Maija
In einigen Räumen sollen wir „interaktive Beamer“ bekommen. Die hängen dann wohl nicht unter der Decke sondern vor der Projektionsfläche. Da kommen denn wohl auch die AplleTVs irgendwo hin. Ist aber auch wurscht. Stecker `raus, Stecker `rein ist keine adäquate Arbeitsweise. Die sollen was mit Schalter kaufen.
Unsere Schulträgerin hat direkt klar gemacht, dass sie nur die 500 Euro von Land durchreicht. Mehr gibt‘s nicht. Peng. Wie will man so eigentlich `ne einheitliche Bildungslandschaft hinbekommen, wenn jede vor Ort macht, wozu sie gerade Lust hat? Wo sind die landesweiten Konzepte.
Auch ´nen leichteres iPad ist kein Gerät, mit dem ich meinen Unterricht vorbereiten kann. Es wäre mal ein neuer Desktop fällig. Ich hätte auch den hier genommen:
https://www.raspberrypi.com/products/raspberry-pi-400/
Den könnte ich dann via HDMI an den Beamer anschließen.
Wir hätten auch über 500 Euro Zuschuss für einen gemischt genutzten (privat und dienstlich) Rechner reden können. Aber `ne, irgendeine Turbo-Expertin, meinte, es müsse ein Mobilgerät sein, weil … ja, warum überhaupt?
Eigentlich wollte ich das auch gar nicht noch mal prinzipiell diskutieren. Ich glaube nicht, dass die grundsätzlichen Mängel noch behoben werden. Digitalisierung an den Schulen wird ein Buzzword für Sonntagsreden bleiben. Und vor Ort der Krampf, der sie schon seit 20 Jahren ist.
Eigentlich wolle ich ja Anekdoten sammeln:
Einige Schülerinnen schreiben mittlerweile digital. D. h. iPad statt Heft. Ich habe nicht den Eindruck, dass das besser geht. Ich sehe die die ganze Zeit wischen und schieben. Zwei Wörter schreiben — swipe, swipe, weiterschreiben — swipe, swipe. Egal. Die Pointe ist, dass eine Schülerin nicht mitschrieb, als ich einen Merksatz diktierte. Auf Nachfrage erklärte sie, der Stift müsse laden. Herzlichen Glückwunsch.