Beiträge von Humblebee

    Ich gebe aber auch keine Anweisungen, die nicht befolgt werden.
    So hatte ich auch fachinformatiker verstanden.


    Die SL hat doch nicht mehr Autorität als ich! Nur weil sie SL ist?

    Sowas muss aus der Person kommen, also von Herzen - und überzeugend sein.

    Wo kämen wir denn sonst hin!

    Du hast noch nie Anweisungen gegeben, die nicht befolgt wurden? Na, dann hast du aber sehr "brave" SuS.


    Bei uns an der BBS kommt es immer mal wieder vor, dass SuS (eher uns unbekannte SuS als diejenigen, die wir auch im Unterricht haben) unseren Anweisungen nicht folgen und in dem Fall holen wir auf jeden Fall die Schulleitung hinzu. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie mehr Autorität ausstrahlt, sondern weil sie auf einem höheren Posten sitzt als wir "einfachen" Lehrkräfte und ganz andere Maßnahmen ergreifen kann.

    Ich sehe das Problem auch vor allem bei zweistündigen Klausuren. Die wären ja dann 2./3. länger als 1./2. Stunde.

    Das verstehe ich jetzt nicht. Eine zweistündige Klausur dauert doch 90 Minuten, oder? D. h. wenn z. B. die erste Stunde um 8 Uhr beginnt, ist das Klausurende um 9:30 Uhr, sprich dem Ende der zweiten Stunde. Die zweite Stunde beginnt also in diesem Beispiel um 8:45 Uhr und Klausurende wäre nach 90 Minuten daher um 10:15 Uhr. Wenn dann gerade keine Pause ist, müssen sich die SuS nach Abgabe der Klausur eben selbst beschäftigen oder die Lehrkraft beschäftigt sie.


    Ich kann das Problem irgendwie nicht nachvollziehen, muss ich sagen. Mir ist es auch schon passiert, dass die SuS mit einer Klassenarbeit schneller fertig waren, als gedacht, oder ich extra eine Arbeit konzipiert hatte, die keine 90 Minuten dauert (z. B. in der Berufseinstiegsklasse). Wenn die SuS dann nicht die komplette Doppelstunde für die Klassenarbeit brauchen, machen wir eben vor der Pause noch etwas anderes, nachdem alle die Arbeit abgegeben haben. Wir unterhalten uns, spielen irgendwas, erledigen einen einfachen Arbeitsauftrag o. ä. Mit anderen Worten: nicht immer brauchen meine SuS die komplette Doppelstunde für eine Klassenarbeit/Klausur, aber trotzdem dauern die Stunden bei uns nun mal 90 Minuten! (derzeit haben wir allerdings Corona-bedingt "mittendrin" Pausen)

    Unser Schulleiter kennt nur den Weg vom Parkplatz zu seinem Büro. Ich weiß gar nicht, ob er den Pausenhof überhaupt finden würde. :rotwerd:

    Interessieren sich eure SuS für Ordnungsmaßnahmen? Unsere nicht.


    Ich muss nochmals das aufgreifen, was Alterra bereits erwähnte: Wir hier im Lehrerforum arbeiten unter total unterschiedlichen Bedingungen. Das sollten wir uns immer vor Augen führen, bevor wir uns gegenseitig Vorwürfe machen.

    1. Unser Schulleiter und auch die erweiterte Schulleitung stehen zu 100% hinter uns und auch hinter den an der Schule geltenden Regelungen. Finde ich schlimm, dass dem bei euch nicht so ist!

    2. Ja, in der Regel tun sie das. Zumindest habe ich es in den letzten zwei Jahrzehnten selten erlebt, dass SuS eine Ordnungsmaßnahmenkonferenz auf die leichte Schulter genommen haben. Ich kann mich nur an einen Fall erinnern, dass ein von der Schule suspendierter Schüler nach Ende dieser Ordnungsmaßnahme gar nicht mehr in der Schule aufgetaucht ist. Aber dieser Fall wurde dann halt an den Landkreis abgegeben und der Schüler musste im Endeffekt Sozialstunden ableisten.

    3. Mir ist schon klar, dass wir unter unterschiedlichsten Bedingungen arbeiten. Vorwürfe mache ich aber den KuK trotzdem, die über bestehende Regeln einfach hinwegsehen, weil ich sowas nicht verstehen kann. Dann braucht man sich aber im Endeffekt als Lehrkraft auch nicht zu beschweren, wenn es zu Corona-Fällen in der Schule kommt und sollte nicht behaupten, dass wir dem Virus schutzlos ausgeliefert seien, "die Regierung" nicht für uns sorgen würde etc pp.

    Natürlich ist es schwierig, wenn die eigene Schulleitung nicht hinter einem steht und selbst Regeln nicht einhält.

    Aber bei den Pausenaufsichten kenne ich doch die meisten Schüler gar nicht: Mehr als eine freundliche Aufforderung, dass auf dem Schulgelände der MNS getragen werden muss, ist kaum drin.

    Doch, natürlich! Dass es für "Maskenverweigerer" (natürlich nur für diejenigen, die auch den freundlichen Aufforderungen nicht nachkommen) Konsequenzen bis hin zu Ordnungsmaßnahmen oder kurzfristigem Unterrichtsausschluss auf Anordnung der Schuleitung geben soll, schreibt sogar das nds. Kultusministerium in einem Dokument. Falls es jemanden interessiert: Es findet sich beim nds. KuMi unter "Wie können Schulleitungen auf Verstöße gegen Hygienevorschriften - insbesondere das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung - reagieren?"

    Du argumentierst wie ein typischer Politiker, in dem du anderen nie gesagte Aussagen andichtest.

    Na, schönen Dank auch! Wenn du schreibst:

    wenn meine Anweisungen ohne Durchsetzungskraft sind, lass ich diese bleiben.

    klingt das für mich eben so, als wenn du dann gar keine Anweisungen mehr geben würdest.


    Tut mir leid, wenn ich dich da falsch verstanden haben sollte. Das ist aber noch lange kein Grund, mir hier vorzuwerfen, ich hätte dir "nie gesagte Aussagen angedichtet"! Ich habe deine Aussage(n) wohl nur anders interpretiert, als du sie gemeint hast.

    Einen mir fremden Schüler während der Pausenaufsicht darf ich weder nach Hause schicken, noch seinen Ausweis kontrollieren, noch mit Gewalt zum Schulleiter ziehen.

    Wenn derjenige sich meinen Anweisungen widersetzt und der Aufforderung mit zum Schulleiter zu kommen nicht Folge leistet, hole ich eben den Schulleiter (oder ein anderes Mitglied der Schulleitung) dazu. Solche Fälle hatten wir schon öfter. Auch dieses Fehlverhalten der SuS hatte dann weitere Konsequenzen.

    Wenn doch ein Schüler von 500 nach der dritten Ermahnung freiwillig zum Schulleiter mitkommen würde, hätte es außer einer weiteren Ermahnung keine Konsequenzen.

    Das hätte dann auch von Schulleiter-Seite bei euch keine weiteren Konsequenzen?! Das finde ich wirklich übel, muss ich sagen. An meiner Schule gäbe es die garantiert.

    DoroNRW : Nein, das habe ich so noch nicht gehört. Hier dauert es teilweise sogar noch länger, bis man ein Testergebnis hat, besonders, wenn man sich symptomlos hat testen lassen. Zwei meiner Kolleginnen, die vor den Ferien die kostenlosen Tests in Anspruch genommen hatten, mussten eine ganze Woche auf ihr Ergebnis warten, weil erstmal die Tests der symptomatischen Personen ausgewertet wurden.

    Auf Szenario B muss man sowieso vorbereitet sein, das sind die Schulen auch, da es ja dem Zustand zwischen Oster- und Sommerferien entspricht.

    Allerdings sind die Hürden recht hoch, da die Regelung erst greift, wenn mindestens eine komplette Klasse in Quarantäne ist.

    Das ist so gesehen auch wieder wahr.

    Und ich lese dementsprechend auf der Homepage unseres Landkreises, dass der Landrat der Ansicht ist, dass - wenn alle SuS und Lehrkräfte auch während des Unterrichts einen MNS tragen -, es in den Klassen nur Kontaktpersonen der Kategorie 2 gäbe; daher müsse bei einem Infektionsfall nur die positiv getestete Person und nicht die ganze Klasse plus Lehrer*innen in Quarantäne...

    Die Umsetzung der Maskenpflicht ist kein Problem.

    Der Wechsel ins Szenario B hingegen schon. Diese Nachricht kam nämlich tatsächlich nicht erst heute Morgen... sondern erst heute am späten Nachmittag! Da wäre es also z. B. an meiner Schule den Klassenlehrer-KuK überlassen, die SuS zu informieren, wer nun am Montag und wer erst am Dienstag zur Schule kommen müsste.


    (EDIT: Ich sehe jetzt gerade erst, dass Palim das mit der späten Mitteilung schon geschrieben hatte. Sorry!)


    Na ja, da bin ich mal froh, dass der Landkreis, in dem unsere Schule liegt, Stand heute Nachmittag zum einen knapp unter 100 in der 7-Tages-Inzidenz liegt und es zum anderen aktuell keinen postitiv getesteten Schüler bei uns gibt. Es dürfte aber wohl nur noch eine Frage von Tagen sein, bis sich das ändert... Allein aus meiner Klasse hatten gestern und heute zwei SuS einen Coronatest, haben aber das Ergebnis noch nicht erhalten.


    P. S.: Eine Schweigeminute soll es an den niedersächsischen Schulen am Montag um 11 Uhr auch geben, schrieb unser Schulleiter heute Mittag in einer Mail.

    Nachdem ein Schüler seine Klausur fertiggeschrieben hat verlässt er selbstverständlich den Klausurraum und ist unbeaufsichtigt. Das gilt auch, wenn alle Klausurschreiber fertig sind.

    Ganz unabhängig mal von der Aufsicht: Dürfen eure SuS jetzt in der "Corona-Zeit" einfach so im Gebäude herumlaufen? Bei uns dürfen alle SuS nur während der für sie vorgesehenen Pausenzeiten und zum Raumwechsel den Klassenraum verlassen (außer, es muss ausnahmsweise mal während der Stunde jemand dringend auf die Toilette). D. h. wir dürfen die SuS momentan auch nicht vor ihrer nächsten Pause bzw. dem Ende der nächsten Doppelstunde aus dem Klausurraum gehen lassen. Wenn jemand die Klausur vor Ende der Bearbeitungszeit abgibt oder auch wenn alle schon fertig sind, müssen sie sich halt anderweitig beschäftigen.

    Bei uns gibt es nur Doppelstunden. Wenn also im beruflichen Gymnasium eine zweistündige (= 90minütige) Klausur geschrieben wird, haben die SuS also genau diese 90 Minuten für die Klausur Zeit. Beispiel: unsere dritte Unterrichtsstunde beginnt um 10 Uhr, die vierte endet somit um 11:30 Uhr (ohne Pause dazwischen); d. h. die Bearbeitungszeit einer 90minütigen Klausur geht auch von 10-11:30 Uhr.

    Wäre es eine dreistündige Klausur (also 135 Min.), hätten die SuS natürlich keine Pause zwischen den Doppelstunden und die Pausenzeit (bei uns 20 Min.) wird in die Bearbeitungszeit eingerechnet. Ende der Bearbeitungszeit wäre somit im o. g. Beispiel um 12:15 Uhr.

    So wird in allen unseren Bildungsgängen verfahren und auch bei Prüfungen, inkl. den Abi-Prüfungen.

    Das Problem bei den Aufsichten ist doch, dass wir nur wenige Schüler kennen und später in Ruhe ansprechen können.

    Wenn dann noch Ermahnungen keine Konsequenzen haben, mache ich mir das Leben sehr einfach. Einmal die Schüler nett ansprechen und dann mit den Aufsichtskollegen nett über das Wetter sprechen. Schont die Nerven aller Beteiligten. Soll sich die Schulleitung selbst zu den Schülern stellen.

    Ist ähnlich wie im Unterricht, wenn meine Anweisungen ohne Durchsetzungskraft sind, lass ich diese bleiben.

    Dann können die SuS bei dir im Unterricht machen, was sie wollen, oder wie? Dazu hätte ich wirklich keinen Nerv! "My classroom, my rules" - und wer die nicht befolgt, muss mit den Konsequenzen leben.


    Meines Erachtens ist die "Überwachung" der Einhaltung der Maskenpflicht insbesondere während deiner Aufsicht eine Dienstpflicht. Die kannst du ja wohl kaum auf deine Schulleitung abwälzen!


    Wenn bei uns SuS meinen, der Maskenpflicht nicht nachkommen zu wollen (momentan gilt die hier in Niedersachsen ja größtenteils nur außerhalb des Unterrichts; ansonsten "Empfehlung"), mache ich sie auch erstmal nett darauf aufmerksam. Wenn das nichts nützt: ab zum Schulleiter! Dies kann bis zu einer Ordnungsmaßnahmenkonferenz führen (steht übrigens sogar irgendwo in den Vorgaben des nds. KuMI).

    Ich brauche eh nur wenige Geschenke, weil wir uns in der Verwandtschaft nichts mehr schenken. Also benötige ich nur einige Kleinigkeiten für meinen Lebensgefährten und die besorge ich traditionell schon in den Herbstferien.

    Also: ja, die habe ich schon!


    Beim UUM regnet es gerade.

    Was haltet ihr vom Mitstreamen des Unterrichts?

    Wir müssen/sollen das in Hessen anbieten, sofern Schüler vom Präsenzunterricht befreit sind wg Risikofaktoren und die Möglichkeiten vor Ort dies hergeben (also Rechner mit Mikro, Cam und Internet)

    Die Frage wurde ja von einigen User*innen schon beantwortet ;-) .

    Ich persönlich halte nichts davon (siehe mein Post Nr. 8 ) und habe dem auch nicht zugestimmt, als wir vor den Herbstferien dazu unser Einverständnis erklären sollten/durften - In Niedersachsen ist es uns ja zum Glück freigestellt.

    Oh Mensch, das ist ja wirklich eine heftige Diagnose. Es tut mir sehr leid, dass du sie nun gerade in dieser sicherlich etwas stressigen Zeit als junge Mutter erhältst.


    Ich kenne aber auch mehrere Personen, die an MS leiden und trotzdem voll im Berufsleben stehen. Als Beispiele seien hier eine ehemalige Ausbildungslehrerin von mir genannt, die nun kurz vor der Pension steht und bereits seit 20 Jahren mit dieser Diagnose unterrichtet. Mit Medikamenten und gelegentlichen Krankenhausaufenthalten für Infusionen hat sie die Krankheit gut im Griff.


    Die 30jährige Nichte meines Lebensgefährten hat schon als Teenager mit der Diagnose MS erhalten. Dennoch hat sie eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin erfolgreich absolviert und arbeitet auch in diesem Beruf. Derzeit ist sie im 6. Monat schwanger und heiratet heute :). Auch sie hat relativ wenige Einschränkungen in ihrem Leben. Zwar hat sie ab und an "Schübe", aber diese fallen - dank guter Medikamente - i. d. R. leicht aus.


    Ich wünsche dir alles, alles Gute! :rose:

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