Ja, natürlich gibt es in der Schule ein Machtgefälle. Da stehen Lehrerinnen deutlich höher als Schülerinnen. Dass die Schülerinnen sich dagegen zur Wehr setzen, fände ich respektabel, wenn es einen Anlass oder eine Situation gäbe, die das rechtfertigt oder bedingt. Wenn die Machtausübung ungerecht wäre oder zumindest als ungerecht empfunden würde. Dann, ja dann.
Dann aber hätte man das im angebotenen Gespräch benennen müssen. „Wir haben heute ihren Unterricht boykottiert, weil wir den Eindruck haben, dass Sie unsere Leistungen nicht genügend honorieren.“ wäre mal etwas.
Aber es scheint mir eher so wie Autofahrerinnen, die absichtlich zu schnell fahren, weil jetzt auch noch vorder Grundschule ein Tempolimit eingerichtet wurde. Vor der Kita war ja schon voll übertrieben. Respektabel?
Aber natürlich darf man auch mit ungeigneten Anlässen den Aufstand proben. Durch die Arbeitsverweigerung haben sie sich ja ins Knie geschossen.
Die Aufgaben zunächst benoten wie angekündigt. Wenn es nächste Woche wieder läuft, kannst du die Noten immer noch vergessen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man die Rädelsführerinnen noch gesondert behandeln muss. Haben die womöglich Druck auf andere ausgeübt, um diese zur Arbeitsverweigerung anzuhalten? Dann wäre ich bei der Schulleiterin und spräche über Ordnungsmaßnahmen.
Ansonsten habe ich den Eindruck, dass das ein Sturm im Wasserglas war und du zur Tagesordnung übergehen kannst.