Beiträge von chilipaprika

    Danke!
    ja, zu 2 hätte ich auch gedacht.
    Wird ja nicht passieren (zumindest zu meinen Lebzeiten), aber ich finde es im Sinne der Gerechtigkeit problematisch, insbesondere so lange die Hochschulen quasi ausschließlich nach Abiturnote auswählen (müssen). (Ohne von Umzügen zu sprechen...)
    Regionale Unterschiede sind trotzdem möglich und sinnvoll... (nicht so wie in Frankreich, wo die Kinder in der Karibik und indischen Ozean selbst in der Mittelstufe die "französische Geschichte" und die "französische Literatur" vom Festland lernen. (Zumindest offiziell, klar, es gibt auch Diszident*innen)

    Schülerproteste: Frankreich will kurzfristig 3.000 Vertretungslehrer einsetzen | tagesschau.de

    "Ein paar" sitzstreikende Schüler*innen, "ein paar" brennende Mülltonnen und hop, es ist magisch: 3000 Vertretungslehrkräfte treten ihren Dienst heute oder bis Dienstag an.
    Scheint was im Rheinwasser zu sein: die verlorenen Lehrkräfte aus BaWü sind in einem schwarzen Loch gewesen, der jetzt magisch geöffnet wurde: hop, 3000 Lehrer*innen, die bisher nur Däumchen gedreht haben.

    Danke!
    sorry, ich führe einen Teil meiner Nachfrage auf die andere Sozialisation, einen Teil auf vermutliche Unwissenheit..
    * War die Gleichschaltung in den Schulen 1933 auch im Sinne von "vorher unterschiedliche Lehrpläne in unterschiedlichen Regionen, jetzt alles zentral"?
    * Ist es wirklich etwas, was jetzt quasi in der deutschen DNA sich dagegen strebt, wegen der Geschichte?

    (Ich kenne zb. Diskussionen zu Ganztag / Rolle der Schule, wo sofort die Nazizeit rausgeholt wird, mit dem Vorwurf, der Ganztag wäre staatliche Indoktrination, oder Ähnliches zu Kita. Gut, ich mag es anders sehen (andere Sozialisation und Erfahrung in einem (damals) nicht Nazi-Land), aber ich kann die Ängste aus historischen Gründen durchaus nachvollziehen.
    Bei den Lehrplänen bzw. gleichen Prüfungsformaten usw. hätte ich NIE den Gedanken gehabt. (Mir ist klar, warum es den Föderalismus gibt, so unwissend bin ich nicht, aber unterschiedliche Lehrpläne waren für mich eher regionale Eigenarten)

    Ich vermute, es wird wirklich wirklich schwer. Kaum jemand, der dort wohnt und arbeitet, will weg bzw. nicht, um genau über die Landesgrenze zu kommen.
    Hast du schon mal Schulen bzw. Facebook-Gruppen abgeklappert? (Sowohl die Grafschaft als Borken/Gronau. Da findest du vll Leute, die jemanden kennen, der dahin wechseln will, aber zum Beispiel woanders in NDS steckt (oder muss es der Kreis sein, nein, oder?)

    Also erstmal danke für die ganzen Beiträge, ehrlich!


    Insgesamt lese ich heraus, die Mehrheit empfiehlt, die Fächer zu behalten und lieber ein Drittfach auf L2 zu studieren, welches korrekturärmer ist - den möglichen Einsatz an einer Oberstufe trotz ggf. Widerwillen sollte ich einfach in Kauf nehmen?

    Die Beiträge bezüglich "an anderen Schulformen hast du andere Probleme" finde ich nicht so valide. Probleme hat man immer, Vor- und Nachteile gibt es auch immer. Mir geht es darum, den Sweetspot zu finden, um ein bestmögliches langfristiges Berufsleben haben zu dürfen - und ich glaube, ein "entspannterer" Job mit weniger Korrekturaufwand in der Freizeit kann da definitiv besser sein, als den Stress, den sich m.E. Lehrkräfte an Oberstufen mit meinen Fächern machen.

    1. Geht es in Hessen, das Drittfach in einem anderen Lehramt zu machen?
    2. Ich glaube, mindestens einige haben dir geraten, deine L3-Fächer in L2 anerkennen zu lassen und dort den Abschluss L2-Deutsch/Geschichte zu haben und zu erweitern, statt blind mit zwei neuen Fächern zu beginnen.


      Und ich rede sicher für einige Gym/Ges-KuK: Tu uns ein Gefallen und geh an eine Sek1 (Sorry, Sek1-KuK...), wenn deine Haltung ist "ggf. Widerwillen" oder "Oberstufe in Kauf nehmen". Ich meine, ich wäre happy. Nimm mir ruhig alle Klassen der unteren Sek1 und lass mir Platz in der Oberstufe. Aber Nein. Man ist bereit alles zu machen und pickt sich nicht die Rosinen raus, wenn man eh schon weiß, dass es nichts für einen ist.
      Und in der Sek1 am Gym (und zum Teil Ges) bereitest du gezielt auf die Oberstufe. Jemand, der auf seine Freizeit bedacht ist und diese durch Korrekturen gefährdet sieht und dann auf die Idee kommt, kreativ zu korrigieren, kann ich als Kollegen nicht wirklich gebrauchen. [Ja, die Sek1-KuK werden sich auch nicht freuen]

      Ob der "Sweetspot" mit Mathe/Sport in der Sek1 ist, mag ich nicht beurteilen (für mich sicher nicht), ob das Leben ohne Oberstufenkorrekturen "entspannter" ist, weiß ich auch nicht ... ICH korrigiere lieber einen Oberstufensatz als einen Sek1-Satz INKLUSIVE der pädagogischen Arbeit daneben...

      MACH EIN PRAKTIKUM an einer Sek1.
      Ich glaube, du hast da komplett falsche Bilder im Kopf.
      Vielleicht landest du am Ende in der Sek1, vielleicht bleibst du in der Sek2, vielleicht wirst du Journalist oder Pressemensch in einer NGO.
      Wenn es um ein 9-to-5-entspanntes Leben geht: Generell ist die Schule der falsche Ort.

    Ist aber eigentlich völlig o.t.. Oder hat jemand schon mal Vanilleeis im Eiswürfelformat gesehen?

    Umhült in Schokolade, Eiskonfekt?

    und ich denke daran, weil vor ein paar Tagen (Freitag, KEIN warmer Tag!) um 7uhr55 5-Klässlerinnen vorm Lehrerzimmer standen und unseren Tiefkühler nutzen wollten, um ihr Eis(konfekt) zu lagern, das sie noch nicht fertig gegessen hatten.
    Anfang Oktober.
    Um halb 8.
    Eiskonfekt zum Frühstück.

    Ist es nicht grundsätzlich gut, wenn ein angehender Kollege sich gegen die klassische Überschuss-Fächerkombination schlechthin entscheidet? Die letzten paar Kommentare wirken dahingehend eher kontraproduktiv, obgleich ich Kris24 insofern Recht geben muss, dass Sportlehrkräfte Lärm in der Sporthalle abkönnen müssen - nicht nur mit 30, sondern auch später mit 50 oder 60.

    der angehende Kollege ist aber nicht im 1. Semester sondern kurz vorm Abschluss.
    Was wäre der Nachteil, den Abschluss um weitere Fächer zu erweitern.
    Es ist ja nicht so, dass Schulen kein Geschichte gebrauchen können. Nur nicht unbedingt 7 Kollegen, die dann je 20 Stunden unterrichten würden.
    Wenn also jemand mit D/Ge/Ma oder D/Ge/Sp käme, dann sind eh schon 4-8 Stunden durch das dritte Fach besetzt und ggf. kann der Kollege ein Jahr nur einen Kurs Geschichte unterrichten, hat aber die Fakultas, ist also für die Schule wichtig (Abschlussprüfungen, Ausfall-Back-up, ...) ohne eine komplette Planstelle zu blockieren.

    Denken wir mal nach. Ich vermute, die 2er-Fächerkombination in Deutschland kommt nicht daher, dass der Dienstherr uns Abwechslung und Spaß gönnt, sondern hat auch pragmatische Gründe des Einsatzes. Mit einem dritten Fach erweitert man seine Flexibilität (und seinen Spaß, aber nur von mir aus gedacht). Und wie gesagt: wir beraten gerade keinen Erstsemester, von L3 auf L2 zu wechseln oder ein drittes Fach zu nehmen, sondern seinen Abschluss zu machen und diesen auf dem weiteren Weg mitzunutzen.

    Für mich gehört dazu auch, ein Wissen darüber, was bezüglich des GKV-Spargesetzes so beschlossen wurde und das dies massive Auswirkungen auf unsere (zumindest der GKV Versicherten) Gesundheitsvorsorge und auch -versorgung haben wird. Weil z.B. auch Krebsvorsorgen nun unter das Budget fallen.

    Die Psychotherapeutischeversorgung wird vermutlich noch schlechter als sie eh schon ist und durch die Einsparungen auch im stationären Bereich, wird es auch dort nicht besser.

    Ich persönlich halte das, unabhängig meines Versicherungsstatus, für eine Katastrophe. Ich gehöre zu den Menschen in diesem Land die im Zweifel Leistungen privat kaufen können und dies eh schon tun. Viele können das aber nicht.

    Ich rege mich auch seit Monaten darüber auf. Es ist unglaublich, wie wenig Interesse / Bereitschaft existiert, auch nur eine Unterschrift zu setzen, dabei sehen wir jeden Tag an der Schule, wie katastrophal die Lage ist und was es für Auswirkungen auf die Jugendlichen hat. (Wenn man schon nur an sich und Änderungen im eigenen Leben denkt).

    Jemand hatte oben noch gefragt, ob manchmal zwischen GKV-Kassen unterschieden wird. Es gibt manchmal spezielle Programme von KK, manchmal auch zu Forschungszwecken. Ich hatte vor vielen vielen Jahren mal das Glück, dass ich so sehr sehr schnell einen Psychotherapieplatz bekommen habe. Meine Kasse hatte damals ein Forschungsprogramm an dem die Therapeutin teilnahm. Daher nahm sie bevorzugt Neupatient*innen dieser Krankenkasse. Sie hat mir das erst viel später gesagt, dass es daran lag. Und damals war es auch noch nicht ganz so schwierig einen Platz zu bekommen wie heute.

    Danke!
    Und tatsächlich glaube ich, dass ich sowas schon mal gesehen hatte.
    Und von der GKV habe ich /hat mein Mann auch schon mal ähnliche Sachen bekommen ("Schlafen Sie schlecht? Hier Angebote"), die in dem Bereich fallen könnten.

    ach: und das mit den 3 Jahren für die 2 Fächer: Hast du überprüft, dass es geht? Nur, weil du weniger Kurse hast, heißt es nicht, dass sie in allen Fächern parallel gemacht werden können (Also: Analysis 2 geht erst nach erfolgreichem Abschließen des Analysis 1- Kurses)

    und gibt es in Hessen nicht so einen großen Bedarf in der Sek1, dass du auch "einfach" deine zwei Fächer beibehalten kannst und den Abschluss für L2 nach dem für L3 machst? (also ggf. nur die unterschiedlichen fachdidaktischen Anteile nachmachen)
    Nichts verbietet dir noch Mathe oder Sport (oder beide) nachzumachen, aber warum zwei abgeschlossene Fächer in den Wind schmeißen?

    (und als jemand, der eben versucht hat, eins ihrer Fächer aus dem Examenszeugnis streichen zu lassen (es ging nicht, aber leicht andere Konstellation als du...) und jetzt merkt, dass sie genau das Fach, das rausgefallen wäre, sehr sehr sehr gerne unterrichtet: Halte dir alle Optionen offen.
    Und mit 3 Fächern in der Sek1 (Deutsch, Geschichte, Sport oder Mathe) kriegst du dann wohl sicher eine Stelle...

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