Beiträge von chilipaprika

    die Regel müsste eine der bundesweiten Regeln.
    Aber eben NICHT: "nicht mehr ausreichend".
    Und ich gebe schon regelmäßig 0 Punkte in der Kategorie Rechtschreibung und 1 in Syntax.
    Wenn die inhaltlichen Anforderungen passen, kann ich meine Macht da nicht ausnutzen (klar: oft ziehe ich auch Punkte ab bzw. gebe keine inhaltlichen Punkte, wenn die Wortwahl und Syntax dermaßen sind, dass ich mir zuviel zusammenreimen muss. Aber es gibt SuS, die nicht schreiben können und trotzdem gute Ideen haben und aus Texten das machen, was sie laut AUfgabenstellung machen müssen (zumindest für ausreichend oder befriedigend)

    Wie lange dauern eure mündliche Prüfungen? Bei uns genau 20 Minuten, dazwischen 10 Minuten für Notenfindung und Notenbekanntgabe. Reicht fast immer. Daher komme ich auf 1,5 Stunden für 3 Prüfungen, dann ist ca. 30 Minuten Pause, bevor der nächste Block beginnt. Und bei uns ist man wirklich frei, Raucher verschwinden nach draußen, der Protollant gibt schnell seine 3 Protokolle bei der Oberstufenleitung ab, liegt auf dem Weg nach draußen oder zum Lehrerzimmer. Die Oberstufenleitung beginnt gleich mit der Bearbeitung.

    Bei uns werden mündliche Prüfungen grundsätzlich an 2 Tagen durchgezogen, ein Tag ist unterrichtsfrei, am 2. sind Schüler da und man hat evtl. noch Unterricht. Auch der Prüfungsvorsitzende hat evtl. noch Unterricht an seiner Schule.

    Die Termine sind im 30-Minuten-Takt. Eine Prüfung an sich (Start der Prüfung am Tisch nach Begrüßung und tralala) darf nicht 20 Minuten unterschreiten, maximal 30 Minuten. Der zweite Teil soll in etwa so lang sein, wie der erste Teil (wenn im ersten Teil also 10 Minuten gesprochen wurde, dann wird NICHT 20 Minuten geprüft, auch nicht 15.
    20 Minuten bleibt die Ausnahme, die Note wird trotzdem nicht da gefunden, der Prüfling ist noch im Raum, bis der nach-nach-folgende in den Raum gebracht wird und seine 30 Minuten Vorbereitung bekommt.
    Die Noten werden blockweise festgesetzt und die Kommentare mit Begründung niedergeschrieben. Ich konnte nie innerhalb der 30 Minuten Pause machen, das geht nachdem der nächste Block angefangen hat (im Vorbereitungsraum).

    Verstehe ich auch nicht. Bei uns beginnt die Prüfung um 8 Uhr und spätestens um 19 Uhr ist Schluss bei einer Stunde Mittagspause. Ein Block dauert 2 Stunden, 5 Blöcke sind also im Höchstfall möglich. Protokoll schreibt hier der Protkollant während der Prüfung, und vollendet notfalls während der Notenbekanntgabe. Die halbe Stunde nach den 3 Prüfungen dienen zur Pause.

    Also das ist (bei uns) nicht realistisch- Schon alleine die Notenfindung braucht 5-10 Minuten- MINIMAL.
    Und als Protokollant hat man in der halben Stunde echt genug zu tun.
    Ich glaube allerdings (ist bei mir lange her), dass der nächste Block eine halbe Stunde später mit dem ANKOMMEN des nächsten Prüflings. Also da hat man 25 Minuten.
    Aber so eine richtige Pause ist es trotzdem nicht (im Sinne von "Tschüss KuK, ich bin in 22 Minuten zurück")

    Stellen wir uns spaßeshalber mal vor, dass wir "in der freien Wirtschaft" beschäftigt seien, und der Arbeitgeber würde sagen "deine VZ ist: 20 Kunden".
    Ach, und ab jetzt musst du für diese 20 Kunden eine monatliche Dokumentation mehr schreiben.
    Ach, und alle sechs Monate brauche ich Zielvereinbarungen.
    und einmal pro Jahr müssen zusätzliche Gespräche stattfinden.
    und neue Formulare müssen entwickelt werden.
    Klar hat man nach 10 Jahren trotzdem und weiterhin 20 Kunden als Vollzeit. Selber schuld, wenn man zu viel Zeit in diesen zusätzlichen Aufgaben "verliert".

    Ich würde behaupten, dass sprachliche Richtigkeit im Fach Deutsch noch höher bewertet werden sollte als in den modernen Fremdsprachen, wo sprachliche Richtigkeit natürlich nicht unnötig ist, aber keine tragende Rolle im Vergleich zur Kommunikatiomsfähigkeit spielt. Hier ist evtl. die Quotierung zu niedrig, wenn schwache Leistungen im Bereich "sprachliche Richtigkeit" so leicht durch andere Faktoren ausgeglichen werden können.

    JEIN.
    1) Wir sind nicht mehr vor 100 Jahren, wo die Schönschrift und die Rechtschreibung das Maß aller Dinge waren.
    2) Ein Gedicht analysieren, einen Roman lesen und seine Bedeutung mit unserem Leben "vergleichen", aus verschiedenen Texten (literarisch, pragmatisch, diskontinuierlich) Informationen suchen und finden, über Sprache und ihre Wirkung nachdenken ... das sind aktuelle Lernziele.
    "Quotierung zu niedrig". Das mag sein, aber ICH (und keine andere Lehrkraft!!!) darf das nicht ändern. Ziehst du Punkte in Mathe ab, wenn die Schrift eine Sauklau ist und die Rechtschreibung schlecht?

    Generell sollten alle im Bereich "Schule" eingeführten maßgeblichen didaktischen und pädagogischen Methoden und Konzepte nach gewissem Zeitabstand evaluiert werden.

    Ja, sollten wir. Aber nicht von uns nach Gutdünken und mit verfälschtem Blick und ggf. eigenen Zielen.
    Und so lange es keine wissenschaftliche Evaluation dazu gab, darf ich nicht einfach das machen, was mir gefällt, nur, weil ich es doof finde.

    Edit: sinnverfälschenden Satz korrigiert.

    Das zeigt aber Verfehlungen auf, die sich zwar nicht durch dich alleine ändern lassen, die aber zumindest auf höherer Ebene angegangen werden können und nicht in Stein gemeißelt sind.

    Wenn in Klasse 10 der Großteil der Schüler (m/w/d) "keinen geraden Satz aufs Papier bringen" können, wurden sie jahrelang erfolgreich versetzt und mindestens ausreichende Leistungen attestiert, die so nicht gegeben waren. Es beißt sich immer wieder hier im Forum die Katze in den Schwanz, dass Noten vergeben, die nicht mit den notwendigen Lernzielen aus den Curricula korrespondieren. Wenn diese nicht erreicht werden, kann schlichtweg kein "ausreichend" mehr vergeben werden - auch wenn viele Lehrkräfte damit scheinbar sehr am Hadern sind. Das ist aber im Grunde nichts Spezifisches des Faches "Deutsch", sondern gilt fächerübergreifend.

    Die Positivkorrektur sollte mal kritisch evaluiert werden hinsichtlich ihrer didaktischen Sinnigkeit. Vielleicht möchte mal ein Lehramtsabsolvent (m/w/d) hierüber eine Abschlussarbeit schreiben. Ich gehe davon aus, dass der didaktische Mehrwert für die Schüler (m/w/d) gering und dafür der Zeitaufwand für Lehrkräfte hoch ist. Wwenn jemand wirklich schwache Leistungen in einem Fach zeigt, bringt es der Person nichts, wenn die Lehrkraft durch Positivkorrektur 10 verschiedene Baustellen aufzeigt. Das sorgt wahlweise für Überforderung oder Durchzug. Es braucht sinnvollere Korrekturformen - und da muss auf politischer Ebene (im Idealfall auf Basis durch forschungsbedingter Erkenntnis) angesetzt werden.

    Das wird nicht dadurch einfacher, dass du sowas unter jedem solchen Beitrag schreibst.
    Es gibt Vorgaben zur Korrektur und Deutsch ist auch nicht nur die sprachliche Richtigkeit. Und da können Schüler*innen sehr wohl sehr viele Lernziele aus dem Curriculum erreicht haben, auch wenn sie es nicht in einem perfekten Deutsch formulieren können.
    Keine Wertung, sondern: Arbeit, Unterricht und Bewertung nach den Kompetenzen und Zielen des Lehrplans.

    Und eine "Evaluation" (von was auch immer) kann nur von Leuten gemacht bzw. beauftragt werden, die die Macht haben, das zu ändern.

    man MUSS nicht drin bleiben. Man KANN es aber, wenn es um die Verkürzung der Wege geht.
    Ich bin bei dir, meine beste "Pause" bzw. kurze Regeneration: Podcast auf den Ohren, 10 Minuten um den Block.
    Trotzdem hätte ich sehr sehr sehr gerne MEINEN Raum. und würde mich auch ab und zu drin einschließen. Spazieren tue ich genug im Tag, es muss kein Gehetze zum lauten, wuseligen Lehrerzimmer sein.

    Also könnte es eine gute Strategie sein, ein Hauptfach + gefragtes kleines Fach zu haben, evtl. noch gefragtes nachzertifiziertes Drittfach, um zu vermeiden, dass man noch irgendwas anderes machen muss, das einem eigentlich nicht gefällt! Denn so bekommt man sein Deputat schon voll.

    Man darf übrigens auch von Anfang an drei Fächer studieren (also ab dem Studium).

    Also insbesondere, wenn das fachfremde Unterrichten Angst macht, ist ein StudiuM wesentlich und immer empfehlenswerter sls ein Zertifikat.

    Also könnte es eine gute Strategie sein, ein Hauptfach + gefragtes kleines Fach zu haben, evtl. noch gefragtes nachzertifiziertes Drittfach, um zu vermeiden, dass man noch irgendwas anderes machen muss, das einem eigentlich nicht gefällt! Denn so bekommt man sein Deputat schon voll.

    Was für eine bahnbrechende Erkenntnis!

    Aber da sollte man nicht dem Irrglauben verfallen, Anspruch auf Unterricht in allen Fächern, vielleicht sogar gleichanteilig zu haben.

    Aber es hängt eh immer vom pädagogischen Konzept der Schule und dem gegenwärtohen Bedarf. Bei einem Vorstellungsgespräch an einer Gesamtschule (ohne Oberstufe) wurde mir trotz krassem Mangelfach, einem zweiten Hauptfach und einem Fächerverbund klar gemacht, dass ich weitere Nebenfächer (mind. Ein Fach aus Mudik /Kunst) und Englisch dazu in meiner Klasse unterrichten würde. Damit hätte ich ca. 18-20 Stunden in meiner Klasse.

    Natürlich wird die Schulleitung keinen Lateiner zu Französisch verdonnern und es wird immer geguckt, wer welche Neigungsfächer gerne hätte.
    Aber es geht nunmal nicht immer auf, und manchmal wird jemand gezwungen (wie hier im Thread). und es ist rechtens.

    und es gibt umgekehrt sowohl KuK, die ernsthafte Bedenken haben, Physik zu unterrichten, obwohl sie es wirklich nicht können und nie hatten, als auch KuK, die einfach keinen Bock haben, mehr Fächer zu unterrichten, lieber die springenden FachKuK ohne Klassenleitung sind, und seit 20 Jahren die Geografie Europas unterrichten und sich über sich verschiebenden Grenzen total ärgern.

    doch, rein technisch schon. (und ich kenne viele Fälle von Französisch in der Realschule, die definitiv fachfremd waren ("Französisch bis zum Abi gehabt").
    und was heißt "beherrschen".

    und was heißt "gegen seinen Willen". Klar, einige poltern gerne und setzen durch, dass sie 20 Jahre nur Erdkunde und Politik unterrichten, andere verstehen, dass das System ein Problem hat und jede*r einen Beitrag leisten kann, zumal, wenn es zum pädagogischen Konzept gehört.

    wobei ich ziemlich sicher bin: Physik/Chemie/&co darf angewiesen werden, wenn es nicht experimental unterrichtet werden (also: im Klassenraum). Bei der Lehrermangelsituation sicher eine häufige Situation. Ideal? Nein. Notlösung: ja.

    (Ich glaube, ich habe 3 oder 4 Experimente in meiner ganzen Schulzeit in Chemie gesehen. In Physik wüsste ich nicht, was gefährlich sein sollte, aber mein Niveau ist auch sehr niedrig. Also: Buchunterricht, Youtube-Videos, das ist die Bildung von Morgen!)

    Ja, kann man. Manche Fächer haben "harte" Zulassungsbedingungen, z. B. Religion, Sport, Physik & Chemie, Technik (wegen der Fachräume). Teilt die SL dich trotzdem dafür ein, haftet sie und handelt grob fahrlässig.

    Nicht ganz.
    -> Teilt die SL dich trotzdem dafür ein UND DIE LEHRKRAFT REMONSTRIERT (signalisiert, dass sie sich nicht in der Lage, das Fach zu unterrichten), haftet sie und handelt grob fahrlässig.

    (aber die SL darf einen gar nicht einsetzen.)

    Inwiefern kann man sich eigentlich gegen fachfremden Unterricht wehren? Kann ich zur Schulleitung sagen "Nein, ich unterrichte nur meine studierten Fächer"? Was passiert dann?

    Für alle anderen Fächer gilt: Nein, du kannst dich nicht "wehren".

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