Beiträge von Schmidt

    Um das klar zu stellen: Ich will nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren. Wo hast du das denn her?

    Wenn du nicht mit Schülerinnen alleine bzw. mit ausschließlich männlichen Kollegen auf Klassenfahrt darfst und das auch gar nicht willst, was genau ist dann dein Problem? Ich verstehe es wirklich nicht.

    Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts gibt es an vielen Stellen des Lebens. Ungerecht ist diese Ungleichbehandlung in den wenigstens Fällen.

    In den USA hätte man auch sagen können: Das ist doch eine kleine Ungerechtigkeit, die ist die Mühe nicht wert, sich daran abzuarbeiten, da findet man sich mit ab.

    Was genau empfindest dubals Ungerechtigkeit? Dass du nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren darfst? Nicht jede Ungleichbehandlung ist ungerecht. Warum wäre es im Allgemeinen gerechter, wenn du mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt dürftest?

    Zitat

    Der Vergleich ist vielleicht sehr hoch gegriffen

    Nur ganz vielleicht

    Schon, aber die Schule hat eine Homepage, wer Interesse an einem Jahr Italien hat, wird in der Lage sein, zu googeln.

    Die braucht man nicht googlen, der Link steht im Ausgangspost. Die Stellenausschreibung auf der Website scheint aber keine nennenswerten Informationen zu enthalten.

    Und genau deshalb ist ein Boykott, ist eine Nichtteilnahme der Nationalmannschaft das richte Zeichen.

    Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass irgendeine relevante Mannschaft die WM boykottiert? Da geht es um viel Geld.

    Warum geht ihr automatisch davon aus, dass jemand, der sich frisch weg vom Jura-Referendariat in Großkanzleien bewirbt, sofort mit Handkuss genommen und irrsinnig hohem Verdienst eingestellt wird?

    In der Regel haben Jura Absolventen eine recht realistische Einstellung zu ihrem weiteren Verlauf. Wenn jemand fest mit der Einstellung in eine Großkanzlei rechnet, dann hat die Person in der Regel ein Prädikatsexamen, erwartet im zweiten Examen ebenfalls ein Prädikat und hat die Wahlstation im Referendariat schon in einer Großkanzlei verbracht. Häufig gibt es sogar schon ein Einstellungsangebot für nach dem zweiten Examen. Und tatsächlich ist ein doppeltes Prädikat fast eine Einstellungsgarantie.

    BWLer solltest du auf keinen Fall mit Juristen in einen Topf werfen.

    Wenn ich die Berichterstattung der letzten Monate richtig mitverfolgt habe, ist es selbst für Gutverdiener (m/w/d) schwierig, in München eine Wohnung zu bekommen. Das dürfte dann erst Recht für ein Paar mit 1x Lehrkraft im Vorbereitungsdienst und 1x Trainee/Berufseinsteiger der Fall sein.

    Wenn sein/ihr Partner am unteren Ende des Großkanzleigehalt einsteigt, haben die beiden zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen in den oberen 10% Deutschlands. Nach dem Ref sind die beiden in den oberen 4% Deutschlands.

    Bitte nicht so viel Informationen.

    Welches Bundesland? Wie gut liest die Klasse? Wo seid ihr zu dem Zeitpunkt thematisch? Wie lang bist du als Praktikant in der Klasse? etc. pp.

    Eine Frage hätte ich noch: Du hast ja gestern die rührende Geschichte mit dem Nachbarsjungen Rainer erzählt. Es ist eine Sache, in einem inklusiven Setting zu arbeiten oder ehrenamtlich Menschen mit Einschränkungen zu helfen, aber könntest du dir auch konkret eine gleichberechtigte Freundschaft mit einer Person mit Down-Syndrom vorstellen? Hattest du in den letzten 20 Jahren eine Freundschaft mit einer Person mit (vergleichbaren) Einschränkungen? Es geht mir dabei nicht darum, dich hier in irgendeiner Form zu verurteilen, sondern vielmehr darum, ein ganzheitliches Bild zu erhalten.

    Wärst du inklusiv beschult worden, würdest du wahrscheinlich nicht über Menschen mit Behinderung schreiben, als wären sie Aliens.

    Und genau das ist der Punkt. Wer welche Freundschaften bis ins Erwachsenenalter pflegt, ist irrelevant.

    Wenn es um gesellschaftliche Teilhabe geht, und darüber sprechen wir doch, bin ich mal so direkt und würde dich fragen, wie viele deiner Schülereltern du dir ernsthaft als gute Freunde vorstellen könntest. Wie hoch schätzt du den Anteil an Lehrkräften in deinem Kollegium, die mit mindestens einem Elternteil eines Schülers (m/w/d) deiner Schule gut befreundet ist?

    Toleranz und inklusive Gesellschaft, da bin ich auch dafür, aber wir müssen uns da an die eigene Nase fassen und uns selbstkritisch fragen, ob wir selbst in unserem Privatleben so tolerant und inklusiv sind wie wir uns wiederum Schule wünschen.

    Wo ist der Zusammenhang zum Thema?

    Die beschriebene Situation ereignete sich vor circa 50 Jahren. Das finde ich weniger "unfassbar" als den Umstand, dass heute, im Jahr 2026, Identitätskategorien wie ethnischer Hintergrund, ökonomischer Status, sexuelle Präferenz sowie politische und religiöse Ansichten immer noch primäre Faktoren sind, nach denen Mitglieder unserer Gesellschaft entscheiden, ob sie Freundschaften eingehen oder nicht.

    Ich fand hier ein interessantes Zitat:

    ( Quelle )

    Das Zitat (am Beispiel der Identitätskategorie "race") bestätigt meine Vermutung, dass Schule zwar ein Ort sein kann, an dem Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Identitätskategorien aufeinander treffen und womöglich sogar Freundschaften schließen, diese Freundschaften nach Ende der Schulzeit jedoch seltener Bestand haben als Freundschaften von Menschen gleicher Identitätskategorien.

    Bei allen Überlegungen rund um das Thema "Schulentwicklung und Gestaltung von Bildungsprozessen" sollten wir stets im Hinterkopf behalten, dass Schule nie isoliert betrachtet werden kann, sondern immer auch mit Bezug auf die Zeit danach.

    Ergibt Sinn. Weil weiße Menschen ja nach der Schule eh nie mit schwarzen oder braunen Menschen befreundet bleiben, sollten wir Schulen nach Hautfarben trennen. Nach Vermögen der Eltern sollte so oder so getrennt werden. Das ist ja klar.

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