Du machst einen Job seit zwei Jahren, es wird dir eine Stelle ausgeschrieben ("Wunschkandidat"), du weißt nicht mal, ob es einen anderen Kandidaten gibt und du ziehst zurück?
Einerseits lese ich aus einigen Beiträgen "Vier gewinnt" und es ärgert mich total (Warum fortbilden, der andere User hat es auch so gemacht... der andere User bringt aber ganz sicher eine ganz andere Erfahrungskette mit, im Forum nachzulesen...), andererseits kann ich das jetzt nicht wirklich nachvollziehen, wie "beliebig" deine Bewerbung klingt. Vor 6 Monaten warst du ja schon Vater, hast du dir da keine Gedanken gemacht?
Ich würde davon ausgehen, dass du unter diesen Umständen nicht denken solltest, dass du in 2-3 Jahren das nächste Angebot bekommst. Und sollte es keinen Gegenkandidaten geben, wirst du den Job weiterhin machen, bis die Stelle besetzt wird... Kannst du dann damit umgehen?
(Dass Familie wichtiger sein kann, Prioritäten sich verschieben, steht außer Frage, das können hier viele hoch und runter beten. Aber was hat sich in den letzten 6 Monaten so sehr verändert, dass du jetzt _begründet_ zurückziehen möchtest?)
"Einerseits lese ich aus einigen Beiträgen "Vier gewinnt" und es ärgert mich total " - da liest du aber völlig falsch. Ich habe mich nur in der letzten 2 Jahren vollumfänglich auf die kommissarische Ausführung dieser Stelle konzentriert und dafür Tag- und Nacht geackert neben der Familie.
Ich habe mich auch vor 6 Monaten schon mit der Revision beschäftigt, habe das aber - da sich der Zeitraum jetzt wie gesagt schon seit 2 Jahren zieht - total aus den Augen verloren und jetzt ist der Moment für mich völlig überraschend gekommen und merke, dass ich diesen Revisionstag einfach völlig unterschätzt habe und der jetzt in mir blankes Entsetzen auslöst. War das falsch von mir? sicherlich. Das heißt aber nicht, dass ich mir die Möglichkeit mich zu bewerben nicht erarbeitet hätte. Ich habe zu dem Thema zahlreiche Elternabende gehalten, kollegiumsinterne Fortbildungen gehalten und gegeben, mit dem Schulträger verhandelt, Dinge implementiert, Technik aufgesetzt, in sämtlichen Schulmitwirkungsgremien gearbeitet usw.
Ändert nichts daran, dass ich völlige Panik vor diesem Tag habe und ich nicht weiß, wie ich das hinbekommen soll. Da wird auch eine Fortbildung die ich nicht mehr besuchen kann nichts dran ändern.
Ich weiß auch nicht was du mit "wie beliebig deine Bewerbung klingt" meinst. Es ist nicht so, dass ich für das Amt ungeeignet bin und mich - wie andere Leute das tun - einfach breit auf Beförderungen bewerbe in der Hoffnung, dass ich schon irgendwo der einzige Bewerber bin und reinkommen werde..