Beiträge von O. Meier

    Wieso ist es bei euch denn ein Problem jedem Kollegen eine Fernbedienung für die Beamer und eine Packung Whiteboardstifte in die Hand zu drücken.

    Was weiß ich, ehrlich gesagt, auch nicht. Ich bin es aber leid immer zu diskutieren und zu betteln. Dann benutze ich den Kram halt irgendwann nicht mehr. Vielleicht sind meine Tafelbilder auch gar nicht so gut, wie ich mir einbilde. Vielleicht solte ich mehr diktieren.

    Verbrauchsmaterial darf eigentlich keine Diskussion sein. Davon kauft man so viel, wie man braucht. Und gewisse Reibungsverluste bei „Kleinteilen“ kommen einfach vor. So what.

    Das Missverhältnis zwischen teuren Geräten und sparen an Kleinkram ist schon abenteuerlich. Hat aber Tradition.

    Als ich an der Schule angefangen habe, gab es gerade mal weiße Kreide. Die war auch nicht gut. Viele Kolleginnen kauften sich selbst welche. Ich habe dann mal erklärt, was man so braucht und auch Produkte vorgeschlagen. Da wurde dann ein kleiner Satz von angeschafft, auf den zunächst die Mathematik-Lehrerinnen Zugriff hatten. Die hatten ja angemerkt, dass sie so etwas brauchen. Wir arbeiten uns jetzt an den Stiften wieder in der gleichen Reihenfolge ab. Ja, das ist grenzenlos bescheuert. Ich verbringe Dienstzeit damit, mit dem Büro auszubaldowern, wie wir Stifte an der Haushaltsperre vorbei bestellen können.

    die grundsätzlich auch funktionieren, aber gerne von Kollegen verschleppt werden

    Hier könnte man auch schon weiter sein. Man darf auch gerne die Kosten von Verbrauchsmaterial einrechnen, den Verschleiß und natürlich auch, dass Sachen verschwinden, geklaut werden oder sonst etwas. Das sind alles Kosten für den Betrieb. Da kann man Erfahrungswerte haben, die kann man einkalkulieren.

    Wir hatten jahrelang das Problem, dass ein großer Deckel auf den Beamer-Fernbedienungen lag. Wenn wir die ausgeben, seien sie weg. Also haben die Kolleginnen die Beamer mit Besenstielen angeschaltet. Mechanische Fernbedienung.

    Die Beamer hingen immer schiefer.

    Mittlerweile wurden die Fernbedienung mit Drähten an den Lehrerinnenpulten befestigt. Leider so weit weg von den Beamern, dass man schlecht zielen kann und insbesondere nicht sieht, ob und wie der Beamer reagiert. Das Menü des Beamers zu verwendet erfordert dann schon mal, dass man hin und her läuft.

    Was man bei festen Beamern bräuchte, wäre ein festes Bedienpanel in der Wand. Am besten neben dem Lichtschalter. Aber wir diskutieren seit Jahren, wie wir das mit der Fernbedienung machen.

    Das ist mit den Leitungen und Adaptern nicht anders. Entweder man investiert in eine Lösung, bei der man die nicht braucht (AirPlay), oder man kalkuliert damit, dass man nachkaufen muss.

    Wir haben jetzt wieder die Diskussion um die Whiteboardstifte, die ja so teuer seien (im Vergleich zur Kreide). Ja, das hätte man wissen können, bevor man die Kreidetafeln abschraubt und wegschmeißt.

    Und ja, von den elektronischen Stiften für die interaktiven Beamer sind auch schon nicht mehr alle da. Die wurden tapfer in die Klassenräume gehängt. Wenn wir sie den Lehrerinnen mitgäben, bekämen die Füße, hieß es.

    Jetzt sind sie halt auf den Händen weggelaufen.

    Jeder hätte gerne was anderes, ist wohl das Hauptproblem in vielen Fällen. In der freien Wirtschaft, wird das einmal von oben entschieden und dann umgesetzt, aber in der Schule meckert Lehrer, wenn das gemacht wird.

    Die freie Wirtschaft gibt es schon mal gar nicht. Daran scheitern alle Vergleiche mit dieser. Das wird in dem einen Unternehmen so laufen, in dem anderen so. Es werden nicht alle Unternehmen alles richtig machen und auch nicht alles richtig entscheiden. Wenn man sich schon ein Beispiel nehmen will, dann doch an denen, wo es gut läuft.

    Ja, natürlich gibt es in großen Unternehmen zentrale Strukturen, in denen Entscheidungen getroffen werden und Vorgaben gemacht. Aber doch mit dem Ziel, dass die Mitarbeiterin mit dem Arbeitsgerät einen hohen Wirkungsgrad erzielen. "Basta, so machen's wir!" ist doch auch dort kein Selbstzweck.

    Es wird Dutzende und Tausende Mitarbeiterinnen geben, die ihre Arbeit mit einem dafür konfigurierten Standardrechner machen können. Aber schauen wir doch mal auf der Ebene, die dem gehoben und höheren Dienst entspricht. Das sind eben nicht alles Sacharbeiterinnen, die mal eben drei Zahlen in eine Tabellenkalkulation tippen. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass es heißt "Nicht vorgesehen, mach deine Arbeit ohne."

    Und zeigt mir das Wirtschaftsunternehmen, das solchen Leuten sagt "Wir haben jetzt neue Hardware, die Software darauf kann nur das und das. Das in Jahren erarbeitete Material kannste nicht mehr verwenden. Mach neues oder lass' bleiben."

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Einkaufentscheidungen in Wirtschaftsunternehmen lauten "500 Euro, mobil." ohne die geringste Idee, was mit den Geräten gemacht werden soll. Und die Mitarbeiterinnen dürfen dann sehen, ob sie damit etwas anfangen können. In welchem Unternehmen läuft das so?

    Wo wäre denn eigentlich das Problem, wenn es mehrerlei Notensoftware gäbe? Die Admine installiert alles zentral, die Kolleginnen probieren aus, was für sie gut ist und peng? Wo wäre da der Problem?

    Das frage ich mich ständig 8) . Deutsche Lehrkräfte, die nichts zu meckern haben, haben wohl ihren Beruf verfehlt...

    Ah, es liegt an den Leuten, denen man es eh nicht recht machen kann? Deshalb versucht das Land es schon gar nicht? Das ist deine These?

    Oder gibt es leider immer wieder berechtigte Kritik, weil die Digitalisierung völlig kopflos betrieben wird?

    sondern daran, dass ihr in den Klassenzimmern keine passende Ausstattung habt.

    In den Klassenzimmern stehen genug Geräte. Es ist eher so, dass es sich oft nicht lohnt, ein weiteres dort hin zu schleppen. Ich finde das auch sinnvoll so. Die iPads schließen eine Lücke, die wir vorher nicht hatten.

    Und ja. Die iPads sind Mobilgeräte und taugen als solche. Die Frage ist, ob es genau Mobilgeräte sind,die wir brauchen.

    Bei der Cloud geht es mir darum, dass ich an die komme. die ich auch privat nutze und wo eben alle Materialien drin sind. Wenn ich das alles erst woanders hin "umladen" muss und keine Synchronität zwischen meinen privaten Geräten und dem, was ich in der Schule abrufen kann, habe, empfinde ich es nicht mehr als sonderlich arbeitserleichternd.

    Auch ein spannender Punkt. Wir sind ja weiterhin auf private Hardware angewiesen. Da sollte es dann schon eine Möglichkeit geben, die Daten leicht und schnell auszutauschen.

    insofern war die Investition in den Adapter schon allein deswegen lohnenswert, weil man das Geld ruckzuck am Handcreme wieder reingeholt hat

    Trotzdem ist es eine Sauerei der vierten Stufe, iPads und elektrische Tafeln hinzustellen, aber dem nötigen Adapter nicht. Ich könnte niemals die Unverschämheit an den Tag legen, zu sagen „ey, kaufstu selbst.“ Was sind das für Menschen, ist denen nichts peinlich.

    Die Schreibfrage dürfte sehr individuell sein. Kreidestaub nervt, Kreideplürre vom Wischen noch mehr. Aber mit Kreide habe ich immer noch die beste Handschrift. Whiteboards gehen so. Und auf elektrischen Tafeln habe ich keine Chance. Ich versteh immer nicht, warum man nicht mehrerlei Medien stehen haben kann. Ein Smartboard implodiert doch nicht, wenn eine Tafel daneben hängt.

    Bitte nicht immer pauschalisieren! In deinen Augen "taugt" das Dienstgerät nichts, weil du es nicht auf die Art und Weise nutzen kannst, wie du es gerne möchtest.

    Es geht nicht darum, was ich möchte, sondern was ich brauchen kann. Vielleicht ist ja Unterrichtsvorbereitung nicht für alle ein Thema. Aber da bin ich dann schon recht digital. Allerdings bin ich mit meinem 13 Jahre alten Computer besser bedient als mit einem zeitgemäßen iPad.

    Im Unterricht selbst brauche ich kein weiteres Gerät. In den Klassenräumen steht alles.

    Ich bin ja nicht die einzige, die nach Anwendungen sucht. Sonst gäbe es ja den Thread gar nicht.

    Nach Meinung anderer ist "das Ding" schon sehr nützlich und hilfreich und insofern sind "wir" schon ein ganzes Stück weiter als vor Anschaffung der Leihgeräte.

    Dann wurde bei euch offensichtlich etwas angeschafft, das ihr brauchen könnt. Das ist doch schön.

    Es ging mir darum, dass unsere KuK, die ein Leih-Tablet gewählt haben, aus verschiedenen Displaygrößen auswählen konnten. Und augenscheinlich kommen damit alle gut zurecht. Wer nicht, konnte ja auch ein Laptop wählen

    Man kann nur aus dem wählen, das es gibt. Displays von Mobilgeräten sind nunmal in der Größe beschränkt. In NRW gab es dann auch noch weitere Schranke von 500 Euro. In dem Rahmen kann man etwas wählen. Mehr nicht. Was man wofür braucht, war mal wieder egal.

    Wir konnten übrigens nicht wählen. Wir bekamen alle ein iPad mit Klapperatur ohne Stift. Fertig. Dass ich damit nichts anfangen kann, war eigentlich klar, bevor ich es hatte. ich habe trotzdem gekuckt, was geht. Es endet halt alles am zu kleinen Display. Ja, da kannste 'nen Filmchen mit kucken. Klasse.

    Ich wollte sogar mal damit in der Klasse mit GeoGebra etwas zeigen. Nur leider wollte das Apple-TV nicht das iPad-Bild anzeigen, sondern machte Werbung für neue Features nach dem letzten Update. Ich habe danach mehrfach erlebt, dass die AirPlay-Verbindung sowohl bei Kolleginnen als auch bei Schülerinnen nicht klappte. Die zuständige Kollegin sagt, eigentlich ginge das. Ja, klasse, da ist mir mit geholfen. Wenn auf dem Klassenraumcomputer nicht gerade mal wieder die nötige Software gelöscht wurde, klappen Präsentationen damit deutlich zuverlässiger.

    braucht gar nicht mit einem Leingerät zu arbeiten, wenn er/sie nicht will.

    Eben, darauf läuft's dann hinaus. Alles soll digtal, weil digital ist ja wichtig. Aber seit Jahrzehnten haben wir keine Geräte dafür.

    Na ja, Hauptsache was zu meckern haben

    Mei, warum gibt's denn immer etwas zu meckern?

    Gibt's keine Leihgeräte, ist das Scheiße, gibt's welche, aber auch. Irgendwer ist halt immer unzufrieden.

    Leihgerät ist schon süß. Ich brauche 'was zum Arbeiten. Meine Dienstherrin stellt mir noch nicht mal einen Schreibtisch wo hin. Und schon gar keinen Computer. Das ist die Situation. Und an der hat sich mit „Verleihen“ der iPads nichts geändert.

    Eben. Das größte ist das iPad Pro mit 12,9". Noch zu klein. bei Laptops sieht's nicht deutlich besser aus. Wenn man „mobil“ bestellt, bekommt man halt einen Kompromiss.

    Es hat doch nicht enrsthaft jemand gedacht, mit einem derartigen Hüftschuss könne man Jahrzehnte Investitionsstau beheben?

    Insofern kann's einem auch wurscht sein, ob das Ding was taugt. Sind wir halt so weit wie vorher. Nur schade, weil man mit dem Geld etwas hätte machen können.

    Dann kann doch eurer SL mit deinen Fragen diesbezüglich, also sowohl zur Nutzungsvereinbarung als auch zu der Aufsicht im Lehrerzimmer, eine Rechtsberatung einholen.

    Fragen habe ich gar nicht.

    Damit kann er dann dem Schulträger gegenüber auftreten und gegebenenfalls Änderungen durchsetzen oder Probleme angehen.

    Kann man alles machen. Aber das Gerät nicht mitzuschleppen, ist doch erheblich einfacher.

    Man kann lauter Klimmzüge unternehmen, um das Gerät nutzen zu können. Mann kann aber auch einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass da das Falsche angeschafft wurde.

    Sie sind doch beaufsichtigt, wenn ein Kollege im Raum ist.

    Ist das so? Habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust, so etwas zu diskutieren. Die Schulträgerin hat alles Mögliche in die Nutzungsvereinbarung geschrieben, dass die Nutzung einschränkt. Die Schulleitung und der Lehrerinnerat wollte Änderungen, die allesamt abgelehnt wurden. So ist z.B. als Nutzung die „Unterrichtsvorbereitung zu Hause und der Einsatz im Unterricht“ vorgesehen. Im Lehrerinnenzimmer dürfen wir das also gar nicht verwenden, wenn man's genau nimmt. Zwinkerschmeilie.

    Den Text haben sich Verwaltungshilfsjuristinnen ausgedacht, damit auch ja alles abgesichert ist, damit ja nichts dran kommt an die Geräte. Wir dürfen sie auch nicht aus den Hüllen nehmen.

    Das ist nicht die Stimmung, in der ich mich traue, so ein Ding im Lehrerinnenzimmer stehen zu lassen.

    Latex sollte es aber auch auf dem Ipad geben

    Ja. Aber das Display ist dann immer noch nicht größer. Meine Tests mit 13- und 15-Zoll-Laptops, verheißen da nichts Gutes.

    Kann eurer Admin das nicht instellarien, dann kannst du das testen.

    Womöglich kann sie das. Ich muss aber sagen, dass ich nach meinen Erfahrungen keine Lust haben, danach zu fragen, ob wir 26 USD zum Testen einer Software ausgeben.

    "Über ein Kilogramm ist schwer". Da klagt aber jemand ziemlich schnell.

    Ein iPod touch wog etwas über 70 g. Das wäre etwas zum ständigen Mitführen.

    Warum sollten es denn überhaupt Mobilgeräte sein? Ich kenne jedenfalls niemanden, die ihr iPad ständig mitschleppt. Die stehen meist zu Hause, manchmal im Lehrerinnenzimmer und werden gelegentlich mal in die Klassenräume mitgenommen.

    Wenn du so wie du hier rüberkommst in der LK oder dem Schulträger gegenüber auftrittst, kann ich mir das Problem durchaus vorstellen.

    Ich habe so meine Erfahrungen andersherum gemacht. Ich musste mir den Mund fuselig labern und wieder glatt, damit wir in den Computerräumen OpenOffice installiert bekommen. Wir wollten den jungen Menschen auch etwas anderes als die Microsoft-Produkte zeigen. Aufgegeben Software vorzuschlagen habe ich, als mir eine Technikerin erklärte, dass ja BlueJ auf einem „Produktiv-System“ nicht verloren haben. Wenn wir in Java prorammieren wollte, sollen wir gefällichst Eclipse nehmen, das amchten die anderen Schulen, die sie betreue auch.

    Du solltest meiner Meinung nach grundsätzlich nur mit dem arbeiten, was dir zur Verfügung gestellt wird. Wenn dir die Software nicht passt, dann nutze sie nicht, sondern mache deinen Unterricht ohne diese, aber eben nur mit dem was man dir gibt.

    Ja. Das läuft dann aber darauf hinaus, dass viele Geräte im Regal verstauben.

    Dem Schulträger vorschreiben zu wollen, welche Software es auf jden Fall sein muss, ist oft kontraproduktiv.

    Vorschreiben wirll hier keine keiner etwas.

    und irgendwann wird dein Schulträger das auch merken und Dinge ändern.

    Das glaube ich nicht. Wie soll sie das denn merken?

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