Beiträge von Schmidt

    In der Tendenz sind es aber häufiger Frauen, die aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden. Siehe bereinigte Gender-Pay-Gap. Niemand leugnet, dass es Männer genauso treffen kann, ist halt nur deutlich seltener der Fall.

    Woher weißt du das? Der Gender Pay Gap existiert in der Realität nicht und ansonsten fehlt auch ein Nachweis, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts immernoch häufig benachteiligt werden. Dass eine Frau einen Job nicht bekommt oder nicht befördert wird, ist nicht automatisch Diskriminierung.

    Ich habe auch lange gedacht "mit guter Leistung macht Geschlecht keinen Unterschied" und wurde leider eines besseren belehrt.


    Und nein, Schmidt, meine Arbeit war definitiv besser, als die des Kollegen und ich bin definitiv besser für den Job qualifiziert gewesen. Sicherlich hat er besser verhandelt. Aber wenn ein Tarifvertrag gilt, dann sollte das so nicht möglich sein.

    Woher weißt du, dass du aufgrund deines Geschlechts diskriminiert wurdest? Dass du weniger verdient hast und nicht entfristet wurdest ist dafür kein Nachweis. Hast du machgefragt, warum du im Gegensatz zu deinem Kollegen nicht entfristet wurdest? Hast du gefragt, warum der Kollegen anders eingruppiert wurde als du und dich ebenfalls höher gruppieren lassen?

    Vor dem Referendariat hab ich ja in der "freien Wirtschaft" gearbeitet. Relativ gleichzeitig mit mir wurde auch ein Mann für exakt die gleiche Tätigkeit eingestellt. Laut seiner Aussage bekam er eine Gehsltsstufe höher.


    Übrigens waren wir beide befristet. Ratet mal, wer nach der Befristung nen festen Vertrag bekommen hat und wer die weitere Befristung? Und nein, er hat nicht bessere Arbeit geleistet. Über ihn gab es mehrfach Beschwerden. Und ich war formal auch definitiv besser qualifiziert als er.

    Vielleicht mochten deine Vorgesetzten keine Frauen (wobei sich dann die Frage stellt, warum du überhaupt eingestellt wurdest). Vielleicht war die Chemie zwischen den Entscheidern/dem Chef und dem Kollegen besser. Vielleicht hat er besser ins Team gepasst. Vielleicht hast du nicht alles mitbekommen. Vielleicht hat er besser verhandelt und deshalb mehr Geld bekommen. Vielleicht kann man als Kollege nicht immer einschätzen, wie gut die Kollegen arbeiten (weil man sich ja hoffentlich auf die eigene Arbeit konzentriert). Vielleicht hatte er Wissen und Fähigkeiten, die sich nicht zwangsläufig in formalen Dokumenten widerspiegeln. Vielleicht hat er sich und seine Leistung deutlicher dargestellt und war so sichtbarer als du.

    Hast du nachgefragt, warum die Entscheidung für die Entfristung so ausgefallen ist? Hast du gefragt, auf welcher Grundlage dein Kollege mehr Geld bekommt und entsprechend nachverhandelt?

    Es ist schon etwas einfach gedacht, sich auf Diskriminierung auszuruhen, wenn es auch ständig Männer gibt, die Jobs nicht bekommen, die weniger verdienen als ihre (auch weiblichen) Kollegen oder die im Gegensatz zu Kollegen nicht entfristet werden.

    Jetzt hab ich mich in die Titanic von Cobi verliebt. Die ist aber nicht ganz billig, die muss ich mir wohl vom Christkind wünschen.

    Mit rund 2800 Teilen ist das ein Mordsteil, da ist der Preis schon angemessen (aber natürlich schon eine Hausnummer). Man kann sich auch selbst beschenken oder sich selbst für die großartige Arbeit danken. :pirat:

    Ach, und die TE ist doof, weil sie das Thema startet und dann schließen will?

    Das war ein Scherz. Wie man leicht an dem einleitenden "Pft" und der Art der Formulierung erkennen kann.


    Zitat

    Wenn du meinst, dann beantworte aber fairerweise meine Fragen vom Anfang an dich und wirf bitte nicht noch ein solches Abschlusswort in die Diskussion ein, das wird nicht dem gerecht, was ich geschrieben habe.

    Welche Frage war das?

    Nein, weil die Zahl einfach nicht stimmt. Wer weniger und/oder in schlechter bezahlten Berufen arbeitet, bekommt eben weniger Geld. Das hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern damit, dass die Person eben in einem schlecht bezahlten Beruf und/oder weniger als Vollzeit arbeitet. Im Lehrerberuf gibt es ja auch keinen gender pay gap, obwohl Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten und deshalb vermutlich statistisch gesehen weniger verdienen, als Kollegen in Volzeit.


    Ansonsten bin ich raus. Vergewaltigung mit Berufswahl zu vergleichen und mit Zahlen zu arbeiten, die gar nicht das abbilden, was man behauptet, ist in einer Diskussion nicht besonders hilfreich.

    Den zusätzlichen und völlig unnötigen Kampf darf man doch bitte abschaffen wollen?

    So ist aber nun mal das Leben. Wo viele Menschen zusammen kommen, gibt es Wettbewerb und wo es Wettbewerb gibt, da gibt es "Kampf". Dazu müssen nicht mal Ressourcen knapp sein, aber wenn sie es sind (Zeit, Geld, Ansehen, Macht), dann wird der Wettbewerb erst recht zum Kampf. Das lässt sich in unserer Gesellschaft nicht abschaffen. Das lässt sich zum Beispiel durch ein bedingungsloses Grundeinkommen abfedern, damit nicht alle gezwungenermaßen am Kampf teilnehmen müssen, aber wer mehr Ressourcen will, kommt nicht am Kampf vorbei. Egal ob als Mann oder Frau.


    Zitat

    Du hast insofern recht, es sollte nicht nur um Einzelerfahrungen gehen. Dass Frauen strukturell benachteiligt werden und vor allem wurden ist aber kein Privatvergnügen und ich verstehe auch nicht, warum das jemand abstreiten wollen sollte.

    Wurden ja.

    Aber wo werden Frauen heute noch aufgrund ihres Geschlechts strukturell benachteiligt?

    Aufgrund der Funktion als Kindererzieher und Angehörigenpfleger gibt es noch strukturelle Probleme, das stimmt. Die zu beseitigen wäre für alle wünschenswert. Das hängt aber nicht automatisch am Geschlecht, sondern wird durch die freiwillig gewählte Familienstruktur zu einem Problem, das überwiegend Frauen trifft. Kein Gesetz verbietet es, dass der Vater zuhause die Kinder hütet, während die Mutter bspw. ihre berufliche und politische Karriere pflegt oder Vollzeit weiter arbeitet, während der Vater in Teilzeit geht oder seinen Beruf vorerst ganz aufgibt.

    Mich stört nicht grundsätzlich der Wunsch danach, dass die Strukturen kinder- und familienfreundlicher werden sollen, damit wäre ja allen geholfen. Mich stört das Narrativ der armen vom System gebeutelten Frau, das einfach vollkommen an der Realität vorbei geht.


    Zitat

    Ob das Binnensternchen daran viel ändert, daran könnte man natürlich zweifeln, aber wie gesagt, es ist nicht mehr wegzureden, weil es bereits existiert. Vielleicht gibt's ja noch praktischere Varianten, wie man die durchsetzen kann, weiß ich nicht.

    Nein, tut es nicht. Ja, es existiert, man muss es aber nicht verwenden. Eine praktischere Variante wäre es, die Sprache so zu verwenden, wie sie funktioniert, so bspw. mit generischem Maskulinum und Kinder und jugendliche dahingehend zu unterrichten. Wenn man Sprache unbedingt von oben herab ändern will (immer eine ganz super tolle Idee), dann bietet sich die Einführung neuer Wörter bzw. einer neuen Endung als geschlechtsneutrale Endung an. Das ist alles besser, als diese gekünstelte Konsturktion, die Geschlecht betont, wo es vollkommen irrelevant ist.

    Den Held der Steine auf youtube kann ich auch empfehlen. Da hat man was zu tun. Ist auch gut geeignet, um es bei. Bauen nebeher laufen zu lassen. Ca. einmal im Monat baut er mit seiner Freundin im Live Stream ein größeres Set, das ist eine nette Sonntagsberieselung, wenn man selbst an Sets baut.

    Im neusten Video stellt er von Bluebrixx einen riesigen Lockschuppen vor. ~5600 Teile + ~1400 Teile 8).


    Lego ist mittlerweile sauteuer, aber wenn man die Lizenzprodukte haben will, kommt man leider nicht drumherum. Wir haben auch die Saturn V gebaut und einen schicken X-Wing rumstehen. Die Harry Potter Sachen hole ich übernächste Woche beim Held der Steine (der Laden hat nur 3 Tage im Monat offen).


    Wenn man auf Panzer und Schiffe steht, ist Cobi herausragend. Die Teile Qualität, die Modell Qualität und die Klemmkraft sind der Hammer. Wir haben hier eine Bismarck (ca. 2000 Teile) und seit dem letzten Wochende noch eine Graf Zeppelin (ca. 3000 Teile) stehen. Die sind schon ansehnlich.


    BlueBrixx hat im Moment hauptsächlich Xingbao Steine, das kann sich aber ändern. Die finde ich interessant, weil sie Sets anbieten, die gut aussehen und die thematisch von anderen nicht bedient werden.


    Hachja, Klemmbausteine sind ein tolles Hobby.

    Das sehe ich genauso. Mir geht es nur darum, dass man diese Eignung eben hinterfragen dürfen muss.

    Natürlich muss jeder gleichbehandelt werden, wenn das Gegenteil nicht begründet werden kann. Nur muss es eben erlaubt sein, dies zu prüfen.

    Der Herr aus dem Video hat ein 2.Staatsexamen. Er hat wie alle anderen das Studium und Ref geschafft und ist qualifizierter Lehrer. Seine Qualifikation aufgrund der Behinderung in Frage zu stellen, ist dreist. Natürlich darf man sich darüber unterhalten ob er Hilfe benötigt um seiner Arbeit nach gehen zu können und wie diese aussehen soll, dass er unter Umständen Hilfe benötigt ist aber ganz sicher kein Kriterium.

    CDL


    Ich habe schon verstanden. Du gefällst dir gut in der Opferrolle.

    Ich sehe da keine Opferrolle, in die sich CDL begibt. Sie hat Einschränkungen und arbeitet hart dafür, ihrem Wunschberuf dennoch nachgehen zu können. Dass dabei Hilfe, bspw. durch einen Assistenzhund notwendig ist, ist ja für alle anderen objektiv keine große Sache (sehr starke Allergien hier ausgenommen, aber das ist planbar). Jeder braucht mal Hilfe und/oder kann krank werden. Diese Art der Unterstützung ist sogar gut einplanbar.


    Ich bin zwar auch gegen Quoten für (schwer)behinderte (so, wie gegen jede andere Form von Quoten), finde es aber durchaus richtig, dass im ÖD gesondert begründet werden muss, wenn ein schwerbehinderter Bewerber eine Stelle nicht bekommt.

    So ein Käse, ich wiederholte die Worte von Susi, dass sie kämpfen musste und schrieb, dass ich hoffe, dass es künftigen Mädchen besser gehe als denen, die kämpfen mussten.


    Woher weißt du noch mal, wie es Mädchen so geht?

    Jeder muss kämpfen. Ein Studium ist anstrengend, Karriere ist anstrengend, jede Situation, in der man sich gegen andere Menschen durchsetzen muss, ist anstrengend.


    Woher weißt du, wie es Mädchen so geht? Du weißt, wie es dir ging. Wenn mein weibliches Umfeld irrelevant, ist, weil das nur Wissen und Erfahrungen aus zweiter Hand sind, dann ist es deins auch.

    Ich hab lediglich nachgefragt, das wird hoffentlich auszuhalten sein. Aber die Vehemenz, mit der das hier diskutiert wird finde ich bemerkenswert, es ist eben nicht alles egal.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es unglaublich nervig ist, sich, von Männern und Frauen, ständig erzählen zu lassen, wie furchtbar unterdrückt und ausgeschlossen man sich gefälligst zu fühlen hat.

    Als armes benachteiligtes Arbeiterkind einer alleinerziehenden Mutter, die solange ich denken kann mit Hartz IV aufstocken musste, kann ich davon auch ein Lied singen.

    Bewundernswert, mit welcher Sicherheit hier manche wissen, was andere stört oder nicht.

    Nunja, von Erwachsenen erwarte ich, dass sie sagen, wenn sie etwas stört. Ich kann keine Gedanken lesen und es ist auch nicht meine Aufgabe, die Befindlichkeiten anderer Erwachsener zu erspüren.


    Zumal einzelne Frauen hier auch versuchen für alle Frauen zu sprechen. "Wir Frauen tuen dies", "Wir Frauen tuen das" und dabei übersehen, dass es genauso wenig ein "wir Frauen" wie ein "wir/ihr Männer" gibt.


    Edit: persönliche Ausführungen gelöscht. Er wills ja so oder so nicht verstehen.

    Ich find es super, dass pepe bei "Ärzte" nicht nur an Männer (und die beste Band der Welt) denkt, aber im Allgemeinen, ist das Verständnis ein anderes, u.a. auch bei Kindern und Menschen mit weniger Bildungshintergrund. Da ich ne ähnliche Erfahrung gemacht habe, wie Veronica Mars (Eine Professorin von mir verwendete durchgehend das generische Femininum und aufeinmal war für mich sichtbar, wie viele Frauen auch Wissenschaftler(innen) sind), mache ich die üblichen Awareness-Tests in allen meinen gymnasialen Oberstufenkursen.

    Es ist doch vollkommen offensichtlich, wieviele Frauen in der Wissenschaft und ansonsten auch überall tätig sind. Dafür muss man nur einfach mal hingucken und nicht mit Scheuklappen vor den Augen durchs Leben gehen.Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man das nicht sehen kann.

    Zitat

    Natürlich ist das Ergebnis nicht repräsentativ, aber wenn auch nur eine Person pro Gruppe das generische Maskulinum als solches identifiziert, ist das schon viel. Insofern könnte die Frage, ob eine Anpassung wichtig oder nicht wichtig ist, möglicherweise doch nicht nur eine Frage des individuellen Geschmacks sein.

    Es kommt immer auf Kontext, Relevanz und Framing an. Insofern war das Versuchsdesign bei allen "Awareness Tests" über die ich bisher etwas gelesen habe unbrauchbar. Vielleicht hast du ja Vorschläge für einen sinnvollen Test?


    Zitat

    Im Übrigen ist mitunter auch das generische Maskulinum nicht eindeutig, sondern missverständlich, wie in diesem viel ziterten Satz aus der Strafprozessordnung deutlich wird: „Zur Verweigerung des Zeugnisses sind berechtigt 1. der Verlobte des Beschuldigten oder […] 2. der Ehegatte des Beschuldigten […]"

    Das ist überhaupt nicht missverständlich. Verlobte, Beschuldigte, Ehegatten können männlich, weiblich oder divers sein. Welches Geschlecht wer denn nun tatsächlich hat, ist vollkommen irrelevant. Insofern genau richtig formuliert.

    "Zur Verweigerung des Zeugnisses sind berechtigt 1. der/die Verlobte* der/des Beschuldigten* oder [...] 2. der/die Ehegatte/Ehegattin* der/des Beschuldigten* [...]" ist wesentlich unhandlicher und schlechter lesbar, ohne, dass es einen Informationsgewinn gibt.

    Für Interessierte kann ich übrigens den Vortrag von Anatol Stefanowitsch "Gerechte Sprache ist moralische pflicht" auf Spotify empfehlen.

    Du findest auch Vorträge von Menschen, die dir erklären, dass Gottesglaube moralische Pflicht ist oder die Unterordnung unter den Mann. Jedesmal, wenn der moralische Zeigefinger gehoben wird, frage ich mich, warum die Menschheit noch immer nicht gelernt hat, dass das Aufzwingen der eigenen Moralvorstellungen und das Hervorheben der eigenen Moralität noch nie sinnvoll war.


    Du darfst natürlich schreiben, wie du möchtest. Das mache ich auch. In meinem Alltag stört das tatsächlich niemanden. Und hier hat sich auch noch niemand nicht angesprochen gefühlt, weil ich Lehrer, Schüler etc. schreibe. Schon merkwürdig.

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