Ja, die Stiko hat sich nicht berühmt gemacht. Aber es wird auch etwas von ihr verlangt, für dass sie bisher nicht zuständig war. Das RKI ist deutlich agiler, hat aber auch einen andere Struktur, die scheinen mir deutlich hauptamtlicher unterwegs zu sein.
Man kann sich die Frage stellen, ob man in Zeiten, in denen schnelle Entscheidungen gebraucht werden, überhaupt die Empfehlungen der Stiko benötigt.
Mir reicht eine Zulassung eines Impfstoffes. Wenn es dafür genug Daten gibt, kann man entscheiden.
Andersherum hat die neue Gesundheitsministerin jetzt angekündigt, die Stiko besser ausstatten zu wollen, damit diese besser arbeiten kann. Ja, gut beobachtet. Wenn deren Entscheidungen wichtig sind, muss man ihnen auch die nötigen Ressourcen geben.
Dass das mit der Churchill in der Stiko und einer Flut als Pandemie anders gelaufen wäre, geschenkt. Verbal dick aufzutragen, sagt uns noch nicht, wie es laufen könnte. Und was die damalige Hamburger Innensenatorin anbetrifft. Die hat nicht auf Grundgesetz gepfiffen, sondern sie hat hat das getan, was man in einer übergesetzlichen Notlage tut: sie hat außerhalb des kodifizierten Rechts gearbeitet, weil diese Notlage nicht innerhalb dessen vorgesehen war.
Ihre später immer wieder zur Schau gestellte Selbstgefälligkeit und Kritikunfähigkeit brächte uns auch nicht weiter.