Beiträge von chilipaprika

    Übrigens.. manchmal finde ich es erschreckend was im Studuium gelernt wird und wieviel das dann mit dem tatsächlichen Beruf zu tun hat..

    [Ironie an] Ja, ernsthaft, ein Lehramtsstudium ist wirklich sooo unnötig. Und ich bin sehr motiviert, ich werde jetzt auch AuGe, HTW und so fachfremd unterrichten.. Sieht man mir ja an, dass ich bereit bin, mich einzuarbeiten, und wer braucht schon Analysis, um die 5. Klasse zu unterrichten?
    [Ironie aus]

    Klaerle: du meinst es vielleicht nicht so, es kam aber bei mir so an. Du liest nicht zwischen den Zeilen von CDL und den anderen Usern: es müsste wirklich wirklich wirklich sehr viel zugehen, bevor du Mathe fachfremd unterrichten dürftest. und wenn es Fortbildungen für "Mathe fachfremd" gibt, dann werden wahrscheinlich eher Physiker oder Ähnliche dahin geschickt, die danach Mathe übernehmen als die Erdkundelehrer*innen.

    Ja, es kann alles passieren. Aber wahrscheinlicher ist es schon eher mit einem Abschluss.

    es wäre eine interessante Untersuchung (ich meine es ernst), ob es Korrelation zwischen den "schriftlich/mündlich-Bedingungen" im Herkunftsbundesland und der Fächerwahl. In NRW (so meine Hypothese) kennen viele Abiturient*innen zwar dieselben Fächer wie in NDS, haben aber vielleicht einen anderen Bezug zu Geschichte/Erdkunde/Politik entwickelt, wenn sie nur in einem, eventuell zwei der Fächer jemals und nur in der Klausuren geschrieben haben.
    Durch das Schreiben von Klassenarbeiten und Klausuren wird man ja in einer anderen Form gezwungen, sich mit dem jeweiligen Fach auseinanderzusetzen (und anzufreunden). Meine Hypothese gilt allerdings eher für die "Gelegenheitslehrämtler*innen" à la "ich werde Lehrkraft an der Schulform, an der ich war, weil es meine LKs waren und ich sonst nicht weiß, was es auf der Welt gibt". (und in NRW sind ja Deutsch und Englisch immer schriftlich und bei sehr vielen im Abi)

    Aus meiner aktuellen Beobachtung: die neuen "D/E"-Gymnasialkombi in NRW scheint "Päda/E", ggf. "Päda/D" zu sein. Die Studis scheinen zu vergessen, dass sie in ihren Pädagogik-Klausuren genauso lang genausoviel Mist schreiben, wie in den Deutschklausuren.

    ich gebe dir Recht, wobei es natürlich sehr gewagt wäre, wenn jemand außerhalb von NRW etwas zur "PE" an einem "BK" sagen würde.
    Aber ja, die Antworten gibt es immer.


    @Ed, bestätige doch bitte das Bundesland in deinem Profil oder wenigstens in deinen Beiträgen mit Fragen.

    Unter https://www.schulministerium.n…ts/Handreichung_PEinf.pdf bekommst du Informationen. Ja, ist alt, ist aber die Fassung auf der Seite des Ministeriums. Mit Google oder hier im Forum "Pädagogische Einführung Ablauf" (bzw. anderen Schlagwörtern) wirst du zumindest fündig, was den Ablauf angeht und auch deine dritte Frage wird dadurch ein bisschen beantwortet.
    Zur ersten Frage: keine Ahnung, das kann vermutlich entweder keine*r sagen oder eine*r der Spezialist*innen.

    wurde letztens gepostet, ich mache es total pädagogisch... Es gibt dazu mehrmals die (selbe) Datei von der GEW im Netz, die genau erklärt, wieviel Stunden mehr / weniger die Bandbreite ist (Spoiler: 6), aber ab einer bestimmten Grenze (Spoiler: 2) musst du zustimmen. Such mal mit "NRW Mehrarbeit"
    Wenn nicht, verfallen die Stunden (Achtung, in beiden Richtungen).


    und du magst es nicht glauben, aber doch, es ist für die KuK problematisch.
    Ich war auch mal jung und brauchte kein Geld, wollte nur Anerkennung und Spass. Die Schule war begeistert vom Engagement der Fachschaft (mir) und die Fachschaft nutzte die Gelegenheit, um den Schwerpunkt mit ins Schulprogramm zu setzen. Das Ganze in Zusammenarbeit mit einer Parallelfachschaft.
    Da ich jung und naiv war, setzte ich mein Angebot weiterhin kostenlos an. Die Kollegin der Parallelfachschaft wurde bezahlt (darüber habe ich im Übrigen nie nachgedacht und Kolleginnen meiner Fachschaft haben sich vermutlich gedacht, dass sie keine Lust auf den Job hatten und froh waren, dass ich es mache).
    In dieser AG / Angebot waren übrigens tatsächlich zu 90% meine Schüler*innen (ist aber bei ziemlich allen AGs, die ich hatte, der Fall). Ich verließ die Schule, meine Kollegin wollte das Angebot (immerhin im Schulprogramm verankert) übernehmen, meine Schulleitung sagte "Ach, Frau Müller, warum wollen Sie, dass es im Deputat auftaucht, Frau Paprika hat es doch umsonst gemacht". Meine Kollegin war standhaft (Danke!), das Angebot ist gestorben. Die Parallelfachschaft bietet seitdem (Es sind Jahre her) weiterhin bezahlt das Angebot an. Mein Fach hatte also das Dilemma: entweder kostenlos arbeiten oder das Fach "sterben" lassen. Im Laufe der Jahre ist die zweite Wahl eingetreten (auch aufgrund anderer Umstände, aber irgendwie habe ich mit meinem jugendlichen Leichtsinn dazu beigetragen. Das durfte ich auch ausbaden, als ich ein paar Jahre später wieder zur Schule kam, diesmal mit voller Stelle, noch viel Elan aber weniger Zeit. Also bestand ich auf Anerkennung.
    Seitdem habe ich zwar noch eine Menge solchen Blödsinn gemacht, aber nur noch in Sachen, die nicht von Kolleg*innen gefordert werden können. und nur, wenn ICH es wollte.

    Ernsthaft: willst du nur rumtrollen? So eine eingeschränkte Wahrnehmung kannst du nicht haben, dass du nicht den Unterschied zwischen Nachhilfe und einem Zusatzangebot.
    Mach doch dein ZUsatzangebot für besonders interessierte SuS. Meinetwegen auch nur ein 3-Wochen-Projekt, aber eben angekündigt und für alle offen. Du darfst nicht sagen "die Klasse habe ich aber total gerne, es geht nur für die 8c". Da du eh Sachen machst, die außerhalb des Lehrplans sind, ist es für alle zu öffnen. und du darfst die Teilnahme nie honorieren. Wenn in 2 Jahren sich jemand an seine Experimental-AG erinnert und bei dir / einem anderen Lehrer punktet: gut so. Aber nicht parallel zum Unterricht mit Themen des Lehrplans des Jahrgangs.

    Keine Ahnung, ich bin ja nicht aus BaWü.
    Der gesunde Menschenverstand hilft mir da zum Teil, studier aber die Ausschreibungen, welche "Sonderqualifikationen" möglich sind und als "bevorzugt werden eingeladen" genannt werden. Ich kenne nicht euer System, ich weiß von dem Forum, dass ihr auch ein Punktesystem habt und dass es auch Punkte für Sonderqualifikationen gibt.
    Vielleicht muss da CDL noch mal aushelfen.

    und Markus möchte gerne verstehen, wie die Mathe-Formel funktioniert, hat aber mittwochs nachmittags Fussballtraining.
    Zieht nicht, weil du dann denkst "Prioritäten setzen, Markus?", dann: a) er kann nicht, weil der Schulbus direkt nach Schulschluss fährt und wenn er an einer AG teilnimmt, muss er die Fahrt viel später antreten / ggf. selbst zahlen, usw... b) er kann nicht, weil er auf die Geschwister aufpasst und sein Stundenplan war nunmal so, oder muss man das ganze Jahr an der AG teilnehmen?), c) er kann nicht, weil er einen Nebenjob hat, weil die Familie wenig Geld hat, ...

    Und du möchtest sagen, dass du für EINE Lerngruppe zwei verschiedene Angebote machst (Experimente für Interessierte, "Nachhilfe für die Matheformel"?) und das bei 6-8 Klassen pro Woche?
    Es ist dein Job, innerhalb der Stunde den Stoff beizubringen und auch entsprechend zu differenzieren.
    Natürlich darfst du aber auch eine "Experimental-AG", die sich besonders für 8. Klässler*innen eignet. Sie steht im AG-Stundenplan, vielleicht kommen besonders gerne deine eigenen Schüler*innen, vielleicht auch nicht, du kannst aber nicht sagen "ich nehme nur meine SuS". Und da triffst du die Absprache mit deiner SL, ob diese AG vergütet oder unvergütet ist, im Rahmen der Bedingungen deiner Schule.
    So etwas ist Gang und Gäbe an vielen Schulen. Die Vorbereitung auf Sprachprüfungen (DELF, DELE, Cambridge), die Jugend forscht-AGs, Musical-AGs, .. speisen sich zu Beginn immer von SuS, die man direkt anspricht. Dann ist es vielleicht ein Selbstläufer. Aber ich darf nicht in meiner Cambridge-AG am Nachmittag meine 2 SuS zur Seite nehmen und sagen "übrigens, Peter und Maria, wollen wir nicht noch mal das Present perfect üben, während die Anderen das Hörverstehen machen, ihr hattet es doch nicht so gut verstanden und morgen ist ja die Klassenarbeit"

    Wenn BaWü nicht komplett anders als NRW tickt (und NRW ist was das angeht sehr liberal (meiner Meinung nach zurecht)): du kannst dich aber nicht auf eine Mathe-Stelle bewerben, weil du da kein Sek2 hast.
    Das heißt, dein As im Ärmel hilft dir nur, wenn

    - a) die Schule dich kennt und für dich ausschreibt (falls dies in BaWü geht, also für Politik / Wirtschaft ausschreibt und DICH aussucht, weil du Mathe hast. Dabei darf aber vermutlich kein anderer Kandidat bei anderen Punkten deutlich besser sein, weil ein Drittfach in einem anderen Lehramt vermutlich (?) nicht als zulässiges Kriterium gilt (also im Sinne von "steht in der Ausschreibung: "Erwünscht, Mathe Sek1")

    - b) du dich auf eine Sek1-Stelle bewirbst. Wobei ich da auch nicht weiß, inwiefern du mit Sek2-Fakultas dich problemlos auf Sek1-Stellen mit quasi Mathe/Politik bewerben dürftest.

    aber MarieJ, diese Regelung ist doch nicht neu, oder?
    1) bei mehr als 2 Stunden (also wenn die SL beschließt, dass ich dieses Jahr 23 oder 28 Stunden bei einem Deputat von 25,5 Stunden unterrichte, kann ich sagen "nö, möchte ich nicht". und wenn die Schule keine besonders schwerwiegenden Gründe hat, dann bleibt es dabei, dass man mich nicht zwingen kann.
    2) Diese Regel ist aber da, damit man eben zum Beispiel ganz schnell den Ausfall eines Kollegen abfedert, der aus welchem Grund auch immer nicht mit einer Vertretungslehrkaft vertreten wird (keine auf dem Markt, Krankschreibung zu kurz und immer weitergeführt, usw..), aber nicht zum Sparen von Stunden. So wie es sich im Eingangsbeitrag anhört, spart hier die SL bei einer 3-zügigen Schule 45 Stunden Sport in der Sek1 (G8 Gym).
    Aber die SuS haben Anspruch auf Sport, selbst wenn es nicht praktisch ist. Eine Schulleitung kann auch nicht sagen, dass sie dieses Jahr kein Kunst erteilt, weil sie gerne sparen möchte und die Schüler*innen jede Woche 2 Stunden früher nach Hause gehen lässt.

    Wenn meine vier 9. Klassen im Februar drei Wochen lang ein Praktikum machen und ich dadurch 15 Stunden pro Woche weniger unterrichte, der Vertretungsplaner mich "nur" 10 Stunden über die Zeit einsetzt, dann gehe ich nicht mit 35 Stunden im Minus (45 Minus, 10 Plus) aus Februar in März hinein, sondern schwuptiwups, in der Nacht vom 28. Februar bis zum 1. März ist alles auf 0. Und wenn in März nichts ausfällt und ich 4 Stunden vertrete, darf ich am 1. April für den Monat März 4 Mehrarbeitsstunden abrechnen.

    in NRW?
    Entweder gibt es eine offizielle Deputatsänderung (und dann wird es interessant, wie die SuS offiziell an ihren Stunden kommen, wenn sie 2-3 Stunden weniger Unterricht die Woche haben...), oder: es kann dir egal sein: Minus-Stunden werden zwar mit PlusStunden gegengerechnet, es wird aber am Ende des Monats alles wieder auf Null gesetzt.
    Entlastungsstunden sind keine Plus-Stunden sondern stehen ja "im Deputat" (außer ich hab einen Denkfehler und meine Schule hatte eine besondere Art der Abrechnung.). Du kriegst ja auch die Entlastung in den schulfreien Zeiten (Herbstferien, usw..)

    Bei Teilzeit bzw. bei "kindbedingter" Teilzeit (weiß nicht mehr, ob es eine Einschränkung gibt, ich war nie betroffen) ist der Zeitraum für die Gegenrechnung von Plus und MInus die Woche!

    (Ich beziehe mich jetzt hier ausdrücklich auf NRW, ich weiß, dass es andere Modelle wie zb in NDS, wo die Minusstunden das ganze Jahr über gesammelt und verschleppt werden)

    Maylin85 das mag sein, dass es menschlich nachvollziehbar ist. Aber wie soll es sich denn sonst ändern? Es war ja auch nachvollziehbar, vor Jahrzehnten keine Frauen einzustellen. Oder keine liierten Frauen.
    Das "Problem" ist nicht die Elternzeit oder die Teilzeit der Frau, sondern dass dafür keine ausreichenden Mitteln zum "Auffangen" gegeben werden. Und zwar ausreichend mit Überlappung, damit es vom Stundenplan passt, usw. Auch im Mutterschutz. Auch nach Rückkehr, ohne die Vertretungslehrkraft von einem Tag auf den anderen auf die Straße zu setzen.
    Ohne von den unteilbaren Aufgaben bei Teilzeit anzufangen.

    genau das, was yestoerty schreibt.
    Mir wurde aufgrund meines Alters, meines Geschlechts und meines Beziehungsstatus deutlich gemacht (also wörtlich gesagt), dass ich selbstverständlich nicht übernommen werde. Besagte Person in Führungsposition war / ist eine Frau ohne Kinder und guckt weiterhin doof, wenn sie mich in regelmäßigen Abständen trifft, ohne Babybauch und ohne Kinder im Schlepptau.
    Ich war in dem Moment nicht allzu traurig, weil ich eh woanders andere Optionen hatte, aber ich wäre auch schon gerne geblieben. Es war (und ist) aber in dieser Ecke der Welt nicht vorstellbar (und außer meine Schwiegereltern, die noch NIE ein Wort darüber verloren haben und denen ich auch zutraue, dies nicht hinter unseren Rücken zu tun, fragen ALLE dort regelmäßig.
    Wenn man sieht, dass Nachbarn sich einmischen, ob ich wirklich ein Büro brauche, schließlich könnte es ein Kinderzimmer werden, oder ob unser Auto nicht größer sein sollte, bin ich froh, dass ich im öffentlichen Dienst bin. Garantiert hat meine Schulleitung darauf "gewartet", dass ich schnell nach der Einstellung ausfalle, aber gespürt habe ich es nicht.

    Du solltest aber schon ein bisschen Interesse an der Schulform bzw. Schülerschaft haben. Ja, du kannst womöglich sehr offen sein, aber WiPäd am Berufskolleg und Sonderpädagogik nach einem Gym-Studium sind schon sehr "abwechslungsreich".
    CDL und weitere BaWüler mit EInblick im aktuellen Arbeitsmarkt mit sozialwissenschaftlichen Fächern werden es besser wissen und womöglich widersprechen, aber meine aktuelle Einschätzung aus der sehr weiten Ferne: wenn du nicht bereit, dahin zu gehen, wo keiner in BaWü hinwill UND einen 1,0-Abschluss hast, wirst du eh an die Gemeinschaftsschule, da hilft dir doch Geschichte nicht weiter, das würdest du sicher fachfremd unterrichten. Nagut, sowieso auch andere Fächer, aber dass du ausgerechnet die Fächer nimmst, die so oft als Fachverbund gebündelt werden... [Sarkasmus] Vielleicht auch Interesse an Erdkunde? [/Sarkasmus].
    Kannst du vielleicht echt gut Englisch oder Französisch? Dann könntest du deine bisherigen Fächer 1) mit einem Hauptfach erweitern, 2) bilingual unterrichten?

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