Beiträge von Schmidt

    Mich regen diese Kategorisierungen wahnsinnig auf. Hat jemand mal Väter in Schubladen einsortiert?

    Genau die alten Knacker, die in Frauen nur noch Mütter sehen, wenn sie das erste Mal schwanger sind, sind auch diejenigen, die Männer für weiche Versager die Frauenarbeit machen halten, wenn diese Männer Elternzeit nehmen (wollen). Also ja, Leute die solche Schubladen aufmachen, haben Schubladen für alle.


    Auf die Gefahr hin, mit digitalen Steinen beworfen zu werden: Frauen machen ständig Schubladen für andere Frauen und für Männer auf. Ich höre ständig von Müttern, dass sich die Väter nicht so stark an der Erziehung beteiligen, gleichzeitig wird aber erwartet, dass diese Väter den Familienunterhalt verdienen, zwei Autos und zwei Urlaube im Jahr finanzieren. Das geht in der Regel nicht, wenn man den Nachmittag auf dem Spielplatz verbringt. Andere Mütter beklagen sich, dass der Vater nicht dazu in der Lage sei, sich um seine Kinder zu kümmern. Ja wie denn auch, wenn er das nicht üben darf? Dass das jemand grundsätzlich nicht kann, halte ich für ein Gerücht. Dass Mütter häufig gatekeeper sind, die selbst den Vater des Kindes ganz genau kontrollieren und beim ersten (vermeintlichen) Fehler die Kindessorge wieder ansich reißen, ist mittlerweile auch wissenschaftlich untersucht.

    Meine Lieblings-Schubladen-Anekdote ist die des Umzugs eines Kumpels. Die sind bei anderen Freunden in die zweite Wohnung im Zwei-Familien-Haus gezogen. Wir haben Umzug gemacht und die Frau des Einziehers hat selbstverständlich Kisten und Möbel geschleppt, wie wir alle. Da meinte die Frau des bereits dort wohnenden Kumpels allen Ernstes, warum sie denn Sachen trage. Das sei Männer Arbeit, sie solle lieber für Snacks für die Männer sorgen. Und das von einer studierten Lehrerin. Wir haben sie ignoriert und weiter gearbeitet.

    Alle Lehrer*innen in Hessen durften sich endlich letzte Woche im Impfzentrum registrieren. Bis zum tatsächlichen Impftermin kann es trotzdem noch Wochen dauern. Ich selbst bin als Risikopatient*in seit 2 Monaten registriert und habe noch keinen Termin. Wahrscheinlich werde ich aber schon geführt unter "Impfangebot gemacht".

    Ich habe mich auch registrieren lassen.

    Meine Schwiegereltern (Gruppe 2) warten immernoch (mittlerweile seit 6 Wochen). Ich bin gespannt, wer von uns zuerst dran ist (unterschiedliche aber benachbarte Kreise/Imofzentren).

    Schmidt , ich müsste theoretisch auch nicht über die wissenschaftlich eindeutig nachgewiesenen Mängel anderer urteilen, weil es sind deren Kinder. Das tue ich aber, wenn mein Kinder dort spielen will. Es geht nicht darum, was du oder ich gut finden, sondern dass man feststellt, dass man irgend etwas gut/schlecht findet und andere das so/anders sehen oder vielleicht auch genauso sehen, aber nicht ändern können.

    Diesen Unterschied

    "Finde ich persönlich nicht gut und das muss ich aber auch jeder Mutter, die das so handhabt gleich auf die Nase binden" und "Finde ich nicht gut, aber leben und leben lassen, ist nicht mein Kind." siehst du aber schon? Natürlich hat jeder Meinungen zu den unteschiedlichsten Themen. Soweit waren wir schon längst. Das hat hier glaube ich niemand bezweifelt. Es geht darum, wie man damit umgeht und wie sehr man Kinder anderer Eltern aktiv ausschließt, weil diese Eltern andere ansichten haben.


    Was geht es dich an, wenn andere Frauen nicht stillen? Oder wenn andere Eltern kein Problem mit Plastikdippchen, ihrem fetten Diesel SUV, echtem Pelz, Industriezucker oder Pepsi Cola haben? Du stellst dich da sicher nicht mit erhobenem Zeigefinger hin und erklärst denen die Welt. Und wenn sich deren Kind mit deinem in der Schule blendend versteht und sie bei den anderen Eltern im Garten spielen wollen, verbietest du das ja hoffentlich nicht, weil es passieren kann, dass dein Kind vielleicht ein Snickers isst.

    Mein 1. Kind ist bei einer Außentemperatur von -10 Grad und dicker Schneedecke geboren. Ich habe allen Ernstes die Hebamme gefragt, ob ich mit dem Baby bei dem Wetter spazieren gehen kann. (Ich war aber erst ein paar Tage Mutter und hatte Null Ahnung von nix). :)

    Vollkommen legitim. Das hätte ich wahrscheinlich auch gefragt (also nicht als Mutter, aber als frisches Elternteil). Man kann am Anfang gar nicht alles wissen. Dass Leute beim ersten Mal "dumme" Fragen stellen, sind die Hebammen glaube ich gewöhnt.


    Zitat von samu

    Klar ärgerst du dich, wenn Leute darüber urteilen, ob du stillst oder nicht.

    Darüber hat niemand zu urteilen. Wissenschaftlich gesehen ist es hilfreich zu stillen, das stimmt. Mir gefiele es am besten, wenn meine Frau unsere Kinder stillen würde. Wenn das aber aus irgendwelchen Gründen nicht geht oder sie es nicht will, ja gut, davon werden unsere Kinder auch nicht dick, dumm und faul. Wie das andere Familien/Frauen handbhaben, geht uns überhaupt nichts an. Das ist ja gerade der Punkt.


    Zitat
    Es ist aber m.E. egal, ob man denkt "die Mutter stillt (nicht), wie ungesund" oder ob man denkt "diese Mutter reißt ihr Kind vom Hund weg, wie blöd, da kriegt das Kind Hundeangst, naja ich mache das besser" oder ob man denkt "schlechte Eltern, die lassen ihr Kind 12h am Tag nicht altersgerechte PC spielen" oder

    "das Kind verhält sich aggressiv, die Eltern reagieren nicht richtig" oder was auch immer und dann eben nicht drüber sprechen, wie im Ausgangsfall geschehen.


    Auch hier gibt es jeweils wissenschaftliche Erkenntnisse, die nahelegen, was sinnvoll ist und was nicht. Das hat in den Extremen wenig mit Meinung oder Überzeugungen zu tun. 12 Stunden am Tag am PC nicht jugendfreie Spiele zu spielen ist ganz objektiv zu viel für Grundschulkinder. Bei 2 Stunden am Tag Spiele ab 12 oder ab 16 kommen wir in den Meinungsbereich, in dem ich mir auch nicht herausnehme darüber zu urteilen, was andere für ihre Kinder als sinnvoll erachten.

    Am Hundesbeispiel: Es hilft Kindern nicht, sie neurotisch von Hunden wegzuzerren, statt ihnen zu erklären, wie man mit Hunden umgeht. Darüber zu urteilen habe ich aber nicht, weil ich nicht weiß, wie dieses Handeln zustande gekommen ist. Vielleicht ist ein anderes Kind dieser Mutter von einem Hund totgebissen worden? Wer weiß. Wenn mein Kind mit dem Wegzerr-Kind befreundet sein will und die Mutter dann auch damit anfängt, mein Kind von Hunden wegzuzerren, besteht Gesprächsbedarf. Dass es nicht rational ist, so mit Kindern und Hundebegegnungen umzugehen, steht ja objektiv außer Frage. Ich könnte dann bspw. für die Kinder (und die Mutter, wenn sie Interesse hat) ein "Hunde-Begegnungs-Training" anbieten, in dem alle lernen, wie man mit fremden Hunden umgeht. Wenn das angenommen wird, gut. Wenn nicht, dann muss man sich überlegen, wie damit umgegangen wird.

    Wobei ich sagen muss, dass ich schon auch die ein oder andere Freundschaft bevorzuge...

    Das ist ja klar. Wenns mit den Eltern des besten Freundes des Kindes passt, ist das natürlich für alle Beteiligten viel entspannter.


    Wenn man die Kinder zu sich einlädt, weil man das Kindeswohl im anderen Haushalt gefährdet sieht, ist das mMn auch vollkommen ok. Wenn sich die Sache dann von selbst erledigt, ja gut, dann ist das eben so.

    Für andere muss es aber Waldorf sein. Oder katholisch.

    Dann geht das Kind im Zweifelsfall nicht in den Kindergarten. Muss man als Eltern wissen, was einem wichtiger ist.


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    Ihr seid euch doch hier bloß einig, weil ihr dieselben engen Grenzen steckt.

    Welche sollen das sein?


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    Dinkelkeks ist albern, gebrauchte Klamotten okay. Ich nehme einfach keinem ab, dass er keine Erziehungsgrundsätze hat, im Gegenteil, wer die Dinkelkeksfraktion albern findet und gebrauchte Kleidung kauft bezieht ja schon Position und darum ging es mir.

    Doch, natürlich. Aber was hat meine Position zu gebrauchter Kleidung oder den richtigen Keksen mit den Freunden oder Spielkameraden meiner Kinder zu tun? Wenn ich gebrauchte Kleidung und Dinkelkekse gut finde und für richtig halte, fange ich sicher nicht an, für den kleinen Justus nur noch Nike und Snickers zu kaufen, weil sein Freund der Justin das so toll findet. Aber wenn er beim Justin ein Snickers isst, stirbt er davon nicht. Wir auch nicht.


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    Ich mache mal ein Beispiel, mein Grundschulkind darf bei Justin spielen, auch wenn der Vater Zweifelhaftes auf den Oberarm tätowiert hat. Wenn sie dort aber GTA zocken bin ich nicht begeistert. Ich kann ja aber schlecht sagen, dass ich es verbiete, dass die Kinder Spiele ab 18 spielen, weil ist ja Justins Zimmer. Und ich will auch nicht die Dinkelmutti sein, Justins Eltern finden das nämlich normal, sonst hätten sie ihrem Kind ja keine PS4 ins Zimmer gestellt. Was tun? Ich schlage vor, dass die Kinder zu uns kommen und wir eine Runde Tischtennis spielen. Was vermutet ihr, wie oft mein Kind noch eingeladen wurde? :aufgepasst:

    Offenbar ging es Justin also gar nicht um dein Kind, sonst wäre er auch zum Tischtennisspielen rübergekommen. Das ist nicht die selbe Situation wie im Ausgangsproblem.


    Zitat

    Wenn man in der Stadt wohnt ist einfach alles an "Normalvorstellung" vorhanden von Methdealer im Wohnzimmer bis hin zu Guccihandtaschentrallala im Villenviertel. Vom Schriftsteller, der sein trotzdendes Zweijähriges mit ner Menge Fremdwörtern zuquatscht statt es zu trösten bis Doitschlandflagge am Schrebergarten.


    Natürlich positioniert man sich da, zum Beispiel in dem man die einen zum Grillen einlädt und die anderen nicht. Da muss man nicht mal Umgang verbieten, sondern einfach andere Kontakte fördern.

    Und wenn die Kids trotzdem lieber mit dem Achmed spielen, dessen Eltern aber nie zum Grillen eingeladen werden, dann spielen sie eben weiter mit Achmed.

    Ich verstehe nach wie vor nicht, was du unter "die richtigen Freunde" verstehst. Nur, weil deine Vorstellungen mit denen anderer Eltern zusammenpassen, heißt das noch lange nicht, dass die Kinder sich automatisch befreunden. Freundschaft und Sympathie sind unfreiwillige Zustände.


    Zitat

    Trotzdem übel, wie es Bolzbolds Kind ergeht, das möchte ich entschieden festhalten. Ich finde, es ist eher eine generelle Frage, ob man wahrhaben will, dass man seinen Lebensstil schlicht für den einzig richtigen hält

    Ich halte meinen Lebensstil für für mich am besten. Ich lebe bewusst so, wie ich lebe. Das heißt aber nicht, dass andere Menschen auch so leben müssen oder meine Kinder nur mit Kindern aus ähnlichen Lebensverhältnissen befreundet sein dürfen. Mein Lebensstil ist sicher nicht "der einzig richtige".

    In NRW darf man sich meines Wissens nach 1mal pro Woche testen lassen. De facto kann man sich auch jeden Tag testen lassen, weil niemand weiß, ob man schon woanders getestet wurde. Das reicht 10mal aus.

    Ist in Hessen auch so. Bei den einzelnen Testanbietern wird man registriert, es gibt aber keine zentrale Datenspeicherung.

    Wieso sind alle anderen Eltern doof, weil die die richtige Kekssorte, den richtigen Kindergarten und die richtige Spielkameradin finden wollen? Für das eigene Kind gilt das doch ganz genauso. Erzähle mir einer, der Kinder hat, dass er sich nicht mit den o.g. Themen beschäftigt.

    Richtige Kekssorte => diejenige, die schmeckt? Und selbst, wenn man sich daheim hinstellt und Bio-Vollkorn-Dinkelkekse backt, weil man die am besten und tollsten fürs eigene Kind findet, entsteht auch kein Schaden, wenn das Kind beim Kumpel daheim mal nen fiesen Industriekeks bekommt. Das ist doch kein Grund, den Umgang zu verbieten.


    Richtiger Kindergarten => man nimmt, was man kriegt; wenn man die Wahl hat, spricht nichts dagegen, denjenigen zu nehmen, der vom Konzept her am besten passt. Wenn der Kumpel in der selben Straße in einen anderen Kindergarten geht, die Kinder aber weiterhin miteinander spielen wollen, sehe ich das Problem nicht.


    Richtige Spielkameraden => was soll denn "richtig" sein? Es geht doch nicht um strategische "Freundschaften" in denen Kinder bereits Kontakte für ihr späteres politisches Amt knüpfen sollen. Solange die Eltern nicht gerade ein Meth-Labor im Kinderzimmer betreiben, viele mir nicht viel ein, was ein Kind als "ungeeigneten" Spielkameraden qualifizieren würde.

    Für einige Länder auf dem afrikanischen und asiatischen Kontinent galt zumindest vor einigen Jahren eine Pflicht die Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Müsste ich jetzt aber en detail z.B. beim Auswärtigen Amt nachlesen, welche Länder das ggf. auch aktuell noch betrifft und dazu fehlt mir ehrlich gesagt gerade die Motivation. Ist aber vielleicht sowohl ein Hinweis, welche Impfung das auch früher/bisher schon betroffen hat und wo man die entsprechenden Länder (und ggf. auch weitere Pflichtimpfungen, die mir spontan nicht geläufig wären) nachlesen könnte. :-)

    Dass solche Informationen beim Auswärtigen Amt zu finden sind, ist mir schon klar. ;)

    Ich habe nur nach einem Nachweis bzw. einem konkreten Land gefragt, weil mir nicht bekannt war, wo es noch Pflichtimpfungen gibt. Natürlich kenne ich nicht die Einreisebedingungen aller anerkannten Staaten. Deshalb hätte ich gerne gewusst, wo denn konkret zur Einreise Impfungen vorgeschrieben sind. Mit einer schnellen Google Recherche finde ich nur eine regelmäßige Wiederholung der Impfempfehlungen bspw. für Südostasien (das ich vollkommen ohne Impfpflicht, aber trotzdem gegen das Gängige geimpft, bereist habe).

    Es gibt genug Länder, die zur Einreise bestimmte Impfungen vorschreiben.

    Welche Länder sind das? Ich musste bisher nie meinen Impfpass auf Reisen mitnehmen oder zur Erteilung eines Visums vorlegen.


    Zitat

    Nur weil es jetzt um eine Corona-Impfung geht, drehen einige Leute am Rad.

    Ich kann durchaus verstehen, dass Menschen einem schnell zugelassenen, noch nicht jahrelang erprobten Impfstoff kritisch gegenüber stehen und sich zumindest nicht zur Kmpfung damit zwingen lassen wollen.

    Abtreibungen schaden halt niemandem, im Gegensatz zu Menschen, die Corona vebreiten.

    Der Vergleich mit Barrierefreiheit ist hoffentlich nur ein Witz.

    Der Vergleich mit der Barrierefreiheit folgt genau deiner Argumentation. Niemand muss ins Restaurant, das ist vollkommener Luxus.

    Das ist nicht meine Meinung, sondern das, was du selbst so festgehalten hast.

    Der Vergleich hinkt doch vollkommen. Es zwingt dich doch keiner zur Impfung. Eine geimpfte Person soll einer Person mit negativen Schnelltest gleich gestellt werden. Also kannst du einfach jedes Mal einen Schnelltest machen, wenn du nicht impfen lassen möchtest.

    Aber warum sollen alle anderen das Risiko einer Infektion in Kauf nehmen, weil sich andere weder testen noch impfen lassen wollen?

    Du musst schon lesen und verstehen, was ich geschrieben habe. Im zietierten Teil geht es um eine generelle, auch implizite, Impfpflicht. Ich habe aber auch klar gesagt, dass ich es in einer Übergangszeit für akzeptabel halte Geimpften Möglichkeiten zu eröffnen, solange ein aktueller und negativer Schnelltest gleichwertig ist.

    Meine Güte, dieses Gejammere, dass andere mehr "Privilegien" haben könnten, geht mir gerade extrem auf den Keks.

    Ich gehe mal davon aus, dass du nicht mich meinst. Denn das habe ich nicht geschrieben, es kann aber so interpretiert werden, wenn man sich bemüht, es falsch zu verstehen.

    Es ist beängstigend, wie selbstverständlich hier manche die Bestimmung über den eigenen Körper durch den Staat gutheißen.


    Abtreibungen? Gibts nicht mehr. Es muss ja keiner Sex haben. Vollkommener Luxus. Und wenn dann eine Schwangerschaft passiert, Pech gehabt. Kann man ja dann zur Adoption frei geben.


    Barrierefreiheit? Wozu? Teilhabe am Leben ist Luxus. Kein Rolli muss im Restaurant essen, Video Spiele spielen oder mit dem Bus zu Freunden fahren.


    Wenn wir schon mal dabei sind, können wir jedem Menschen bei der Geburt einfach einen Chip einpflanzen. Natürlich vollkommen freiwillig. Aber ohne diesen Chip gibt es keinen Job, keinen Zugang zum Bildungssystem, keine Flüge, keine Restaurantbesuche etc. Aber das Chippen ist natürlich vollkommen freiwillig. Hat ja auch Vorteile. Den Pass kann man so nicht mehr vergessen.



    Bevor hier jetzt wieder einer um die Ecke kommt: nein, Bill Gates will uns nicht alle chippen; ja, ich lasse mich (mit Biontech) impfen, sobald ich dran bin; ja, ich bin gegen alles Wesentliche auch jetzt schon geimpft; ja, ich lege jedem, der mich fragt, nahe, sich impfen zu lassen, wenn medizinisch nichts dagegen spricht.

    Ist leider hinter einer Bezahlschranke.

    Ich finde, dass das der einzig richtige Weg ist, Geimpfte wieder 'normal' leben zu lassen. Die anderen müssen sich dann wohl testen lassen.

    Interessieren würde mich nur, wir man das mit Kindern machen will

    https://www.spiegel.de/politik…28-4fcb-889e-9ecea8e99354

    Der Spiegel berichtet auch.


    Ich bin nach wie vor gegen eine Impfpflicht und auch gegen eine indirekte Impfpflicht durch Privilegien für Geimpfte, die anderen nicht zustehen. Was ich im Übergang aber für vertretbar halte, ist, dass, wie hier offenbar geplant, entweder der Impfstatus oder ein aktueller negativer Schnelltest für Zugänge notwendig ist.

    Langfristig darf es aber auf keinen Fall echte Privilegien für Geimpfte geben. Die Politik hat nicht über meinen Körper zu entscheiden. Und ja, auch Privilegien für Geimpfte sind im Wesentlichen eine Impfpflicht.

    Bei Lehrern werden nur die Unterrichtsstunden als Arbeitszeit gerechnet. Das machst du also bitte schön in der Freizeit!

    Also ich werde für 41 Stunden pro Woche bezahlt, unterrichte aber nur 24,5 Unterrichtsstunden. Hinzu kommen 7 Wochen Ferien, in denen ich gar nicht unterrichte (von 13 Wochen insgesamt, 6 Wochen sund echter Urlaub). Ist das bei dir nicht so?


    Zitat

    Ja das ist doch das tolle an unserem Beruf, alle die coronabedingte Mehrarbeit kostet den Dienstherrn wieviel? Nichts? Wer zahl das? Jede einzelne Lehrkraft durch Einsatz ihrer Freizeit?

    Wie wird uns das gedankt? Richtig, "die faulen Lehrer machen zu wenig!"

    Ich habe gar keine nenneswerte coronabedingte Mehrarbeit. Wenn du welche hast: genau aufschreiben und später durch Herunterfahren anderer Tätigkeiten wieder ausgleichen.

    Dass Lehrer faul sein sollen habe ich schon länger nicht mehr gehört. Außer hier um Forum.

    Die beiden Großen haben einen kleinen, aber loyalen Freundeskreis - die Nachbarskinder fallen da eher unter "erweiterter Bekanntenkreis".

    Das ist die Hauptsache. Was bringt es, 200 "Freunde" zu haben, mit denen man nur oberflächlich verkehrt? Lieber nur wenige Freunde, dafür aber echte. Das sind die wichtigen, beständigen Beziehungen im Leben. Auch, wenn es natürlich verständlich ist, dass das erst mal nicht so einfach ist, weil man lernen muss, mit Ablehnung und opportunistischem Verhalten Anderer umzugehen.

    Ich habe selbst erlebt, dass mein Handeln als Lehrer einen Einfluss auf das Leben und Verhalten von SuS hat. Natürlich nicht auf alle, natürlich nicht hollywood-mäßig mit großen Dankesbekundungen honoriert oder als 180 Grad Wende vom Mobber zum Engel in handlichen 40 bis 120 Minuten und auch nicht immer sofort erkennbar. Aber es sind immer wieder SuS dabei denen ich durch mein Verhalten Handlungsoptionen aufzeige, die sie annehmen; denen ich dabei helfe zu realisieren, dass sie nicht so dumm sind, wie sie von sich selbst denken oder andere es über sie behaupten; dene ich in schwierigen Situationen wenigstens indirekt helfe; die durch mein Einwirken zu reflektierteren Menschen werden etc.

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