Beiträge von O. Meier

    Leider ist das nicht überall so. Zwar darf man in RLP nach dem neuen Rahmenvertrag so viel digitalisieren wie kopieren, aus einem Schulbuch immerhin 15% oder 20 Seiten pro Klasse und Jahr, aber man darf 0% davon über eine Plattform teilen, weder passwortgeschützt mit einzelnen Klassen wie anderswo noch mit Kollegen, auch nicht, wenn alle das Buch gekauft oder eine Lizenz haben.

    Was ist los? Bei gemeinsamem Material, so dachte ich, geht es dich um selbst erstelltes. Warum sollte man Kopien in einen Pool laden?

    Zur Kirchensteuer: Selbst wenn man durch die Nichtmitgliedschaft kein Geld sparte, weil der Staat sich dieses über richtige Steuern holte, ist es mir doch lieber, der Staat bekommt das Geld. Da gibt es wenigstens eine kleine Chance, dass das Geld sinnvoll verwendet wird. Die Idee eine Machtstruktur, die sich auf eine absurde Ideologie beruft, finanziell unterstützten hingegen behagt mir weniger.

    Auch ich möchte an meinem Grab einen Trauerredner haben, der seine Rede persönlich gestaltet. Dafür gebe ich dann auch gerne Geld aus.

    Es gibt wohl nichts, was mich so wenig interessiert, wie die Trauerfeier für mich selbst. Ich werde dann tot sein. Ich werde nichts, aber überhaupt nichts, davon mitbekommen.

    Ich kümmere mich dich lieber darum, dass zu Lebzeiten alles klar läuft. Die Trauer- (oder Freuden)-feier ist für die Hinterbliebenen. Die sollen sie so gestalten, wie’s ihnen am meisten hilft.

    Viele dieser Werte sind im Übrigen auch in anderen Religionen zu finden und daher nicht spezifisch christlich

    Und umgekehrt ist es auch inkonsistent. Es gibt Hunderte von Religionsgemeinschaften, die sich „christlich“ nennen. Die sind genau deshalb entstanden, weil man sich in bestimmten Punkten eben nicht einig war.

    Es berufen sich immer wieder Menschen auf „christliche Werte“. Die Nachfrage, was darunter zu verstehen sei, wird nur selten beantwortet. Dann häufig ausweichend oder völlig unspezifisch.

    Die „christlichen Werte“ sind genau so eine Worthülse, wie alles andere, was die Religionen zu bieten haben.

    Wenn man es nicht benennen kann, wie will man dann das Leben danach ausrichten?

    Wozu auch, wenn man gut damit klarkommt?

    Ich habe häufig nicht den Eindruck, dass die Kolleginnen gut klarkämen. Aber auch sonst könnte einem die Auswahl aus maximal einer Option etwas knapp vorkommen.

    Auch ich suche nicht ständig und immer nach Alternativen. Wie ich bereits schrieb, habe ich mein System und werde wohl nicht mehr wechseln. Insofern verpasse ich womöglich interessante Entwicklungen am Markt.

    Trotzdem halte ich es für ratsam, sich zumindest einmalig darüber Gedanken zu machen, mit welchem Programm man wohl dauerhaft „alles“ erledigen wird.

    Ich bin mit LaTeX eher sehr langsam, daher habe ich da bisher weniger Material mit erstellt.

    „Ich habe mit LaTeX bisher wenig Material erstellt, daher bin ich da eher sehr langsam.“

    Irgendwie einarbeiten muss man sich in alles.

    Wieviel Dienstzeit hast du noch vor dir? Eventuell kannst du abschätzen, ob sich die Investition in die anfangs nicht ganz flache Lernkurve lohnt.

    Wir haben schon vor Jahren - lange bevor wir Dienstgeräte erhalten haben - ein Microsoft Office-Paket von der Schule erhalten (auf den Dienstgeräten wurde es vorinstalliert). Außerdem haben alle Lehrkräfte und SuS unserer Schule über die Schulhomepage mit Passwort Zugriff auf "Microsoft 365".

    Unsere Schulträgerin hat auch einen Sammelvertrag mit MS. Der macht mir aber die Programme auch nicht attraktiver. Für die, die es ohnehin nutzen, hat das den Vorteil, es nicht privat zahlen zu müssen.

    der/die nicht mit "Windows" und "Word" & Co. arbeitet.

    So sieht’s aus. Die allermeisten „arbeiten“ mit dem MS-Office. Häufig, ohne sich Gedanken über Alternativen zu machen.

    Ich habe zwar auch eine Ordnung in meinem Archiv, bin aber noch immer nicht 100% zufrieden.

    Ist man auch nicht. Sortiert man nach Bildungsgängen, hat man Dopplungen; sortiert man nach Themen, passt nicht alles zusammen, weil Arbeitsblätter mit unterschiedlichem Niveau durcheinander gehen. Insofern ist meine Struktur sicher auch nicht besser als deine. Beim Benennen der Dateien nach Inhalt bin ich auch nicht konsequent.

    Formate

    Ich schreibe fast alles in LaTeX. Das ist allein schon wegen der Formeln angenehm. Im Laufe der Zeit, haben sich einige Makros und mittlerweile auch ein oder zwei Shell-Skripte angesammelt, die einiges leichter machen.

    Für Datenverarbeitungskurse habe ich mal versucht, die Arbeitsblätter in OpenOffice zu erstellen, weil ich es sinnvoll fand, das Textverarbeitungssystem zu verwenden, das auch unterrichtet wird. Ich hab’s s aber aufgegeben und mache auch das wieder in LaTeX. Etwas paradox, geht aber schneller.

    wenn Personen, die sich besonders exponieren, ihren eigenen Ansprüchen dann so gar nicht gerecht werden.

    Naja, es sind willkürliche Regeln, die sich jemand ohne sachlich Begründung ausgedacht hat. Warum soll man sie nicht eben so willkürlich verändern oder widerrufen?

    Ethisches Handeln kann man aus so etwas jedenfalls nicht ableiten. Insofern kann es einer dich egal sein, wer das welchen Ansprüchen gerecht wird.

    Mein Problem damit wäre, dass mir der Job ja eigentlich Spaß macht und ich gerne unterrichtet.

    Man muss dafür sorgen, dass so etwas nicht zum Problem wird. In einem meiner Fächer werde ich nur noch mit zwei Stunden eingesetzt. Dafür unterrichten dort Kolleginnen fachfremd (mehr fremd als fach, wie mir manchmal scheint).

    Ärgerlich? Ja. Problem? Nein. Wenn einer der Job Spaß macht, ist es vielleicht nicht nur das einzelne Fach, das Spaß macht. Und ein wenig kann man für den eigenen Spaß auch sorgen.

    Dateiformat: wenn viele Kollegen sich austauschen wollen, muss man sich natürlich auf eins einigen. Wenn da einzelne Kollegen auf Wenig verbreitete Formate bestehen, wird es natürlich schwierig.

    Die Einigung besteht bei vielen Kolleginnen darin, dass sie genau ein Programm kennen und das für alles nehmen. Da ist zumindest die Geschwindigkeit des Entscheidungsprozesses beeindruckend.

    die ja scheinbar auch nur an einem Tag auftraten;

    Nein. Es war irgendetwas irgendwie konfiguriert, dass es auch an den anderen Tagen nicht gelaufen wäre. Mehr Detail sind mir nicht mehr präsent. Ich habe das aber im Wesentlichen wegen der Anekdote erwähnt, dass man den Wizard doch auch schön von zu Hause verwenden könne. Diese Akzeptanz, dass die Schulcomputer ohnehin nicht nutzbar sind, hat mich schon beeindruckt.

    Wenn es nicht läuft kann man es nicht benutzen", finde ich - gelinde gesagt - lächerlich),

    Ja, ist es auch. Total vernünftig hingegen ist es, Dinge die nicht laufen, einfach doch zu verwenden. Viel Erfolg.

    Das klingt mir halt nicht so als seist du wirklich an einem Materialaustausch mit deinen KuK interessiert. Mag ich aber auch missinterpretieren.

    Ja. Ein grundsätzliches Desinteresse möchte nicht aus den technischen Hürden ableiten. Aber wenn das Überwinden dieser mehr Arbeit macht, als spart, ist der Nutzen nicht so groß. Die normative Kraft des Faktischen lässt mich also eigenes Material verwenden.

    Ich versuche mein Material auf Wiederverwendbarkeit und Anpassbarkeit zu optimieren. Das zahlt sich mittlerweile aus. Ich habe ein gut gepflegtes Archiv, dem ich durch bloßes Kopieren ein Arbeitsblatt entnehmen kann und schon ist es für den nächsten Jahrgang verfügbar. Es lohnt sich, nach meiner Erfahrung, Material von außen in dieses Archiv zu integrieren, anstatt ein anderes, weniger optimiertes System (parallel) zu betreiben.

    Es lohnt sich mit Kolleginnen, über Inhalte zu sprechen. Gespräche über die technische Umsetzung sind meist nutzlos.

    Dann kann bei euch nur ein nicht funktionierendes Internet der Grund gewesen sein.

    Ja, genau. Ich glaube, an dem Tag wurde das Internet zu Wartungszwecken abgeschaltet. Weder Proxy- noch Browsereinstellungen haben Auswirkungen auf Web-Anwendungen.

    Es ist mir — wie immer bei digitalen Unzulänglichkeiten — egal, warum etwas nicht läuft. Wenn es nicht läuft, kann man es nicht benutzen.

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