Beiträge von Humblebee

    Ich hab noch nie mit Parallelkollegen zusammengearbeitet und kenne das gar nicht. Ich finde die Aussage daher auch überhaupt nicht ungewöhnlich.

    Für mich ist Schule ohne Teamarbeit überhaupt nicht vorstellbar; ich könnte und möchte so nicht arbeiten. Liegt vielleicht auch daran, dass ich es von meiner Schule nicht anders kenne (wir arbeiten in allen Bildungsgängen und Fächern, in denen ich eingesetzt bin, sehr gut im Team zusammen, auch und gerade als Parallel-Klassenlehrkräfte) und ich auch schon im Ref. mit meinen Mit-Refis viel zusammengearbeitet und mich mit ihnen ausgetauscht habe.

    Das ist nach meiner Erfahrung in der Grundschulstufe eher ungewöhnlich (gar nicht zusammen zu arbeiten).

    Möchte noch jemand aus der Oberstufe seinen Senf Erfahrungen dazu abgeben?

    Ja, möchte ich ;) . Um zur Grundschule zurückzukommen: Ich höre auch von den GS-Lehrkräften aus meinem Bekanntenkreis, dass dort grundsätzlich viel und gut im Team gearbeitet wird :) .

    Ok, so formuliert ist es natürlich wirklich wertfrei. Das klang bei der TE aber anders - in meinen Augen eher negativ von wegen "Da macht jeder sein eigenes Ding".

    Bei uns an den BBS gibt es fast immer zu Schuljahresbeginn noch Änderungen in der SuS-Zahl, was immer wieder dazu führt, dass Bildungsgänge gar nicht eingerichtet werden können, weil es zu wenige SuS für eine Klasse gibt, oder Klassen geteilt werden müssen, weil unerwartet viele SuS aufgetaucht sind (z. B. Azubis, die von ihren Ausbildungsbetrieben bei uns noch nicht an der Berufsschule angemeldet wurden). Von daher erhalten wir zum Ende des Schuljahres oder gleich zu Beginn der Sommerferien nur einen ganz vorläufigen Stundenplan. Der endgültige Plan ergibt sich erst in den ersten Wochen des neuen Schuljahres; mit Änderungen müssen wir also immer rechnen.

    In dem Fall finde ICH es verwerflich (2. Semester abgeschlossen, gar kein Interesse an einem Fach, beim zweiten Fach nur an den praktischen Anteilen).
    Was soll der TE machen? Englisch unterrichten? Oder (in NRW total normal) im Brennpunkt an der Grundschule eine Co-Klassenleitung übernehmen?

    Im Fall des/der TE würde ich das Studium tatsächlich abbrechen.

    Du hattest dich in deinem Beitrag aber ja gar nicht nur auf den Ausgangsbeitrag bezogen, sondern allgemein geschrieben:

    Ich kann immer weniger verstehen, warum hier im Forum regelmäßig dazu geraten wird, sich als Vertretungskraft auszuprobieren, um zu schauen, ob der Beruf passt.

    Nochmal: In diesem Fall würde ich dazu auch nicht raten, in anderen Fällen durchaus.

    Ok, jemanden, der/die schon im Bachelor-Studium als Vertretungslehrkraft arbeitet, habe ich noch nie erlebt, kann also dazu nichts sagen. Aber ich habe bei den "studentischen Hilfskräften" auch schon Leute erlebt, die noch Zweifel hatten und sich - neben den nur zwei mehrwöchigen Praktika, die sie in NDS an den BBS absolvieren müssen (was kaum jemand als ausreichend empfindet!) - halt nochmal ausprobieren wollten, um 'rauszufinden, ob sie den Job wirklich machen wollen bzw. ob er für sie "passt". Finde ich auch überhaupt nicht verwerflich, muss ich sagen.

    Ich kann immer weniger verstehen, warum hier im Forum regelmäßig dazu geraten wird, sich als Vertretungskraft auszuprobieren, um zu schauen, ob der Beruf passt.
    Habt ihr nicht mit solchen Menschen tagtäglich zu tun?

    Doch, habe ich. Bei uns an der BBS sind die allermeisten Vertretungslehrkräfte mit PKB-Vertrag Lehramtsstudent*innen, die sich im Masterstudiengang befinden und von denen sehr viele dann im Anschluss an ihre Vertretungstätigkeit bei uns ihr Ref. machen. Eine ganze Reihe dieser ehemaligen Vertretungslehrkräfte haben nach erfolgreichem Ref. eine Planstelle an unserer Schule bekommen. Mit diesen jungen Menschen haben wir bislang nur positive Erfahrungen gemacht.


    Außerdem haben wir PKB-Kräfte mit einem Ein-Jahres-Vertrag des Öfteren im Fachpraxisbereich. Da gab es ebenfalls so manche, die sich sehr gut gemacht haben und nach dem einen Schuljahr "fest" zu uns kamen. Anderen hat es aber gar nicht gefallen, weshalb sie nach kurzer Zeit wieder gekündigt haben, und mit wieder anderen waren wir nicht wirklich zufrieden.

    Ich kenne die Klasse noch nicht da neue Schule, die Klassenlehrerin, die sie in der 1. Klasse hatte, ist „nicht mehr verfügbar“ (wir haben uns telefonisch kurz ausgetauscht aber zu mehr war sie auch nicht bereit), das Lehrwerk in Deutsch ist mir neu, Mathe auch.

    Kenne noch keine neuen Kollegen und habe somit noch keine Ansprechpartner. Wir sind in eine andere Stadt gezogen und ich habe erst in der letzten Schulwoche meine neue Schule erfahren.

    Jetzt bin ich irritiert. Du bist ganz neu an dieser Schule, weißt aber schon Folgendes:

    Ne, bin nicht die Einzige. Aber Teamarbeit gibt es in diesem Jahrgang leider nicht…. Da macht jeder sein eigenes Ding.

    Woher weißt du das denn, wenn du die Kolleg*innen noch gar nicht kennst? :/

    Interessanterweise wird man Wirtschaftsschullehrer, indem man das Lehramt für Wirtschaftsschule oder für Gymnasium (!) studiert.

    Bist du dir da sicher? Wenn ich es auf diesen Websites Berufliche Schulen | Studium und Vorbereitungsdienst | Lehrkraft in Bayern – gestalte die Zukunft und Wirtschaftspädagogik (M.Sc.) | FAU richtig verstehe, gibt es keinen eigenen Lehramtsstudiengang für die Wirtschaftsschule, sondern die Lehrkräfte, die an dieser Schulform unterrichten, haben das Lehramt für berufliche Schulen - Wirtschaftspädagogik studiert. Und ich nehme an, dass auch in Bayern (wie auch hier in NDS) die beruflichen Schulen zum Sek II-Bereich gehören, also genauso wie die allgemeinbildenden Gymnasien. Von daher wundert es mich nicht, wenn an euren Wirtschaftsschulen auch Lehrkräfte unterrichten (können), die Gymnasiallehramt studiert haben.

    wollte nur eine Alternative zum Pendeln aufzeigen

    Unser ehemaliger Schulleiter hat sich so manches Mal ein Zimmer in einer Pension genommen, wenn er abends nicht mehr so weit fahren wollte. Er wohnte zwar "nur" 80 km vom Schulort entfernt, aber nach schulischen Terminen, die bis in den Abend hinein dauerten, mochte er gerade im Winter nicht mehr pendeln und hat am Schulort genächtigt.

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