Beiträge von chilipaprika

    Wie gerade geschrieben: An meiner Schule - und so kenne ich es auch von anderen Schulen - muss die Schülerin/der Schüler im Vorbereitungsraum warten. Ich fände es allerdings tatsächlich besser, wenn wir dafür einen zusätzlichen Raum hätten, weil es doch etwas Unruhe 'reinbringt, wenn dauernd Leute in den Vorbereitungsraum kommen und wieder 'rausgehen.

    ja, ich habe es verstanden und gelesen, meine Frage kam ja auch vor euren Beiträgen.
    Alle in den gemeinsamen Raum finde ich aber auch sehr ungünstig. Schon zur "halben Stunde" gibt es 3-4 Minuten lang viel Unruhe, weil mehrere Kommissionen ja nie genau parallel sind.
    Dass man auch noch den Schüler zurückholt, um ihm die Note bekanntzugeben, das sind viele Hin- und Her.. (Bei uns werden die Noten auch erst am Ende des Prüfungsblocks festgelegt, auch aus dem Vergleich heraus.
    Aber interessant zu sehen, wie es woanders läuft (auch wenn es in dem Fall bei uns keine Relevanz haben könnte)

    Seit wann sind Mittagspausen nur 15 Minuten lang? Soviel ich weiß ist eine halbe Stunde vorgeschrieben. Es ging um die kurzen Pausen am Vormittag.

    Und ja die Mittagspause kann wandern, bei uns entweder in der 6. oder 7., selten in der 5. oder 8. Stunde.

    Der Kollege in dem Thread behauptet aber, er habe keine Mittagspause und direkt im Anschluss etwas.
    Und nicht alle Schulen / Stundenpläne haben eben diese komplette freie Stunde, so dass es im Notfall bei diesen 15 Minuten-Blöcken bleibt.
    Bei uns an der Schule darf seit Kurzem aus dem Grund die 8. Stunde ausfallen, WENN man vorher keine andere Pause hatte und danach eine Konferenz hat.

    Schüler A muss dann nochmal kurz warten bis C in der Vorbereitung sitzt.

    Ist bei uns (bei zu kurzen Prüfungen) auch so, aber in dem Fall bespricht die Prüfungskommission die Note, das machen wir nicht im Beisein des Schülers. Also braucht man eine zusätzliche Aufsicht in einem zusätzlichen Raum. war nur die Frage nach der Lösung.

    Grund: Kollege fehlt an dem Tag, Vertretungsstunde (es ist die EINZIGE mögliche Mehrarbeit: Unterrichtsstunde, ob spontan oder dauerhafte Übernahme)
    Kommt es oft vor?: in den letzten Jahren ja, sehr oft
    wie wird das bezahlt: deutlich schlechter als die Grundbesoldung und es gibt eine bestimmte Menge an Stunden, die man vorher kostenlos ableisten muss, bevor erwogen wird, zu bezahlen. Das sind aber Details in den Regelungen, die je nach BL unterschiedlich sind, viele BL bezahlen erst recht nicht mehr und sammeln plus und minus-Stunden, so dass es sich über 1-2 Schuljahre ausgleicht.

    die Länge von Pausen mag egal sein, es ist aber nicht mehr egal, wenn (WENN) ein Kollege eben keine Mittagspause hat, dann ist es umso relevanter, wie lang die kurzen Pausen waren, weil es im Arbeitsrecht (das für uns nicht gilt aber trotzdem eine Messlatte sein könnte) Pausen unter 15 Minuten nicht anerkennt.

    ja, das tun Lehrkräfte immer und leider geht es systembedingt oft nicht anders.
    Und bei 2-3 Tagen Wartezeit auf die Überweisung des Fördervereins (ist bei uns jährlich beim Kinobesuch der Fall, auch mehrere hundert Euro) habe ich deutlich weniger Probleme als bei einer selbst geringeren Summe für eine Klassenfahrt im Dienst, wo ich noch Wochen auf Geld der BR warte.
    Bei einer Klassenfahrt / Ausflug oder so würde ich es nie machen, aber ich weiß, wie die Kasse eines Fördervereins funktioniert und akzeptiere es.
    Wenn ich keine 400-500 Euro für 3 Tage hätte, würde ich vielleicht andere Wege suchen, sage aber: ich habe genug Probleme im Beruf, DAS gehört zu den kleinsten.

    also dafür, dass das an den meisten Schulen eine organisatorische Ausnahme sein sollte, hast du dieses Problem seit Jaaaaahren in JEDEM Stundenplan?
    Also jedes Jahr überlegt sich der Stundenplaner dir GENAU das selbe Problem zu geben? Und das bei deinen einstündigen bzw. wenigstündigen Fächern?
    (Wenn du 6-Stunden-Blöcke am Vormittag hättest, könnte ich nachvollziehen, dass man nicht erst zur 3. anfangen kann..

    state_of_Trance Mir fallen auch viele Gründe ein.
    Genauso wie für Französisch.
    Und für Physik.
    Und für Kunst.

    Alles hat seine Legitimation.
    Aber jenseits der Grundtechniken wird es richtig schwierig, Fächer als verpflichtend zu erklären.
    Mir wäre es lieber, wir fokussieren weniger auf den pq-Formel und die a-Deklination und sehen zu, dass unsere Jugendlichen mental stabil in die Gesellschaft entlassen werden. Stabile Persönlichkeiten geworden sind, die keine anderen mobben, um sich besser zu fühlen, die selbst mit Hürden umgehen können und selbst in der Lage sind, sich das zusätzliche Wissen anzueignen, was sie noch nicht haben, weil sie wissen, sie brauchen das, auch wenn es keine Pflicht in der Schule war. Weil sie wissen: etwas Lernen macht Spaß und ich habe am Ende etwas davon.

    Bildung richtet sich nicht nach Notwendigkeit im Alltag.

    Nein, Bildung nicht.

    Aber Fähigkeiten und Kompetenzen schon.

    Und man sollte nicht Fähigkeiten als Bildung verkaufen oder umgekehrt.


    Ich werde es nicht satt, es zu wiederholen:

    Chili

    Deutsch 1. FS und später LK mit doppelter Prüfung (schriftlich und mündlich), Latein 2. FS und später LK schriftlich, Englisch 3. FS, später als 4. mündlich eingebracht, Italienisch 3. FS

    An der Uni Russisch und Spanisch-Kurse belegt. Meine Entscheidung, mein Werdegang.

    Ich bin nicht gegen Sprachen, ich bin gegen deren Überhöhung im schulischen Kanon, der auch noch dazu konträr zum gesellschaftlichen Ansehen und Gebrauch ist.

    schätze aber, dass angehende Mediziner (m/w/d) wenig Erfahrung/Berührungspunkte mit dieser Facharztrichtung haben und sich daher seltener hierfür entscheiden statt einer bewussten Entscheidung hiergegen.

    das dürfte bei fast jeder Fachrichtung jenseits von Allgemeinen und Inneren Medizin sein, also jenseits der Praxiserfahrung im Studium (und Fernsehserien), der Fall.
    Ich schätze, der Job ist vermutlich relativ unbeliebt, weil wenig Gestaltungsmöglichkeit, Selbstwirksamkeit dürfte gen 0 gehen, weder wirklich präventiv noch reparatorisch unterwegs, sehr schlechten Ruf (lauer Job mit festen Arbeitszeiten und sehr gut bezahlt - WENN man im Amt landet, aber man könnte in einem Unternehmen sein, da kriegt man keine A-Besoldung)...

    Und wie immer: Angebot und Nachfrage. Natürlich brauchen wir wesentlich mehr Hausärzte als Amtsärzte, wobei ich glaube, demnächst werden wir alle bitter nötig brauchen, nachdem sie gesellschaftlich verheizt wurden.

    Ich habe es überprüft: Auch wenn man in allen Fächern Klassenarbeiten schreibt: Die Versetzungsbestimmungen sprechen auch in anderen Bundesländern von Hauptfach/Nebenfach bzw. Fächergruppe 1/Fächergruppe 2.
    Warum die zweite Fremdsprache zur Fächergruppe 1 gehören muss (und damit deutlich mehr Gewicht für die Laufbahnhaben), ist mir ein Rätsel (oder nicht, aber für mich ein Relikt einer alten Zeit).

    Ich habe nirgendwo geschrieben, dass die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung zu kurz kommt. Aber warum muss man eben zwei Fremdsprachen - zusätzlich zu Deutsch - durchgehend und als "Hauptfach" haben, die anderen Fächer müssen sich abwechseln? Das mit den AGs (die es bei weitem nicht überall gibt, egal zu welchem Bereich) kann man für jeden Bereich als Argument nehmen.

    Mir geht es bei der 2. Fremdsprache weder um Französisch noch um mich (ich werde voraussichtlich kein Französisch in den nächsten Jahren unterrichten müssen. Wir kriegen den nächsten Französisch-Kollegen mit nur zwei Fächern. Ich darf weiter in andere Fächer auswandern).

    Nein: Eine zweite Fremdsprache, die Öffnung zur Welt und Kultur ist wichtig, keine Frage. Aber im Sinne von ALLGEMEINbildung ist diese Überbetonung des Sprachlichen (Deutsch plus zwei Fremdsprache ggü. Mathe bei der Fächergruppe 1, die 2 aus 3 - Regel im Abitur in NRW zb.., Pflicht zur 2. FS überhaupt) nicht mehr zu rechtfertigen, erst recht in Zeiten von Digitalisierung, KI, Technologisierung, usw..
    Dasselbe wie im anderen Thread zu Deutsch und sprachlicher Fähigkeit: Wir brauchen als Land Leute, die sich unserer Kultur und Geschichte bewusst sind. Die soll es und wird es geben. Aber warum muss ein mathematisch-technisch versierter Schüler eine 2. FS machen und nicht stattdessen MINT / Informatik oder Technik? Warum muss dieser Schüler zur Gesamt- oder Realschule gehen? Warum muss ich ihm jede Stunde und Woche aufs Neue reindrücken, dass er kein Sprachgefühl hat, sich kein Genus merken kann, usw..

    Ja, ALLGEMEINbildung und allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, aber ehrlich: wenigstens in der Mittelstufe würde ein Aufweichen gut tun. Sich ausprobieren und seine Neigungen finden, ist für Kinder und Jugendliche wesentlich wichtiger als einen alten Bildungskanon zu erfüllen.

    (und trotzdem wird es Kids geben, die freiwillig Latein UND Französisch lernen).

    Ich bleibe ein positiv gestimmter Mensch (meine Kernfamilie inklusive Hunde lacht sich gerade tot) und packe es im Freude-Thread statt Mecker-Thread....
    ... weiß aber nicht, ob ich lachen oder weinen soll (ich habe gestern nur gelacht. NACH dem Auflegen).

    Ich habe vor genau 4 Monaten den Brief der BR erhalten, dass ich zum Amtsarzt gehen müssen werde.
    Weil ich ein Kontrollfreak bin und Angst habe, dass Briefe verloren gegangen sein könnten, habe ich es nicht mehr ausgehalten und beim Gesundheitsamt angerufen (ich wusste, bei dem Amt dauert es lange, aber TROTZDEM).

    "Die Stelle ist gerade länger vakant. Es läuft also langsamer." (Ich glaube, sie hätten zwei Stellen).

    Eyh, der öffentliche Dienst schafft es nicht, die Stelle des vermeintlich lauesten Jobs im medizinischen Bereich zu besetzen.

    Schönschrift war ein Beispiel, weil Schönschrift und Rechtschreibung vor 100 Jahren die wichtigsten Kompetenzen im Deutschunterricht gewesen sein dürften, heute nicht mehr.

    Wenn du weißt, dass alles "von oben" kommen muss: Dann lass es bitte, es unter jedem Beitrag zu schreiben, so dass der Eindruck entsteht, dass die Lehrkräfte es selbst in der Hand hätten und endlich "aussieben" müssen und die Positivkorrektur weglassen sollten. (als Beispiele)

    das längste ist das Schreiben.
    Aber ich will nicht argumentieren, die angeblichen 3 Zeitstunden des TE sind in NRW nicht durch die APO-GOSt gedeckt.
    Und da mir die Übernahme eines Protokolls (also 4, von einer Kollegin) "droht", will ich lieber nicht ans Abi denken und konzentriere mich auf die morgige Zentrale Klausur oder meine eigenen Baustellen.

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