Beiträge von s3g4

    Ob das für NRW auch gilt weiß ich nicht, aber ich denke schon:


    Wenn du wirklich Sozialpädagogik als berufliche Fachrichtung anerkannt bekommen möchtest, dann muss das dein Studiengang gewesen sein. Das Unterrichtsfach wird dann aus diesem noch irgendwie abgeleitet. Ich denke für dich ist ein Lehramtmaster der einzig gangbare Weg ins Lehramt.

    Guter Hinweis. Ich dachte tatsächlich auch an den PR im Schulamt (oder der hessischen Entsprechung), nicht an den am Seminar (der in BW an den Sek. I-Seminaren zumindest gar nicht für die Refs zuständig ist, deren Personalvertretung sitzt im RP).

    Der nächste Personalrat, wäre dann wahrscheinlich der im Schulamt deiner Ausbildungsschule oder im Ministerium. Ich denke doch, dass da auch jemand zu finden ist, der da gute beraten kann.


    Die Seminarleitung würde ich bis zur Klärung erst raus lassen. Je nach dem wie die drauf ist, kann es halt blöd werden.

    Für mich zeigt diese Energiekrise wieder einmal, dass fossile Energieträger (plus Gas, ist Gas ein fossiler Energieträger?) keine Zukunft mehr haben. Wir sollten auf Alternativen umsteigen, die nicht so abhängig sind von Weltmarktpreisen, die ganz gerne mal "außer Kontrolle" geraten. Das Ende des Kapitalismus sehe ich persönlich nicht, aber wir müssen unsere Lebensweise hinterfragen. Was benötigen wir wirklich? Was ist Luxus? Die Maßstäbe haben sich da (meiner Meinung nach) verschoben und immer mehr Luxus wird als normal angesehen. Auf vieles kann man dann doch verzichten, auch wenn es erstmal eine Umstellung bedeutet.

    Aha, wir wollen aber im Moment sehr viel auf einmal. Keine Kohle und keine Atomkraft mehr, außerdem soll jeder ein Elektroauto fahren. Da freuen sich unsere mit KKWs voll gestellten Nachbarn sehr, denn die können uns dann den Strom für einen guten Kurs verkaufen. Der kopflose Ausstieg aus der Kernenergie war das dümmste, was in Deutschland seit langem gemacht wurde.


    Das mit dem Luxus ist so eine Sache. Ich bin gerne bereit auf Luxus zu verzichten und mache das auch bereits aktiv, aber das kann man der breiten Masse nicht einfach so verkaufen. Dass wir aber in den nächsten Jahrzehnten dieses Wachstumsmodell nicht mehr halten können sollte so langsam klar werden. Dann lieber etwas verzichten, als am Ende alles zu zerstören.

    Das erwähnte Vorgehen mag zwar umempathisch sein, ist aber doch durch ensprechende Verordnungen/Erlasse klargestellt. Er darf dir das als gar nicht genehmigen und dadurch Mehrarbeit/-kosten verursachen. Kollegen, die in solchen Fällen gerne aushelfen, gibt es aber auch immer.

    Wo kein Kläger, da kein Richter. Wenn ich wüsste, dass mir jemand verbieten würde bei der Beerdigung meiner Großeltern anwesend zu sein, dann wäre ich an diesem schlafartig erkrankt.


    Da ich aber weiß, dass mir das von der Schulleitung nicht verwehrt werden würde, brauche so sowas nicht machen.

    Na, jemand ne Idee, warum manche so gern von der "freien" Wirtschaft sprechen?

    Weil das Gras immer grüner ist beim Nachbarn. Es gibt auch gute Gründe in den öffentlichen Dienst zu wechseln.

    Woran machst du die Belastung fest, also was bist du froh, losgeworden zu sein? Ich kann mit keinem Beruf richtig vergleichen, weil ich nur diesen "von innen" kenne. Ich finde belastend: am und um den Unterricht mit behinderten SuS, dass man sich sehr konzentrieren muss, die ganze Zeit im Fokus steht, mitunter Aggression von Eltern erfährt, in Einzelfällen auch, dass man zugucken muss, wie Kinder vernachlässigt oder misshandelt werden, ohne dass man es beweisen kann oder jemand einschreiten würde, dass man praktisch keine Aufstiegsmöglichkeiten hat, Konflikte mit Vorgesetzten, wenn man (natürlich!) brillante Veränderungsvorschläge hat, die keiner hören will und intellektuell unterfordert ist.


    Demgegenüber bin ich dankbar für die Sorglosigkeit, was Jobsicherheit, Bezahlung und Urlaub anbelangt. Auch ist der Umgang mit Jugendlichen lebendig und irgendwie ja auch sinnvoll, nachhaltiger jedenfalls als online Flüge zu verkaufen oder am Fließband Fidgetspinner herzustellen.


    Welche Belastungen vermisst du am wenigsten?

    Ich bin froh nicht mehr in mehrmals die Woche in endlosen aneinander gereihten Meetings zu sitzen (ja Konferenzen sind auch manchmal lang, aber kein Vergleich zu vorher). Außerdem bekomme ich keinen Druck mehr für die Fehler von Vorgängern oder Kunden. Deinen zweiten Absatz kann ich so nur unterschreiben.


    Die meisten deiner Problem im ersten Absatz führe ich auf deine Schulform zurück. Es ist wirklich schade, dass eigentlich jede Schulform außer die beruflichen Schulen scheinbar uncool sind.

    Ich muss auch ganz ehrlich sagen, für das Lehrergehalt sollte man ja auch nicht mehr als 35h die Woche arbeiten müssen. Das erreicht man aber leider trotz Gegenrechnen Ferien nicht wirklich (oder ich bin immer noch zu fleißig, obwohl ich schon versuche abzuknappsen was geht).

    Hmm ich denke das geht sich bei mir so ungefähr aus, vielleicht ein wenig mehr. Die 41h sinds aber nicht ganz, zumindest gefühlt.

    Bei uns nehmen reihenweise Quereinsteiger reißaus und gehen doch zurück in die Wirtschaft :wink_1:

    Vielleicht liegt dass am Gymnasium. Da würde ich auch im Leben nicht hin wollen. Wir haben Lehrkräfte fest bei uns, die vorher am Gymnasium waren. Keiner davon will jemals wieder zurück. Auch wenn wir Abordnungen vom Gymnasium bekommen, sind die Lehrkräfte immer sehr angetan.

    Kann ich so nicht unterschreiben. Ich sehe das bei vielen Freunden, die jetzt auf dem Gehaltslevel oder höher arbeiten. Die haben teilweise sogar 35-Stunden Verträge. Jede einzelne Überstunde wird dann wieder abgefeiert, oder man macht halt einfach keine Überstunden und hat einen halben Tag frei.

    Wo es in meinem Umfeld viele Überstunden gibt, sind in Beratungen. Aber dort wird trotzdem jede Überstunde aufgeschrieben (und die verdienen eben auch generell weitaus mehr).

    Kenne von mir selbst auch so. Ich hatte Netto ungefähr das gleiche Gehalt wie jetzt mit einer 35h-Woche, Gleitzeit und so weiter. Alles tariflich in einem Betrieb mit etwa 600 Mitarbeitern in Deutschland.


    Ich schon, denn ich höre es von einer ganzen Reihe von Bekannten und Verwandten genauso, wie von MarcM beschrieben. Auch im Betrieb, in dem mein Lebensgefährte arbeitet, gibt es das Wort "Überstunden" nicht; da wird einfach davon ausgegangen, dass man auch mal länger bleibt, um seine Arbeit erledigen zu können und wird - wie Marc es auch beschreibt - zumindest schief angeschaut, wenn man immer "pünktlich" Feierabend macht.

    Solche paradiesischen Zustände, wie du sie beschreibst - mit 35-Stunden-Verträgen, Abfeiern von Überstunden etc. -, habe ich seit Jahrzehnten von niemandem mehr gehört. Das kenne ich tatsächlich nur noch aus der Generation meiner Eltern. Mein Vater bspw. konnte Überstunden damals immer aufschreiben und abfeiern. Mittlerweile weht aber in dem Betrieb, in dem er arbeitete, auch ein anderer Wind...

    Dann kennst du scheinbar niemanden, der in der Metall- und Elektroindustrie arbeitet. Dort sieht der Tarifvertrag so aus.


    Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass die Arbeitsbelastung, auch jetzt nach meinem erste Jahr, deutlich geringer als in meiner alter "paradiesischen" Stellung sind. Das haben mir auch mehrere Kolleginnen und Kollegen bestätigt, die einen ähnlichen Werdegang haben wie ich.


    Das geweine über den harten Lehreralltag habe ich bisher immer nur von Personen gehört, die nie in einem anderen Beruf gearbeitet haben.

    2. Habe ich direkt eine Klassenleitung aufgedrückt bekommen. Die Entlastung dafür ist ein Witz (0,5)... Ich komme hier locker auf 5 Stunden zusätzlich pro Woche.

    Wow, ich hätte auch gerne Entlastung für meine Klassenleitung.

    Inhaltlich: die zwei "gesetzten" Fächer bringen dir vielleicht Spass aber keine Stelle. Die anderen zwei wiederum bringen dir eine Stelle ;-)

    Wenn man dann für Mathe oder Physik eingestellt wird, dann wird man dort auch mehrheitlich eingesetzt. Da bringen die schönen anderen Fächer auch nix.



    Ich würde dem TE auch zu Mathe und Physik raten. Wegen mir noch eines der anderen Fächer dazu, fürn Spaß.

    Ich fahre mit der PKV als Angestellte nicht so schlecht - aber ich glaube, im nächsten Leben würde ich das über eine Zusatzversicherung machen.

    Als Angestellter würde ich niemals in die PKV gehen. Das bisschen Mehrleistung und vielleicht ein wenig weniger Beitrag (wobei im Alter wirds dann richtig teuer bzw. man muss den Absprung zeitig schaffen) wiegt den Papierkram und die Diskussionen mit der Beihilfe nicht auf.

    Ich habe es durchgezogen.

    Erste und wichtige Kritik: Warum gibt es keinen Auswahlpunkt "Diplomlehrer für ..." als Abschluss. Noch hüpfen ein paar "alte DDR-Lehrer" in Deutschland herum. Und auf meinen Abschluss bin ich stolz.

    Es gibt auch in den alten Bundeländern diplomierte Lehrkräfte (keine Quereinsteiger) ;)

    Genauso ist es mir auch ergangen... Ich fand auch viele Formulierungen ziemlich seltsam "Schule macht beschämende Dinge"??? - Was soll das bedeuten?

    Und das mit dem Geschlecht - Alter ist mir komisch vorgekommen, sowie die Wiederholungen auf derselben Seite...


    Ich habe abgebrochen.

    Habe auch abgebrochen, es kamen einige Fragen sogar doppelt und dreifach mit der gleichen Formulierung.

    Edit: eigentlich hast du doch genau dieselben Erfahrungen, nur mit Studienseminar und Schulamt, oder?


    Hm also ich kann zum Schulamt/Ministerium nicht viel negatives Berichten. Es wird halt immer geweint alles zu teuer und wir haben keine Stellen mehr, aber irgendwie bekommt man dann doch mehr oder weniger was man möchte.


    Studienseminar war eine merkwürdige Welt, aber ich habe mich auf die Personen auch nicht eingelassen. Die interessieren mich einfach nicht.


    Edit: Ich kenne solche Mails eher aus Kollegen-kreisen. Die KollegInnen, die immer auf „allen antworten“ klicken und so munter eine Diskussion führen, die dann alle 130 Lehrkräfte mit verfolgen dürfen.

    Das kenne ich sehr gut und erinnert mich immer an Personen, deren Unterhaltung mit Absicht so laut geführt werden dass jeder sie mithören muss. Egal ob gewollt oder nicht. Finde ich sehr unangenehm.

    Interessant, das kenne ich nicht. Wenn unsere im Praktikum sind, dann besuche ich alle oder erteile Vertretung. Die Wochenstundenzahl wird sehr genau eingehalten. Wo ist denn sowas geregelt?


    Edit: und bei Prüfungen hat man doch Aufsicht und korrigiert anschließend?

    Aber nicht jede Lehrkraft besucht auch Schüler im Praktikum. Bei uns laufen die Stunden statisch durch, aber wir haben auch nicht sonderlich viele Praktika. Auch bei Prüfungen und Abschlussklassen werden keine Stunden abgezogen. Die Minderarbeit betrifft hier nur ein paar Wochen. Da macht man meistens anderes in der Schule, gibt ja immer was was liegen geblieben ist.

    Klassenregeln sind auch Ausdruck individueller Grenzen, denen man sich bewusstwerden darf, man muss aber nicht darüber hinaus gehen. S3g4 sagt, seine Regeln wären die einzig richtigen.

    Habe ich nie behauptet, ich habe nur meinen Ärger über diese Einstellung kund getan. Tut mir leid, dass nicht alle deiner Meinung sind.

    Vielleicht kannst du, s3g4, dann besser verstehen, dass Menschen verschieden erzogen wurden und entsprechend unterschiedliche Grenzen haben? Wenn nicht, dann halt nicht

    Zitat von Dein eigener Link

    Limburg (dpa/tmn) - Früher galt: Der Hut oder die Kappe wird als Zeichen der Höflichkeit abgesetzt, sobald man einen Raum betritt. Das ist heute immer noch so - es sei denn, die Kopfbedeckung ist nicht unbedingt Schutz vor dem Wetter, sondern komplettiert nur als Modeaccessoire das Outfit.

    Ich lasse das mal unkommentiert.


    P.s.: auch wenn wir Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind, haben wir keine Pflicht zum Konservatismus. In der Schule eher das Gegenteil.

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