Beiträge von Humblebee

    Wir bekommen Schüler, die entweder als Erstförderung bei uns in die IFK kommen und von dort in die BFS wechseln, oder Schüler, die 2 Jahre in der internationalen Klasse an einem der kommunalen Gymnasien waren und dort nicht in die Regelklassen umgeschult werden können.

    Ja, wirklich spannend, wie unterschiedlich es so abläuft! Bei uns an der BBS kommen "frisch eingereiste" ausländische SuS auch zuerst in die "Sprach- und Integrationsklassen" und haben - wenn sie am Ende des Schuljahres einigermaßen gut Deutsch können und uns motiviert genug erscheinen - die Möglichkeit, im folgenden Schuljahr die "Berufseinstiegsklasse 2" zu besuchen, um dort den Hauptschulabschluss zu erwerben. Direkt in die BFS können sie nicht gehen, weil dort der HSA Eingangsvoraussetzung ist.

    Sprachlern- bzw. Sprachförderklassen wurden hier in der Gegend nach der großen Flüchtlingswelle 2015 eingerichtet, aber mittlerweile werden neu angekommene SuS - wie ich oben schon schrieb - in den Regelklassen beschult.

    Die Sinti legen aber sehr viel Wert darauf, nicht in einen gemeinsamen Topf geschmissen zu werden.

    Auch das finde ich spannend. Hier in der Stadt, in der ich wohne, gibt es schon seit Jahrzehnten einen "Freundeskreis der Sinti und Roma", einen Verein, der von einer alteingesessenen Roma-Familie gegründet wurde. Dort sind dem Namen entsprechend sowohl Sinti als auch Roma, die in unserer Region leben, Mitglied. Wäre mal interessant zu erfahren, ob es hier auch Sinti gibt, denen es wichtig ist, nicht mit Roma "in einen Topf geschmissen zu werden", wie du es schriebst.

    Suave

    Dein Beitrag irritiert mich - was er womöglich soll.

    Was trägst du dazu bei, der/dem TE die vielen gestellten Fragen zu beantworten?

    Zumal - wie ich bereits schrieb - der/die TE seit dem Tag der Erstellung des Eingangsbeitrags gar nicht mehr hier im Forum eingeloggt war. Ein echtes Interesse an Antworten von User*innen scheint von der/dem TE also offenbar nicht wirklich zu bestehen. Na ja, mal abwarten... Vielleicht kommt ja irgendwann nochmal eine Rückmeldung!

    Viele Bulgaren sind bei uns aus der bulgarischen türkischen Minderheit, sprechen also genug Türkisch, um in Deutschland zu überleben.

    Ist bei uns m. E. nicht der Fall. Ich habe zumindest noch nicht mitbekommen, dass sich bulgarische SuS mit türkischen SuS auf Türkisch unterhalten haben. Die sprechen normalerweise Deutsch miteinander.

    Einige Schulen haben die grandiose Idee, die neu ankommenden Schüler*innen alle zusammen in eine Klasse zu lassen, so dass sie tatsächlich zwei Jahre (oder drei...) lang keine echten Kontakte zu Mitschüler*innen haben. Und sprachlich ist es manchmal sogar kontraproduktiv, weil sie dann unter einander sehr schlechtes Englisch sprechen.

    Puh, das ist ja wirklich eine "tolle" Idee :( ! Dafür sind hier auf dem Land die Zahlen der "frisch" nach Deutschland gekommenen jungen Leute zu gering, als dass die einzelnen Schulen diese alle in eigenen Klassen zusammenfassen könnten. Zum Glück!

    an unserer Schule in Bildungsgängen zwischen "Nichtsprachlern" und Verhaltensgestörten landet

    Meine Güte, an deiner Schule muss es echt schlimm sein! :(

    womit sie am BK ja durchaus Recht haben/wenn man aus einer normalen Beschulung kommt

    Nun ja, die ukrainischen SuS, die an unsere BBS kommen, sind meist zwischen zwei und vier Jahren schon in Deutschland - sind also i. d. R. im Alter zwischen 12 und 15 hierher gekommen - und haben in dieser Zeit allgemeinbildende Schulen im Landkreis besucht. Bei uns treffen sie nun auf ehemalige Klassenkamerad*innen aus diesen Schulen oder anderen, "gleichartigen" Klassen.

    Als problematischste Gruppierung (sowohl im Lernverhalten als auch in weltanschaulicher Hinsicht und im allgemeinen Verhalten) erlebe ich in Deutschland geborene Schülern aus bildungsfernen, migrantischen Elternhäusern

    Ich nicht.

    Sonderlich sympathisch finde ich die Schüler meist auch nicht und ich erlebe sie im persönlichen Verhältnis insgesamt als deutlich weniger zugänglich, als Syrer, Aghanen, Schüler aus afrikanischen Ländern, etc. Und ja, sie sind häufig auch recht arrogant und teilweise rassistisch gegenüber Zugewanderten aus anderen Ländern.

    Ist bei mir ebenfalls anders. Weder empfinde ich diese ukrainischen SuS als unsympathisch noch als ziemlich arrogant und auch nicht als rassistisch. Ich unterrichte in den letzten Schuljahren in allen Bildungsgängen, in denen ich eingesetzt bin (Berufliches Gymnasium, Berufsfachschule, Berufseinstiegsschule, Berufsschule Einzelhandel sowie einer Sprach- und Integrationsklasse), SuS aus der Ukraine und finde diese jungen Menschen - bis eben auf den Umstand, dass einige, wie gesagt, sehr unmotiviert sind und durch häufiges Fehlen auffallen - als nett und umgänglich.

    viele Rumänen/Bulgaren hier (bzw. sprechen wir es ruhig aus, es sind überwiegend Roma).

    Auch das ist bei uns nicht der Fall. Der Anteil der Roma und Sinti unter unseren SuS ist gering.

    Krass, bei uns kann ich die Personengruppe an einer Hand abzählen.

    Ich bei uns an der BBS auch. Und zwar genau an einer Hand ;) , denn an meiner Schule haben wir genau fünf Lehrkräfte (unsere Abteilungsleiter*innen), die A15 bekommen. EDIT: Ach nee, stimmt gar nicht: Mittlerweile sind es sechs Abteilungsleiter*innen. Diese bilden mit unserem Schulleiter und unserer stellvertretenden Schulleiterin die erweiterte SL.

    NRW scheint wirklich "großzügiger" mit den A15-Stellen zu sein.

    Schüler mit asiatischem oder osteuropäischen Hintergrund tun das, Ukrainer meist auch, andere Gruppen sitzen ihre Defizite signifikant mehrheitlich einfach aus.

    Das ist an meiner Schule etwas anders. SuS mit asiatischem Hintergrund haben wir nur sehr wenige, bis auf eine größere Gruppe von Vietnames*innen, deren Familien aber zu 99% schon seit Jahrzehnten in Deutschland leben und wo die Kinder dementsprechend auch hier geboren wurden und ihr komplettes Schulleben hier verbracht haben. Bei den ukrainischen SuS ist es "mal so, mal so" - bei einigen besteht eine gute (Deutsch-)Lernbereitschaft, bei anderen nicht (vermutlich weil sie davon ausgehen, nicht auf Dauer in D zu bleiben, und z. T. weil sie am ukrainischen Online-Unterricht teilnehmen). Die Lernbereitschaft der SuS aus Syrien, Afghanistan, Irak, Türkei, Iran und afrikanischen Staaten ist ebenfalls unterschiedlich, größtenteils aber i. O. (ja, sowohl von den Schülerinnen als auch den Schülern - den Typ "orientalischer Problemjunge", den Bolzbold weiter oben beschreibt, erlebe ich in den letzten Jahren eher selten bzw. deren Zahl ist meiner Erfahrung gerade in den Berufseinstiegs- und Berufsfachschulklassen nach bei uns rückläufig).

    Als problematisch erweisen sich bei uns seit Jahren eher die SuS, deren Familien aus Osteuropa kommen - vor allem aus Bulgarien, Rumänien, Polen, Litauen und Lettland; diese Gruppe ist nach Angaben des Landkreises mit rund 40% der ausländischen Mitbürger*innen die größte im LK. Deren Familien sind zum Arbeiten (in der Landwirtschaft und anderswo) hierher gekommen, aber eher selten gewillt Deutsch zu lernen, vermutlich ebenfalls vor dem Hintergrund, dass sie über kurz oder lang wieder in ihr Heimatland ziehen wollen.

    Dementsprechend werden Förder-/Unterstützungsprogramme vor allem von Menschen wahrgenommen, die gerne hier in Deutschland arbeiten möchten, z. B. ukrainischen Frauen.

    Wie schade :( ! Aber nachvollziehbar; ich sollte wohl eigentlich auch mehr solcher Pausen machen.

    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, in nicht allzu ferner Zukunft hier wieder von dir zu lesen!!! Danke für deine vielen Beiträge hier in den letzten vier Jahren :rose:.

    Bis bald, Quitti :wink2:!

    Die eine weicht Diskussionen aus, indem sie löscht, die andere schreibt inzwischen viel weniger.

    Letzteres macht ja Sinn, Ersteres aber in meinen Augen nicht. Warum schreibt man denn überhaupt etwas, wenn man Diskussionen ausweichen will? Das erschließt sich mir nicht. Ich schreibe doch hier etwas, weil ich meine Meinung äußern will. Und dann ist es nur logisch, dass andere darauf reagieren - entweder durch einen "Reaktions-Emoji" oder durch einen Beitrag, in dem sie sich auf mich beziehen.

    Warum sollte jemand auch jemanden anderem etwas Böses wollen. Nein, nein, das sind alles Missverständnisse, die sich vermeiden ließen, wenn man nur richtig versteht, was die andere unklar ausgedrückt hat. „Dann musst du dich nicht wundern, dass du keine Freunde hast, wenn bei die immer alles negativ ankommt.“ Waren wir schon bei Mobbing-Ausreden? Lehrbuch! Gruselig.

    Gruselig finde ich einzig und allein, dass du dich immer und von jedem hier angegriffen und ausgelacht fühlst und auch nett gemeinte Reaktionen als "Pöbelei" und "Mobbing" betrachtest - gerade von User*innen, die hier noch nie durch negatives Verhalten aufgefallen sind (und dir hier sogar noch erklärt haben, warum sie einen Lach-Emoji gesetzt haben). Ganz ehrlich: Das finde ich eine Frechheit eben diesen User*innen gegenüber, dass du sie als "Täter*innen" darstellst, deren "Opfer" du bist!

    Aber im Endeffekt ist es dein Problem, wie du etwas auffasst, nicht meines. Wenn du das Löschen deiner Beiträge, nur weil dir ein Smiley darauf nicht passt, als einzige Möglichkeit ansiehst dich zu "wehren", dann sei es so.

    Und schon wieder wurde ein Beitrag von O. Meier gelöscht! Was soll das bloß?
    Jetzt rechtfertigen sich hier schon einige dafür, dass sie überhaupt einen Lachsmiley setzen (als freundliche, offenbar über einen Witz oder ein Wortspiel oder... mit-lachende Geste (ich habe den Beitrag nicht gelesen und weiß nicht, was daran witzig war)) und O. Meier fühlt sich offenbar trotzdem wieder "angepöbelt"?! :autsch:

    Ich denke, ein Großteil unserer Schüler scheitert bei der Ausbildungsplatzsuche an den Einstellungstests, weil sie einfach wirklich katastrophal gruselig schreiben, Aufgabenstellungen nicht verstehen und dergleichen.

    Ach so, dazu wollte ich noch etwas schreiben. Wir haben festgestellt, dass bei uns in der Region nur die wenigsten Betriebe Einstellungstests durchführen; insbesondere die kleineren bis mittelgroßen nicht. Die SuS kommen in den meisten Fällen über Praktika an einen Ausbildungsplatz.

    Mündlich präsentieren müssen die SuS das aber doch selbst. Vor KI konnten sie auch aus Büchern abschreiben, auch wenn das natürlich nicht ganz vergleichbar ist. Ich verlange bei Vorträgen eine saubere Quellenangabe und gewichte den mündlichen Vortrag mehr als die Präsi. Ist es auf die Zielgruppe zugeschnitten, gut aufgebaut, gut erklärt. Ich hoffe, dass sie dann was gelernt haben, egal ob sie das auswendig gelernt haben oder komplett frei sprechen.

    Mache ich genauso. Man bemerkt ja auch sehr schnell, ob jemand den Präsentationstext nur auswendig gelernt hat. Das gibt ebenfalls Punktabzüge.

    Ist es das wirklich? Ich empfinde es selten so und nur bei einzelnen Forenmitgliedern.

    Na ja, so selten ist es meines Empfindens nach nicht. Aber ich stimme dir absolut zu, dass es nur einzelne Forenmitglieder sind, die den Lach-Emoji (Heißt es eigentlich "der" oder "das" Emoji?) sehr häufig zum "Auslachen" benutzen.

    EDIT: Aber ich glaube, diese Diskussion ist müßig. Jede/r fasst die Emojis offenbar anders auf. Ob ein Abschaffen etwas bringen würde, lasse ich mal dahingestellt. Ich war in einem Forum Mitglied, wo sie abgeschafft wurden - eben weil es auch dort deswegen Ärger gab -, und es lief darauf hinaus, dass Threads elend lang wurden, weil alle User*innen statt Reaktionsemojis zu setzen, nun einen kurzen Kommentar schreiben. Jetzt gibt's halt statt 15 mal "Däumchen hoch" bei einem Beitrag wie "Ich bin Oma/Opa geworden!" 15 Kommentare in Form von "Glückwunsch!" - "Ach, wie toll!" - "Ich gratuliere!" etc. pp. Das finde ich total nervig, sowas seitenlang lesen zu müssen!

    „Haha, lächerlich“ irgendwo dran zu schreiben, ist nicht wirklich eine adäquate Form von Widerspruch, sondern eben nur Pöbelei.

    Nicht jedes Setzen eines Lach-Emojis ist nun mal als "Haha, lächerlich" gemeint. Wenn du (vermeintlich) etwas Witziges schreibst - so wie gestern, wo dein "unkollegial" durchaus als Wortwitz verstanden werden konnte -, setzen eben User*innen einen Lach-Emoji, weil sie deinen Beitrag gelungen lustig finden. Du fasst diesen Emoji aber grundsätzlich als "Pöbelei" auf - was er nicht ist. Denk' doch bitte mal drüber nach, dass es hier durchaus Menschen gibt, die dir nichts Böses wollen!

    Sie lernen doch nicht allein für die Prüfung und selbst wenn: wenn sie es mit komplexeren Sachverhalten können, wird ihnen die Prüfung auch gelingen.

    Ich finde gerade, dass man im Unterricht Schwierigeres aufgreifen kann, um Ausblicke zu geben, Anreize zu setzen, zu differenzieren, Aber es muss nicht in der Leistungserhebung auftauchen, hat aber seinen Platz neben Übung und Arbeit im Lehrwerk.

    Mag in den BBS-Bildungsgängen anders sein.

    Kleine Anmerkung: In NDS haben die allermeisten BBS-Bildungsgänge nur eine Doppelstunde Englisch pro Woche (Ausnahmen bilden hier meines Wissens wirklich nur das Berufliche Gymnasium und die Fachoberschule Klasse 12). Da wird es m. E. mit "in die Tiefe gehen" schwierig.

    Abschlussprüfungen gibt es an den nds. BBS derzeit übrigens - wenn ich mich nicht komplett irre - nur in den beiden o. g. Schulformen. Also als Teil der Abi-Prüfung am BG, wenn man Englisch gewählt hat, und als schriftliche Prüfung in der FOS 12 zur Erlangung der Fachhochschulreife. Im Rahmen des Modellversuchs/"Innovationsvorhabens" der einjährigen "Berufsfachschule Dual", der im Februar vom nds. MK ohne große Vorwarnung wieder "gecancelt" wurde, gab es ebenfalls eine schriftliche Abschlussprüfung in Englisch (zur Erlangung des Realschulabschlusses); dieser Modellversuch lief aber nur über ein paar Jahre (begann im Schuljahr 22/23 an einigen wenigen Modellschulen).

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