Beiträge von Bolzbold

    Klos sind die einzigen Orte, an denen die SchülerInnen sich unbeaufsichtigt wähnen und daher Macht verspüren, wenn sie da Scheiße bauen - metaphorisch oder buchstäblich.
    Das gilt aber auch für Lehrkräfte. Wir haben seit der Renovierung der Lehrertoiletten keine Urinale dazubekommen. Somit pieseln also auch die Herren bei hochgeklappter Brille in die Schüssel. Am Ende eines Schultages sieht der Boden dann schön gesprenkelt aus. Die Bitte an die Herren, sich doch zu setzen, wird geflissentlich ignoriert.

    Von daher dürften wir da den GrundschülerInnen keinen Vorwurf machen...

    Es handelt sich in meinen Augen um eine entwürdigende Strafe. Das ist für mich das Entscheidende.

    Eine Lehrkraft sollte wissen, dass es a) keine Kollektivstrafen gibt und b) keine entwürdigenden Maßnahmen geben darf. Wenn sie das nicht weiß, braucht sie offenbar einen deutlichen Hinweis. Für den Fall, dass die Lehrkraft vor, während und nach dem Vorfall entsprechend aufgetreten sein sollte, ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde durchaus angebracht.

    Die Einspeisevergütung ist tatsächlich mittlerweile für die Tonne. Wenn ich morgens Strom brauche und die Sonne noch nicht scheint, zahle ich dreimal soviel für den Bezug als ich später für die Einspeisung bekomme. Das ist eine schöne Marge für die Unternehmen.

    Stromspeicher ist aktuell immer noch so teuer, dass sich die Kosten so schnell nicht amortisieren - und im Winter nutzt einem das überhaupt nichts, weil der Stromverbrauch inkl. Wärmepumpe dann bei ca. 35 kW pro Tag liegt... So viel kann man im Winter selbst bei Kaiserwetter nicht erzeugen.

    Unter "normalen" Umständen wäre eine Kollegin, die so lange krankgeschrieben wurde, längst beim Amtsarzt gewesen. Das ist und bleibt natürlich ein Versäumnis der Bezirksregierung. Dass bei einer so langen Erkrankung die künftige Dienstfähigkeit angezweifelt wird, dürfte nachvollziehbar sein.

    Die Kollegin hatte mindestens in den letzten zehn Jahren hinreichend Zeit, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen, weil im Normalfall bereits damals eine amtsärztliche Untersuchung angestanden hätte. Und ja, man darf hier auch die Frage der Moral stellen. Falls die Kollegin es für vertretbar hält, dass sie 16 Jahre lang volle Bezüge erhält und einfach Glück hatte, dass das nicht aufgefallen ist und dann angesichts der drohenden Zwangspensionierung Rechtsmittel einlegt, dann ist das in meinen Augen moralisch nicht zu rechtfertigen.

    Was wir natürlich nicht wissen, ist, ob die Kollegin jetzt den Dienst wiederaufnehmen kann/will. Wenn sie das nicht kann, dann sehe ich keinen Grund dafür, sie nicht gegen ihren Willen zu pensionieren. In diesem Fall hält sich auch mein Mitleid in Grenzen. Immerhin ist sie nur durch ein eklatantes Versäumnis der Bezirksregierung soweit gekommen.

    Aber es ist sicher besser, wenn ein Hans Uwe ein Mädchen betatscht, als wenn das ein Mehmet tut. Der Hans Uwe ist einfach nur nett, der Mehmet ist ein ekelhafter Frauenbegrapscher. Kenne ich.

    Warum sollte man auch versuchen, die Ursachen zu bekämpfen, wenn es einfacher ist, einfach allen ausländisch aussehenden Menschen den Pass abzunehmen (Remigration, yeah!) und sie aus dem Land zu werfen.

    Dieser Vorwurf richtet sich gegen eine Haltung, die hier bestenfalls eine Einzelmeinung darstellt - wem auch immer Du sie zuschreiben magst.

    Der sozio-ökonomische Status wird ja nicht grundsätzlich infrage gestellt.

    Der Frau oder dem Mädchen ist es gleichwohl egal, welchen Hintergrund der Täter hat, wenn sie/es betatscht wird.

    BKA - Polizeiliche Kriminalstatistik

    Wenn wir hier einmal nachlesen, dann liegt laut dieser Statistik die Zahl der ausländischen Tatverdächtigen 2,6mal höher.

    In absoluten Zahlen bedeutet das, dass natürlich die meisten Verbrechen von Deutschen begangen werden. In relativen Zahlen begehen augenscheinlich gemessen am Anteil an der Gesamtbevölkerung mehr Ausländer Verbrechen.

    Das erklärt vermutlich die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Positionierungen hier im Forum.

    Lieber TE, herzlich willkommen hier im Lehreforum.

    Was Du suchst, suchen letztlich alle ArbeitnehmerInnen. Es ist verdichtet, die berufliche eierlegende Wollmilchsau, selbst wenn man manche Parameter erst "langfristig" erwartet.
    Volle Flexibilität, volle Sicherheit, volles Einkommen, volle Chancen - das wäre die komprimierte Variante.

    Wenn Du mit 27 Dich neu orientieren möchtest, sind diese Punkte zwar schöne Desiderata, gleichwohl brauchst Du eine Qualifikation oder Erfahrungen, die Dich für einen Arbeitgeber, der das zu großen Teilen bietet, attraktiv machen. Selbst die Bereiche, die Du als Alternative genannt hast, sind so vielfältig, dass es da schwer wird, Dir etwas Konkretes zu raten.

    Es wäre sicherlich hilfreich, wenn Du Dir erst darüber klar wirst, was Du konkret möchtest und das dann zielstrebig verfolgst, gleichwohl ohne Scheuklappen und mit genug eigener Flexibilität, um beim ersten Hindernis nicht gleich zu straucheln.

    Da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt oder ich verstehe nicht richtig, was du meinst. Natürlich ist die Hautfarbe ausschlaggebend für die rassistische Beleidigung, Haarfarbe habe ich als Synonym für oberflächliche Einteilungskategorien genommen. Deswegen finde ich es traurig, dass du das Bedürfnis hast, von den deutschen Vorfahren zu schreiben, als ob die Genetik eine Rolle spielte, wer der deutschere Deutsche ist.

    Ich habe nicht zwingend das Bedürfnis. Aber wenn mir jemand mit diesen Kategorien kommt, dann kann ich das auch ohne den Vorwurf des Rassismus entkräften. Ich stelle diese Kategorisierung nicht auf - aber ich werde mitunter danach bewertet.

    Dass Kinder die Hautfarbe als Merkmal rauspicken, um sich eine Beleidigung auszusuchen, zeigt doch gerade, dass sie nur Dünnes nachplappern. Dadurch wird nicht der dahinterstehende Rassismus harmloser, sondern den derart beleidigten Kindern sollte man vermitteln, wie hohl und undurchdacht das Dahergesagte ist.

    Da stimme ich zu. Das funktioniert auch in der Regel, solange der häusliche Einfluss nicht zu stark ist.

    Oder anders: Wenn mich einer als Hurensohn beleidigt, erkläre ich ihm nicht entäuscht, dass meine Mutter nicht als Prostituierte gearbeitet hat und ich kein Sohn bin, sondern ich höre den Ärger dahinter. Dass ich das nur kann, weil mich das Schimpfwort null verletzt ist mir klar und ich denke, genau diese Haltung sollten Kinder vermittelt bekommen, die solche ekelhaften Sätze ihrer Mitschüler aus rückständigen Haushalten zu hören bekommen.

    Ich hoffe, das war verständlicher:weissnicht:

    Wenn die Rückständigkeit als eine Ursache das Kriterium ist, bin ich bei Dir. Danke für die Klarstellung.

    Die Herkunft der Großeltern zu benennen scheint mir einem tragischen Rechtfertigungsdruck zu entspringen.

    "Geh in dein Land zurück", heißt es bei uns derzeit häufiger, sobald einer schwarze Haare hat und jemand sich über ihn geärgert hat. Es geht darum, maximal zu verletzen, gedacht haben sie sich überhaupt nichts dabei. Nur dass man damit aneckt und eine Grenze überschreitet, das merken sie sofort. M.a.W.: für einen blonden Mitschüler suchen sie sich andere Beleidigungen, die ihnen möglichst verletzend erscheinen.

    Rassistische Beleidigungen sind natürlich auch Beleidigungen.

    Im Falle des migrantisch aussehenden Menschen ist es rassistisch, weil man ja gerade das migrantische Aussehen anspricht. Im Falle des Blonden mag man anders beleidigen, er würde aber de facto in Deutschland nicht aufgrund seiner Haut- oder Haarfarbe beleidigt werden. (Und jetzt möge bitte keiner mit Blondinenwitzen kommen...)

    Es ist in Deutschland leider immer noch so, dass man Meschen, die nicht den Erwartungen an deutsches Aussehen entsprechen, mittelbar das Deutschsein abspricht. Ich habe das regelmäßig erlebt - mittlerweile ist es aber in der Tat seltener geworden.

    PS: Für jemanden, der sonst gerne die Position der Schwächeren oder der Opfer versteht und verteidigt, bin ich doch etwas befremdet, dass Du hier den Eindruck erweckst, Beleidigungen aufgrund von Haarfarbe (oder Hautfarbe - das korreliert dann ja doch öfter) mit Gedankenlosigkeit zu relativieren.

    Die Etiketten "rückständig" und "progressiv" sind immer eine Frage der Perspektive bzw. des jeweiligen eigenen buchstäblichen Standpunkts.

    Aus Sicht der Linken ist die CDU rechts. Aus Sicht der AfD vermutlich nicht...

    Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

    Zumindest für die besseren MigrantInnen. Meinem Sohn wurde schon von einem solchen Mitschüler nahegelegt, er möge doch bitte remigrieren und mich mitnehmen... Drei der Großeltern meiner Kinder sind Urdeutsche. Kannste Dir nicht ausdenken...

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