Neues von der Digitalisierung

  • Hhhm, ich brauche pro Tag maximal 2 Bücher, die sind Softcover. Da ist das Ipad jetzt auch nicht so viel leichter. Und ich müsste die Bücher dann erst mal kaufen und die Lizenzen gehen ja immer nur für 1 Jahr.

    Meine Bücher haben 1, 3, 10 oder unbegrenzte Nutzung. Manche habe ich gekauft, weil sie Teil des Lehrerhandbuchs waren, manche haben wir als Lehrerhandbuch über die Fachschaft für alle gekauft.


    Vorteil ist, bei spontanen Vertretungen hab ich alles dabei, kann in der Schule vorbereiten und die Unterrichtsplanung ist in OneNote und so immer dabei.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Per Nutzungsvertrag verboten

    Nee, logisch. Jahrzehntelang war die dienstliche Nutzung privater Geräte kein Problem. Wenn man aber mit dem dienstlichen Spielzeug privat spielen will, droht der Untergang des Abendlandes.

  • Ist übrigens noch immer erwünscht, also die private Nutzung.

    In einem derletzten Schreiben hinsichtlich Emailadressen würde darauf verwiesen, dass ja in der heutigen Zeit auch jeder Privatgeräte zum Abruf Dienstliche Emailadressen habe.. Im dem 2seutigen Brief wurde 4 oder 5x auf private Geräte verwiesen...

    Da packt man sich an dem Kopf...

    • Offizieller Beitrag

    Bolzbold:


    Ach. Geräte kosten Geld? Überhaupt, Digitalisierung kostet? Das sollte man sich überlegen, bevor man den Hafen aufreißt. Ansonsten soll man die Klappe halten, wenn einem die Bildung nicht so viel Wert ist.


    Sorry, aber das ist der größte Scheiß, den ich seit langem in Bezug auch digitale Ausstattung der Schulen gehört habe. Genau diese Haltung führt dazu, dass wir nie eine adäquate Ausstattung bekommen werden.

    O.Meier, es ist ja nicht mein Scheiß sondern der Scheiß, den die Verantwortlichen produzieren. Ich schrieb es ja schon häufiger: An dieser Stelle (und an anderen vergleichbaren Stellen) sind Föderalismus und die kommunale Selbstverwaltung ein Hemmschuh sondergleichen.


    Ich persönlich empfinde den Umstand, dass man als Dienstherr Jahrzehnte von der (finanziellen wie organisatorischen) Eigeninitiative der Lehrkräfte erheblich profitiert hat und ihnen nun die Weiterverwendung ihrer Geräte im bisherigen dienstlichen Kontext faktisch untersagt, als den größeren Schlag ins Gesicht. Die Spielzeuge kann ich ja, wie Du selbst beschrieben hast, schön ins Regal legen und regelmäßig abstauben. Mein privates Arbeitsgerät aber nicht mehr im vollen Umfang nutzen zu dürfen, ist der eigentliche Klopper.

    Hier wird primär aus fiskalischen und sekundär durch strukturell bedingtes (und vorhersehbares) Versagen die Digitalisierung in der Schule offenen Auges gegen die Wand gefahren.

    Und hier zeigt sich wie so oft, dass schulfachliche oder -praktische Notwendigkeiten vor der Politik kapitulieren müssen...

    • Offizieller Beitrag

    Ist übrigens noch immer erwünscht, also die private Nutzung.

    In einem derletzten Schreiben hinsichtlich Emailadressen würde darauf verwiesen, dass ja in der heutigen Zeit auch jeder Privatgeräte zum Abruf Dienstliche Emailadressen habe.. Im dem 2seutigen Brief wurde 4 oder 5x auf private Geräte verwiesen...

    Da packt man sich an dem Kopf...

    In dem Moment, wo Du wie in NRW bei Zurverfügungstellung eines Dienstgerätes nicht mehr personenbezogene Daten der Schüler auf Deinem eigenen Gerät verarbeiten darfst, ist das Ganze ein gewaltiger Schuss in den Ofen. Als ob ich künftig zwei Geräte mit mir herumschleppe...

  • Bei mir gelten die Lizenzen dauerhaft (Kollegiumslizenz kostete pro Buch pro Kollege ca. 10 - 15 Euro (Schüler - und Lösungsbuch zusammen). Erst hatten wir auf die Schule gehofft, aber dann als Fachschaft doch selber gezahlt (bei mir sind es 4 - 6 Klassen, also 8 - 12 Bücher pro Tag, Vertretungsstunden kein Problem, ich habe das Buch inkl. Lösungen). Statt schwerer Lehrertasche reicht eine kleine Handtasche. Mein Rücken ist froh, ich laufe in die Schule, benötige kein Auto mehr.

    Über E-Books wird bei uns an der Schule auch gerade diskutiert. Da ich oftmals mehrere Bücher für einen Unterrichtstag mitschleppen muss, wäre ich sehr dafür, welche anzuschaffen (inkl der Zusatzmaterialien wie Lehrerhandbuch etc. natürlich).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ist übrigens noch immer erwünscht, also die private Nutzung.

    In einem derletzten Schreiben hinsichtlich Emailadressen würde darauf verwiesen, dass ja in der heutigen Zeit auch jeder Privatgeräte zum Abruf Dienstliche Emailadressen habe.. Im dem 2seutigen Brief wurde 4 oder 5x auf private Geräte verwiesen...

    Da packt man sich an dem Kopf...

    In dem Falle besitze ich keine privaten Geräte. Falls diese zu nutzen sind, dann verkaufe ich gerne meine Geräte an das Land. Auch einen Wartungsvertrag kann ich gerne anbieten. Leasing geht natürlich auch.

  • O.Meier, es ist ja nicht mein Scheiß sondern der Scheiß, den die Verantwortlichen produzieren.

    Ja, das ist der ständige Widerspruch. Bildung ist ja ach so wichtig. Und wenn‘s ans Bezahlen geht, ist alles andere wichtiger.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Hier wird primär aus fiskalischen und sekundär durch strukturell bedingtes (und vorhersehbares) Versagen die Digitalisierung in der Schule offenen Auges gegen die Wand gefahren.

    Wiederholt und nachhaltig.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • E-Books: Es wurde überlegt, eine iPad-Klasse auf elektrische Bücher umzustellen. Für die Bücher, die wir in Papier haben, konnte man für 1 €/(Jahr*Schülerin) das elektrische dazukriegen. Da hat die Schulträgerin nicht lange gefackelt.


    Beim Buch aus dem Eigenanteil wollten wir zunächst auch die jungen Menschen dazu verpflichten, die Strom-Version zu kaufen. Etwa die Hälfte der Schülerinnen wollte aber lieber ein Papierbuch.


    Ich finde das Lesen am Tablet auch nicht attraktiv. Wenn man dieses auch noch zum Schreiben verwenden möchte, wird es eng am Display.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Ich finde das Lesen am Tablet auch nicht attraktiv. Wenn man dieses auch noch zum Schreiben verwenden möchte, wird es eng am Display.

    Das ist aus meiner Sicht tatsächlich der ganz große Nachteil der bei uns ebenfalls vorhandenen Dienst-iPads. Man kann sinnvoll immer nur entweder ein Dokument offen haben, oder ein Bild zeigen oder sonstwas.


    Mit meiner Dokumentenkamera dagegen lege ich bspw. ein Arbeitsblatt auf, das Tabellenbuch nebendran, kann es völlig problemlos zurechtschieben, und man sieht immer noch gut. Noch besser klappt das, wenn ich bspw. Bauteile auflege und den zugehörigen Schaltplan. Das geht mit dem iPad nach meinem Kenntnisstand gar nicht, da müsste ich entweder das Bauteil fotografieren (kann es dann aber nicht drehen oder ähnliches), oder das iPad wacklig mit einer Hand im Kameramodus balancieren.


    Für mich macht das iPads im Präsenzunterricht völlig uninteressant. Ich werde nie verstehen, wie unser Kollegium sich dafür entscheiden konnte anstatt für - zugegebenermaßen sehr schwache und schlecht ausgestattete - Laptops, die man dann wenigstens für die Unterrichtsvorbereitung hätte nutzen können. DIE geht auf dem iPad nämlich zumindest bei mir gar nicht.

  • DIE geht auf dem iPad nämlich zumindest bei mir gar nicht.

    Bei mir nur der Part der Grobplanung in OneNote. Da ich meine Arbeitsblätter etc. mit Latex setze, hat das Ipad verloren.

  • Bei mir nur der Part der Grobplanung in OneNote. Da ich meine Arbeitsblätter etc. mit Latex setze, hat das Ipad verloren.

    Klar, grob planen, Stichwortlisten schreiben usw. ist kein Problem. Aber eine echte Stunde mit Arbeitsblättern komplett durchplanen, am besten noch mit einem normgerechten Schaltplan, und das ganze mit einem guten Layout? Keine Chance.

  • Für mich macht das iPads im Präsenzunterricht völlig uninteressant. Ich werde nie verstehen, wie unser Kollegium sich dafür entscheiden konnte anstatt für - zugegebenermaßen sehr schwache und schlecht ausgestattete - Laptops, die man dann wenigstens für die Unterrichtsvorbereitung hätte nutzen können. DIE geht auf dem iPad nämlich zumindest bei mir gar nicht.

    Mal wieder haben wir es besser getroffen: Wir konnten uns nämlich zwischen einem Notebook und einem Tablet als Lehrerendgerät entscheiden. Ich habe das Notebook genommen, weil ich einfach mit einem solch kleinen Tablet-Display nicht wirklich gut klarkomme (wobei es mir als "Papierbuch-Ersatz" ausreichen würde).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Mal wieder haben wir es besser getroffen: Wir konnten uns nämlich zwischen einem Notebook und einem Tablet als Lehrerendgerät entscheiden. Ich habe das Notebook genommen, weil ich einfach mit einem solch kleinen Tablet-Display nicht wirklich gut klarkomme (wobei es mir als "Papierbuch-Ersatz" ausreichen würde).

    Konnten wir auch. Aber nur als Gesamtkollegium. und aus mit völlig unerfindlichen Gründen hat unser normalerweise sehr pragmatischer Chef auf das iPad hingewirkt und damit wohl die ganzen nicht-TechniklehrerInnen und auch einige von uns überzeugt.


    Immerhin müssen wir das neue nicht nehmen, und sobald die Pandemie irgendwann mal vorbei ist, werde ich das aktuelle auch zurückgeben. Außer als Videogerät im Online-Unterricht habe ich schlicht keine Verwendung dafür.


    Nachtrag: Sollte sich das Gerücht bewahrheiten, dass die Stadt dann unter dem Deckmantel "es gibt ja jetzt Dienstgeräte" die Dokucams und stationären Rechner im Saal und den Vorbereitungszimmern abschafft, werde ich übrigens mangels brauchbarer Alternativen guten, alten Tafelunterricht machen.

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