Revision NRW - Studiendirektor zur Koordination schulfachlicher Aufgaben /Digitalisierung Gesamtschule

  • Ich hatte mein erstes Beratungsgespräch überhaupt in der Revision selbst. Klar war ich bei UBs als Ausbildungslehrer in den Nachbesprechungen dabei und habe natürlich solche von der anderen Seite erlebt. Das war für mich kein Grund für einen Rückzug der Bewerbung.

    Mittlerweile habe ich natürlich ein paar Gespräche mehr auf dem Buckel.

    Seinerzeit habe ich mich im Vorfeld beim damaligen stv. SL meiner alten Schule informiert, wie das abläuft und dann auf der Basis der Literatur mir ein Konzept erstellt. Das habe ich dann auch so durchgezogen und hatte noch das Glück, dass ich die Knackpunkte der Stunde (einer der DezernentInnen war auch noch Fachdezernent für das Fach) präzise benennen konnte.

    Das kann also durchaus gutgehen, wenn man vorbereitet ist und geistig flexibel ist, um dann die Knackpunkte der Stunde mit den Beratungsaspekten zu verknüpfen. Ich denke, das können viele andere AspirantInnen auch.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Das kann ich einerseits verstehen, aber das Setting ist vergleichbar. Man kann beide Arten von Gesprächen fachlich und strukturell vorbereiten und entsprechend führen. Man kann auch sich eine/n KollegIn schnappen und das in Vorfeld üben.

    Niemand erwartet einen perfekten Prüfungstag, bzw. dass man die künftig zu übernehmenden Aufgaben jetzt schon perfekt beherrscht. Ich hatte bis zu meinem Stellenantritt faktisch keine Ahnung von Untis und bin dann entsprechend zweimal nach Essen zu Pedav gefahren.

    Einmal abgesehen davon ist der TE ja nicht der erste mit einer solchen Revision - da gibt es an der Schule oder im Umfeld womöglich Menschen, die man fragen kann.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Tatsächlich hätte ich vor einer Unterrichtsnachbesprechung keine Angst. Ich war früher mal AKO und habe auch schon oft Referendare ausgebildet.

    Aber dieses neue Beratungssetting wirkt irgendwie so affektiert. Ich habe auch noch nirgendwo konkrete Hinweise darauf bekommen, was sich eigentlich genau darunter vorgestellt wird.

  • Aber dieses neue Beratungssetting wirkt irgendwie so affektiert.

    Das ist es auch. Das ganze Prinzip ist affektiert, aber es gibt eine Art Mensch, die das gut findet. Im pädagogischen Beteich sind diese häufiger anzutreffen, als in anderen Bereichen. Da musst du durch.

  • Tatsächlich ist das auch der Punkt, über den ich aktuell am meisten nachdenke.

    Ich würde mir bezüglich Digitalisierung einen Kollegen suchen, der persönlich gerne am Handy o.ä. hantiert, digitale Tools und Prozesse an der Schule/im Unterricht verweigert.
    Da tut sich ein ganzer Strauß an Fragen auf aus dem sich dann evtl. auch entsprechende Unterstützungsangebote für ihn persönlich oder auch für das Kollegium oder Teile davon ableiten lassen.

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :P

    8) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

    Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.

  • Aber dieses neue Beratungssetting wirkt irgendwie so affektiert. Ich habe auch noch nirgendwo konkrete Hinweise darauf bekommen, was sich eigentlich genau darunter vorgestellt wird.

    Tapp nicht in die Falle das abzuwerten, nur weil du Angst davor hast. Das macht es psychologisch nicht einfacher.

    Frag deine Dezernentin einfach, was sie erwartet. In der Regel bekommt du dann eine relativ präzise Beschreibung, was erwartet wird. Das kann viel Unsicherheit nehmen.

    Bist du dir sicher, dass die Beratung wirklich völlig frei und ohne Unterrichtsbeobachtung ist? Meiner Beratung ging damals sehr wohl eine Unterrichtsbeobachtung eines Kollegens voraus. Das ist jetzt natürlich schon etwas her.


    Falls dich die Sinnfrage dann doch noch quält.... ich berate so ca. 2-3 mal im Monat einen Kollegen. Das hängt natürlich von Position, Aufgabengebiet und vielleicht auch Schulform ab, aber das ist jetzt keine so abwegige Tätigkeit....

  • Tapp nicht in die Falle das abzuwerten, nur weil du Angst davor hast. Das macht es nicht einfacher.

    Frag deine Dezernentin doch einfach, was sie erwartet.

    Bist du dir sicher, dass die Beratung völlig frei und ohne Unterrichtsbeobachtung ist? Meiner Beratung ging damals sehr wohl eine Unterrichtsbeobachtung eines Kollegens voraus. Das ist jetzt natürlich schon etwas her.


    Falls dich die Sinnfrage dann doch noch quält.... ich berate so ca. 2-3 mal im Monat einen Kollegen. Das hängt natürlich von Position, Aufgabengebiet und vielleicht auch Schulform ab, aber das ist jetzt keine so abwegige Tätigkeit....

    Ich bin sehr sicher, dass mit dem Beratungsetting beispielsweise kein Unterrichtsbesuch verbunden ist. natürlich kann (und sollte es vielleicht sogar) einen Unterrichtsbezug haben.

    Wir haben einige OBAS bei uns in der Schule. Einige von denen suchen regelmäßig meinen Rat wenn es darum geht digitale Tools in ihrem Unterricht einzusetzen. Ich hatte an sowas für eine Beratung gedacht.

  • Frag das nochmal explizit nach.

    Ansonsten ist das von dir genannte doch ein guter Beratungsanlass. :top:

    Da du da Experte bist, denk dran keine fertigen Lösungen zu präsentieren, sondern den anderen dazu zu bringen bzw. ihn zu unterstützen selbst für sich geeignete Lösungsansätze zu finden.

  • Eine kollegiale Fallberatung ist bei dieser Stelle die viel sinnvollere Form der Prüfung als die Besprechung von Unterricht.

    In der zukünftigen Funktion wird eine Nachbesprechung von Unterricht in Form von Beurteilung garnicht stattfinden.
    Hingegen werden alle Nase lang Kollegen bei dir stehen und von dir Lösungen verlangen.

  • Der Philologenverband bietet dazu regelmäßig Fortbildungen an, die nächste Ende Januar ist aber schon ausgebucht. Ich fand die ganz gut.

    Danke Dir für den Hinweis. Allerdings muss ich bei sowas passen, da diese Sachen zur Unterrichtszeit sind und meine SL mich dafür nicht freistellen würde. Ich glaube hier im Haus hat das auch jeder ohne eine extra Fortbildung dazu gemacht. Muss das also alleine hinbekommen.

  • Danke Dir für den Hinweis. Allerdings muss ich bei sowas passen, da diese Sachen zur Unterrichtszeit sind und meine SL mich dafür nicht freistellen würde. Ich glaube hier im Haus hat das auch jeder ohne eine extra Fortbildung dazu gemacht. Muss das also alleine hinbekommen.

    Und das weißt du woher? Hast du jemals nach einer Fortbildung gefragt und wurdest nicht freigestellt?

  • Einmal abgesehen davon, dass Fortbildungen zu den Dienstpflichten gehören. Ggf. macht man sie in den Ferien.

    Jst, das bringt mir trotzdem nix mehr, wenn es Ende Januar ist.

    Sagtest du nicht, dass du in deiner Revision quasi erstmalig so ein strukturiertes Gespräch geführt hast? Hat doch auch geklappt, oder?

  • Die Schulleitung sollte doch ein Interesse daran haben, dass du auf deine Revision gut vorbereitet bist, immerhin wollte sie dich doch für die Stelle.

    Ja, alles gut ;) ...Es gibt ja ohnehin keinen Termin mehr vor der Revision. Die ist schon Ende März.


    Ich denke, ich ziehe meine Bewerbung zurück und versuche mich noch einmal neu zu strukturieren. Ich finde es ehrlich gesagt schade, da ich der Wunschkandidat der Schule war – also niemand, der sich irgendwie vorgedrängt hat – und das Ganze jetzt zwei Jahre lang mit viel Herzblut betrieben habe.

    Aktuell habe ich jedoch nicht das Gefühl, dass ich mich im vollen Schulbetrieb und mit Baby zu Hause auch nur annähernd ausreichend darauf vorbereiten kann, zumal wir zusätzlich noch ein Haus sanieren. Die Dezernentin hat mir bislang auch noch nicht auf meine Bitte um einen Telefontermin geantwortet.

    Ich betone auch hier noch einmal, dass es mir nicht um die Arbeitsbelastung vor Ort geht. Das habe ich bisher ja auch gut hinbekommen.

    Als meine SL damals mit mir das Gespräch geführt hat, stand ich vor einer komplett anderen Ausgangslage und ging fest davon aus, dass der Bewerbungs- bzw. Revisionsprozess maximal sechs bis zehn Monate dauern würde. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich bald Vater werde.

Werbung