Beiträge von Humblebee

    Aber den Eindruck, dass tendenziell zu viel krank gefeiert wird und man irgendwie gegensteuern sollte, würde ich durchaus teilen.

    Ich nicht. Im Betrieb, in dem mein Mann arbeitet, benötigen die Mitarbeiter*innen seit jeher schon ab dem ersten Krankheitstag eine AU. Ich habe von seinen Berichten her nicht den Eindruck, dass die Krankheitsquote dort niedriger ist als bei mir an der Schule unter den KuK.

    Wir haben durchaus auch eine staatliche Schule im Landkreis, von der viele SuS mit unseres Erachtens viel zu guten Zeugnissen zu uns kommen ;) . Da fragen wir uns vielfach, wie sie dort den Haupt- oder Realschulabschluss erreicht haben. Dann guckt man in deren Abschlusszeugnis und sieht: "Ach, er/sie war in X an der Schule; alles klar!"

    Vielleicht ist der Unterschied aber weniger privat vs. staatlich als Schulen, die auf Schülerzahlen achten müssen/wollen vs. Schulen, an denen das weniger eine Rolle spielt.

    Das mag sein. Im Landkreis meiner Schule gibt es meines Wissens aber keine weiterführenden Schulen, von denen SuS zu uns an die BBS kommen, die zu geringe SuS-Zahlen haben, also auf ihre Zahlen achten müssen. Die besagte Privatschule ist ebenfalls gut ausgelastet, soweit ich weiß.

    Ich verstehe überhaupt nicht, wieso davon ausgegangen wird, dass ständig direkt einwöchige Krankschreibungen vorliegen würden. Was habt ihr alles für Ärzte? Mein Arzt schreibt grundsätzlich erstmal nur 2-3 Tage krank und dann wird ggf. verlängert. Vielleicht ist nicht die Regelung an sich das Problem, sondern unseriös arbeitende Ärzte.

    Also, wenn ich zum Arzt gehe, dann nur, wenn ich wirklich schlimmer erkrankt bin und mir schon denken kann, dass ich mit ein bis drei Krankheitstagen nicht "hinkommen" werde. Und dann stellt mir meine Hausärztin i. d. R. tatsächlich gleich eine AU für eine komplette Woche aus, um mich gründlich auszukurieren.

    Was daran "unseriös" sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Ich würde jede Privatschule, die ich jemals betreten habe, jeder staatlichen Schule vorziehen, die ich jemals betreten habe

    An der Privatschule an meinem Schulort würde ich nicht arbeiten wollen. Eine ehemalige Kollegin war dort einige Jahre tätig und was sie berichtete, klang echt "unterirdisch". Das mag sich aber mittlerweile geändert haben. Allerdings stellen wir immer wieder fest, dass alle SuS, die von dieser Schule zu uns an die BBS kommen, erstaunlich gute Noten haben, obwohl die meisten gar nicht so leistungsstark sind, wie sie es laut Zeugnis sein müssten...

    Abgangs- und Abschlusszeugnisse weisen keine Fehlzeiten auf. Die stehen nur auf den Halbjahreszeugnissen (die es aber nur in Vollzeitbildungsgängen gibt) und bei mehrjährigen Bildungsgängen auf den Jahreszeugnissen.

    Das ist in NDS anders. Laut BBS-VO können (nicht müssen) AV und SV und Fehlzeiten in allen Zeugnissen ausgewiesen werden und das wird an allen mir bekannten nds. BBSn auch so gemacht. Im §22 BBS-VO heißt es: "(6) In das Zeugnis können neben den Noten für die erbrachten Leistungen auch Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten sowie entschuldigte und unentschuldigte Unterrichtsversäumnisse der Schülerin oder des Schülers aufgenommen werden."

    Halbjahreszeugnisse gibt es bei uns in der Berufsschule übrigens auch nicht.

    Fehlstunden. Fehltage erfassen wir nicht.

    Hier ist es genau umgekehrt und davon profitieren SuS, die gerne mal erst zur 3. Stunde kommen oder sich früher "verabschieden", ja sogar noch.

    Ist aber ein Abgangszeugnis, steht also eh nicht drauf.

    Nicht? In den meisten Schulformen/Bildungsgängen stehen bei uns auch auf den Abschluss- und Abgangszeugnissen die Fehlzeiten/Fehltage drauf, ebenso wie Arbeits- und Sozialverhalten.

    Aus irgendeinem Grund hat der Schüler aber in Politik eine vier...

    :huh:

    Heute habe ich in jeder Klasse eine Hand voll mit deutlich über 20 Fehltagen pro Jahr ohne besondere Grunderkrankung.

    Dann komm' mal an eine BBS, da sind 20 Fehltage pro Halbjahr in einigen Schulformen nicht ungewöhnlich. Leider!
    Das war in diesen Schulformen, in denen eben auch viele SuS sind, die eigentlich gar keine Lust mehr auf (Vollzeit)Schule haben, aber auch schon vor 10-20 Jahren so.

    Was ist denn das für eine Frage?!? Ich wäre garantiert eine ganz schlechte Grundschullehrerin oder auch eine nicht besonders gute Sek I-Lehrerin - ich hab's einfach nicht so mit kleineren Kindern... - , behaupte aber, dass ich eine gute BBS-Lehrerin bin.

    P. S.: Du hast früher als Grundschullehrerin gearbeitet und bist jetzt an einer beruflichen Schule? Das ist ja auch mal ein interessanter Wechsel.

    Zum einen war das (= die Bewerbung an einer städtischen Schule; die es allerdings nur in Bayern gibt - wir wissen ja leider noch immer nicht, in welchem Bundesland du tätig bist) ja ursprünglich ein Vorschlag von Caro an dich. Zum anderen ist es doch in jedem Forum so, dass sich Threads auch mal "weiterentwickeln": User*innen greifen halt zwischendurch mal andere Themen auf oder die Threads entwickeln sich sogar komplett in eine andere Richtung (insbesondere dann, wenn - wie es m. E. hier auch der Fall ist - eigentlich alles zum eigentlichen Thema gesagt ist).

    chilipaprika : Witzig, dass das regional so unterschiedlich ist!
    Ich habe recht viele Bekannte, Familienmitglieder (Verwandte meines Mannes) und KuK, die hier in der Gegend auf dem Dorf wohnen. Z. T. leben sie sogar noch oder wieder in dem Dorf, wo sie aufgewachsen sind, aber niemand von denen wohnt bzw. wohnte je mit den Eltern bzw. Schwiegereltern im selben Haus. Allerhöchstens haben einige es so, wie ich es bereits beschrieb, gehandhabt, dass sie vor 35-40 Jahren auf dem großen Grundstück der Eltern/Schwiegereltern ein eigenes Haus gebaut haben (das dann, wenn die Eltern verstorben sind, verkauft wurde; in einem Fall ist vor kurzem ein Sohn mit Freundin dort eingezogen, vermutlich aber nur übergangsweise).

    Den hat dir Schmidt doch erklärt!? Lies' doch einfach mal nach: Es gab mehrere Beiträge zum Thema "städtische Schulen" und darauf hat Magellan geantwortet:

    Mir fällt in diesem Zusammenhang auch noch eine Privatschule ein oder auch eine städtische Schule (gibt es bei uns, die städtischen Berufsschulen).

    Ihr habt in Bayern Schulen, die der Stadt unterstehen wie Privatschulen und nicht dem Land? Spannend. Warum machen Städte das? Also welchen Vorteil bietet das für die Kommunen.

    Keine Ahnung warum, ich kenne jemand, der an einer städtischen Berufsschule gearbeitet hat. Im Grund- und Mittelschulbereich sind mir, bis auf ein paar anerkannte Privatschulen, nur die staatlichen Schulen geläufig. Wenn man ein bisschen googelt, hat man den Eindruck, dass es meistens um spezielle Berufsschulen geht. Aber da kenne ich mich zu wenig aus.

    Beispiel Nürnberg:

    https://www.nuernberg.de/internet/arbei…ehrkraefte.html

    Ich habe mich vor vielen Jahren mal bei einem städtischen Gymnasium (München) beworben. Damals war es so, dass Bayern die Kombination Mathe/Chemie nicht akzeptiert hat, München schon. Ich bin dann aber doch nach NRW gegangen. Nürnberg hat, glaube ich, auch städtische Gymnasien, als Grund habe ich gehört aus Tradition.


    Ergänzung, Caro07 hat es für Nürnberg verlinkt, meine Erinnerung stimmt also.

    Und daraufhin schrieb halt Magellan:

    2 Bekannte von mir wurden jeweils in München und Nürnberg an einem Städtischen Gym verbeamtet (Moment, eine am Städt. Gym und eine an einer andren Städt. Schule, sie hat aber Lehramt Gym Musik studiert und auch das Ref darin absolviert).

    Ich kenne durchaus auch aktuellere Beispiele von Einfamilienhäusern mit Einliegerwohnungen in meinem Umfeld, das hat aber nur anekdotischen Charakter.

    Hier gibt es tatsächlich auch neuere Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung und manchmal wohnen zuerst fast erwachsene Kinder drinnen und später Eltern.

    Und oft wohnen tatsächlich Senioren allein in 4-Zimmerwohnungen, in denen sie vor 50 Jahren zusammen mit Partner und 3 Kindern wohnten, in meinem Haus mehr als in der Hälfte der Wohnungen. Die Wohnung gehört ihnen, ist lange abbezahlt, ein Umzug teuer, neue Umgebung ungewohnt.

    Meine Eltern haben ihr Haus meinem Bruder überlassen, der es mit Familie dringend benötigt hat. In fast allen Nachbarhäusern wohnen seit 54 Jahren dieselben Personen, inzwischen alle über 80, Kinder sind ausgezogen und wohnen weiter weg im Gegensatz zu meinem Bruder, Grund ist derselbe wie in meinem Wohnhaus, Eigentum und abbezahlt, günstiger geht es hier nicht.

    So selten ist es hier nicht.

    Hm, vielleicht ist das in Süddeutschland verbreiteter als hier. Oder es ist wirklich nur in meinem persönlichen Umfeld und in meiner Gegend so. Hier wüsste hier tatsächlich von keinem Haus mit Einliegerwohnung, das nicht mind. 55 Jahre alt ist.
    Persönliche Anekdote am Rande: Die älteste Nichte meines Mannes (Mitte 30) hat sich vor einigen Jahren mit ihrem Mann ein sehr großes, sanierungsbedürftiges Haus (Baujahr 1965) in Nordseenähe mit gleich zwei kleinen Wohnungen im Obergeschoss gekauft und in Eigenleistung saniert. Unten wohnt nun sie mit Mann und Tochter, die eine der Oberwohnungen ist vermietet und die andere eine Ferienwohnung.


    Was ich übrigens noch aus den 1980ern bis 1990er kenne, ist, dass "auf dem Dorf" die Tochter oder der Sohn mit Familie auf dem großen Grundstück der Eltern ein eigenes Haus gebaut haben. Aber das ist in den letzten 30 Jahren auch sehr selten geworden.

    EDIT: Ach so, noch zu den in großen Eigentumswohnungen oder großen Häusern mit allein wohnenden Senior*innen. Da habe ich es in meiner Verwandtschaft, Bekanntschaft und hier in der Nachbarschaft in den letzten Jahren immer häufiger erlebt, dass diese von den alten Menschen (Ende 70, Anfang 80) verkauft wurden und sie in kleinere Wohnungen oder ins betreute Wohnen gezogen sind. Grund sind nicht nur die Bewirtschaftungskosten, sondern auch, dass sie nicht mehr so mobil sind und die Unterhaltung und Pflege von Wohnung bzw. Haus (und Garten) ihnen nicht mehr möglich war.

    Siehst du und in meiner Blase, nämlich genau genommen bei uns in der Nachbarschaft oder bei meinen Eltern (die ich mit über 70 auch als alt bezeichnen würde) wohnen die ganzen älteren Herrschaften noch in ihren Einfamilienhäusern alleine bzw. als Ehepaar, dann eben ohne Kinder.

    Das war bis vor ca. 15 Jahren hier in der Gegend und in meiner "Blase" auch so. Aber - wie gesagt - das hat sich geändert, weil die Bewirtschaftungskosten für große Immobilien, die größtenteils ungenutzt sind, mittlerweile einfach zu hoch sind. Ich spreche hier aber wirklich von größeren Einfamilienhäusern (ich sag' mal 150 qm und größer), in denen mehrere Räume leer stehen. Kleinere (mit 100-130 qm) wurden und werden noch immer oft von Paaren bewohnt, die keine Kinder haben - so wie wir ;) (unser Haus hat 120 qm) - oder deren Kinder aus dem Haus sind.

    Es gibt diverse Studien, nach denen Senioren (m/w/d) die meiste Wohnfläche pro Kopf haben.

    Wie aktuell sind denn diese Studien? In meiner "Blase" wohnt mittlerweile kaum noch eine ältere Person oder Paar alleine in einem großen Haus oder Wohnung; das kann sich heutzutage keiner mehr leisten.

    Die große Wohneinheit könnte durch Erhöhung der Bewohnerzahl (m/w/d) besser ausgenutzt werden und da gibt es, wie von dir erwähnt, die Möglichkeit, ungenutzte Zimmer wieder zu nutzen,

    Na, da hätten bestimmt alle Familienmitglieder ihren "Spaß" dran, so dicht aufeinander zu hocken...

    oder auch ein Einfamilienhaus in ein Zweizimmerhaus umbauen zu lassen

    Ganz schön teuer! Du meinst übrigens sicherlich Zweifamilienhaus, gell?!

    die Wohnform "Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung"

    Die gibt es doch nur noch in Altbauten aus den 1960er Jahren oder noch älter. Und deren Eigentümer*innen sind meiner Erfahrung nach eher darauf bedacht, die Einliegerwohnung zu vermieten und von den Mieteinnahmen den Altbau zu sanieren, statt Familienmitglieder dort einziehen zu lassen. Neuere Häuser mit Einliegerwohnung habe ich hier in der Gegend noch nie gesehen.

    es gab 2015 immerhin noch rund 200.000 Fälle einer solchen Wohnform,

    2015 ist nun auch schon 11 Jahre her. Ich schätze, die Zahl der Mehrgenerationenhaushalte ist in der Zwischenzeit noch weiter gesunken.

    Das Phänomen "Einsamkeit im Alter" hat viele Ursachen.

    Eben!

    Ich verstehe es auch nicht! Willst du andeuten, dass im sozialen Bereich wirklich ausnahmslos jede/r irgendwann gemobbt wird? Oder sind die "110 %" einfach nur eine übertrieben hoch gesetzte Zahl, die für "extrem hoch" stehen soll?

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