Das ist deine Unterstellung, woher auch immer du die genommen hast.
Schau dir den Diskussionsverlauf nochmal an.
Was Menschen privat machen und sich einbilden ist deren Sache. Du kannst dir auch einbilden, dass 1 l Cola am Tag gesund für dich ist. Wenn du aber anfängst, Kindern zu erzählen, dass 1 l Cola am Tag gesund ist, dass Zucker Krankheiten heilt und das bezahlt haben willst, wird es zum Problem.
Mein Argument war nicht, dass man alles bezahlen soll, sondern dass man die Nachteile der Evidenzbasierung beachten muss und dabei auch berücksichtigen muss, dass bestimmte Therapien zu wenig erforscht sind.
Ja, so ist das. Menschliche Zeit und Geld sind begrenzt. Das ist keine neue Erkenntnis.
Wenn man allein evidenzbasierte Therapien bezahlt, schließt man alle aus, die durch mangelnde Forschung benachteiligt sind, dazu gehören Frauen, Kinder, Erkrankte seltener Krankheiten, aber auch Erkrankte häufiger Krankheiten, die bisher nicht genug beachtet und erforscht wurden - siehe Endometriose und Fatigue.
Welche Forschung hätte denn deiner Meinung nach länger warten können? Wer darf früher sterben, weil Endometriose erforscht wird, die zwar sicher schmerzhaft sein kann, aber seltennjemanden umbringt?
Vor Corona war ME/CFS relativ selten. Dass eine Krankheit erst forschungsrelevsnt wird, wenn sir eine hinreichende Zahl an Menschen dauerhaft an der Erwerbstätigkeit hindert, ist im Rahmen unseres Systems normal. Kann man doof finden, aber so ist es eben.
Forschungsgeld und -zeit ist stark begrenzt.
Nur weil das in der Forschung bisher keine Berücksichtigung fand, kann man doch diesen Menschen, die eine schwere Erkrankung haben und auch in anderen Belangen durch das Netz fallen, nicht auch noch die medizinische Hilfe versagen und sie auf Forschung in zig Jahren vertrösten.
Zuckerkugeln sind keine medizinische Hilfe.
Bei Off-Label Medikamenten, die helfen könnten, sollten die Kassen durchaus über eine Finanzierung nachdenken dürfen. Zumal dann ja in der Regel eine Evidenz vorliegt. Das dürfen sie aber zur Zeit nicht.
Das ist genau das, was Menschen mit Endometriose oder Fatigue erleben, aber gutheißen oder mit „So ist das im Kapitalismus“ vom Tisch wischen muss man das nicht.
Ja, ist schlimm. Und jetzt? Es geht nurbdarum, dass man Lebensrealitäten anerkennt. Was genau soll man denn deiner Ansicht nach machen, das zielführend (!) ist?
Weil ihr euch von Homöopathie triggern lasst, kommt ihr zu Aussagen, die die bisherige Benachteiligung in Medizin und Forschung weiter unterstützen.
Ne, das ist wirklich zu platt. Niemand lässt sich hier von Homöopathie triggern. Dass Erwachsene irgendwelchen Wunderheilernnauf den Leim gehen ist ja nicht mal etwas Neues. Die Leute, die Homöopathie verkaufen sind einfach gut darin, leichtgläubige Menschen zu verarschen, die dann auch noch danke sagen. Die "nigerianischem Prinzen" können sich da eine Scheibe von abschneiden.
Da hilft dein Verweis auf den Sportverein gar nicht, den kannst du dir mit Fatigue nämlich entweder sparen, weil du die Energie dazu nicht hast, oder nicht mehr leisten.
Homöopathie hilft bei Fatigue auch nicht.
Im Gegensatz dazu hilft der Sportverein aber häufig durchaus bei Rückenschmerzen und depressiven Verstimmungen, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck erst recht.