auch dann wird wieder das Layout zerschossen.

    Klingt nicht danach, als sei das das optimale Format zum Austausch.

    Ansonsten verweise ich gerne auf Posting

    10:

    Austausch von Material scheitert nach meiner Erfahrung schon am Dateiformat.

    dass Dokumentationen regelmäßig an einem zentral abrufbaren Ort erfolgen.

    Warum lege ich nicht einfach einen Ordner an und stelle den in mein Dienstzimmer in Schule? Ach so, ich habe gar kein Dienstzimmer in der Schule.

    Wer Mitarbeiterinnen zur Arbeit zu Hause nötigt, darf sich nicht wundern, dass in der Schule dann die Unterlagen fehlen.

    Dadurch, daß jetzt andere Kolleg*innen die Aufgaben noch oben drauf gepackt bekommen, kommen eben diese ihrem eigenen Burnout näher.

    Und du hoffst darauf, dass ihr euch vor einem Burnout schützen könnt, indem ihr euch gegenseitig vor den Koffer scheißt? Viel Glück!

    In einem stressigen Job nicht krank zu werden, ist schwierig. Erste Maßnahme: Kümmert euch um euch selbst, zweite Maßnahme: kümmert euch um einander.

    Wer zur Ärztin geht und sich dann an deren Anweisungen hält (z. B. kein Kontakt zur Schule) hat sich damit um sich gekümmert. Womöglich zu spät, sonst wäre man vielleicht gar nicht krank geworden.

    Die (noch) Gesunden müssen sich halt auch kümmern und aufpassen, dass sie nämlich nicht mit Arbeit zugeschüttet werden.

    Die Frage ist dann halt nur, WER die Arbeit machen soll. Es läuft doch in jedem Fall auf Mehrarbeit für irgendjemanden hinaus, weil sicher nicht die "eigentliche" Arbeit einer Lehrkraft wegfallen kann, weil sie die Zeugnisse für die Klasse der erkrankten Kollegin schreibt. Es ist in dem Fall schlicht mehr Arbeit als Arbeitskräfte da...

    Das ist dann das Problem der Schulleitung, nicht aber der Kranken oder potentieller Vertreter. Tatsächlich gibt es immer wieder Stellen, an denen man Arbeit sparen kann, die man aber nicht sehen möchte. Wenn die Zeugnisse z. B. höchste Priorität genießen, sind andere Sachen weniger wichtig. Eine Abschlussfeier für die Viertklässlerinnen ist zwar schön, aber nicht notwendig. Den Aufwand er Planung und Vorbereitung kann man sich sparen. Man kann eine Klasse mal früher nach Hause schicken, später kommen lassen. Das fällt mir spontan ein. Da habe ich nicht drüber nachgedacht. Von einer Schulleiterin erwarte ich, dass sie sinnvoll Ideen, wo Arbeit gespart werden kann, das gehört zu ihren Aufgaben.

    Natürlich wird mir jetzt jemand erklären, warum mein Sparvorschläge überhaupt nicht gehen usw. Geschenkt. Es sind nur Anregungen zu suchen. Wie gesagt, die Schulleiterin, gegebenenfalls die Schulaufsicht, soll sich da etwas einfallen lassen.

    Wenn man nicht das volle Personal zur Verfügung hat, kann man nicht das volle Programm anbieten.

    Ich finde das schon echt schwierig!

    Ich nicht. Im Sachen liegen lassen bin ich mittlerweile echt gut.

    Und in dem hier präsentierten Fall denke ich von der beschriebenen Kollegin genau das Gleiche. So lange sie die Kraft hat Kontaktversuche abzublocken kann sie nicht wirklich schwer erkrankt sein und das ihre Krankheit schulbedingt ist, vermutet auch nur sie selber. Ärztlich bestätigt ist da rein gar nichts.

    Vom Fall hier weißt du überhaupt nichts, um das beurteilen zu können. Du kennst diese Person überhaupt nicht, kennst die Diagnose nicht, weißt nicht, was ihr die Ärztin geraten hat. Du hast nicht die geringste Ahnung, wie es ihr geht, welche Einschränkungen ihr ihre Krankheit konkret aufbürdet.

    Trotzdem erlaubst du dir ein Urteil, wozu sie in der Lage sei. Offensichtlich verhältst du dich regelmäßiger gegenüber kranken Menschen so, nimmst deren Krankheiten nicht ernst und lästerst über sie ab.

    Es bleibt dir zu wünschen, dass du selbst nicht auch mal schwer erkrankst und dir die Erfahrung erspart bleibt, wie es ist, auch noch getreten und bespuckt zu werden, wenn man am Boden liegt.

    Arbeitsblätter sind ja nicht nur immer selbst erstellter Text, sondern können Texte, Bilder, Diagramme etc. anderer Urhebender enthalten.

    Solche Arbeitsblätter kommen dann halt nicht in den Pool.

    Und manchmal bietet es sich auch an, ein bestimmtes Arbeitsblatt direkt zu übernehmen. Dann erleichtert es die Arbeit, wenn sich dieses Blatt auch im gemeinsamen Pool einsortiert findet.

    Die Arbeitserleichterung finde ich jetzt nicht so groß.

    plattyplus Dein Versuch, die Arbeitsbelastung der einen mit der gesundheitlichen Belastung zu verrechnen, wird beiden nicht gerecht.

    Ich jedenfalls kann meine Arbeit nicht deshalb besser erledigen, wenn ich weiß, dass eine Kollegin sind nicht angemessen von ihrer Krankheit erholen kann.

    Das Zuschütten mit Arbeit ist das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen, wenig nachhaltiger Personalplanung und der Unfähigkeit von Schulleitungen, die weder Maß halten können, noch beurteilen können, was wichtig ist.

    Da muss man sich wehren, „ Nein“ sagen, Personalrat etc. einschalten, Überlastungsanzeigen schreiben und remonstrieren. Jede muss sich auch ein wenig um sich selbst kümmern, ohne den anderen vor den Koffer zu scheißen.

    Man darf sagen „Das schaffe ich nicht.”, aber nicht „Soll das doch die kranke Kollegin machen.“

Werbung