Beiträge von s3g4

    Ich finde es gut, dass die Bezirksregierungen versuchen die Punkteinflation bei den Dienstbeurteilungen einzudämmen. Wenn jeder zweite die Bestwertung bekommt, kann man sich das Verfahren auch schenken.

    Die vorgegaukelte Bestenauslese könnte man sich tatsächlich sparen...

    Warum nicht einfach den Fokus auf die Ausbildung legen? Ref ist eh schwer genug und belastend genug. Warum dann sogar noch Verkürzungen anstreben? Verstehe ich nicht. Aber ihr wisst ja, was ihr tut.

    Weil nicht jeder 25 Jahre alt ist und ohne Verpflichtungen direkt von der Uni in den Vorbereitungsdienst geht.

    Das Ref ist nicht schwer... belastend vielleicht.

    Eventuell ginge ein QE mit Wirtschaft an einer BBS.

    Vorteile:

    • deutlich früher fertig
    • aus dem ersten Punkt folgend: Verbeamtung auch deutlich früher. Man weiß ja nicht, welche weiteren Wehwehchen man in den 5 Jahren noch bekommt, die die Verbeamtung erschweren können.
    • die Studiums-Phase ohne Geld wird vermieden
    • BBS ist klasse ;)

    Aber nur in RLP dann, in Hessen gibt es keine Öffnung für Wirtschaft. Wirtschaft ist die berufliche Fachrichtung, die schon seit Jahren überlaufen ist... also für "berufliche Verhältnisse".

    Unabhängig von der Skala brauchen wir jetzt nicht so zu tun als wären diese Bewertungen auch nur ansatzweise objektiv. Dem Kollegen, der die Zusatzarbeit stemmt, werden dann auch die 5 Punkte im Unterricht zugeteilt. Auch wenn andere Kolleg*innen das sicherlich mehr verdient hätten, aber für sonst nichts Zeit haben.

    Unterricht als Bewerungsgrundlage für Aufgaben außerhalb des Unterrichts ist eh Käse...

    Und das auch noch in einem System (also dem selben!), wo nicht ausreichende Noten bei SuS verpönt sind, wo Reffis fast ständig ein 1er-Schnitt haben und 1.0 Abitur nicht mal mehr für ein Einzelfoto in der Dorfzeitung reicht.

    hmm ich Schulsystem habe nie eine 1er Schnitt gehabt, weder jetzt noch früher. Ok meine letzte Beurteilung war eine schwache 1.

    die meistens 1en habe ich an der Hochschule bekommen.

    Aber ja du hast schon irgendwie recht, dass ein System dass sich mit Bewertungen beschäftigt nicht selbst vernünftig bewerten kann passt nicht. Andererseits passt es doch wieder, wenn ich mir das Auto meines Automechanikerfreundes anschauen oder die elektrischen Installationen im Haus eines befreundeten Elektrikers. Die wissen schon eigentlich wie es geht, aber bei sich selbst :D

    Wir können auch eine Gruppenarbeit daraus machen...

    Ich bekam von meiner SL ein 4er Gutachten und selbst das wurde von der BR kassiert.

    War die einzige Bewerberin. Und ja manche Bereiche wurden mit 3 bewertet, wurden von der SL aber auch nicht angeschaut, weil keine Relevanz für Funktionsstelle. Mir egal, aber nervig trotzdem in dem Moment.

    Wir haben eine Skala von 0 bis 13 Punkten... Also 13 Punkte bekommt fast niemand und wenn, dann wirds vom Schulamt kassiert. 12 Punkte bekommt man, wenn die SL wirklich will, dass man die Stelle bekommt. Alles weiter unten ist natürlich auch möglich. Wobei 12 Punkte bei A14 ungewöhlich ist und bei der Lebenszeitverbeamtung gar nicht gewünscht ist... naja scheinbar sind sich die Bundesländer in dieser komisch Auslegung wenigstens einig :D

    "Nee, Fynn-Luca, eine 1 kriegst du nicht, es ist in der 8. Klasse noch nicht vorgesehen. Aber nächstes Jahr vielleicht.

    ja, machst du das denn nicht so?

    Es ist auch vergleichbar mit: Aus Motivationsgründen gebe ich dir diesmal die 2.

    Ich bin immer motiviert, wenn ich schlechter als angemessen bewertet werde.


    Ist bei uns aber auch so, versteht keiner richtig. Weil die Beurteilung sich ja auch die aktuelle Funktion bezieht, also könnte man die volle Punktzahl als A13 bekommen und dann auch wieder die volle als A14. Es werde doch auch unterschiedliche Dinge beurteilt.

    Die Logik dahinter ist einfach dämlich, aber es ist eigentlich auch wieder egal, wenn man weiß dass es so ist.

    Die haben dann entweder keine Zeit und lehnen Kinder ab, die es vielleicht bräuchten oder haben zu viele Termine frei und nehmen jeden an, damit Rechnungen gestellt werden können. Habe ich besonders mit Ergotherapie erlebt. Das würde niemals aufhören, wenn man nicht irgendwann einen Schlussstrich zieht. Wenn die vom Land bezahlt werden geht das vielleicht. An Förderschulen finden doch auch Therapien nach dem Unterricht an der Schule statt... das mag dort sinnvoll sein. Aber der ständige Ruf von Lehrkräfte nach Therapien nervt mich einfach nur noch. Das gab es früher nicht, da durften Kinder, Kinder sein und sich im eignen Tempo entwickeln ohne dass ständig geschaut wird was noch gemacht werden kann und wieso dies oder das noch nicht läuft. Das Stresslevel der Kinder ist heute viel höher als früher und daran sind auch die Lehrkräfte schuld (nicht alle natürlich). Der Erziehungsauftrag endet an der Schulhofsgrenze und das sollte viele bewusster werden.

    Es muss aber einen Weg zwischen "Trotz" (weil wir nicht die Ausgaben selbst stemmen können/wollen), "Arbeitsfähigkeit" (Wie soll man sonst Unterricht machen?) und "angenehme Arbeitsatmosphäre" (keine 20 SuS am Handy, es wird ganz sicher gute Gründe für eine no-screen-policy gegeben haben).

    Abgesehen davon, dass ich selbst total ausflippe, wenn ich Präsentationen oder Reden vom Handy aus sehe, möchte ich nicht das auch nicht noch fördern.
    Ich befürchte, mein Weg wäre der Weg zum Copyshop, damit es wenigstens günstiger wird, ich weiß aber, wie dumm und dämlich ich mich in den Klassen ohne Materialien / festen Lehrplan kopiere.

    Was ist denn daran so schlimm, dass du dein eigenes Geld verwenden würdest?

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