Beiträge von Bolzbold

    Kalle29 hat in der Sache (nicht jedoch im Stil) richtigerweise darauf hingewiesen, dass die Personalkosten der staatlich genehmigten Ersatzschulen auch vom Land getragen werden. Fallen Angel hat auf die Steuergelder verwiesen.

    Ich korrigiere daher entsprechend:

    Letztlich ist es eine Frage der Glaubwürdigkeit. Wenn ich die Werte der katholischen Kirche nicht vertreten mag - dafür gibt es sicherlich mannigfaltige und gute Gründe - dann kann ich nicht gleichzeitig an einer bischöflichen Schule arbeiten. Oder anders formuliert: Die katholische Kirche ist es nicht wert, dass ich mich mit ihr identifiziere, aber eine Beschäftigung an der von ihr eingerichteten Schule ist es dann doch. Das ist mit CDLs Beitrag vergleichbar - es ist eben das zentrale Glaubwürdigkeitsproblem

    Wenn das zusätzliches Geld kosten sollte, geht wieder die - äh DER - Lutzi ab.

    An meiner alten Schule lief das natürlich auch so wie oben beschrieben, aber unsere SVA war wirklich ein echter "Mehrwert". Sie hat eine Menge Verwaltungskram abgefangen - auch für das Kollegium.

    Warum man Lehrkräfte durch all die Verwaltungsarbeit, die in den letzten Jahren dazugekommen ist, sukzessive in den Burnout oder wahlweise in die innere Resignation treibt, ist mir ein Rätsel. Letztlich geht es wie immer nur ums Geld. Maximaler Output bei minimalem finanziellen Input. Andererseits lassen sich Unterricht und Beratung auf der Praxisseite und die entsprechende Dokumentation sowie die Klassengeschäfte auf der administrativen Seite eben nicht vollständig voneinander trennen - sonst bräuchte man neben KlassenlehrerInnen auch noch StufenverwalterInnen, was wiederum Zeiten für ausführliche Rücksprachen notwendig machen würde. Eine Reduktion des Unterrichtsdeputats auf 20 Stunden für alle Schulformen würde hier vermutlich Wunder wirken. Aber wo dann die 20 bis 30% zusätzlich benötigten Lehrkräfte sowie das Geld herkommen sollen, ist natürlich eine andere Sache.

    Letztlich ist es eine Frage der Glaubwürdigkeit. Wenn ich die Werte der katholischen Kirche nicht vertreten mag - dafür gibt es sicherlich mannigfaltige und gute Gründe - dann kann ich nicht gleichzeitig an einer bischöflichen Schule arbeiten. Oder anders formuliert: Die katholische Kirche ist es nicht wert, dass ich mich mit ihr identifiziere, aber eine bischöfliche Schule, deren Träger mich alimentiert, ist es dann letztlich doch. Das ist mit CDLs Beitrag vergleichbar - es ist eben das zentrale Glaubwürdigkeitsproblem.

    Mal ein paar Zahlen:

    Gymnasien in NRW in öffentlicher Hand: 508
    private Gymnasien der kath. Kirche: 68
    private Gymnasien der evang. Kirche: 17

    Quelle: Schule Suchen | Schulen Formular (nrw.de)


    Im Schuljahr 2019/20 waren von 2.783 Grundschulen 804 römisch-katholisch und 89 evangelisch, darüber hinaus gab es zwei jüdische Bekenntnisgrundschulen, eine mennonitische und eine russisch-orthodoxe Grundschule sowie eine Weltanschauungsschule.

    Quelle: Wikipedia


    Gefühle können trügen.

    Letztlich geht es doch immer darum, die eigenen Ansprüche mit dem Preis für die Erfüllung selbiger sowie den vorhandenen tatsächlichen Bedingungen in Einklang zu bringen. Da kommt dann jede/r wegen eben dieser drei Faktoren zu ganz individuellen und unterschiedlichen Lösungen.

    Wir hätten uns ein doppelt so teures Haus leisten können. Wollten wir aber nicht. Dafür ist es zwei Jahre, bevor mein Großer ggf. studieren möchte, abbezahlt und nicht erst kurz vor der Pensionierung.
    Wir hätten uns ein teureres, größeres Auto mit viel mehr technischem Schnickschnack kaufen können. Wollten wir aber nicht. Dafür haben wir das Geld mittelbar in Zeit für unsere Kinder investiert.
    Wir hätten teurere Urlaube machen können. Wollten wir aber nicht. Dafür war immer für alle Dinge Geld da, die wir zwischendurch brauchten, reparieren oder ersetzen mussten.

    Ich investiere nicht in ETFs, Aktien oder dergleichen, weil ich keine Ahnung davon habe, Angst vor Verlusten habe und meine größte Angst ist, dass ich womöglich zu denen werde, deren Gier das Hirn frisst.


    Meiner Frau, den drei Kindern und mir geht es gut. Es fehlt uns an nichts. Alles über das, was wir haben, hinaus wäre teilweise Luxus, womöglich sogar Dekadenz. Vieles ist ein "nice to have", aber kein "must have".

    So die Worte eines Users, der nach eigenem Bekunden zu doof ist, sein Geld optimal anzulegen und so sein Vermögen zu bilden.

    Ok, so verplanen kann und will ich mein Gehalt nicht. Da brauche ich mehr Flexibilität. Zum Beispiel habe ich es mir angewöhnt Autos neu zu kaufen und dann zu fahren bis sie mechanisch platt sind und der TÜV oder die Werkstatt uns scheidet, weil ich dem KFZ-Handel nicht über den Weg traue. Ich mache es also nicht wie meine Kollegen, die Fahrzeuge leasen oder jetzt schon wissen, daß sie die Fahrzeuge nach 3 Jahren wieder verkaufen. Da brauche ich dann natürlich an dem Tag, an dem die Botschaft aus der Werkstatt lautet: "Wirtschaftlicher Totalschaden" spontan 30-40k€ für ein neues Fahrzeug.


    Bisher habe ich noch kein Fahrzeug mit weniger als 500.000km auf der Uhr weggegeben. :cash:

    Öh, also soviel verplant ist da nichts, zumal ich ja meine "Gesamtfinanzplanung" hier nicht weiter ausgebreitet habe. Was das Auto angeht, so haben wir da bisher deutlich günstigere Autos gekauft - bei drei Kindern lohnt eine teure Karre auch nicht. Ich bekäme bei jedem Kratzer im Lack, dem Dreck im Innenraum etc. die Krise, wenn das eine 40k Karre gewesen wäre.

    plattyplus

    Da ich das Geld ja nicht frei verfügbar auf dem Girokonto habe sondern eine monatliche Rate abdrücke, mit der ich in den Vertrag einzahle, sehe ich hier das Problem nicht. Ja, man muss Geld für größere Anschaffungen parken, aber Strafzinsen bei 10.000€ Euro habe ich bei meinem Konto nicht - zur Not teilt man es eben auf mehrere Konten bei zwei oder mehr Instituten auf. (Und komm mir jetzt nicht mit Kontoführungsgebühren...

    Interessant zu sehen, was Ihr so alles macht. Wir zahlen unsere Hütte ab und leisten uns den Luxus von viel Zeit für unsere drei Kinder.

    Daneben investieren wir sehr viel in unsere Altersvorsorge - ich habe noch eine private Rentenversicherung, die vor 2004 abgeschlossen wurde. Da wird ganz gut was bei herumkommen, so dass das mit der Pension und einer abbezahlten Hütte reichen sollte.

    Wer sich mit seinen Fächern oder deren Inhalte nicht begeistern kann - das an sich ist ja nicht weiter schlimm - der wird das auch im Unterricht nicht überzeugend rüberbringen können - das wiederum kann zu einem Problem werden, weil man dem Unterrichtsthema dadurch mittelbar die Legitimation entzieht. "Wieso sollen wir SchülerInnen das lernen, wenn meine Lehrkraft das auch nicht mag?"

    Ich habe mich im Studium konsequent um Shakespeare gedrückt. "Lieben" gelernt habe ich ihn erst bei der Beschäftigung mit ihm im Unterricht - und das merkten dann auch meine SchülerInnen.


    Natürlich kann es passieren, dass man sich an einzelnen Inhalten sattsieht - so bei mir beispielsweise am "American Dream", an Mozarts Biographie oder an der soziale Frage im 19. Jahrhundert. Das kann aber auch daran liegen, dass man immer dasselbe Material verwendet, weil es die Vorbereitung erleichtert. In dem Moment, wo ich mich bemühe, andere Facetten innerhalb eines Themas zu finden, kommt auch bei mir wieder mehr "Feuer" rüber.

    Ich habe es einfach nur genannt, ohne dich angreifen zu wollen. In Deutschland sind Briefwahlen relativ sicher. Wenn man so einige Geschichten aus den USA hörte/las, dass dort einfach ein nicht abgezählter Batzen Wahlzettel in einem Altershaim abgeladen wird und ein Vertreter einer der beiden Parteien kassiert den Großteil einfach ein und macht die Kreuzchen selbst. Man kann über Trump schimpfen, wie man will, aber bei der Anfälligkeit gegenüber Wahlbetrug haben die Republikaner einen Punkt.

    Das mag sein. Wenn Du aber hingehst und vor der Wahl klarmachst, dass es sich nur um Betrug handeln kann, wenn Du verlierst, dann ist die Marschroute eigentlich von Anfang an klar. So gesehen und unabhängig vom aktuellen POTUS war es gut, dass das Trump um die Ohren geflogen ist.

    Der erste Kritikpunkt muss nicht unbedingt vorliegen. Es gibt auch Vollautomaten mit zwei separaten Bohnenfächern.

    Die von Bolzbold angeführte Siemens habe ich auch. Die hat ein Bohnenfach und ein seitliches Fach für Pulver, so dass hierin der Kompromiss Kaffeebohnen/Espresso liegen könnte.

    Was mich an dem Gerät allerdings stört, ist dass sie meiner Meinung nach innen relativ stark verdreckt und auch der Kaffeesatz sehr "matschig" herauskommt. Das sieht bei Jura irgendwie besser aus.

    Der Kaffeesatz ist bei mir mal so mal so. Oft sind es ganze Tabs, manchmal aber eben auch schon zerfallen. Ein "System" dahinter konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen.

    Wir haben eine Siemens EQ6, die kann ganze Bohnen und gemahlen. Mahlwerk und hygiene-relevante Teile können ausgebaut und gereinigt werden.
    Der Preis damals war glaube ich 699,- € im Angebot und ich fand es angemessen.

    Das Gerät kann noch ein paar andere Spezialitäten zubereiten und wir sind sehr zufrieden.


    Die Brühgruppe sollte jede Woche gereinigt werden, damit sich der Kaffeesatz nicht überall reinsetzt und schimmelt. Ich mach das mit einem heißen Massagestrahl der Badewannenbrause. Was da immer alles rauskommt an Kaffeesatzresten, ist schon erstaunlich.

    Im Schulministerium ist hierfür Referat 114 zuständig - der Weg zu einer Stelle als so genannter "pädagogischer Mitarbeiter" läuft nur über Ausschreibungen, die wie erwähnt bei Stella zu finden wären. Die Abordnungen laufen in der Regel über mindestens ein, maximal drei Jahre. Somit sind natürlich immer mal wieder Stellen ausgeschrieben, aber eben auch nicht ständig. Schau regelmäßig bei Stella rein - dann wirst Du ggf. eine passende Ausschreibung finden.

    Marsi

    Hmmm, das halte ich für eine sehr eigenwillige Geschichtsauffassung. Und wie ich bereits schrieb, waren in Deutschland durchaus demokratische Traditionen und das Konzept der politischen Partizipation vorhanden - die ersten Ausläufer lassen sich wie ein anderer User schrieb bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Weimarer Republik war ja nicht per se zum Scheitern verurteilt - und wenn ich mich richtig erinnere, dann geht das Ermächtigungsgesetz, das als zentrales Gesetz für die Machtübernahme der Nazis gilt, nicht auf deren eigene Idee zurück. Diese Idee war meines Wissens schon vorher geboren.

    Es ist auch keinesfalls so, als wäre Deutschland nach 1945 ein einziges großes Umerziehungslager gewesen - es wurden bereits 1945 auf kommunaler Ebene demokratische Strukturen wiederbelebt.


    @samu

    Unser Grundgesetz ist ein schlechtes Beispiel. Auch wenn es im Bereich der parlamentarischen Kontrolle der Regierung und der Neuregelung der Kompetenzen der Ämter des Bundeskanzlers und des Bundespräsidenten die Lehren aus der Weimarer Verfassung gezogen hatte, so bedurfte es doch der Genehmigung der Alliierten bzw. der Militärgouverneure - und im Vorfeld wurde klargestellt, was vom parlamentarischen Rat erwartet wurde.

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