Beiträge von Humblebee

    Das ist der Punkt. Zumindest im berufsbildenden Bereich ist es so, dass es die Fächer mitunter in dem anderen Bundesland so gar nicht gibt. Ich habe damals auch versucht mich mit meinem 2. StaEx aus NRW in Niedersachsen zu bewerben und bin daran gescheitert, dass es meine Fächer so in NDS gar nicht gibt.

    Hast du nicht Wirtschaft als Fach bzw. berufliche Fachrichtung (zumindest schreibst du hier immer, dass du in diversen Klassen Wirtschaft unterrichtest)? Damit kannst du doch auch in NDS an BBS unterrichten.

    Ich bin noch nie ohne UV und in den allermeisten Fällen auch nicht ohne Stundenplan in die Sommerferien gegangen. Manchmal hat sich noch minimal was geändert, aber im Großen und Ganzen blieb es bei der Planung. Wenn ich hier so lese, scheint das luxuriöser zu sein, das mir bewusst war.

    Das wundert mich fürs BK. Ändern sich bei euch nie nach den Sommerferien noch die SuS-Zahlen in den einzelnen Bildungsgängen, so dass es - wie es bei uns und anderen mir bekannten BBSn der Fall ist - zur Bildung von neuen Klassen durch notwendige Klassenteilungen oder auch zum "Einstampfen" von Klassen kommt? Und auch plötzliche personelle Änderungen hatten wir schon während oder am Ende der Sommerferien - ähnlich wie es SteffenW berichtet (Beschäftigungsverbote für schwangere Kolleginnen, angekündigte neue Lehrkräfte, die dann doch nicht kamen oder längerfristige Krankheitsausfälle von KuK, die sich während der Ferien ergeben haben) -, wodurch nochmal so Einiges umgeworfen werden musste.

    Die rumänischen und bulgarischen Kinder (also nicht die türkischstämmigen Bulgaren) aus dem Hochhaus sind christlich und haben einen Anspruch auf Beschulung an der katholischen Bekenntnisschule (im Rahmen der Plätze) oder wollen auf die konfessionelle Privatschule.

    Ich glaube, es hängt auch viel damit zusammen, von welcher Region wir sprechen. Wenn ich mich in meiner Gegend so umschaue, gibt es einerseits kaum Bekenntnisschulen oder konfessionelle Privatschulen (hier in der Stadt gibt es vier katholische Schulen mit jeweils recht kleiner SuS-Zahl: zwei Grund- und eine Oberschule sowie ein Gymnasium; im Landkreis meines Schulorts gibt es lediglich eine katholische Grundschule), andererseits gehen meines Wissens rumänische und bulgarische SuS hier nicht auf diese Bekenntnisschulen - habe ich zumindest noch von keinen SuS (die einen großen Teil unserer Schülerschaft in den Berufseinstiegsklassen ausmachen) gehört.

    Diese Klassen sind aber auch ein absoluter Sonderfall im Schulsystem, denn dort sammelt sich alles, was nicht zu einer normalen Laufbahn fähig ist. In halbwegs normal beschulbaren Lerngruppen empfinde ich die Klassengröße schon als sehr erheblichen Faktor dafür, wie zügig es vorwärts geht.

    Da sind meine Erfahrungen z. T. wirklich andere. Natürlich kann es sein, dass man mit einer kleineren SuS-Gruppe schneller voran kommt, aber das muss nicht sein.
    Mal abgesehen von dem genannten "Sonderfall" Berufseinstiegsschule habe ich auch schon in anderen Bildungsgängen unterschiedlich große Gruppen gehabt, in denen es - egal ob kleine oder große Gruppe - ähnlich schnell voran ging oder sogar die größere Gruppe schneller gearbeitet hat. Anekdotische Evidenz aus den letzten Schuljahren sind zum einen zwei Berufsschulklassen (Einzelhandel) - eine mit 16 SuS, die ich im abgelaufenen Schuljahr in einem Lernfeld hatte, und eine andere mit 27 SuS, die ich im Schuljahr 2022/23 im selben Lernfeld unterrichtet habe - und in denen der Unterricht fast gleich schnell voran ging. Zum anderen hatte ich im abgelaufenen Schuljahr eine Klasse 11 in Englisch mit 28 SuS und vorletztes Schuljahr eine mit 18 SuS; in der großen Klasse kam ich wesentlich schneller voran. Das lag m. E. tatsächlich an Faktoren wie der Einstellung/Motivation der SuS. Auch in größeren Klassen muss es ja nicht unbedingt zu Unterrichtsstörungen kommen oder die SuS unkonzentriert arbeiten.
    EDIT: Mir fällt gerade noch eine sehr kleine Klasse mit 10 SuS von vor ca. 10 Jahren ein (Berufsschule Großhandel), in der der Unterricht einfach unglaublich langsam und zäh voranging - das war nicht nur bei mir der Fall, sondern es haben alle KuK, die in der Klasse unterrichteten, so erlebt. Die Azubis in dieser Klasse hatten allesamt (obwohl alle mind. den erweiterten Realschulabschluss hatten, mehrere Abi und zwei die Fachhochschulreife in der FOS erworben) überhaupt keine Lust auf Berufsschulunterricht, haben sich kaum am Unterricht beteiligt, in Partner- und Gruppenarbeitsphasen nur wenig auf die Reihe gebracht,...

    Ich behaupte, mit nur 10 Schülern schaffe ich das, wofür ich sonst 3 oder 4 Stunden brauche, auch in 2.

    Da kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Nein, das ist nicht unbedingt so. Ich unterrichte seit langer Zeit Englisch in der Berufseinstiegsklasse. Dort hatten wir schon Klassen mit 12, 16 oder auch 20 SuS und mit den kleinen Klassen habe ich in derselben Zeit nicht mehr geschafft als mit den großen. Es hängt m. E. mehr von den Englisch(vor)kenntnissen und natürlich auch vom Interesse und der Motivation der SuS ab, wieviel man in einer Doppelstunde schafft.

    Ich hab noch nie mit Parallelkollegen zusammengearbeitet und kenne das gar nicht. Ich finde die Aussage daher auch überhaupt nicht ungewöhnlich.

    Für mich ist Schule ohne Teamarbeit überhaupt nicht vorstellbar; ich könnte und möchte so nicht arbeiten. Liegt vielleicht auch daran, dass ich es von meiner Schule nicht anders kenne (wir arbeiten in allen Bildungsgängen und Fächern, in denen ich eingesetzt bin, sehr gut im Team zusammen, auch und gerade als Parallel-Klassenlehrkräfte) und ich auch schon im Ref. mit meinen Mit-Refis viel zusammengearbeitet und mich mit ihnen ausgetauscht habe.

    Das ist nach meiner Erfahrung in der Grundschulstufe eher ungewöhnlich (gar nicht zusammen zu arbeiten).

    Möchte noch jemand aus der Oberstufe seinen Senf Erfahrungen dazu abgeben?

    Ja, möchte ich ;) . Um zur Grundschule zurückzukommen: Ich höre auch von den GS-Lehrkräften aus meinem Bekanntenkreis, dass dort grundsätzlich viel und gut im Team gearbeitet wird :) .

    Ok, so formuliert ist es natürlich wirklich wertfrei. Das klang bei der TE aber anders - in meinen Augen eher negativ von wegen "Da macht jeder sein eigenes Ding".

    Bei uns an den BBS gibt es fast immer zu Schuljahresbeginn noch Änderungen in der SuS-Zahl, was immer wieder dazu führt, dass Bildungsgänge gar nicht eingerichtet werden können, weil es zu wenige SuS für eine Klasse gibt, oder Klassen geteilt werden müssen, weil unerwartet viele SuS aufgetaucht sind (z. B. Azubis, die von ihren Ausbildungsbetrieben bei uns noch nicht an der Berufsschule angemeldet wurden). Von daher erhalten wir zum Ende des Schuljahres oder gleich zu Beginn der Sommerferien nur einen ganz vorläufigen Stundenplan. Der endgültige Plan ergibt sich erst in den ersten Wochen des neuen Schuljahres; mit Änderungen müssen wir also immer rechnen.

    In dem Fall finde ICH es verwerflich (2. Semester abgeschlossen, gar kein Interesse an einem Fach, beim zweiten Fach nur an den praktischen Anteilen).
    Was soll der TE machen? Englisch unterrichten? Oder (in NRW total normal) im Brennpunkt an der Grundschule eine Co-Klassenleitung übernehmen?

    Im Fall des/der TE würde ich das Studium tatsächlich abbrechen.

    Du hattest dich in deinem Beitrag aber ja gar nicht nur auf den Ausgangsbeitrag bezogen, sondern allgemein geschrieben:

    Ich kann immer weniger verstehen, warum hier im Forum regelmäßig dazu geraten wird, sich als Vertretungskraft auszuprobieren, um zu schauen, ob der Beruf passt.

    Nochmal: In diesem Fall würde ich dazu auch nicht raten, in anderen Fällen durchaus.

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