Die AfD bedient sich einer Taktik, die sich einem argumentativen Stellen oder einer entsprechend faktenbasierten Diskussion entzieht. Das will deren WählerInnenschaft auch gar nicht. Und so gewinnt man auch seitens der CDU, der SPD und der anderen Parteien keine Stimmen zurück.
Es geht hier um subjektive Empfindungen, um Angst und um das Gefühl, der Ausländer von nebenan bekommt mehr als man selbst. Auf dieser Klaviatur spielt die AfD hervorragend - früher übrigens auch die CDU mit ihrer "roten Socken"-Kampagne.
Der 40-Jahre-malocht-nur-700-Euro-Rente Mythos zieht ungemein gut. Ebenso das Gefühl, dass man sich im Zweifelsfall auf sein Deutsch- bzw. Weiß-Sein zurückziehen kann, weil einem das die MigrantInnen wenigstens nicht nehmen können und man ihnen das vermeintlich voraus hat.
Die letzte und die aktuelle Bundesregierung haben sich in Koalitionskleinkriege verzettelt, dass man als halbwegs politisch Interessierte(r) dieses Theater nicht mehr ernst nehmen kann.
Die AfD wird für viele WählerInnen zu dem, wofür ihr Name steht. Und das haben in der Tat die von ihr selbst als "Altparteien" oder "Kartellparteien" diffamierten Parteien selbst verbockt.