Stress und Bluthochdruck sind grundsätzlich kein sinnvoller Grund für eine Teildienstunfähigkeit. Die wäre sinnvoll, wenn es dauerhaft unmöglich sein sollte, den Dienst vollumfänglich zu erfüllen. Danach klingt das, was du beschreibst aber nicht. Das klingt eher nach einer temporären Überforderung, die man in den Griff kriegen kann.
Ich persönlich würde mich, sollte der Dienst tatsächlich nicht mehr ohne Leidensdruck möglich sein, krank schreiben lassen. Die Zeit sollte dann dafür genutzt werden, Stressbewältigungstechniken zu lernen, eine Sportroutine zu entwickeln (Ausdauersport und isometrische Übungen reduzieren den Blutdruck ganz natürlich), die Ernährung umzustellen (wenig Salz, Volkornprodukte, ggf. Gewichtsreduktion; auch das senkt den Blutdruck auf natürliche Art) und erstmal wieder klar zu kommen. Unter Umständen kommt danach sogar eine Wiedereingliederung in Frage.
Aus der Situation muss man kein Drama machen. Es kommt bei vielen Menschen vor, dass sie durch eine ungünstige Kombination von Umständen temporär mental und/oder körperlich überfordert sind. Die Zeit, das wieder in den Griff zu bekommen, sollte man sich nehmen, damit daraus kein Dauerzustand wird.