Beiträge von chilipaprika

    Natürlich sollte das idealerweise ausgeglichen sein. 50% Teilzeit sollte auch heißen nur 50% Nachmittagsanteil im Vergleich zum Vollzeitkollegen.

    Ganz genau passend bekommt man das natürlich nie hin, aber so ungefähr sollte es schon herauskommen. Sonst muss man meiner Meinung nach das Ganztagskonzept anpassen.

    aber warum? es sind 100% der Schüler*innen da, warum sollten die Nachmittagsstunden anders bewertet werden? (ich spreche jetzt nicht von Vereinbarkeit von Familie und Beruf, es ist was Anderes und meiner Meinung nach nicht das Thema, wenn die meisten behaupten: 50%, aber kein Nachmittag).
    es heißt auch: 50% am Vormittag.
    (und es hieße auch, Achtung, unbeliebt: 50% unterrichtsfreie Zeit (also nach Abzug der 30 Tage Urlaub.)
    Woher sollen die Lehrer*innen kommen, wenn viele in Teilzeit sind? Klar gibt es unbeliebtere Zeiten. Aber es gibt auch unbeliebtere Fächer und Klassen? (und ja, ich habe auch TZ-KuK, die der Meinung sind, wenn sie TZ arbeiten, haben sie Anspruch auf mehr von Fach X, damit sie weniger Korrekturen haben, blabla).
    Und ja, es ist unglücklich, wenn das, was einem unbeliebt ist, so einen belastet und bei Anderen nicht zu finden ist. Vorteilhaft ist vielleicht, dass man dann vormittags vorbereitet und dann nach dem Unterricht uneingeschränkt Zeit mit den Kindern hat und nicht mehr abends am Schreibtisch.
    und im nächsten Jahr ist es hoffentlich anders. Karma quasi.

    Daher mein Kompromissvorschlag: Teilzeitkräfte nennen zumindest einen wichtigen Wunsch, der auch garantiert erfüllt wird.

    kein Nachmittagsunterricht.

    Dass Teilzeitkräften gar nicht entgegengekommen wird, fände ich ihnen jedoch unfair,

    Wo wird "gar nicht" entegengekommen?
    Das hängt auch stark von der Haltung ab. und das meine ich wertfrei.
    Ich bin vollzeit seit 10 Jahren. und mir wird seit 10 Jahren GAR NICHT entgegengekommen, ich würde doch so gerne nicht die erste Stunde haben (wenn mein Stundenplaner das liest: bitte nicht köpfen, es ist ein Beispiel für lindbergh) ich weiß eben zu schätzen, was ich für ein Riesenglück ich habe, wenn tatsächlich einmal eine erste Stunde frei ist. Obwohl ich Vollzeit arbeite. DAS ist für mich auch ein Entgegenkommen. Ob es Zufall oder Arbeit war, weiß ich nicht, ich lege es als Arbeit aus und bin dankbar.
    Ich habe echt ein paar Beispiele in den letzten Jahren, wo ich mich echt aufregen konnte und noch kann (nicht über den Stundenplan, sondern meine Schule), kann aber auch ab und zu sagen, gut Schwamm drüber. und als meine Oma gestorben ist, war ich eben zwei Tage weg und bin beim Tag der offenen Tür, obwohl ich eingeplant und in einer kleinen Fachschaft war, eben nicht da. Dafür vergesse ich nicht andere Sachen, aber es war ein Entgegenkommen. Jede*r hier, der schreit "ist normal, menschlich sein und so", nee. Ist trotzdem ein Entgegenkommen.


    Man sollte eher auf die unteilbare Aufgaben achten (ich bin sicher, viele SL hätten wenig Probleme damit. Es ist nicht notwendig, dass jede*r da ist. Es ist notwendig, dass jede*r weiß, was er/sie zu tun hat. Und da viel zu viele KuK (VZ oder TZ) die Protokolle nicht lesen und sich dann doof stellen, wenn Aufgaben anstehen, kann ich verstehen, dass es zumindest Nummer sicher ist, die Leute zu zwingen zu kommen.
    und man sollte bei unteilbaren Aufgaben (Klassenleitung, Klassenfahrten, usw..) auch darauf achten, dass alle KuK und alle Fächer, ungeachtet ihres VZ/TZ-Status gleich berücksichtigt werden. Was der Deutsch-Kollege in TZ nicht macht, macht die Deutsch-Kollegin in VZ doppelt. Und das ist falsch. Der Chemie-Kollege kann auch mal eine Co-Klassenleitung haben.

    bei dir sind immer viele Argumentationen sehr schlüssig. Vielleicht auch ein schlüssiges Beispiel: Angenommen, ein Lehrer würde 100% Schulzeit abdecken. 2 Lehrer à 50% würden also 100% abdecken. Wenn beide TZ-Lehrer aber nur montags, dienstags, mittwochs arbeiten wollen, dann gibt es sowas wie ein Problem. Auch eine schlüssige Argumentation? und da ist die Tatsache, dass die Lehrer freiwillig auf Geld verzichten, kein Argument.
    Wenn sich im Büro 2 TZ-Kräfte einen Schreibtisch und Rechner teilen, können sie nicht gleichzeitig da sein. Auch wenn sie es sich gewünscht hätten.
    Die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit könnte ein gutes Argument sein, aber systemimmanente Gründe führen dazu, dass Schüler auch im Nachmittagsbereich und in der ersten Stunde Unterricht haben. Wenn fast alle TZ-Kräfte zu dieser Zeit frei haben möchten, klappt es nicht.
    und da habe ich nur das erste Argument ausgefahren. Das Schienen- und Stundenplan-Argument sollte auch schlüssig erscheinen. (Keine Klasse möchte 5 Stunden Mathe auf Montag/Dienstag haben, weil es besser passt, oder: die Sportkurse würden gerne ab und zu auf dem Sportplatz oder in der Halle sein, und nicht auf dem Beton im Hof. Genauso wie es im Büro nur einen Rechner gibt, gibt es nur eine Halle.)

    :wink_1: Was verstehst du unter "alt"? Ich bin 45.


    Ich musste nur die Hauptseminarscheine machen, d.h. das ganze Grundstudium fiel quasi schon mal weg.

    Ich bin knapp jünger (im Bezug auf die Veränderungen im Hochschulwesen fühle ich mich aber sehr alt), So war das bei mir auch beim ersten Fach, beim zweiten gab es eine gewisse Anzahl an Modulen, die ich machen musste (es war gerade eine Übergangsregelung, ich musste mir trotzdem das Modul 1 "empirisches Arbeiten" "antun", was mir zwar was gebracht hat, was aber angesichts der Tatsache, dass die anschließenden MOdule mir erlassen wurden und ich keine Abschlussarbeit schrieb, absurd war). Heutzutage muss man das komplette normale Studium machen (also alle Fachmodule, es entfällt nichts. Das Studium besteht ja aus Module Fach A+ Module Fach B+ Praktika+Bildungswissenschaften+Abschlussarbeit(en). Für eine Erweiterung muss man Module Fach C (also identisch mit den Anforderungen von Fach A) belegen. Ist doch ein bisschen mehr Aufwand.
    Wenn der Studiengangskoordinator allerdings nett ist, erkennt er kompetenzmäßig eben viel an, wenn ein bereits studiertes Fach sehr nah ist.

    Ja, aber das Nachstudium für das Erweiterungsfach ist wesentlich weniger umfangreich. Ich habe das ganz locker in 2 Semestern incl. Examensprüfung geschafft.

    bist du vielleicht "alt"? es war bei mir auch so (ich bin ja auch alt, ganz ohne Einführungszeichen), dass es weniger umfangreich war (ich habe trotzdem mehr als 2 Semester gebraucht, zumal ich daneben gearbeitet habe und bei dem einen Fach war der Prüfungszeitraum alleine 6 Monate.. und die Endprüfung war ja identisch, da musste ich mich schon im Selbststudium darauf vorbereiten), bei den meisten, aktuellen Prüfungsordnungen in NRW (ich weiß nicht, ob es an allen Unis in NRW so ist, also deswegen die Vorsicht) gibt es kaum Erleichterung.
    (Wenn jemand weiß, wo es mit wenig Aufwand geht: her damit, mir fallen da noch ein paar Fächer ein, die ich gerne hätte, aber sorry, nee, ich besuche keine "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" erneut.

    Kann man nicht immer noch im Rahmen eines Erweiterungsfaches was dranhängen?

    Das Bundesland wäre dafür hilfreich. In NRW zum Beispiel ist es möglich, ein Erweiterungsfach ziemlich billig zu erwerben, indem man einen Zertifikatskurs macht. Wenn ICH die Schulleitung wäre, würde ich sagen "Schade, dass Sie jetzt keine katholische Religionslehre mehr unterrichten können, dann werden Sie wohl jetzt noch mehr fachfremden Unterricht in allen anderen Fächern machen.
    Ein Zertifikatskurs kostet die Schule was (Zeit und Lehrer*innenstunden)...

    UND

    Ich beurteile den Fall aus persönlicher Haltung zu Religionsunterricht im Allgemeinen und zur Beliebigkeit des Wechselns von Konfession und Lehrerlaubnis hier im Besonderen.

    DAS würde mich (als Nicht-Gläubige, die aber doch einen gewissen Respekt vor dem Glauben und der Religion hat) am meisten ärgern. Man wechselt doch nicht seine Religion / Konfession wie ein Paar Socken! und dann auch noch die neue Konfession ohne wissenschaftliche Ausbildung / ohne Ausbildung überhaupt. Warum sollte die evangelische Kirche jemandem die Vocatio geben, der vor einem Monat noch fröhlich die katholische Lehre prädigte.

    die "unbezahlte" Mehrarbeit ist aber nur die Bereitschaft. Natürlich werde ich gezwungen, in der Zeit in der Schule zu sein, kann aber korrigieren, kopieren oder mit Kolleg*innen socialising machen, und werde auch selbstverständlich extra bezahlt, wenn ich vertrete (also erst ab der 3. Stunde, natürlich...). Die Korrektur und Kopiertätigkeit sind übrigens auch bezahlte Arbeitszeit, weil sie zu deinen Aufgaben gehören und du hast ehrlich gesagt keinen Anspruch darauf, dass du diese Zeit nur abends zwischen 20 und 21 Uhr machst.
    Da ist es MIR definitiv lieber, 2-3 Stunden in der Woche als Kopier- und Korrekturphase in der Schule einzuplanen und ggf. eine Vertretungsstunde zu haben, als JEDERZEIT abgegriffen werden zu können, in allen meinen Freistunden, oder nach dem ENde des Unterrichts... (und eine solche Regelung geht zu Lasten aller, die eh schon einen löchrigen Stundenplan haben UND der "Nicht-Eltern", weil es ja bekanntlich so ist, dass Nicht-Eltern vor der Schule und nach der Schule immer freie zu verschenkende Zeit haben.
    Da es bei den meisten Menschen ebenfalls so ist, dass sie lieber wissen, wann sie sich worauf einstellen, stimmte auch mein Kollegium für eine solche Lösung und jetzt weiß man, wann man spazieren gehen darf und wann man erst "frei" hat, wenn keine spontane Vertretung kommt.

    Vielen Dank für all euer Wissen !

    Vielleicht studiere ich dann noch den Master of education o.ä.

    Dachte halt das ich da ich bereits 31 bin, für ein Lehramt Studium zu alt bin und dachte es gäbe eine andere Möglichkeit.

    Da die Fristen jetzt rum sind und Lehramt bei mir in der Nähe nur zum WS angeboten wird, habe ich ja noch ein bisschen Zeit zum überlegen.

    danke für alle eure Kommentare !

    Das Erstsemester ist zum Wintersemester. Wenn du dir was anrechnenn lassen kannst, dann kannst du sicher zum Sommer schon irgendwas machen, was dir dann angerechnet wird, selbst wenn du zum Winter noch etwas anpassen / wechseln musst.

    Bei der Landesprüfungsordnung für Bayern stehen auch in den Abschlussprüfungen :



    ist jetzt für Realschullehramt auf Anhieb, wird aber bei anderen Lehrämtern nicht ganz anders sein.
    Wenn ich mich nicht täusche fließen in Hessen eben die Modulnoten auch ins Staatsexamen oder? (Hoffe ich ehrlicherweise, weil ich es sonst sehr krass fände, wenn die Endnote von nur mündlich oder nur schriftlich käme. Das ist in Bayern vermutlich anders. War zumindest in meinem Staatsexamen (nicht in Bayern, aber damals war es überall so: fröhlich vor sich hinstudieren, die Gesamtnote kommt von allen Prüfungen im Prüfungszeitraum).

    Genau: Päda ist ein reines Oberstufenfach.
    Im Wahlpflichtbereich sind die Schulen aber "frei" in ihren Angeboten und es gibt durchaus einige, die das Fach auch in der Sek1 anbieten (neben der 3. Fremdsprache, dem GEschichte-Bilikurs, Informatik und Biovertiefungskurs, zb..) Das sind glaube ich oft Gesamtschulen (weil größer und freier im WP). Aber: entweder gibt es Mangel nur für diese Stunden und das könnte zu Not jemand fachfremd unterrichten oder man braucht eh dringend jemanden für Sek 2 ebenfalls.

    "Vereinfachung" der Sprache. (Wertfrei) Einige Fälle verfallen.
    Die älteren Sprachen hatten ja auch viel mehr Fälle, viele Sprachen haben im Lauf der Geschichte einiges verloren und drücken es eben anders aus (über Präpositionen zb.)

    würdest du über Mangelfächer sprechen, gäbe es sicher krumme Wege. Die angesprochenen allgemeinbildenden Fächer sind aber alles Andere als Mangelfächer.

    Das Fach Pädagogik im allgemeinbildenden System ist ja sehr eingeschränkt. NRW, teilweise Brandenburg, Hamburg und Ausnahmen in NDS und BaWü, glaube ich?.

    Von einem Schulformwechsel weiß ich nicht, gehe aber davon aus, dass es nicht geht (hast du eine Sek2 oder eine Sek1/2-Fakultas?). Ich kann nur sagen:

    Wäre es dann beispielsweise denkbar, innerhalb der Berufsschule anstelle von Sozialpädagogik und PoWi, Wirtschaft (oder eine andere Fachrichtung, Metalltechnik oder was auch immer) und PoWi zu unterrichten? Meinetwegen durch die Belegung eines Zusatzkurses oder so? Vielleicht sogar ohne einen extra Kurs??

    1) Mit welcher Qualifikation willst du ein Fach bis zu einem Abschluss ohne Extra-Kurs? (hat deine Berufsschule die Hochschulreife?)

    2) Die Fakultas Sozialpädagogik verlierst du nicht. Nie. Es geht nur bei Religion und Austritt der jeweiligen Kirche. Das heißt, die Schule kann dich trotzdem weiterhin im Fach einsetzen. Selbst wenn du in einem dritten Fach einen Zusatzkurs machen würdest.

    Das ist das Problem mit den "Ausnahmen", sie sind viel häufiger als die Regel.
    Wie oft benutzen die Schüler*innen das Wort Reichtum und wie oft "Bürgertum"/"Bistum". Das heißt, kognitiv ergibt es Sinn, weil das Wort den meisten Schüler*innen (warum auch immer :-( ) nicht bekannt genug ist, dass es fest im Gehirn ist. Mit dem natürlichen Sprachwandel, der ja immer weiter Richtung "Vereinfachung der Sprache" (absolut wertfrei gesprochen!) tendiert, fällt das Geschlecht neutrum durchaus weg.
    (und gleichzeitig fällt die Akkusativendung vom Maskulinum weg, es hat also nichts gegen das Neutrum an sich, sondern das Gehirn vereinfacht alles. In 200-300 Jahren wird sicher das "einen" zu "ein" und viele Kasus werden gewechselt haben.

Werbung