Beiträge von chilipaprika

    Ja, Hessen. Das Gespräch mit dem Amtsarzt war wohl recht wirr. Er meinte, Teildienstfähigkeit bei Wiedereinstieg sei sinnlos, man müsse dann mit 50% einsteigen, das stimmt so aber nicht pauschal. Dann redete er davon, Ziel müsse sein, die 22 Stunden zu erreichen. Auf diese Stundenzahl hatte mein Mann vor der Erkrankung freiwillig reduziert. Das hieße aber doch, die Option Teildienstfähigkeit ist gar nicht auf dem Schirm des Amtsarztes. Wir haben den Eindruck, er kannte den Spielraum gar nicht.

    oder will ihn nicht kennen. Ein arbeitender Beamter ist besser als ein zu Ruhe gesetzter, meintest du oben. Ein 22 Stunden arbeitender Beamter ist besser als ein 15 Stunden arbeitender Beamter.
    Ist natürlich schwierig zu entscheiden, welche Karten man wann zieht (glaube mir, ich weiß um die Dilemmata im Kopf), aber ignoriert erstmal die Teildienstfähigkeit und konzentriert euch auf die Wiedereingliederung. Sie ist netter und vorteilhafter (auch finanziell) und sobald er drin ist, kann er ja immer noch den Antrag auf Überprüfung der begrenzten Dienstfähigkeit stellen.
    Und es ist der normale Lauf! Zuerst wieder einsteigen, vielleicht merkt er ja, dass alles gut läuft.
    Alle ärztliche Gutachten entsprechend formulieren lassen.
    Ich hoffe, ich stehe nicht mit der selben Frage in ein paar Wochen da (ich warte täglich mit der Einladung, bin allerdngs schon seit 9 Monaten in der WE) und drücke dir / ihm die Daumen.

    In meinem Bundesland auch. Aber es ging ja darum, ob im Oktober, also in 6 Monaten, Teildienstfähigkeit eine Option wäre und dann Einstieg nicht mit 13 Stunden, sondern mit deutlich weniger. Diese Möglichkeit wischte man auch vom Tisch ohne Begründung. Es müssten 13 sein, was rechtlich falsch ist. Ich kenne Kollegen, die mit wesentlich weniger eingestiegen sind.

    Verwechselst du da vielleicht etwas?
    Bei der Teildienstfähigkeit muss man (wie Bolzbold schrieb) in NRW auch mindestens 50% haben, weitere Ermäßigung wegen Schwerbehinderung, die mir nicht bekannt sind, lasse ich ausgeklammert.
    Bei der Wiedereingliederung aber definitiv nicht.

    Und wenn das "Ziel" sein sollte, bei ca. 60% zu sein, dann kann man bei 20% einsteigen und über 6 Monate die Stufen erhöhen (Tipp: die letzte Stufe muss NICHT die Zielstundenzahl erreichen, sondern darf drunter sein.)

    Ich würde schon mal den Weg einschlagen, den Franke0123 erklärt hat.

    PS: Die Angabe des BL ist in so einem Fall offensichtlich ganz wichtig. Aus anderen Beiträgen von dir liest man, du bist in Hessen, ist es bei deinem Mann auch der Fall?

    Ihr seid gebeutelt, müsst die Krankheit verkraften, dürft die Hoffnung nicht aufgeben. Der Amtsarzt macht seinen Job, der da lautet, Prognosen zu erstellen. Leider sieht er deinen Mann in 6 Monaten nicht in der Wiedereingliederung. Die übrigens wiederum auch bloß 2 Monate dauern sollte, was umso härter ist, je länger man raus war. Das geht dann etwa so: Erste Woche 3x1 Stunde, zweite Woche täglich 1 Stunde, dritte Woche täglich 2 Stunden. Die Ärzte haben keinen blassen Schimmer, was das bedeutet.

    Das ist nicht richtig, ich behaupte mal: der zweite Teil ist komplett falsch (also nicht verallgemeinbar), der zweite Teil vermutlich auch.
    Also in meinem Bundesland (NRW) darf die WIedereingliederung bei Beamten von Anfang an 6 Monate dauern (und ggf. verlängert werden, aber mit Konsequenzen) und der Plan ist absolut frei wählbar, auch was die Stundenverteilung angeht.

    Auch wenn es in der freien Wirtschaft "Modelle" gibt, die oft benutzt werden: in der Wiedereingliederung ist man als Angestellte*r im Krankengeld, läuft also quasi mit und es gibt definitiv auch länger dauernde Wiedereingliederungspläne.

    Edit: Überschneidung.

    Du kannst einschätzen welche Infos ein Arzt benötigt? Um welche Diagnose zu stellen? Seine oder deine? Ich habe leider selbst sehr viel Erfahrungen mit Ärzten und ich traue mir das nicht zu. Ich habe nämlich kein Medizinstudium und kenne nicht alle organischen und chemischen Zusammenhänge in meinem Körper, auch wenn ich mit mit meinen Problemen sehr gut auskenne.

    Ich kann einschätzen, welche Infos ein Arzt NICHT braucht. Den Rest kriegt er.

    Weil Ärzte Einblick in alle Diagnosen von anderen Ärzten haben.
    Wenn du dir nicht vorstellen kannst, warum es ein Problem ist: das ist super und ich freue mich für dich (ganz ehrlich). Als Frau, der einige Schmerzbeschwerden jahrelang als "Sie bilden sich das ein" ertragen durfte, bin ich nicht so scharf darauf, dass Ärzte weitere Anhaltspunkte für Fehlbehandlungen haben (ich bin erwachsen und schlau genug, den jeweiligen Ärzten alles mitzuteilen, was sie brauchen).

    Im übrigen bietet die elektronische AU der GKV einen großen Datenschutzvorteil, den gebe nicht so einfach her. (Der Arbeitgeber erfährt nämlich nicht welcher Arzt und damit ,welche ärztliche Fachrichtung, die AU ausgestellt hat. Gleiches bei Krankenhäusern).

    !
    Interessant.
    Ich habe (als PKV-Versicherte) SEHR große Vorbehalte gegenüber der elektronischen Krankenkarte (die ja zusammenhängt, oder?), ausgerechnet, WEIL dadurch alle Ärzte alles sehen können und dadurch auch neue Fehldiagnosen entstehen können.
    (Quasi die fiesere Form von "Ach, Ihre Bauchschmerzen kommen nur vom Gewicht, ich gucke nicht weiter, nehmen Sie erstmal ab")

    Aber eine Anonymisierung der ärztlichen Fachrichtung fände ich durchaus SEHR gut.
    chemikus08 Bezog sich dein Satz mit dem Kontrollfimmel darauf? Dass es Sachbearbeiter*innen wurmt, nicht zu wissen (vermuten), warum jemand fehlt?

    Das habe ich jetzt erst gelesen und versuche es zu verstehen. Bei euch steht dann, dass jede Stunde eine Note eingetragen werden muss?

    Bei uns ist es auch Mist, die Lehrer können theoretisch nur eine einzige Note im Halbjahr ermitteln, die steht dann im Zeugnis. Da bildet ein verhauner Test das halbe Jahr ab, kanns ja auch nicht sein. Die Verordnung gibt es aber theoretisch tatsächlich so her.

    Der Korrektheit halber: Nein, ich MUSS nicht jede Stunde eintragen. Aber die Wertigkeit eines Tests ist die einer einzelnen Stunde.
    Egal wie sie sich zusammensetzt, muss ich bei Widerspruch oder überhaupt Nachfrage erklären können, woher die Note kommt. Wenn meine Antwort nur ist "der Test am 4. Oktober und die Gruppenarbeit am 12. November", reicht es nicht, wenn ich nicht darlegen kann, dass die restlichen Stunden im Schnitt genauso gut / Mist waren. Ich glaube nicht, dass jemand meine täglichen Aufzeichnungen haben möchte, ich setze keine 5 als Zeugnisnote, wenn ich nicht genug Notizen à la "hat heute GAR NICHTS gemacht" oder "auf Nachfrage kam nicht mal AFB1 raus".

    und hier die Anmerkung: Ich habe KEINE Angst vor Förderplänen und so. Dieses Jahr unterrichte ich in der Sek 1 nur "Nebenfächer" und hatte trotzdem zwei Förderpläne wegen mangelhafter Leistungen, letztes Jahr hatte ich 17 Förderpläne zum Halbjahr (3 Fremdsprachenklassen). Ich setze die realistischen Noten und nehme die Mehrarbeit auf mich, nur muss ich halt das Ganze belegen können. Und wie Maylin sagte: in den meisten Fächern reicht in der Sek1 auch ein blabla für AFB1 mündlich, so dass es schwer ist zu belegen, dass es bei einer Arbeit (in einem anderen BL) vergleichsweise eine 5 wäre. Ein bisschen antworten, warum Demokratie wichtig ist, kriegen die meisten hin (aber ich achte auf Fachbegriffe auf und versuche, die Kids dahingehend zu erziehen. Keine Fachbegriffe, nichts über die 4)

    Wer sich für das Thema "Ausstieg" interessiert, sollte sich das aktuelle Heft der b&w - Bildung und Wissenschaft (GEW Baden-Württemberg) besorgen - über Freunde , Bekannte oder als GEW-Mitglied in BW aus dem Briefkasten ;)

    oder einfach online: b&w April 2026

    In Heft 04/2026 sind neben Berichten und Erfahrungen von Aussteigern aus dem Beamtenverhältnis auch Infos zur sozialen Absicherung enthalten. Das ist kein einfaches Kapitel - man kann mit einer nicht durchdachten Entscheidung und Unterschrift viel Geld verlieren. "Jeder Fall ist individuell und da lohnt sich ein Abgleich der Rechtslage mit den eigenen Bedürfnissen."

    Allerdings sollte man so schlau sein, sich zu erinnern, dass Bildung und (Lehrkräfte)Beamtentum Ländersache sind und damit auch die Folgen von Entscheidungen, die das Beamtentum und das Verlassen betreffen.

    Ich spreche jetzt von Fächern wie Geschichte oder Geo. Da schreibt man 2-4 schriftliche Tests im Jahr. Ansonsten gibt es mündliche Noten in gleicher Anzahl. Mehr nicht. Warum sollte ich 20 Tests schreiben?

    Weil jeder Test nur den Wert einer EINZELNEN Stunde / Doppelstunde hat. und alle Stunden müssen bewertet werden, zumindest virtuell in der Gewichtung.
    Also selbst wenn ein Schüler zwei mal eine 5 schreibt, muss ich ja in allen anderen Stunden (mündliche Beteiligung, Gruppenarbeit, Präsentationen, schriftliche Einträge, usw..) auch eine 5 gegeben haben, damit es eine 5 ist.

    Kurztests gehen in Bayern auch nur über eine oder 2 Stunden. Verstehe jetzt nicht, warum man nicht trotzdem Tests schreiben kann, die ein gewisses Niveau haben.

    Kurztests sind nur über die letzten zwei Doppelstunden (klar, ich mache auch durch Wiederholung die ganze Reihe und auch versuche ich, sowas wie AFB III abzufragen. Es wird aber WIRKLICH sehr knapp, in 20 Minuten AFB I, AFB II und AFB III abzufragen.
    Und es muss im Verhältnis bleiben, sowohl für mich als Korrigierende als auch für die Schüler*innen. Was soll ich für eine 1/20-Note jede Woche einen Test schreiben? In der Fremdsprache will ich durch Regelmäßigkeit das Lernverhalten begleiten und erzwingen.
    In Politik jede Woche ein Test mit Niveau zu schreiben, ist nicht möglich (oder gib mir bitte die Anleitung). Da sehe ich kaum mehr, als was ich eh in Arbeitsphasen notiere.

    Quatsch, meine 5er-Kandidaten in Französisch haben eine 4 in Deutsch.
    In Französisch kann ich es sattelfest mit kontinuierlichen Tests belegen.
    Und wer kein Verb konjugiert, kriegt in Französisch 0 Punkte (na gut, doch noch Punkte für "erratenen Inhalt"), aber in Deutsch gibt es Punkte für soviele Sachen, die nichts mit der Sprachrichtigkeit zu tun haben ...
    (und es ging da gerade darum, dass wir in der Unterstufe keine*n mehr auf eine andere Schule lenken können. Da haben sie noch keine 2. FS)

    Oh, sorry, dass ich nachgefragt habe. Und nicht die Strukturen von NRW im Kopf hatte. Bevor ich mich das nächste mal beteilige, werde ich erst den ganzen Thread lesen, nicht, dass du alle 3 Tage das selbe erklären musst.

    Sorry, es war nicht total unfreundlich gemeint. Es hatte schon jemand im Thread (glaube ich) auf NRW-Probleme verwiesen und da muss man die Rahmenbedingungen bedenken.
    Dass NRW eben "besonders" ist, ist im Forum so oft Thema, dass es eben für "uns" eben müssig ist zu erklären: Wir KÖNNEN es NICHT anders lösen.
    Ein NRW-Schüler darf nur zwei Arbeiten in der Woche schreiben, keine zwei Tests an einem Tag (ICH ignoriere die Regelung im Fremdsprachenunterricht, da ich da jede Woche 1-2 Tests von ca. 5-7 Minuten schreibe). seine Noten bestehen aus 50% Arbeiten/50% "Sonstige Mitarbeit" (alles andere oder in fast allen Fächern aus 100% "Sonstige Mitarbeit". Abfragen, Tests, usw.. sind weder vorgeschrieben noch gewichtet.

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