Beiträge von s3g4

    Bei uns Berufsschullehrern in Bayern ist Deutsch sogar ein sehr gesuchtes Zweitfach. Ich hätte mit dem Zweitfach Deutsch eine höhere Chance eine Stelle zu bekommen, als mit Mathe ^^

    Das ist bei uns auch so. Ich unterrichte gar kein Mathe mehr, weil wir nicht den Bedarf haben. Mit Englisch wären die Chancen noch besser ;).

    Es ist wirklich sehr von der Schule abhängig.

    Kein Kollegiumsmitglied hat hier sichtbare Tattoos (ich vermute, auch keine unsichtbaren). Es gibt ein sehr dezentes Nasenpiercing und keine langen Haare bei Kollegen.

    Bei den Schülis ist es ähnlich: Keine Tattoos; gelegentlich verirrt sich für wenige Wochen mal ein etwas sichtbareres Piercing in eine Nase; Haare in einer Farbe, die nicht natürlich sein könnte - vielleicht eine Person pro Stufe.

    Das ist hier halt Teil des Schulklimas.

    Stimmung ist trotzdem gut! :tanz:

    Das hört sich wirklich furchtbar an :D trotzdem schön dass du dich wohlfühlst

    Bin ja mal gespannt ob und dann jetzt meine Frisur ändern muss und nur noch langärmlig zur Schule darf. Ich denke das Gesetzt zielt aber eher Auf die Verwaltung ab.

    Ich stelle es mir auch lustig vor, wenn ich meinem Stundenplaner in der Schule sagen würde: Nee, sorry, ich mache meine 25 Stunden jeden Tag 2.-6. Stunde. Keine Alternative. und Fach 1 grundsätzlich immer nur die 2. Stunde.

    Hmm so mache wir das an unserer Schule aber eigentlich schon. Jeder kann sich wünschen wie der Stundenplan aussehen soll. Natürlich wird nicht 100% erfüllt aber bei mir etwa 80%

    Und du meinst, daß ein Referendar wesentlich weniger macht? Nur mal zur Info: Der Referendar wird alles tun, um eine gute Bewertung zu bekommen. Schließlich muß er sich damit nachher noch bewerben und da zählt die Ordnungszahl. Dies schließt freiwillige Mehrarbeit, die natürlich nicht dem Seminar gemeldet wird, ausdrücklich mit ein. So habe ich es jedenfalls kennengelernt, ich hatte damals auch immer zwei Einsatzpläne, einen tatsächlichen und einen fürs Seminar und die dortige Personalakte.


    In meiner damaligen Ausbildungsschule war der Grundtenor aber auch: "Die Referendare sollen froh sein, daß wir sie überhaupt ins Lehrerzimmer lassen. Eigentlich müßten wir für sie einen Tisch auf den Flur/neben den Kopierer stellen."

    Ich weiß ja nicht wann du in der Ausbildung warst. Es gab eine Zeit da hatten viele im beruflichen Bereich Probleme was zu finden. Da konnte man sowas noch machen. Heute sieht es, zumindest im Mangelbereich, eben anders aus. Da können die Quereinsteiger nix für, hier haben die Ministerien bei der Personalplanung ein geschlafen.


    Die Konsequenz für dich aber scheinbar: Weil du es "schlecht" hattest, darf es später keiner besser haben.

    Und ich finde NRW hat da eine ganz bescheidene Möglichkeit gefunden sich einen schlanken Fuß zu machen. Eine gute Möglichkeit wäre gewesen die Universitäten soweit zu ertüchtigen, daß es am Ende genug bodenständige Bewerber für die Mangelfächer gibt.

    Das liegt doch überhaupt nicht an den Hochschulen. In Hessen studieren auch nur sehr sehr wenige die Mangelfächer auf Lehramt. Das Interesse ist einfach nicht groß oder die Option wird gar nicht bei der Entscheidung berücksichtigt. Damit der Bedarf dann doch gedeckt werden kann, gibt es doch gar keine andere Möglichkeit als Quereinsteiger einzustellen. Wenn es genügend Absolventen gäbe, müsste auch es auch keinen Quereinstieg geben. Den gibt es auch noch gar nicht so lange.


    Ich habe das Gefühl, dass du dich persönlich davon angegriffen fühlst.

    - Statt sechs Mitarbeitern noch einer für die Montage.

    Ja das ist auch das Ziel eines Produktionsplaners. Effizientere Gestaltung der Produktion ist gut.

    - Die Batterien und sonstige elektrische Bauteile werden in China oder wo auch immer eingekauft - dadurch falls Jobs bei den Zulieferern und Fertigern und Deutschland weg.

    Es werden auch bei Verbrennungsmotoren viele Teile im Ausland produziert. Keine Ahnung worauf du hinaus willst.

    - Mag sein, dass man für die Entwicklung und Weiterentwicklung von E-Motoren mehr Personen benötigt werden. Das kannst du wesentlich besser beurteilen als ich. Aber sind das wirklich so viele, dass dadurch der Wegfall der anderen Jobs kompensiert wird? Noch dazu handelt es sich dabei doch fast durchweg um Stellen mit hohen Qualifikationsanforderungen, so dass sich der Fachkräftemangel noch verstärken dürfte, schätze ich.

    Wie gesagt, du kennst solche Prozesse gar nicht. Der Schwerpunkt der Entwicklung verschiebt sich eben etwas, aber die Anzahl der Personen wird sich nicht grundlegend ändern. Auch die Betreuung des gesamten Produktlebenszykluses wird eher aufwendiger. Natürlich sind das alles hoch qualifizierte Fachkräfte.


    Alles was du aufzählst wurde bereits bei der industrielle Revolution diskutiert. So lange wir von inflationären Zahlungsmitteln abhängig sind muss die Wirtschaft wachsen. Firmen haben also keine andere Wahl als möglichst effizient und günstig zu produzieren.

    Das Beispiel mit dem Motor zeigt es eigentlich ganz gut: Je höher technisiert, desto weniger Arbeitskräfte sind notwenig.

    Du hast mit der Produktentwicklung und der Betreuung eines Produktes über den gesamten Lebenszykluses noch nie zu tun gehabt oder? Je größer die Stückzahl und je komplexer ein Produkt ist, desto mehr Menschen braucht es um das Produkt zu managen.

    Andererseits gibt es auch Dinge, die kann man m.E. mit Geld nicht aufwiegen: Zwei Wochen Stoßstangen montieren und dann wieder zwei Wochen Scheiben usw., da ist das Geld fast nebensächlich. Kann mir keiner erzählen, dass man da nicht irgendwie mentalen Schaden von nimmt, auch wenn die Kohle stimmt. :D

    Ja das mag für dich nicht erfüllend sein. Manche Menschen mögen das aber und andere können evtl. auch nicht besonders viel mehr. Meine größte Sorge ist, dass solche Arbeiten mehr und mehr wegfallen. Was machen diese Leute dann? Nicht jeder eignet sich für kompliziertere Aufgaben.

    Man muss einen Lernstoff schon zuhause wiederholen und lernen, damit man ihn abrufen kann. Vielleicht hattest du als Grundschüler ein so gutes Gedächtnis, dass das nicht nötig war. Bei vielen ist das aber notwendig.

    Einschränkend muss man sagen, dass der "ideale" zukünftige Gymnasiast in der Grundschule wenig zusätzlich zuhause lernen muss um gute Ergebnisse zu erzielen.

    Es geht ja nicht darum, dass Schüler Daheim nichts machen sollen. Die Schüler müssen das aber ohne die Hilfe der Eltern machen können!

    Oh glaub mir, meine Seminarleitung hielt sich nicht nur für witzig, sondern hielt auch sehr wenig von NRW (wie ca. 90% der Kolleg*innen an der Schule und am Studienseminar. Grenzregion mit jedes Jahrschwachen Schüler*innen, die die Schule nach Klasse 10 verlassen, ans BK oder Oberstufe über die Grenze gehen und dort ganz gut zurecht kommen. Für sie der Nachweis, dass in NRW "selbst ein Dackel das Abitur bekommt, Hauptsache, er beißt nicht" (Gruß an die Mentorin ;-) )

    Welches Bundesland hält sich denn für besser als NRW?


    Und jetzt bist du auch noch selbst dort :D wolltest dir das Leben wohl einfach machen was? :D

    Wenn es um das Lernen eines Stoffes geht, haben die meisten Eltern im 4. Schuljahr dann schon kapiert, dass ihre Kinder (da brauchen fast alle Unterstützung beim Lernen) unterstützt werden müssen.

    Vielleicht sehe ich das auch falsch, aber ist das nicht primär die Aufgabe der Schule? Ich kann mich nicht dran erinnern, dass meine Eltern in der Grundschule oder danach mit mir gelernt haben.

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