Beiträge von Bolzbold

    Nur am Rande:

    Ab einer fünfköpfigen Familie und/oder wahlweise mit Pubertieren kommt man mit den Mengen, die sich mit dem TM herstellen lassen, nicht mehr aus. Da braucht es dann noch einen "Friend", der die Anschaffungskosten dann inklusive Rezept-Abo in Richtung 2k schraubt.

    Wir haben die Diskussion hier auch ab und an geführt und bislang noch kein solches Gerät angeschafft. Mir wäre das zu viel Geld - aber gut, ich fahre auch kein teures Auto und habe kein IPhone oder weitere Apfel-Geräte.

    Ich habe nicht den ganzen Thread gelesen, möchte aber mein Erstaunen ausdrücken, dass jemand darüber nachdenkt, dass man in der Pause

    als erwachsener Mensch seinen Arbeitsplatz verlassen darf.

    Der Gedanke ist für mich sehr skurril.

    Vielleicht ist Luzifara hier missverstanden worden. Meine erste Lesart war, dass sie der Meinung ist, man müsse während der Pause am Arbeitsplatz bleiben und es wäre skurril, dass man darüber nachdenkt, dies dennoch zu tun.
    Meine zweite Lesart war, dass sie es merkwürdig findet, dass man sich über diese Frage - deren Antwort sie als selbstverständlich erachtet - überhaupt solche Gedanken macht. Das kann man durchaus als skurril empfinden. Dann wäre allerdings beim zweiten mit "dass" eingeleiteten Nebensatz ein "ob" sicherlich präziser gewesen.

    Beförderungen gibt es offiziell nur für die Übernahme von Zusatztätigkeiten. Es ist nach wie vor ein grobes Missverständnis, dass es die A14-Beförderung als Belohnung für bisherige Leistungen gäbe. Dem ist nicht so. Das gleiche gilt natürlich auch für Beförderungen nach A15.

    Natürlich ist es eine Unsitte, wenn Schulleitungen aber genau diesen Eindruck erwecken - und natürlich ein Ranking festlegen, wer denn nun als nächstes "an der Reihe" sei.

    Andererseits: Aufgaben müssen verteilt werden. Für lau will sie kaum jemand, der nicht mehr in der Probezeit ist, machen. Entlastungsstunden kann man auch nicht mit dem Füllhorn ausschütten. Eine verantwortungsvolle Schulleitung wird eine sinnvolle Verteilung der Aufgaben finden müssen. Besonders ungeliebte oder arbeitsintensive Aufgaben bekommt man dann leider oft nur an den Mann/die Frau, wenn man eine vage Aussicht auf eine A14-Stelle in den Raum stellt.

    Der öffentliche Dienst bezahlt nicht leistungsorientiert - das konnte jeder im Voraus wissen.

    Weil es grade so gut zum Thema passt:


    Das Kind einer Kollegin kam heute zurück von einer Klassenfahrt, die die gesamte Stufe (5. Klasse) gemeinsam unternommen hatte. Beim Abholen wurden die Eltern informiert, dass aufgrund mehrerer positiver Schnelltests nun alle SuS in Quarantäne müssen. Inzwischen sind die ersten PCR Ergebnisse auch schon da, der Verdacht hat sich bestätigt. Somit sind jetzt mehr als 130 Kinder in Quarantäne.


    Super, die Klassenfahrt hat sich ja mal richtig gelohnt. :autsch:

    Scheiße!

    Mehr kann man dazu echt nicht mehr sagen.

    Zählen die Unterrichtspausen ZWISCHEN den Stunden denn arbeitsrechtlich als Pausen? Man hat ja tatsächlich sehr häufig etwas zu tun, seien es Schülergespräche, Versuchsvorbereitungen, aufsichten oder was auch immer. Im Gegensatz zu vieler anderer Mehrarbeit halte ich das auch tatsächlich für ebenso vorhersehbar wie normal und wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, das als echte, offizielle Pause einzufordern.


    Drum leg ich (und auch ein großer Teil meines Kollegiums) großen Wert auf die 45 Minuten echte Mittagspause, in denen man dann auch mal was gscheits essen kann.


    EDIT: Oder anders formuliert: In der - auch von mir - oftmals als Vergleich genannten freien Wirtschaft steht einem auch die erste offizielle Pause nach 6 Zeitstunden zu. Ich bin ja sehr dafür, dass Arbeitnehmerrechte auch für uns gelten und durchgesetzt werden, sehe an dieser speziellen Stelle aber kein Problem.

    Ja, kann man machen.

    Allerdings dürfte das insbesondere bei den Nicht-Korrekturfach-KollegInnen bei konsequenter und vollständiger Auslegung dazu führen, dass in den Ferien abzüglich des gesetzlichen Urlaubsanspruchs künftig Präsenz vor Ort eingefordert werden kann.

    In der Behörde haben wir ein Arbeitszeitkonto - sowohl bei Arbeit im Homeoffice als auch vor Ort checken wir bei Arbeitsbeginn ein und bei Arbeitsende wieder aus. Nach sechs Stunden wird automatisch eine Pause von 30 Minuten abgezogen, d.h. die sollte man dann auch sinnvollerweise machen. Eigentlich wäre es ein Leichtes, dieses System auch in der Schule einzuführen.

    Quelle?

    Die Quellen kennst Du doch. Ist meiner Erinnerung nach nicht das erste Mal, dass ich diese poste.

    ADO § 10 Weitere Aufgaben


    (1) Zu den Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer gehören auch die üblichen mit Unterricht und Erziehung zusammenhängenden Arbeiten. Sie überwachen z.B. die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler am Unterricht, beaufsichtigen und korrigieren Schülerarbeiten, achten auf die Erledigung der Hausaufgaben, erteilen Noten, fertigen Zeugnisse aus und führen Unterrichtsnachweise in Klassenbüchern bzw. Kursheften. Sie wirken mit bei der Vorbereitung und Durchführung von schulischen Prüfungen, Konferenzen und Schulveranstaltungen außerhalb des Unterrichts (z.B. außerunterrichtlicher Schulsport, Schulwanderungen, Schulfahrten, Schulfeste).


    Sowie BASS 14-12 Nr. 2

    4.1 Die Teilnahme an nach dem Fahrtenprogramm festgelegten Schulfahrten gehört zu den dienstlichen Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer. Die Leitung obliegt in der Regel der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer bzw. der Kursleiterin oder dem Kursleiter, soweit nicht wegen des besonderen Charakters der Veranstaltung die Leitung einer anderen Lehrerin oder einem anderen Lehrer übertragen wird.

    Neben der körperlichen Belastung ist der erhebliche Verlust von Privatem einer der Gründe, die ganz erheblich gegen Klassenfahrten sprechen. Wie man das mit der Fürsorgepflicht der Dienstherrin übereinbringt, ist mir schleierhaft.

    Isoliert betrachtet völlig richtig. Klassenfahrten gehören zu den Dienstpflichten der Lehrkräfte in NRW. Die "Überstunden", ganz gleich, wie sie definiert werden, sind eingepreist. Wenn man konsequent ist, feiert man diese in den sechs Wochen Ferien, die über den 30tägigen Urlaubsanspruch hinausgehen, ab. Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Behörde war ich auch schon auf Dienstreisen und an Orten untergebracht, die akzeptabel, aber keinesfalls komfortabel waren - inklusive der Verpflegung.

    Wenn ich eins in den letzten 16 Jahren, die ich jetzt nach dem Ref. im Dienst bin, gelernt habe, dann dass ich genau auf diese Arbeitszeit und die entsprechenden Erholungsphasen achten muss.

    Am Rande: SO schlimm fand ich die bisherigen Klassenfahren und Kursfahrten, die ich mitgemacht habe, gar nicht...

    Wenn die Frage von einer Nicht-Oberstufenschülerin gekommen wäre, hätte ich das noch verstanden. (Und im Anschluss die Userin wegen fehlender Schreibberechtigung gesperrt... :-) )


    In NRW gilt laut § 13 Abs. 3 ADO Folgendes:

    (3) Lehrerinnen und Lehrer können, soweit sie während der allgemeinen Unterrichtszeit der Schule (die Zeit, in der die ganz überwiegende Zahl der Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden) nicht im Unterricht eingesetzt sind, durch die Schulleiterin oder den Schulleiter bei Bedarf im Rahmen des Zumutbaren mit anderen schulischen Aufgaben betraut werden. Sie können im Einzelfall zur Anwesenheit in der Schule verpflichtet werden, wenn Aufgaben in der Schule, insbesondere kurzfristig wahrzunehmender Vertretungsunterricht, dies erfordern.


    Heißt also konkret: Wenn die Schulleitung es anordnet und konkrete Aufgaben zuweist, dann ja. Ansonsten nein.

    Das war an meiner alten Schule Teil der Regeln des gemeinsamen Zusammenlebens in der Schule, somit also in der Hausordnung.

    Wie an jeder Schule wird dies aber von den einzelnen Lehrkräften unterschiedlich zur Kenntnis genommen und noch unterschiedlicher gehandhabt.

    Wenn du mit Abordnungen anfängst, hast du immer das Damoklesschwert über dir schweben, irgendwann an irgendeine Schule, die du dir nicht ausgesucht hast, zurück zu müssen.

    Die Wahl der Schule hängt von der bis dahin erreichten Besoldungsgruppe, den verfügbaren Vakanzen bei Funktionsstellen, dem Bedarf an den Schulen sowie den Gesprächen mit den zuständigen Dezernenten ab. Wichtig ist, dass man aktiv wird/bleibt und das Ganze nicht einfach auf sich zukommen lässt. Ich habe den Eindruck, dass es dem einen oder der anderen DezernentIn ganz recht ist, wenn man im Vorfeld sich erkundigt und mit einem konkreten Vorschlag aufwartet, bei dem immerhin schon einmal Einvernehmen zwischen Schule und abgeordneter Lehrkraft besteht.

    Generell werden Schulflüchtlinge aber nicht gerne in der Schulbehörde gesehen - im Auswahlgespräch wird darauf auch eingegangen.

    Wenn man aus dem Schuldienst aussteigt, wird man ja vom Dienstherrn nachversichert, allerdings natürlich nur mit dem Arbeitgeberanteil. Wie Piksieben sagte, bestünde dann die Chance, in der freien Wirtschaft seinen Schnitt zu machen, so dass man sowohl während des Arbeitslebens ein Auskommen hat als auch im Rentenalter. Hier muss man dann eben nur mutig und konsequent genug sein, diesen Schritt auch zu wagen. Je nach Fächerkombi hat man da natürlich besserer oder schlechtere Karten.

    Viel eigenes Material erstellen ist isoliert betrachtet noch keine Leistung. Das ist dann der Fall, wenn eben durch dieses Material ein tatsächlicher Mehrwert und ein entsprechender Lernfortschritt erkennbar ist. Das wird durch tolles Material eben nicht per se gewährleistet.

    Die "besten" Stunden waren bei mir gut durchdachte und gut phasierte Stunden, wo ich einerseits die Schüler machen lassen konnte, aber andererseits gleichsam "Herr des Geschehens" blieb.

    Was die FachleiterInnen angeht, so muss man das glaube ich ganz nüchtern sehen. Finde heraus, was gerne gesehen wird und mach es so. Nur das zählt in den UBs. Für das Schulleitergutachten etc. kannst Du dann die Stunden wieder entsprechend anpassen.

    Liebe(r) T-VII,


    willkommen in diesem Forum.

    Ja, die Situation kann in der Tat belastend sein, wenn man in eine solche Situation gerät.

    Ich würde mir die Frage stellen, ob ich definitiv aus dem aktiven Schuldienst raus will, oder ob ich zunächst eine temporäre Auszeit nehmen möchte, in der ich mich aber weiterentwickeln kann. Leider gibst Du kein Bundesland an, so dass es schwierig ist, Dir hier konkret etwas zu raten.

    In NRW gibt es beispielsweise immer mal wieder Stellen als pädagogischer Mitarbeiter im Ministerium. Es gibt außerdem Stellen in den Kommunen. In beiden Fällen würde man temporär abgeordnet. Ggf. ergeben sich über diesen Weg dann noch andere Möglichkeiten. Wenn man bereits A15 und Teil der erweiterten Schulleitung ist, hat man sich nach sechs Jahren für die Schulaufsicht qualifiziert, so dass bei entsprechendem Bedarf auch ein Wechsel dorthin möglich ist.

    Eine Sache ist aber in jedem Fall problematisch: Schulflüchtlinge möchte man in keiner dieser Behörden.

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