ein Assistenzhund ist ja nicht mein Haushund, der so süss und kuschlig ist, dass es mir glatt besser geht, wenn ich ihn streichle. Er hat eine Ausbildung, und macht den ganzen Tag seinen Job (auf Hürden achten als Blindenhund, aber auch auf die Atemfrequenz, auf Gerüche, auf was auch immer er spezialisiert ist.).
Ich will die Allergieproblematik nicht verharmlosen, aber leben diese Menschen in einer Blase? Nehmen nie den Bus (wo es auch 1) Hunde geben kann, 2) mich mit meinem Hundehaarpulli auch)? Man muss nicht mit dem Hund kuscheln, der Raum ist groß genu. Weil: der Hund hat eine Ausbildung, hat Prüfungen bestanden, dass er eben nicht durch den Raum durchläuft.
Ich habe im Studium als Assistentin für eine Lehramtsstudentin mit MS gearbeitet, die ihre Hände nicht benutzen konnte (also nicht zum Schreiben). Ich war ihre Schreibhände für 2 Stunden, habe also die Sachen markiert und aufgeschrieben, die SIE genannt hat. Sie ist mittlerweile (schon eine sehr lange Weile) Lehrerin in Bayern, ich weiß noch, dass ihr Ref an einem blöden Fachleiter fast gescheitert wäre, der ihr am ersten Tag gesagt hat, mit ihm würde sie das Ref nicht bestehen. Ich habe selten eine so intelligente, lebenszugewandte Person kennengelernt. Sie hat damals mit ihren Assistenzstunden gut gehaushaltet, sehr viel am Computer diktiert (vor 20 Jahren), usw.. Ich bin sicher, dass man also alternative Korrekturverfahren auch finden kann (einscannen und so...) bzw. einfach für die ihr zustehenden Stunden eine Assistenz hat (dass es sicher sehr nervenaufreibend ist, regelmäßig zu begründen, wieviel Stunden man für Korrekturen gebraucht und so weiter, keine Frage...).