ist ja keine*r gezwungen, die Mail mit dem Stundenplan zu eröffnen (es sei denn, sie ist mit einem Bestätigungs-/Korrekturauftrag begleitet)
Beiträge von chilipaprika
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Vorsorgeuntersuchungen und Kontrolltermine sind nie medizinisch notwendig.
also ab einem bestimmten Alter deute ICH sie als notwendig, um eben nicht 5 Jahre zu spät über Krebs informiert zu werden. (aber zugegeben, die einzige unflexible Fachärztin ist die Frauenärztin und es ist bei mir keine reine Vorsorge). Haut-, Zahn-, Ohren- und Augenarzt haben tatsächlich immer geklappt, da warte ich "nur" 3-5 Monate. Haha.
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Mittlerweile bin ich sehr pragmatisch. Klar nehme ich keinen Frauenarzttermin um 10uhr morgens, aber nur noch den 18.45 uhr-Termin, der nur einmal in der Woche angeboten wird (ich fahre 70-80 Minuten), nee…
Ich nehme, was mir im mittleren Nachmittag angeboten wird. Wenn es nicht passt, rufe ich ca. 10-14 Tage vorher an, ob sie spontan was anderes gibt. Wenn nicht, dann Pech und ich stelle einen Freistellungsantrag.
Daich jetzt weiss, wann ich nächstes Jahrfrei habe, habe ich letzte Woche einen Termin umgestellt.Vorsorge ist bei einigen Ärzten genauso wichtig wie akut, und es passt nicht immer in den Ferien….
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Bei uns dürfen sie auch keine Springstunden haben, wenn sie vormittags und nachmittags arbeiten. Das ist in der Praxis kaum umsetzbar. Es gibt immer noch die Einschränkungen, dass alles möglich ist, wenn die Lehrkraft einverstanden ist. Aber wenn jemand darauf bestehen würde, bekämen wir Probleme. Dann müsste man Fächer irgendwie aufteilen.
DAS fällt für mich unter "zuviel".
Also in jedem normalen anderen Job normal, aber so lange es nicht für 90% der VZ-Leute auch realisierbar ist, sollte es keine Muss-Regelung für 60%-TZ sein (also alles kombiniert, was du erzählt hast) -
Berücksichtigst du das das mögliche Rausgehen bei der späteren Leistungserhebung zu der zugehörigen Unterrichtseinheit? Und, falls diese Themen so vom Curriculum vorgeschrieben sein sollten (Ich weiß nicht, ob das historische Curriculum in NRW konkrete Epochen/historische Ereignisse enthält oder ob es eher bestimmte Konzepte vorgibt, von denen ausgehend die Geschichtslehrkräfte passende historische Ereignisse heraussuchen können.), wie gehst du sicher, dass die betroffenen Schüler (m/w/d) dennoch die notwendigen Kompetenzen am Ende erworben haben?
Ich beantworte für mich und den schon erwähnten Fall in Päda, Erziehung im Nationalsozialismus.
Wenn jemand sich Szenen aus dem Film Napola nicht angucken kann, hat er trotzdem Texte und muss trotzdem wissen, wie Manipulation / Erziehung in der Hitlerjugend, in der Schule und in den NAPOLA-Schulen abliefen. Jemand kann visuell getriggert werden, wird trotzdem keinen Freibrief für die Klausur erhalten.
Ich "durfte" in der 9. Klasse mehrere Stunden Filme zu den Nürnberger Prozessen schauen. (Hieß auf Französisch "von Nürnberg nach Nürnberg"). Ich wäre froh gewesen, ich hätte den Raum verlassen dürfen. Es war für die Vermittlung des Stoffs untermauernd, aber nicht notwendig. Ja, die Alpträume und die bis heute wirkenden Bilder sind vielleicht Erziehungsziel, aber ich war zu dem Zeitpunkt zu jung (in meinem Kopf). Selbstverständlich hätte ich nicht später sagen können "ich lerne den 2. Weltkrieg nicht, es ist zu schwer zu verdauen". -
Valerianus bin bei allem bei dir.
und ich habe tatsächlich schon mehrere Mädels nach krassem Gewichtsverlust kurz und privat angesprochen, zum Teil nebenbei mit Eltern darüber gesprochen (NIE eine Diagnosevermutung gegeben, wäre auch nicht möglich, sondern erwähnt, dass dies und das aufgefallen sei).
Ich bin Essstörung-seeeeehr sensibel, es fiele mir im Leben nicht ein, kein Essen mehr mitzubringen. Nein sagen kann immer jemand, ich passe eh immer auf, vegan / halal auch dabei zu haben und sage auch, man könne sich den Schokoriegel für später mitnehmen.
ABER: ich würde keine Schullektüre behandeln, wo meine Behandlung darauf angewiesen ist, ein paar Erbrechsituationen literarisch zu interpretieren. -
ist bei uns (NRW) eine soll-Regelung.
Und bei uns konkret: erst ab 17 Stunden (von 25,5, also 66%) soll versucht werden, einen freien Tag zu ermöglichen.
Es gibt Leute, wo es nicht funktioniert (und einige VZ-Leute, die einen freien Tag haben, manchmal ist es halt so, verstehe ich schon, aber TZ-freundlich ist es nicht.) Aber unser schulinternes Konzept soll überarbeitet werden, ich weiß nur: es wird dadurch nicht besser. -
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Sorry chilipaprika aber ich muss mich in der Schule schon so oft über irgendwelche Coaches oder heilpraktischen Psychotherapeuten aufregen, die mit so pseudo-wisaebschaftlichen Begriffen und anekdotischer Evidenz um sich werfen (hochsensibel und Autismus-Spektrum-Störung ist momentan bei uns ganz groß im kommen). Mir geht es nicht darum, dass man nicht sensibel mit traumatisierten Menschen umgehen soll, aber alles was ich zu "traumasensibel" gefunden habe (hab gerade noch einmal ausführlicher recherchiert) ist weder von Medizinern noch von Psychologen und man sollte keine Laien auf Menschen mit echten Problemen die Hilfe suchen loslassen.
Die Zulassung zum Heilpraktiker bekommst du hinterhergeworfen in Deutschland, das ist echt Wahnsinn wenn du dir anguckst wie lange ein Pfleger oder ein Psychologe (ohne Therapeutenausbildung) ausgebildet werden und was die dürfen und was Heilpraktiker teilweise legal für eine Scheiße abziehen...
Aber eben: ist es nicht ein bisschen riskant, uns Laien damit zu beauftragen?
Solche Themen sollten in der Hand von Profis sein, im Rahmen von externen Expert*innen, in Projekttagen oder niederschwelligen Angeboten. Weil ich mich eben nicht anmaße, ohne angemessene Kompetenz eine passende Anlaufstelle zu sein. und das bin ich automatisch, wenn ich es zum Gegenstand des Unterrichts in dieser Form mache.
PS: hochsensibel und ASS gleich zu setzen (nennen) ist aber so eine Sache, das eine hat eine wissenschaftliche Fundierung, Kriterien und ist anerkannt, das andere (noch?) nicht und hat wenig Kriterienorientierung, wenn ich mich nicht täusche. -
Als besonders betroffen empfinde ich noch die TZ-Kräfte. Die haben in Nds. Anspruch auf einen freien Tag. Den sprechen wir aber vor den Ferien ab, so dass sie entsprechend planen können.
und das ist bei WEITEM keine Selbstverständlichkeit.
An meiner Schule definitiv nicht (abgesehen davon, dass es eh ausgelegt wird, dass es keinen "Anspruch" gibt.)
[Ich spreche nicht für mich, ich kenne meinen freien Tag, aber ich habe auch Empathie für alle anderen TZ-Kräfte, die es nicht tun und Kinder / Gründe haben] -
Marquise von o: Vergewaltigung
Ich bin nicht so sattelfest...
Aber es ist zwar Thema aber eben NICHT so ausführlich... da sehe ICH einen Unterschied.
Aber vielleicht bin ich gerade zu "sensibel" und es ist ein Unterschied, ob ich die Marquise von O. als Studentin lese oder Heimsuchung selbst vorbereite. -
arbeitest lehrplan- und leitlinienkonform und bietest Unterstützung an wenn du was siehst (laut Leitlinie fallen Traumatisierungen nach der Familie am häufigsten in der Schule auf) oder alternativ lässt du halt alles weg und bist "traumasensibel"...
es kommt bei mir ein Unterton rüber, als sei "traumasensibel" ein Schimpfwort bzw. absurd.
Natürlich kann man nicht alle Themen ausklammern. Wir MÜSSEN über Krieg reden, wir MÜSSEN/SOLLEN aufklären... aber muss es mit Details sein? Kann es nicht sachlich sein? Ich fände es genauso absurd, eine detaillierte Szene vom Sterben durch Folter / in der Gaskammer zur Literaturanalyse zu nehmen.
Und Sensibilität ist für mich auch ein bisschen wie Barrierefreiheit und alle Möglichkeiten mitdenken, in der Regel profitieren Alle, auch die (vermeintlich) Nicht-Betroffenen. -
zumal man in den Jahren richtig gut wird, auch phonetische Schreibung in Sauklau zu entziffern.
Ich kann auch die Schreibversuche meines Neffen lesen, der bald eingeschult wird. (Hiermit wollte ich NICHT sagen, dass mein Neffe das Abitur schafft
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und in den Fremdsprachen (Achtung, nur Vermutung, weil "meine" FS eh ein anderes Niveau hat und ich das letzte Mal 2016-2018 dran war) finde ich es super schwer, was das Sprachniveau angeht. 0 Punkte wird man nicht geben, wenn jemand auf A2-B1-Niveau ist, erst recht, wenn es sogar halb fehlerfrei ist, obwohl es C1 sein sollte.
Und dann summieren sich Punkte und Punkte.
Wenn man bedenkt, dass die 4 das C1-Niveau (oder ähnlich, je nach Sprache) bescheinigt, eine Unverschämtheit. (Sowieso, weil der ERR ja das SPRACHniveau prüft und nicht durch Argumentationsfähigkeiten oder inhaltliche Kompetenzen beeinträchtigt sein sollte) -
Das war doch früher auch nicht viel anders, man konnte im Zweifel die Gedichtinterpretation nehmen, dazu brauchte man nur die Stilmittel wissen, die man irgendwann mal erarbeitet hatte. Oder erinnere ich das falsch?
Einerseits weiß ich nicht, wie es "früher" war, da ich nicht "da" war, andererseits: Auch für ein Gedicht braucht man Kontextwissen. Und seien wir mal ehrlich: Obwohl Gedichtanalyse hauptsächlich Handwerk ist, machen das die wenigsten SuS freiwillig. Also zumindest nicht die faulen schwachen. (Dafür verstehen sie die Hälfte der Wörter nicht. und die Stilmittel kennen sie auch nicht).
Der neue Aufgabentyp IV gibt denen eine wirkliche Scheinsicherheit. und das Gefühl (das fast wahr ist), das könne man auch, ohne jemals im Unterricht gewesen zu sein. Ich bin sicher, meine guten 10.-Klässler*innen schaffen die Abituraufgabe im noch befriedigenden Bereich.
Aber eyh, ich wusste zugegeben auch vor den Abiturprüfungen zu 90%, dass ich den Textkommentar nehme, weil ich den Aufsatz "auf französische Art" echt schwieriger fand (das fanden auch 70%...). Ich habe es glaube ich in Geschichte, Erdkunde, Französisch, und Philosophie durchgezogen. Glaube ich... (Die Fremdsprachen in Frankreich kennen solche Formate gar nicht, das Niveau ist deutlich geringer). Ich glaube, nur in Literatur fand ich den Aufsatz doch zu ansprechend und habe es mir also zugetraut. -
Physik (und Chemie) nehmen aber vermutlich eben nur diejenigen, die eh gut sind?
Bio gibt eher den Eindruck, die leichte NaWi zu sein. (Ich werde nicht dagegen / dafür argumentieren können, mir war es umgekehrt so, dass Bio mir zu Laberfach war und ich mit Physik klarer kam - Achtung! Auf dem Niveau der Mittelstufe, ich hatte danach keine NaWis mehr, weil ich entweder alle oder keine hatte)
Okay, peinlich, ich hatte noch nicht gesehen, dass Montessori raus ist
wein (ich habe seit 6 Jahren kein Päda gehabt und steige wieder in die Q1 ein). -
Wie nehmen eure Schüler:innen die NW Fächer als Abifach wahr (schwer/ leicht) und wie beliebt sind diese? Bei uns werdern sie nicht so oft angewählt. Wir haben dafür halt gerade in den sprachlichen bzw. gesellschaftwissenschaftlichen Fächern ein "Hoch"
Die schwammige Note in Päda erreicht man zwar mit blabla (Strukturiertes Wiedergeben und nicht komplett doof sein), ABER: für gute und sehr gute Noten muss man schon sehr viel lernen.
Von Schüler*innen weiß ich: lerntechnisch ist Päda/Bio wohl der Horror.
Päda wird dann tatsächlich bei uns immer weniger angewählt (LK kommt leider immer weniger zu Stande. Im Vergleich ist der LK nämlich viel besser als der GK), es hat aber mit einer seeeeehr starken Geschichtsfachschaft zu tun. Keine Ahnung, ob man dort viel lernen muss. -
In Englisch ist eine inhaltliche Vorbereitung für die Abiturklausuren mittlerweile faktisch obsolet.
Wie mir die letzjährigen Abiturient*innen nach dem Abitur, als ich gefragt habe, was dran kam, ist es in Deutsch genauso. (Ich bin ja erst "dieses Jahr" dran).
Fast alle Schreibenden wussten von Anfang an, sie nehmen die Klausur mit Aufgabentyp IV, Materialgestütztes Schreiben, man brauche nicht dafür zu lernen. (und haben es auch nicht getan) -
chilipaprika , auf Fortbildung dazu waren ja offenbar viele überfordert. Bekommt man für LK-Lektüren wenigstens Handreichungen?
Also: Ja, Verlage produzieren welche und ja, ich kaufe sie.
Auf Fortbildungen gibt es manchmal auch was.
Ich habe die letzten Tage auch einiges an Sekundärliteratur oder Podcasts gehört, zum Teil schulbezogen, zum Teil nicht.
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