Beiträge von chilipaprika

    BlackandGold
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nicht in der selben Stadt (und auch nicht in der selben Partei) Kommunalpolitik gemacht haben, aber dein zweiter Absatz bestätigt meine Erfahrungen (über 15 Jahre her...) bzw. die selben Symptome für eine Stimmung, die ich nicht ertragen konnte.
    Ich bin zwar am Rande der Politikverdrossenheit und nur noch voller Zynismus für die Situation, ABER - und das meine ich super ernst - sehr dankbar für jede*n, der sich das Ganze antut. Meine Dankbarkeit mag nach Partei variieren, aber am ehesten bin ich wirklich für die Kommunalpolitiker*innen, die es voller Überzeugung neben ihrem Hauptjob tun.
    Also Danke fürs Hemd und Sakko anziehen, wenn der Schultag vorbei ist.

    ich frage mich, aus welchem Grund man vorher fragt, wenn es keinen Unterschied macht. Einige fragen nicht nur GKV / PKV sondern die konkrete Versicherung/Kasse ab. Ich habe es immer für "ich kaschiere, dass ich eigentlich PKV abfrage" gehalten, kenne aber auch einen Arzt, der keinen Unterschied macht und stand schon auf Wartelisten, wo mir telefonisch versichert wurde, es mache keinen Unterschied und ich habe drei Jahre gewartet (also glaube ich das).
    Weiß das jemand, ob Ärzte je nach GKV zum Beispiel einen Unterschied haben?

    Viel schlimmer als Schule ist sowieso Politik. Dank Ganztagsschule habe ich öfters das "Glück", Mandatsurlaub zu brauchen und direkt nach der Schule in einem Ausschuss oder so zu sitzen. Da musst du ganz anders aufpassen, denn du wirst sofort abgestraft für "unpassende" Kleidung.

    Und ‚passend’ hängt von der Partei ab 😇

    Ich hab an einem mehrmonatigen Praktikumsprogramm des Bundestags teilgenommen, wo wir ohne Einfluss (zumindest offiziell) Abgeordneten zugeordnet wurden und bei den Einführungsveranstaltungen wurden wir darauf hingewiesen, dass die Kleiderordnung in den Sitzungswochen mind. Anzug, Blazer und co vorsieht, in den Nicht-Sitzungswochen je nach Fraktion.
    Und du gehörst zwar (glaube ich?) nicht der Fraktion, wo IMMER Anzug erwartet wurde, aber zumindest Hemd 🤣

    (Ich hatte ‚Glück‘ und war eh in einem anderen Gebäude, da war ich in meiner Fraktion mit Stoffhose, Bluse und Blazer sowas von overdressed.)

    Der Dresscode in Banken ist heute bereits wesentlich weniger formal als er früher mal war und bei medizinischem Fachpersonal zielt die Kleiderordnung v.a. auf die Krankenhaushygiene, sodass i.d.R. Nichtalltagskleidung, die leicht desinfizierbar ist, zur Verfügung gestellt wird. Dass diese farbig nach Funktion sortiert ist, dient einerseits der leichten Erkennbarkeit und damit klaren Aufgabenverteilung auch in Notfällen und andererseits als Schlüssel für den Grad möglicher Kontamination mit Keimen o.ä.. Inwiefern man das jetzt unter Arbeitssicherheit subsummieren kann oder wegen mir noch einen weiteren Fall aufmachen möchte, kann man sicher diskutieren.

    Ja, es ist mir bewusst, trotzdem habe ich noch keine Bankmitarbeiter in kurzer Hose gesehen (darum geht es hier, und das obwohl es nicht unter den obigen Kriterien fällt).

    Ich war lange nicht in einer Bank, ich bin schon vom Kumpelhaftigen genervt, ein TShirt und eine kurze Hose wären das Ende meines Vertrauens. Ja, ist nicht rational, ist aber so.

    Eine Kleidungsordnung macht bei folgenden vier Fällen Sinn:

    • Arbeitssicherheit
    • Corporate Identity (insofern ggf. relevant)
    • Schutz vor Witterungseinflüssen
    • Vermeidung von sexueller Belästigung (Exhibitionismus o.ä.)

    Wenn keine Corporate Identity-Regelung (Das wäre im Schulkontext z.B. eine verpflichtende Schuluniform) vorliegt, kein Labor- oder Werkunterricht erteilt wird, die Witterung es entsprechend zulässt und die Länge nicht einen Bereich erreicht, bei dem Geschlechtsorgane zu entblößen drohen, sehe ich keinen Grund, der gegen eine kurze Hose spricht.

    diese vier Fälle treffen auch nicht bei Bankkaufleuten, Pflegekräften und Ärzt*innen, usw... zu.

    Nach meiner Erfahrung ist der Hang zur altruistischen Selbstausbeutung bei Lehrkräften deutlich ausgeprägter als bei Ärzten.

    das mag sein, aber im Rahmen der Diskussionen zur Pflegereform und Beitragsstabilisierungsgesetz waren viele Ärzte und Psychotherapeut*innen (zugegeben, Letztere vielleicht zahlreicher) am Wohl der nicht behandelten Patient*innen interessiert und wollten ihren Kassensitz eben NICHT mit Privatpatient*innen aufstocken. Möglicherweise ist es aber eine dritte Berufsgruppe an sich bzw. eine eigene Untergruppe unter den medizinischen Gruppen (mit Pfleger*innen?).

    Jemanden kennend, der mit Schwiegervater im Haus wohnt... Ich würde mich nicht finanziell abhängig machen.

    da ist ein Kind auf dem Weg, man soll auch ein bisschen mutig und hoffnungsvoll gehen...
    (ich weiß, es kann super schlecht gehen, aber sie wird ja nicht arbeitslos, sondern erstmal angestellt und in Elternzeit...)

    Hm, ich rede wie eine Großmutter:flieh:

    Das Alter hättest du ja, oder? (Ich schätze uns mal ähnlich alt und ich treffe immer wieder / höre immer wieder ehemalige SuS, die meine Kinder hätten sein können, und höre, dass sie Kids haben. Und ich rede nicht von Teenie-Schwangerschaften, sondern von Menschen, die nicht "langzeitstudiert" haben und auch nicht ewig gebraucht haben, um die Liebe ihres Lebens (oder den zweiten Elternzeit ihres Kindes) zu finden.
    Es grüßt: die Oma ohne Enkel.

    ja? Ich las immer von getrennten bayrischen Paaren, die viel Zeit auf Autobahnen verbringen, zum Teil trotz Kinder.

    und selbst: "höher" heißt nicht (NRW-Regelung) "Anspruch auf".
    Das "biiiiip" bezieht sich auf das den Anspruch und ganz genauer auf den unterschwelligen Tipp Anna-Lisas (und soooo vieler NRW-Leute) "Nimm doch die Stelle, mit Kind ist es egal, danach hast du die Versetzung".

Werbung