Beiträge von Bolzbold

    Ja, ich habe auch schon meinen Großvater gesucht. Das ist eine ziemliche Scrollerei und Klickerei, da viele weiße bzw. leere Seiten dazwischen sind. Ich bin jedoch froh, dass ich meinen Großvater dort augenscheinlich noch nicht gefunden habe.

    Du hast doch sicherlich eine/n MentorIn oder eine Ausbildungslehrkraft, die Dir zur Seite steht, oder?
    Ausführliche Diskussionen über einen UB, die Fachinhalte, Fachmethodik und -didaktik beinhalten und im Idealfall innerhalb weniger Stunden erfolgen, gibt es hier eher selten.

    Um zu überprüfen, ob das, was Du vorhast, auch "sinnvoll" ist, empfehle ich, dass Du Dir die Lernziele, die Du erreichen möchtest, klar formulierst.

    Was ich kritisch finde, ist, dass Du schreibst, dass Du die Urteilsphase nur dann machst, wenn noch Zeit ist.
    Das hieße im Extremfall, dass Du am Ende der Stunde lediglich eine Ergebnissicherung der Inhalte der beiden Quellen hättest. Das ist für einen UB eher dürftig und wäre der absolute Notausgang.

    Schauen wir einmal auf die Zeitplanung:
    Zwei Bilder werden gezeigt, die SuS' sollen beschreiben, was dort gezeigt wird, das Ganze historisch einordnen und die Unterschiede herausarbeiten. Zusätzlich sollen sie das Stundenthema "erraten". Im Idealfall klappt das. Wahrscheinlich bemerken die Schüler eine Diskrepanz in der Wahrnehmung des Ereignisses in den Bildern und stellen dann die Frage "war das wirklich so?" oder "was ist wirklich geschehen?"
    Daraus ließe sich ableiten, dass Ereignisse im Nachgang unterschiedlich bewertet werden und das vom jeweiligen Künstler abhängt.

    Das zweite Zitat ist für die Urteilsfindung stark beeinflussend, da es ein zentrale Argument vorwegnimmt. Damit nimmst Du Dir den natürlichen Spannungsbogen, den die Stunde eigentlich haben könnte. Das finde ich eher unglücklich.

    Man könnte die Stunde quellenkritisch angehen und die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Darstellungen des 14. Juli 1789 thematisieren und problematisieren. Dann könnte am Ende des Arbeitens an den beiden Quellentexten eine Problematisierung stehen mit der Frage, wie man (als HistorikerIn) nun damit umgehen kann. Dazu können sich die SchülerInnen dann entsprechend äußern.

    Das könnte eine Sollbruchstelle der Stunde sein, wenn die Erarbeitung und Sicherung mehr Zeit als antizipiert in Anspruch nehmen. Das Urteil wäre dann der klassische Transfer, der die Lebensrealität der SuS' einbezieht.

    Vom zeitlichen Ablauf wären wir dann bei
    10' für Bilder und anschließende Überleitung in die Erarbeitungsphase

    20' für die Erarbeitungsphase (Lesen, Bearbeiten der drei Arbeitsaufträge, Eintragen in die Tabelle)

    10' für die Sicherung und die Vertiefung in Form der Frage, was wir als HistorikerInnen nun damit anfangen.

    5' für die Urteilsfindung, ob man diesen Tag noch feiern sollte.

    Das ist sehr "druckluftbetankt" und muss wirklich wie am Schnürchen laufen, damit alle Elemente der Stunde auch stattfinden können.

    Um hier Zeit zu sparen und dann genug Zeit für den Transfer zu haben, empfiehlt sich, die Quellen inkl. Arbeitsauftrag und Tabelle in A- und B-Gruppen als Hausaufgabe vorbereiten zu lassen. Du kannst ja dennoch mit den Bildern einsteigen, die SuS' erkennen dann den Zusammenhang mit ihren Quellen und stellen die Diskrepanz ggf. schneller heraus.

    Dann solltest Du auch bis zum Transfer kommen - falls dann ggf. noch Zeit bleiben sollte, ließe sich das auch auf die USA und den 4. Juli 1776 bzw. auf Deutschland und den 3. Oktober 1990 übertragen. (Der 9. November eignet sich ja nicht so gut und je nachdem, wie die SuS' in der Sek I aufgepasst haben, fehlt ihnen da das Wissen über die verschiedenen Ereignisse, die an diesem Tag in verschiedenen Jahren stattgefunden haben.)

    Das Problem verstehe ich schon, ich versuche nur möglichst, eine gangbare Lösung zu finden, statt automatisch "Geht nicht." zu sagen. Die Rahmenbedingungen der von dir beschriebenen Schule stellen eine Herausforderung dar und ich habe ad hoc auch nicht die Ideallösung.

    Dass das nicht zielführend ist und wir über dieses Stadium des reflexhaften "geht nicht" hinaus sind, müsste doch deutlich geworden sein. Da drehen wir uns nun wirklich im Kreis.

    Also ich finde, jetzt könnten wir alle einmal an den Punkt kommen und die Diskussionen mit der Gartenfreundin einstellen.
    Es werden verschiedene Threads zu verschiedenen Problemen aufgemacht. Dann werden Lösungen geboten und diese werden dann mit dem Verweis auf noch mehr Probleme als nicht oder nur bedingt praktikabel erachtet. Im Zuge der Diskussionen entwickelt sich ein riesiger Problemkomplex angefangen mit Mobbing, es geht weiter mit Aufgaben schicken, dann geht es um die Kinderbetreuung bzw. den bösen Vater des Kindes und die noch böseren Eltern desselben.

    Es ist faszinierend, wie Du es schaffst, liebe Gartenfreundin, dieses Forum auf Trab zu halten. Das erinnert mich stark an eine Userin vor ein paar Wochen, die ganz ähnliche Probleme hatte und bei der das Ganze dieselbe Wendung nahm. Da ist man schon geneigt zu fragen, ob hier nicht ganz viele Stöckchen hingehalten werden, über die ebenso viele UserInnen bereitwillig springen.

    Ja, aber dann muss ich mich nicht beschweren. Ich war nach dem Ref. für ein paar Monate an einer Realschule. Ich bin zum Schulassitenten und wollte die Lehrerbücher haben. Da hieß es, dass es sie nicht gibt und die Lehrkräfte sie selbst kaufen müssen. Ich bin zum SL und habe ihn mit Verweis auf die Rechtslage gefragt, wie wir das Problem lösen. 5 min später hatte ich meine Bücher in der Hand. Irgendwann bekam das dann ein paar Kollegen mit. Die haben sich dann tierisch darüber aufgeregt, dass sie ihre Bücher immer selbst kaufen. Bei der SL war aber keiner von ihnen. Was soll man da machen?

    Gar nichts. Da machst Du schlichtweg nichts mehr.
    Die meisten KollegInnen verhalten sich da wie SchülerInnen. Wenn man ihnen etwas außerhalb ihrer Komfortzone abverlangt, wird mitunter empört gefragt, ob man das denn wissen/können müsse. Die aller wenigsten KollegInnen haben ansatzweise Rechtskenntnisse. Vieles läuft über Hörensagen und passives Wissen. Fast niemand informiert sich aktiv über die aktuelle Rechtslage, was heute leichter ist denn je.

    Selbst hier wird man gebeten, einem die Rechtslage herauszusuchen. Eigene Google-Suche - Fehlanzeige. Eigene Auseinandersetzung mit Verordnungen - Fehlanzeige. Dabei sind wir doch diejenigen, die unseren SchülerInnen eben diese Kompetenz vermitteln sollen.

    Und gleich kommt wieder jemand hier um die Ecke und fragt, wofür das Forum denn sonst da wäre, wenn man hier nicht mehr seine Fragen stellen darf. Das mag ja ein menschlicher Zug sein, taugt aber in unserem Fall nicht zum Vorbild.

    Die meisten von uns sind Beamte. Keiner von uns muss Angst haben gekündigt zu werden, wenn man den Mund aufmacht. Dann tut es auch einfach.

    Du glaubst gar nicht, wie obrigkeitshörig viele KollegInnen sind - da braucht es überhaupt kein dominantes Auftreten, Bossing oder was auch immer. Es ist für mich manchmal schwierig, Gespräche auf Augenhöhe zu führen, wenn mein Gegenüber von sich aus und ohne Not quasi "von unten" in ein Gespräch reingeht.

    Ok, ich präzisiere: Warum es anderen Schulen einfach komplett nicht klappen kann. Und kategorisch abgelehnt wird, es auch nur zu versuchen, mit dem Hinweis: Geht nicht.

    Ja, beim Thema "kategorisch ablehnen" bin ich dann wieder bei Dir. Meine Frau war an einer solchen Schule. Das hat wahrlich keinen Spaß gemacht.

    Da hast Du natürlich Recht. Es schadet m.E. aber auch nicht, wenn man über Stunden- und Vertretungsplanung soweit Bescheid weiß, dass man da auch mitreden kann. Und damit meine ich nicht die technische Umsetzung über Untis.
    Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die SL nämlich verantwortlich.

    Ab dem Moment, wo Du als stv. SL in der Regel (laut ADO) diese Verantwortung hast, musst Du über die geltenden Regelungen Bescheid wissen. Im Extremfall musst Du Dich dann über die bis dato gelebte Praxis hinwegsetzen und Dein Team anweisen, künftig anders vorzugehen. Das stelle ich mir als Externer schwierig vor. (Ich hatte das Glück, dass mein Team da super unterwegs war und ich dadurch einen angenehmen Einstieg hatte.)

    Wenn es an einigen Schulen geht, dann sehe ich nicht, warum es an anderen nicht gehen kann. Das hat sehr viel mit der allgemeinen Organisationsstruktur zu tun. Und die ist Sache der SL. Und wenn ich mir die Themen Schulleitungsqualifizierung in NRW ansehe, wundert es mich auch nicht, dass es mal klappt und mal nicht.

    Da muss ich deutlich widersprechen. Du führst oben an, dass von anderen, krasseren Bedingungen hier berichtet wurde - das passt dann aber eben nicht zu dem Generalvorwurf, dass Du nicht siehst, wieso es an anderen Schulen nicht gehen kann.
    Die SL hat auf viele Faktoren, die den Stundenplan beeinflussen, überhaupt keinen Einfluss. Sie kann versuchen, im Rahmen des Möglichen, unter den gegebenen Bedingungen das Beste herauszuholen. Aber das Beste an Schule A ist vielleicht nur Mittelmaß an Schule B - trotz gleicher Qualität der Schulleitung.

    Mit der SLQ hat das überhaupt nichts zu tun - oder andersherum: Sie ist dafür nicht verantwortlich. Stunden- und Vertretungsplanung lernt man dort nicht. Das ist auch nicht die Aufgabe der SLQ, weil sie dem EFV vorgeschaltet ist und damit gar nicht primär für stv. SL oder FunktionsstelleninhaberInnen, die das übernehmen sollen, gedacht ist. Es gibt zahlreiche Fortbildungen für Untis und andere Programme, die man unbedingt machen sollte, wenn man diese Aufgabe übernimmt. Vieles ist auch Learning by Doing, unterstützt durch ein im Idealfall bereits erfahrenes Team.

    Eine Beziehung ist Arbeit. Man muss kontinuierlich an seiner Beziehung arbeiten, um das metaphorische Feuer am lodern zu halten. Ab dem Zeitpunkt, wo ich meine/n Partner/in für selbstverständlich erachte und davon ausgehe, dass das einfach immer weiterläuft, ist der Grundstein für ein Scheitern gelegt.

    Was aus meiner Sicht nicht geht, ist, dass sich der Vater entweder seiner Verantwortung entzieht, oder dieser Verantwortung nicht nachkommen darf weil die Mutter es nicht will - oder etwas dazwischen. Wenn Kinder da sind, ist das eine lebenslange Verantwortung bzw. Verpflichtung - und diese geht über eine Partnerschaft oder Ehe mitunter hinaus.

    Auch wenn ich die Komplexität des Stundenplans überhaupt nicht anzweifeln möchte und wenn es gerade auch unser ständiges Thema als Personalrat ist, dafür zu sorgen, dass TZ Kräfte die Reduktion auch wirklic bekommen, die sie mit Gehaltseinbußen und geringerer Pension teuer erkaufen, möchte ich darauf hinweisen, dass die "lapidare" Formulierung, wie du sie nennst, es würde schon gehen, wenn man nur wollte, nichts anderes ist als die Umkehrung der ebenfalls sehr lapidaren Formulierung "Ging nicht anders!", die man oft von Stundenplanmachern hingeknallt bekommt, wenn man einen ungünstigen Stundenplan moniert.

    Kommunikation ist keine Einbahnstraße.

    "Ging nicht anders" ist tatsächlich eigentlich fast immer die Begründung für schlechte bzw. nicht wunschgemäße Pläne, auch wenn es sich meiner Ansicht nach gehört, das entsprechend zu erläutern und den betroffenen KollegInnen dies nicht erst bei Nachfrage sondern vor bzw. unmittelbar nach Austeilen oder Versand des Plans mitzuteilen. Alles andere habe ich auch schon am Rande bzw. hier im Forum gehört, aber das ist für mich eine völlig unvorstellbare Kommunikationsweise.

    Nee, meist sagen das die "Vatis", dass sie unabkömmlich in ihrem Job sind ...

    Sage ich ja - aber die sagen das dann auch gerne zu Hause und lassen die "Muttis" das dann ausbaden.


    Zitat

    Ich habe auch nicht gesagt, dass die Schule in irgendeiner Form für die private Aufteilung der Care-Arbeit zuständig ist, aber dass die Teilzeit aus familienpolitischen Gründen ja auch nicht ad absurdum geführt werden kann, indem verlangt wird, die Kita im Extremfall von 7-17 Uhr zu buchen, weil man stundenplantechnisch nicht entgegen kommen will. Mit anderen Stundenplanern und einer anderen Schulleitung ist das bei uns mittlerweile viel besser geworden, also es geht schon, wenn man will...

    Da bin ich als leidgeprüfter (oder -erprobter) Vater und Ehemann in der Sache ganz bei Dir. In der Vergangenheit mussten wir aber genau das tun - sprich wir mussten eine KiTa buchen, die um 7 Uhr anfing, weil wir sonst nicht zur 1. Stunde hätten anfangen können - und damals (also vor ca. 15 Jahren) hätten uns die StundenplanerInnen einen Vogel gezeigt, wenn wir entsprechende Wünsche geäußert hätten.

    Eben deswegen habe ich das als Stundenplaner durchaus auf dem Schirm. Problematisch werden aber Stundenplanwünsche von TZ-Kräften, die bei gleichzeitiger UV mit vielen Oberstufenkursen die erste Stunde und die Nachmittage kategorisch ausschließen (und bei TZ gerne trotzdem einen freien Tag haben möchten). Das lässt sich zwar erfüllen, aber sind die Auswirkungen auf den Gesamtstundenplan erheblich und führen mitunter zu anderen spürbaren Schwachstellen im Plan, welche die Eltern, SchülerInnen und auch von ungünstigen Plänen betroffene KollegInnen zu Recht monieren.
    Von daher ist mir ein "es geht schon, wenn man will", viel zu lapidar - ich beziehe das nicht auf Dich persönlich, aber in anderen Fällen ignoriert eine solche Aussage das komplexe Bedingungsgefüge der Stundenplanerstellung.

    Das sehe ich anders. Man arbeitet als Mutter ja Teilzeit, um weniger Stunden am Tag zu arbeiten und mehr Zeit für seine Kinder zu haben. In dem Moment, wo man Vollzeit buchen soll und der Schule quasi wie Vollzeit zur Verfügung stehen soll - worin besteht dann noch der Sinn in Teilzeit? Und was bitteschön sind "Mutti-Schichten", was soll das? Das klingt total abwertend und mal wieder so, als seien die "Vatis" überhaupt nicht verantwortlich...

    Nun ja, es sind mitunter die "Muttis", die dann sehr deutlich sagen, dass die "Vatis" nicht können, weil sie in ganz wichtigen Berufen arbeiten, wo sie einfach unabkömmlich sind. Vielleicht wären da im Vorfeld zu Hause einige Gespräche notwendig, damit die TZ-Kolleginnen gar nicht erst in diese Rolle bzw. Position gedrängt werden. Die Schule ist dafür nicht verantwortlich.

    Zitat

    Im Unterrichtsbesuch selbst plane ich, mit Auszügen aus den Cahiers de doléances zu arbeiten, um die unterschiedlichen politischen Interessen von Adel, Klerus und Drittem Stand herauszuarbeiten.
    Die Schüler*innen sollen arbeitsteilig Forderungen analysieren und anschließend vergleichen.

    Fangen wir hier einmal an.
    Was genau verstehst Du unter "analysieren"?
    Ein Vergleich ist zweifellos sinnvoll - wohin soll dieser aber dann führen? Möchtest Du nur Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausstellen oder noch etwas anderes mit den Ergebnissen anstellen?

    Zitat

    Als mögliche Problemfrage denke ich derzeit an:
    1789: Reform oder Revolution – war die Krise der Monarchie noch lösbar?

    Und genau das kann man dann auf der Basis der Beschwerden diskutieren.
    Wenn Du mehr SchülerInnenaktivität möchtest, lässt Du alle SchülerInnen ihre Tendenzen graphisch an der Tafel (oder auf einem anderen geeigneten Medium) festhalten, damit nicht nur die leistungsstärkeren ihre Argumente vortragen können sondern auch die Streuung des gesamten Kurses thematisiert werden kann und dann alle SchülerInnen die Möglichkeit haben, jedem anderen Kursmitglied Fragen zu stellen, wie er/sie zu seiner/ihrer Einschätzung gekommen ist.

    Zitat

    Am Ende der Stunde sollen die Lernenden ein historisches Urteil formulieren, z. B. indem sie die Reformchancen bzw. Konfliktintensität begründet einschätzen.

    Du kannst im Anschluss auf der Basis der Einschätzungen der SchülerInnen dann zu einem solchen Urteil hinführen. Dabei gibt es ja grundsätzlich drei Stoßrichtungen, wenn wir die Problemfrage als Hypothese erachten. Du kannst verifizieren, falsifizieren und relativieren.

    Ich sehe hier jedoch ein Zeitproblem. Das ist in einer 60'-Stunde oder einer 67,5'-Stunde vermutlich leistbar, je nach Umfang und Komplexität der Quellen dürfte das bei 45 Minuten extrem knapp werden. Das ließe sich damit lösen, dass die SuS' die Quellen als vorbereitende Hausaufgabe lesen. Dann könntest Du mit der "Huckepack"-Karikatur einsteigen, die Du im Idealfall in einer der vorangegangenen Stunden thematisiert hast und dann zur Problemfrage überleiten. Damit knüpfst Du an die vorangegangene Stunde an und hast die Schüler wieder voll im Thema drin.

    Hallo und herzlich willkommen hier im Forum.

    Zitat

    Wie kann ich einen problemorientierten Einstieg gestalten, der die Leitfrage der Stunde klar eröffnet?
    Ist eine klassische arbeitsteilige Gruppenarbeit (2 Gruppen) mit strukturierter Sicherung im Plenum sinnvoller als ein stärkerals ein Gruppenpuzzle?
    Alternativ überlege ich eine Urteilsphase über eine Argumentenwippe (z. B. auf Tablets) mit anschließendem Gallery Walk.
    Ist ein solches Setting im UB eher gewinnbringend oder methodisch zu riskant?
    Reicht es als Transferleistung, wenn die Schüler*innen aus den Forderungen der Stände auf die Stabilität bzw. Krise der Monarchie schließen?
    Sollte der Kompetenzschwerpunkt klar auf der historischen Urteilskompetenz iegen? Würdet ihr bereits ein Werturteil bzw. einen Gegenwartsbezug anbahnen oder zunächst beim historischen Sachurteil bleiben?

    Was Du hier in ein paar Sätzen und Überlegungen ausführst, sind ziemlich komplexe Überlegungen mit Schnittstellen zwischen Methodik und Fachwissenschaft. Trotz 20 Jahren Erfahrung würde mich das sicherlich auch im direkten Gespräch mit einem/einer LAA(') mindestens eine halbe Stunde kosten.

    Ich gehe jetzt schlafen. Vielleicht finde ich morgen etwas Zeit dafür.

    Teilzeit heißt an meiner Schule auch nur weniger Unterrichtsstunden, es gibt keine Entlastungen bei Konferenzen, Projektwochen etc. Es klappt auch nicht, die SL darum zu bitten, erst zur zweiten Stunde zu unterrichten wegen Öffnungszeiten der Kita/GS Beginn. An anderen Schulen ist das wohl eine Option.

    Das kann man mal im Einzelfall machen, das kann und darf aber nicht die Regel sein, weil das bei der Stundenplanerstellung mitunter ganz erhebliche Einschränkungen bedeutet und damit auch einige KollegInnen, gerade in Schienen in der Oberstufe in den Nachmittag zwingt.
    Wenn dann eine TZ-Kollegin ankündigt, sie kann nur von der 2. bis zur 6. Stunde, sprich nur vormittags, und hätte gerne zusätzlich einen freien Tag, dann wird das bei 50% Deputat irgendwann schwierig, weil sich alle (!) anderen Pläne dann danach ausrichten müssten.

    Es ist eine Option, wenn es den Plan nicht zerschießt. Wenn mehrere TeilzeitkollegInnen entsprechende Wünsche äußern, lässt sich daraus kein sinnvoller Stundenplan mehr erstellen. Das Teilzeitkonzept und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch in Schule kein "Wünsch-Dir-Deinen-Stundenplan" - die Versorgung aller SchülerInnen mit dem ihnen zustehenden Unterricht ist oberste Priorität.

    Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist keine Einbahnstraße, sprich, es ist nicht alleinige Aufgabe der Schule, den TZ-Kräften die Teilzeitarbeit zu ermöglichen bzw. diese gegen klare entgegenstehende Interessen und Rechte zu erzwingen. Wenn ich einen Kindergarten wähle (eine Zuweisung wäre etwas anderes), der nur bis 13.30 Uhr oder so betreut, oder der erst ab 7.30 geöffnet hat, dann schaffe ich einen Teil des Problems selbst. (Daher haben meine Frau und ich damals eine KiTa gewählt, die ab 7 Uhr geöffnet hat - etwas anderes wäre gar nicht infrage gekommen - und unsere Schulen hätten uns einen Vogel gezeigt, wenn wir gesagt hätten, wir könnten erst ab der 2. Stunde...)

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