Beiträge von chilipaprika

    Wenn es darum ginge, beste Bildung zu erhalten, um Zustände erträglicher zu machen, um zum Beispiel dein "Chaos" in deiner Schule zu verhindern, würden "die Reichen" ihre Kids nicht in einer fragwürdigen Umgebung erziehen lassen.

    und es ist leider schon längst so.
    Mir haben ALLE abgeraten, dahin zu ziehen, wo ich wohne. "Ach, keine Kinder geplant". Doof, aber weniger doof.
    Und meine über 30 Kilometer pendelnde KuK tun es nicht alle für das kulturelle Flair der Stadt, sondern auch für das Bildungsangebot.
    Wir haben schon längst eine schulische Klassengesellschaft, regional, föderalistisch, konfessionell, schulformbezogen.
    DAS muss reformiert werden. Mit VIEL Geld.
    Aber das mögliche Home Schooling ist nicht das, was es noch verschlechtert.

    Also: ich bin NICHT für Abschulen und strengere Quoten.
    Ich bin für Fordern und Fördern. Ein NICHT kleiner Teil der Schüler*innenschaft würde gar nicht in die Bredouille kommen, wenn sie von Anfang an (EGAL welche Schulform) ein anderes "Lerntempo" anlegen müssten und dann nicht quasi dem Burnout nah wären, weil sie bis morgen ein Verb lernen müssen.

    (und ich nehme die aktuellen Mental Health Berichte zu unserer Jugend mehr als ernst und weiß sehr wohl, dass wir Notstand erreicht haben. Das hat aber garantiert andere Gründe (in NRW zumindest)

    Die paar Fälle, die ich aus der deutschen Berichterstattung kenne, sind solche, bei denen Kinder gar nicht erst staatlich registriert wurden. Klar, ein Kind, das aus staatlicher Sicht nicht "existiert", kann keiner Schulpflicht nachgehen. Solche Fälle, die oft jahrelang unentdeckt blieben, sind an Grausamkeit oft kaum auszuhalten und werden oft nur durch Zufälle irgendwann aufgedeckt.

    Aus welchem Land bitte ist dieses Beispiel?

    :?: Das solltest du erklären...

    Die konfessionellen Schulen dürfen abweisen und auch wenn sie dort nicht unbedingt so ein viel besseres Niveau haben, wäre es mir wert. also auf Nummer sicher mein Kind taufen lassen. oder zumindest ich zahle eine Kirchensteuer und lasse es dem Kind offen.

    Und da ich mehrere Umzüge hinter mir habe: Ja, ich kann mir vorstellen, dass einige hier nicht mal ansatzweise verstehen, was Maylin sagt.
    Ich unterstütze nicht ihre zum Teil diskriminierenden Positionen, kann aber alle ihre Beschreibungen unterschreiben.
    Da wir eben NICHT die Fördermöglichkeiten erhalten und das System so verankert ist, dass die größte "Hürde" der Eintritt aufs Gymnasium ist, der Rest rollt ja von sich*, ist es ein systemimmanentes Problem.

    * Selbst wenn ein Kind merkt "oh, ich muss auf eine andere Schule, die 2. FS abwählen, oder keinen Ganztag mehr, oder was auch immer..", die anderen Schulen nehmen NICHT auf.
    Das heißt: einmal am Gym (in meinem Fall: erst bei wiederholter Nicht-Versetzung eine Chance. Da aber die Hauptschule noch Plätze hat, sind die Gesamtschulen aus dem Spiel.

    Teilweise sind es aber auch die Gymnasien selbst... Manche schielen durchaus hauptsächlich darauf, die Mindestschülerzahl zu bekommen, um nicht zu schrumpfen. Warum werden Kinder angenommen, die nicht die entsprechende Empfehlung der Grundschule haben?

    weil in deinem (und meinem / Maylins) Bundesland der Elternwille zählt.
    Man kann NICHT abweisen.

    chilipaprika : Es geht mir vor allem um Extremfälle, die es alle Jahre mal wieder in die Medien schaffen, bei denen Elternhäuser, die die Bezeichnung "Eltern" nicht verdienen, ihre Kinder jahrelang zuhause einsperren und nach außen hin vorgeben, sie würden ihre Kinder zuhause unterrichten (diese Art von Elternhäusern sind oft Meister in der Manipulation nach außen, um den Schein zu wahren). Es geht mir nicht nur um die leistungsbezogenen Nachweise, sondern auch darum, dass verpflichtend nachgeschaut wird, dass diese Kinder körperlich wie mental gesund sind. 100%-ige Garantie gibt es nie, aber wenn die Kinder täglich in die Schule kommen, bekommen wir zumindest mit, wenn "irgendwas", was auch immer dieses "irgendwas" sein mag, nicht stimmt. Kommt ein Kind im schlechtesten Fall nie aus den eigenen vier Wänden heraus, fehlt ein geschultes, unabhängiges weiteres Paar Augen, dem Abweichungen im Verhalten oder Aussehen überhaupt erst auffallen könnten.

    Auch wenn es sehr seltene Extremfälle sind: Sie sollten es wert sein, dass die staatliche Aufsicht sie nicht ihrem familiären Umfeld komplett schutzlos ausgeliefert lässt.

    aber dir ist klar: daran ändert die Schulpflicht nicht. Wie du selbst sagst: sie tun es schon JETZT!!

    Ich sehe das Thema Home Schooling aufgrund der erhöhten Gefahr von Indoktrinierung oder Gewalt/Missbrauch im Elternhaus skeptisch. Sollte es aber irgendwann rechtlich möglich sein, dann zumindest in Kombination mit extern abzulegenden Leistungsüberprüfungen und regelmäßigen Kontrollbesuchen durch Sozialpädagogen (m/w/d).

    Klar, der Sozialpädagoge hat ja sonst nichts zu tun.
    Bei gut funktionierenden homeschooling-Systemen legen die Kinder nicht nur regelmäßig Prüfungen ab, sondern senden auch Aufgaben ab, oft gibt es auch Treffen mit einem zugeordneten Zentrum, da sieht man die Kinder.
    Die Kinder sind ja nicht aus der Welt, sie gehen zum Arzt, machen Aktivitäten, usw. Und diejenigen, die DAS nicht tun, die fangen wir in der Schule auch nicht auf, sorry. Da hatte ich genug Baptistenkinder im Unterricht. WENN es WIRKLICH die reale Angst wäre, dann wären nicht dieselben Leute gegen Ganztagsschule, oder für die Stärkung des Elternwillens bei allen möglichen Entscheidungen.

    und warum Sozialpädagog*innen? die "regulär beschulten" Kinder sehen ja auch keine. Reicht etwa eine Lehrkraft nicht aus?

    Wie ist es denn jetzt für Primarstufe und Sek I?

    Ich dachte es läuft bislang so: A12, nach ein paar Jahren automatisch A13,

    Eins weiß ich ganz sicher: in NRW ist gar nichts automatisch. In keiner Schulform.
    So wie ich es verstanden habe (bis jemand aus den Schulformen korrigiert oder bestätigt), von dem was hier alle schreiben: A13 (ohne Z sogar?) war eben eine Beförderungsstelle. Mit Bewerbung für eine ausgeschriebene Zusatzaufgabe, Prüfungstag, sich gegen andere Bewerber*innen durchsetzen.
    Und jetzt: die Zusatzaufgabe behält man, auch dasselbe Geld, ist aber mit allen anderen wieder im (neuen) Eingangsamt.
    und eine neu geschaffene Stufe drüber (wie vorher A13 zu A12) gibt es (noch?) nicht.

    Frage da am ehestern beim (Bezirks-)PR und der Gewerkschaft nach!
    Wir hatten schon das Thema im Forum und ich hätte als NRWlerin wetten können (und auch hier schön behauptet), dass diese Möglichkeit in NRW nicht existiert (anders als in BaWü und Bayern, und ich glaube, im damaligen Thread ging es auch um Hessen), jemand belegte es mit einem Paragraf aus NRW, dass es doch gehe.
    Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass selbst versierte KuK (Bolzbold?) das noch nicht erlebt hatten.
    Frag also gezielt mit dem Paragraf nach (den hast du wahrscheinlich schon herausgefunden?)

    Vielleicht findest du durch die Suchmaske den damaligen Thread!
    Viel Erfolg!

    Weil? Ich kapiere es wirklich nicht. Alle starten mit A13, dann gibt es ein paar A14-Stellen, auf die man sich bewerben kann, und gut ist's.

    Die Grundschulen sind doch die Benachteiligten, sie bekommen keine A14-Beförderungen, die Gymnasien behalten ja ihre Ämter.

    Das sagt doch eben Bolzbold!
    Es ist doch total unverschämt, das Eingangsamt anzuheben (und in der Öffentlich zu suggerieren "jetzt sind alle Lehrämter gleichgestellt, alle A13" - obwohl auch das faktisch falsch ist) und keine Beförderungsstufen mehr zu haben!
    Das hat gar nichts mit dem Gymnasium zu tun (außer, dass man eben als Vergleich sieht, dass es doch solche gibt)

    Dann ist es bei euch wohl so. Bei uns wäre sowas nicht zulässig, weil Versetzung immer vor Beförderung geht. Wenn ich mich mit A14 auf eine Ausschreibung bewerbe bei uns, dann steche ich alle A14er aus. Das Verfahren wird beendet und ich werde versetzt. Kein schöner Start an der anderen Schule, aber effektiv.

    Ich glaube, "Versetzung vor Beförderung" legt NRW so aus: Erst die Versetzungen (und dann ist der A14-Kegel (wieder) voll, also keine Ausschreibungsmöglichkeit für die Schule), aber nicht auf eine Stelle. Genauso kann man sich nicht (mehr - lange her) auf eine Planstelle bewerben, wenn man schon eine hat.

    Das habe ich in einem einschlägigen Gespräch anders mitbekommen. Uns wurde ein Versetungsvorschlag unterbreitet, wo ein Kollege bereits eine A14-Stelle innehat. Die A14-Stelle spielte bei diesem Angebot an uns keine Rolle. Für den Fall, dass er zu uns kommt, müssten wir uns eben eine Zusatzaufgabe überlegen.

    aber das meinte ich doch: Dann muss eine Aufgabe übernommen werden (oder auch nicht, weil keine spontan einfällt?). Wir hatten jahrelang einen aus Bayern versetzten OStR, er hat definitiv KEINE Zusatzaufgabe bekommen, die SL war wahrscheinlich zu doof. Er hat nach einer erneuten Versetzung gestaunt, eine solche aufgedrückt zu bekommen (aus BY war es eine Regelbeförderung gewesen).
    Dass es nicht dieselbe Aufgabe ist / bleiben kann, ist logisch.

    Oder meinst du was anderes?

    Ich bin nicht sicher, was du mit "Laufbahnvorteil" meinst.
    Sissy meinte, dass "externe Bewerbungen" Erfolg haben können. Klar, wer es nicht versucht, hat eh keine Chance. Nur: der TE hat kein BK-Studium und deswegen meine Nachfrage, ob es auch bei Gym/Ges-Studium (und Erfahrung) oft vorkommt, dass man eine A14-Stelle erhält.
    Ich sehe bei Ausschreibungen immer den Zusatz, dass man Erfahrung am BK haben muss (was natürlich eine gewisse Logik hat, aber...)

    in England soll es zur Zeit auch in vielen Schulen so sein. schulinterne bzw. eher "Trust-interne" Curricula, so dass alle SuS in Schulen eines solchen Trusts in Stunde 8 dasselbe Thema gemacht haben. Abweichungen minimal und zu begründen.
    Ich mag meine Planungsfreiheiten. Weniger wegen einer ach so tollen Selbstwirksamkeit, sondern weil ich mich beim 2. Durchnehmen eines Stoffes schon langeweile und also sehr gerne eine Abwechslung (für mich!) einbaue.
    Andererseits sollten wir uns auch nicht für so wichtig halten. Nicht die Arbeitsblätter sind das Relevante.

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