Beiträge von Schmidt

    Ich habe genau das geschrieben und gemeint, was da steht, und auch nichts anderes behauptet, und ganz offensichtlich haben es der überwiegende Teil der hier mitlesenden auch richtig verstanden,

    Der überwiegende Teil der Mitlesenden hat sich gar nicht dazu geäußert. Woher meinst du zu wissen, wie deine Aussagen verstanden wurden?

    Zitat

    im Gegensatz zu einem kleinen Teil, der sich einfach nur am von mir oben beschriebenen Prinzip der moralischen Empörung festhalten möchte.

    Der einzige, der hier mit Moral argumentiert, bist du.

    So ein Quatsch, ich rede schon mal gar nicht von "Staatsoberhäuptern anderer Staaten" (was Maduro auch aus unserer Sicht gar nicht ist, denn die EU hat die Anerkennung seiner Wahl abgelehnt).

    Ja gut, wenn du gar nicht meinst, was du schreibst, ist das natürlich schlecht für eine Diskussion.

    Dazu, was ich gut finde, habe ich überhaupt nichts geschrieben, aber das weißt du auch, ich habe nur ein Muster kritisiert, in das dein Kommentar genau passt:
    Immer, wenn etwas in der Welt passiert, kommt aus Deutschland moralische Empörung, die sehr gerne über die komplexe Situation vor Ort hinwegsieht und einfache, prinzipielle Standpunkte einnimmt. Wenn dann Inhaltliche Hinweise darauf kommen, dass man es sich zu einfach macht, entzieht man sich der Diskussion durch Rückzug auf moralische Prinzipien, die gleichzeitig aber keinerlei Verantwortung für die Folgen übernehmen, wenn man sich tatsächlich an diese Prinzipien halten würde.

    Welche Folgen meinst du? Du hast keine logische Konsequenz daraus benannt, dass sich Staaten nicht unaufgefordert militärisch in anderen Staaten betätigen sollten.

    Die "moralische" Position nimmst doch gerade du ein. Maduro sei böse, deshalb dürfe er selbstverständlich von den USA entführt werden.

    Also gar kein Völkerrecht? In jedem Staat gilt das Recht des stärkeren, wenn irgendwo das Militär putscht und die Regierung an die Wand stellt, hat der Rest der Welt das hinzunehmen, weil man sich in die Angelegenheiten anderer Staaten nicht einmischt?

    Völkerrecht gilt zwischen Staaten, nicht innerhalb der Staaten. Also ja, das muss der Rest der Welt grundsätzlich so hinnehmen. Das tut er in der Regel auch.

    Zitat

    Um die nächste Antwort direkt vorweg zu nehmen: dass die Idee "Die UN entscheidet und legitimiert im Bedarfsfall ein Eingreifen von außen" nicht funktioniert, hat sich in den letzten Jahren wohl ziemlich eindeutig gezeigt.

    Das ist ein Problem der UN und legitimiert nicht, dass sich jemand als Weltpolizei aufspielt und Staatsoberhäupter, die ihm nicht gefallen entführen lässt.


    Auf internationaler Ebene herrscht Anarchie, Insofern also genau das, was du gut findest: das Recht des Stärkeren. Wer aufgrund militärischer Stärke einen anderen Staat (und dessen Verbündete) nicht fürchten muss, kann machen, was er will. Regierungschefs entführen, Krieg spielen um an Öl zu kommen, "die Demokratie verteidigen" etc. pp.

    Ui, dein Problem ist also noch grundlegender. Natürlich mischen sich Staaten ständig (und sogar fast immer ungefragt) in die Angelegenheiten anderer Staaten ein, selbst wenn sie nicht gleich Krieg führen.

    Ich habe schon verstanden, dass du es toll findest, wenn Staatschefs entführt werden. ;)

    Warum und für wen genau?

    Du verstehst also auch nicht, was das Problem dabei ist, dass die USA mal wieder ungefragt in einen anderen souveränen Staat einfallen und dort das Staatsoberhaupt entführen? Hier tuen sich wirklich Abgründe auf.

    Die Ausführungen zu dem Staat und deine Vorstellung davon, dass die Entführung aus deiner Sicht moralisch richtig ist, sind vollkommen unerheblich. Staaten haben sich nicht ungefragt in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen.

    Mit anderen Worten, er hat dann das getan, was er der SL vorwirft?

    Dann haben sich ja zwei gefunden, die äußerst zufrieden mit der gegenseitigen Konfliktlösung sein müssten.

    Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Wenn sich jemand mir gegenüber arschig verhält, dann erfülle ich natürlich meine Verpflichtungen weiterhin, ich tue der Person aber weder Gefallen noch mache ich mehr, als ich muss.

    Und genauso wie sich die Legende hält, dass man eine schlechte Note bekommt, wenn man etwas gegen die Lehrkraft sagt

    Das kommt sicher seltener vor, als Schüler denken, aber natürlich gibt es solche Lehrkräfte. Man muss schon sehr naiv sein und mit Scheuklappen durchs Leben gehen, wenn man ernsthaft glaubt, dass solche Kollegen nicht existieren.

    Stress und Bluthochdruck sind grundsätzlich kein sinnvoller Grund für eine Teildienstunfähigkeit. Die wäre sinnvoll, wenn es dauerhaft unmöglich sein sollte, den Dienst vollumfänglich zu erfüllen. Danach klingt das, was du beschreibst aber nicht. Das klingt eher nach einer temporären Überforderung, die man in den Griff kriegen kann.

    Ich persönlich würde mich, sollte der Dienst tatsächlich nicht mehr ohne Leidensdruck möglich sein, krank schreiben lassen. Die Zeit sollte dann dafür genutzt werden, Stressbewältigungstechniken zu lernen, eine Sportroutine zu entwickeln (Ausdauersport und isometrische Übungen reduzieren den Blutdruck ganz natürlich), die Ernährung umzustellen (wenig Salz, Volkornprodukte, ggf. Gewichtsreduktion; auch das senkt den Blutdruck auf natürliche Art) und erstmal wieder klar zu kommen. Unter Umständen kommt danach sogar eine Wiedereingliederung in Frage.

    Aus der Situation muss man kein Drama machen. Es kommt bei vielen Menschen vor, dass sie durch eine ungünstige Kombination von Umständen temporär mental und/oder körperlich überfordert sind. Die Zeit, das wieder in den Griff zu bekommen, sollte man sich nehmen, damit daraus kein Dauerzustand wird.

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