Beiträge von Humblebee

    Ich konnte bisher noch nicht herausfinden, was dort genau bei der Anwendung der Ausgleichsregelung falsch gemacht wurde, würde mich aber brennend interessieren. Ich vermute, dass es etwas mit der speziellen Konstruktion von möglichen Ausgleichsfächern bei E- und G-Kursen zu tun hat, kurioserweise scheint mir aber ein aktuelles Handout des MK hierzu selbst fehlerhaft zu sein. Jedenfalls wird dort eine Ausgleichsmöglichkeit ausgeschlossen, die es laut AVO-Sek 1 aber geben müsste.

    Oha, das klingt ja übel! Mit den Sek I-Abschlüssen an allgemeinbildenden Schulen kenne ich mich nicht aus, muss ich gestehen.
    Ich habe den Eindruck, dass die Vergabe von Abschlüssen bei uns an den BBS bzw. in der BBS-VO einfacher geregelt ist (siehe hier: § 23 BbS-VO, Abschlüsse | Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS)). Da kann man m. E. nicht so viel falsch machen ;) . (Anderes gilt natürlich für die AHR, die wir am BG vergeben.)

    In Niedersachsen haben sowohl allgemeinbildende Schulen als auch Berufsschulen an Samstagen in der Regel frei.

    Man muss aber dazu sagen, dass es bis vor 10-15 Jahren auch hier in NDS noch so einige BBSn mit Samstagsunterricht gab. An meiner Ausbildungsschule war bspw. bis ca. 2015 samstags Unterricht in der dreijährigen berufsbegleitenden Fachschule Betriebswirtschaft. Eine BBS hier in der Region hat noch immer alle zwei Wochen samstags Unterricht; sogar acht Stunden (sie bieten eine dreijährige Fachschule Sozialpädagogik in Teilzeit berufsbegleitend an).

    (mal wieder) EDIT: Ich kenne es allerdings nur so, dass diejenigen, die am Samstag unterrichtet haben, dafür einen anderen Tag in der Woche unterrichtsfrei hatten. Dass Lehrkräfte sechs Tage die Woche zur Schule müssen, gibt es m. E. hier schon lange nicht mehr.

    Ich kann ja nun nur auf Grundlage der sehr begrenzten Erfahrungen sprechen, die ich in einem einzigen Schuljahr gemacht habe, aber ja: mir erschienen die Fehlquoten der "frischen" Zuwanderer in diesen Bildungsgängen und in der IFK irre hoch.

    Das kann ich für unsere Schule nicht bestätigen. Aber dass zwischen deinem BK und den BBSn hier im Umkreis augenscheinlich teilweise große Unterschiede bestehen, haben wir ja schon häufiger festgestellt. Wir haben im Übrigen in den BFS-Klassen keine SuS, die erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Sie werden bei uns in der "BES Sprache und Integration" eingeschult.

    EDIT: So hohe Fehlzeiten, wie du es für deine Klassen schilderst, haben wir meinen Erfahrungen nach aber auch nicht. In den beiden BES-SI-Klassen, die ich im letzten Schuljahr unterrichtet habe, hatten wir sogar SuS mit 0 Fehltagen (zwei Schüler und eine Schülerin in der einen und eine Schülerin in der anderen Klasse).

    Bei ausländischen Jugendlichen bekommen wir als Klassenlehrer regelmäßig Formulare auf denen wir die Fehlzeiten vermerken sollen.

    Hm, ich war 20 Jahre lang Klassenlehrerin in der BFS und musste nie solche Formulare für ausländische Jugendliche ausfüllen. Die gibt's offenbar in NDS nicht bzw. es wird anders gehandhabt. Einzig der für das Schüler-BAföG zuständigen Behörde müssen wir als Klassenlehrkräfte Fehlzeiten eben jener SuS melden, die BAföG beziehen, weil es bei unentschuldigtem Fehlen ggf. Abzüge gibt.

    Die Vögel waren hier heute auch still

    Fiel das wirklich so sehr auf? Um diese Jahreszeit (also nach Ende der Brutzeit) und bei dem warmen Wetter höre ich hier eh kaum Vögel.

    Ich muss ehrlich sagen, mich hat die Sonnenfinsternis nicht wirklich interessiert, aber einige aus meinem "Dunstkreis" haben sich Brillen z. B. beim Optiker geholt und/oder sich mit anderen zusammengefunden, um die Sonnenfinsternis mitzuerleben.

    gibt es bei uns auch nicht, genauso wie es die kleinen beruflichen Fachrichtungen aus NRW bei uns nicht gibt. Man kann aber trotzdem eingestellt werden, habe ich schon erlebt. Die Lehrkräfte haben dann eben nur ihre beruflichen Fachrichtung ohne Unterrichtsfach.

    Habe ich durchaus auch schon erlebt (und hatte darüber hier im Forum schon mal berichtet). Einer meiner Kollegen hat genau dieselbe Fächerkombi wie du plattyplus : Er hat in Dortmund WiWi und Wirtschaftsinformatik studiert. Da er zurück in den Norden wollte, hat er sich zunächst in Bremen beworben - wo es im Gegensatz zu NDS Wirtschaftsinformatik als Unterrichtsfach gibt - und dort einige Jahre gearbeitet. Dann kam er zu uns, wo er sich auf eine Stelle "Wirtschaft - beliebig" beworben hatte und unterrichtet nun hauptsächlich Wirtschaft in verschiedenen Bildungsgängen sowie "Informatik-Grundlagen" in Bildungsgängen wie der "BFS Dual".

    Apropos "BFS Dual": Es gibt hier in NDS mittlerweile sogar eine "BFS Dual - Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik" (Berufsfachschule dual - Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik | Berufsbildende Schulen der Stadt Osnabrück am Schölerberg), stelle ich gerade fest.

    Ist es nicht traurig, dass wir (als Gesellschaft, nicht wir als Lehrkräfte) Toiletten vor ihren Nutzern (m/w/d) schützen müssen, weil wir (als Gesellschaft) es nicht hinbekommen, Kindern zu vermitteln, wie sie sich ordentlich im öffentlichen Raum zu verhalten haben? Ich sehe solche Maßnahmen nicht als Fortschritt, sondern als Zeichen der Kapitulation.

    Tja, verschmutzte und dadurch kaum nutzbare Toiletten im In- und Ausland gibt es ja schon seit Jahrzehnten. Erwachsene benehmen sich dahingehend genauso schlimm - wenn nicht schlimmer - wie Kinder. Warum man sich gerade im öffentlichen Raum so verhält, werde ich nie verstehen...

    Diese Listen gibt es jedes Jahr zum Abitur.

    Nicht nur im Abi, sondern bei allen Abschlussprüfungen führen wir "Pipi-Listen". Die sind laut unserer RLSB datenschutzrechtlich nicht problematisch, da sie mitsamt dem Sitzplan und anderer Unterlagen der jeweiligen Prüfung in der Schule verbleiben.

    Spannend wäre beispielsweise ein System mit Keycard oder Token. Jeder Schüler öffnet die Tür mit seinem persönlichen Token. Das System speichert die Zugänge. Wenn Verschmutzungen auftreten, hätte man den Täterkreis massiv reduziert und könnte ggf. auch ansagen, dass Schüler sich direkt melden sollen, wenn sie die Toiletten verschmutzt vorfinden. Spätestens wenn es zu weiteren Vorfällen kommt, findet man den Täter. Solche Token werden bei uns auch in der Mensa eingesetzt, damit jeder sein bestelltes Mittagessen bekommt.

    In der Vergangenheit wurde sowas von der LDI untersagt:

    https://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/f/…lprotokolle.pdf


    /edit (TL;DR):

    Die LDI bemängelt die fehlende Rechtsgrundlage für eine solche Überwachung und bemängelt die Freiwilligkeit der ersatzweise genutzten Einwilligung (aus guten Gründen).

    Mittlerweile wird dieses System aber in einer ganzen Reihe von Schulen in ganz Deutschland genutzt. Hier in paar Beispiele aus verschiedenen Bundesländern: Schule in Vellmar sichert neue Toiletten: Zutritt nur mit Chipkarte | hessenschau.de , Schließsystem Toiletten - Geestlandschule Fredenbeck , Elektronisches Türsystem sorgt für saubere Schultoiletten - Radio Euskirchen , Schule in Oldenburg greift durch: Nur noch mit Transponder aufs Klo | ndr.de und 2024-11_Transponder__Toilettenregelung_ab_11.11.24.pdf .

    Das ist der Punkt. Zumindest im berufsbildenden Bereich ist es so, dass es die Fächer mitunter in dem anderen Bundesland so gar nicht gibt. Ich habe damals auch versucht mich mit meinem 2. StaEx aus NRW in Niedersachsen zu bewerben und bin daran gescheitert, dass es meine Fächer so in NDS gar nicht gibt.

    Hast du nicht Wirtschaft als Fach bzw. berufliche Fachrichtung (zumindest schreibst du hier immer, dass du in diversen Klassen Wirtschaft unterrichtest)? Damit kannst du doch auch in NDS an BBS unterrichten.

    Ich bin noch nie ohne UV und in den allermeisten Fällen auch nicht ohne Stundenplan in die Sommerferien gegangen. Manchmal hat sich noch minimal was geändert, aber im Großen und Ganzen blieb es bei der Planung. Wenn ich hier so lese, scheint das luxuriöser zu sein, das mir bewusst war.

    Das wundert mich fürs BK. Ändern sich bei euch nie nach den Sommerferien noch die SuS-Zahlen in den einzelnen Bildungsgängen, so dass es - wie es bei uns und anderen mir bekannten BBSn der Fall ist - zur Bildung von neuen Klassen durch notwendige Klassenteilungen oder auch zum "Einstampfen" von Klassen kommt? Und auch plötzliche personelle Änderungen hatten wir schon während oder am Ende der Sommerferien - ähnlich wie es SteffenW berichtet (Beschäftigungsverbote für schwangere Kolleginnen, angekündigte neue Lehrkräfte, die dann doch nicht kamen oder längerfristige Krankheitsausfälle von KuK, die sich während der Ferien ergeben haben) -, wodurch nochmal so Einiges umgeworfen werden musste.

    Die rumänischen und bulgarischen Kinder (also nicht die türkischstämmigen Bulgaren) aus dem Hochhaus sind christlich und haben einen Anspruch auf Beschulung an der katholischen Bekenntnisschule (im Rahmen der Plätze) oder wollen auf die konfessionelle Privatschule.

    Ich glaube, es hängt auch viel damit zusammen, von welcher Region wir sprechen. Wenn ich mich in meiner Gegend so umschaue, gibt es einerseits kaum Bekenntnisschulen oder konfessionelle Privatschulen (hier in der Stadt gibt es vier katholische Schulen mit jeweils recht kleiner SuS-Zahl: zwei Grund- und eine Oberschule sowie ein Gymnasium; im Landkreis meines Schulorts gibt es lediglich eine katholische Grundschule), andererseits gehen meines Wissens rumänische und bulgarische SuS hier nicht auf diese Bekenntnisschulen - habe ich zumindest noch von keinen SuS (die einen großen Teil unserer Schülerschaft in den Berufseinstiegsklassen ausmachen) gehört.

    Diese Klassen sind aber auch ein absoluter Sonderfall im Schulsystem, denn dort sammelt sich alles, was nicht zu einer normalen Laufbahn fähig ist. In halbwegs normal beschulbaren Lerngruppen empfinde ich die Klassengröße schon als sehr erheblichen Faktor dafür, wie zügig es vorwärts geht.

    Da sind meine Erfahrungen z. T. wirklich andere. Natürlich kann es sein, dass man mit einer kleineren SuS-Gruppe schneller voran kommt, aber das muss nicht sein.
    Mal abgesehen von dem genannten "Sonderfall" Berufseinstiegsschule habe ich auch schon in anderen Bildungsgängen unterschiedlich große Gruppen gehabt, in denen es - egal ob kleine oder große Gruppe - ähnlich schnell voran ging oder sogar die größere Gruppe schneller gearbeitet hat. Anekdotische Evidenz aus den letzten Schuljahren sind zum einen zwei Berufsschulklassen (Einzelhandel) - eine mit 16 SuS, die ich im abgelaufenen Schuljahr in einem Lernfeld hatte, und eine andere mit 27 SuS, die ich im Schuljahr 2022/23 im selben Lernfeld unterrichtet habe - und in denen der Unterricht fast gleich schnell voran ging. Zum anderen hatte ich im abgelaufenen Schuljahr eine Klasse 11 in Englisch mit 28 SuS und vorletztes Schuljahr eine mit 18 SuS; in der großen Klasse kam ich wesentlich schneller voran. Das lag m. E. tatsächlich an Faktoren wie der Einstellung/Motivation der SuS. Auch in größeren Klassen muss es ja nicht unbedingt zu Unterrichtsstörungen kommen oder die SuS unkonzentriert arbeiten.
    EDIT: Mir fällt gerade noch eine sehr kleine Klasse mit 10 SuS von vor ca. 10 Jahren ein (Berufsschule Großhandel), in der der Unterricht einfach unglaublich langsam und zäh voranging - das war nicht nur bei mir der Fall, sondern es haben alle KuK, die in der Klasse unterrichteten, so erlebt. Die Azubis in dieser Klasse hatten allesamt (obwohl alle mind. den erweiterten Realschulabschluss hatten, mehrere Abi und zwei die Fachhochschulreife in der FOS erworben) überhaupt keine Lust auf Berufsschulunterricht, haben sich kaum am Unterricht beteiligt, in Partner- und Gruppenarbeitsphasen nur wenig auf die Reihe gebracht,...

    Ich behaupte, mit nur 10 Schülern schaffe ich das, wofür ich sonst 3 oder 4 Stunden brauche, auch in 2.

    Da kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Nein, das ist nicht unbedingt so. Ich unterrichte seit langer Zeit Englisch in der Berufseinstiegsklasse. Dort hatten wir schon Klassen mit 12, 16 oder auch 20 SuS und mit den kleinen Klassen habe ich in derselben Zeit nicht mehr geschafft als mit den großen. Es hängt m. E. mehr von den Englisch(vor)kenntnissen und natürlich auch vom Interesse und der Motivation der SuS ab, wieviel man in einer Doppelstunde schafft.

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