Ich bin daran gewöhnt, dass nicht jeder Jura studiert hat und nicht jeder 1:1-Auswendiglerner ist.
Was hat Jura mit 1:1 Auswendiglernen und was hat beides mit dem Thema zu tun? Man muss einfach nur lesen, was da steht und wissen oder nachlesen, wann ein Lebensjahr vollendet ist. Dafür muss niemand Jura studieren oder irgendetwas auswendig lernen.
Zudem bin ich ganz froh, dass die mich umgebenden Menschen nicht alle schlicht rational sind. Ich mag auch die Schmetterlinge, die Ernies und die Smörrebröd-Köche.
Es gibt Situationen, in denen Rationalität hilfreich ist und Situationen in denen andere Denkweisen hilfreich sind. Dass einfachen Anwenden von Definitionen sollte aber für gebildete Menschen grundsätzlich möglich sein. Ist es nicht, ich weiß. Menschen neigen dazu, sich such über ihre beschränkte Denkweise zu definieren. Wer sich für "kreativ" hält, will nicht lernen, in relevanten Situationen rational zu sein. Kenne ich und lässt sich leider nicht ändern. Das zieht sich bei den meisten schon durch die Schulzeit (loses Zitat "Bäh, Mathe, ich bin doch kein Nerd, ich bin total empathisch und kreativ, jawohl!", als seien die Fähigkeit zu Rationalität und zu Empathie/Kreativität ein grundsätzlicher, unüberwindbarer Gegensatz), warum soll es bei Erwachsenen anders sein.