Beiträge von yestoerty

    Ich wollte immer irgendwas mit Schüleraustausch machen oder Reisen. Die Jobs gibt es aber nicht. Und ich wollte gut verdienen.

    Also war Lehramt eher ein Kompromiss.

    Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich noch die Kurve bekommen habe und jetzt am BK gelandet bin. Hier mache ich den Job echt gerne.

    Zum anderen ist der weitere Leistungskurs Biologie. Da kann man vortrefflich lang hinschlagen.

    Hier auch, die Sportler und Erzieher mühen sich mit Bio, die Gestalter mit Englisch LK... aber wenigstens mit Gleichgesinnten. Das mag ich auch am BG sehr: ich mache mit den Gestaltern zu Shakespeare viel künstlerisches. Dann diskutiere ich mit den Erziehern über die Auswirkung von pränataldiagnostik auf Inklusion, in der nächsten Stunde über Alternative Energien und Nachhaltigkeit mit Umwelttechnischen Assistenten. Und all das auf Englisch. Ich lerne so viel und es wird einfach nicht langweilig. (Ist aber halt schon anspruchsvoll in der Vorbereitung.)

    :D Meine lustigste Bewerberin hat sich für den Erzieher mit Abi beworben mit den Worten, dass sie danach dann BWL studieren will, aber das Abi in dem Bildungsgang bestimmt leichter sei.


    Also ich bin aus NRW und unterrichte viel im Beruflichen Gymnasium und habe mein Ref am Gymnasium gemacht.

    Was ich wirklich sagen kann ist, dass das Abi nicht einfacher ist. Es mag aber vielleicht einfacher fallen, weil die Lehrpläne auf die einzelnen Bildungsgänge abgepasst sind. Sprich wir haben nicht 2 Lehrpläne für Englisch im LK oder GK, sondern er ist dann noch abhängig davon, ob man Gesundheit und Soziales, Technik, Informatik, Wirtschaft oder Gestaltung macht.

    Kleines Beispiel:


    Die Erzieher mit Abi besprechen in der 12 im GK in Englisch beispielsweise diese Themen

    • Family structures and change (types of families, different cultures and different times, the family in literature and the media,(impact of the media)
    • Role models and gender roles (idols, stereotypes, public image, clubs and societies, peer groups)
    • Childhood and youth as presented in literature and films
    • Education and learning in English speaking countries (social learning, aspects of freedom and discipline, private and public schooling, games and edutainment)
    • Health education (diet and nutrition, fitness and sports)

    Die Techniker hingegen haben als Thema:

    • Aspects of technology as presented in the media (advertising, infotainment, websites, technical journals)

    Effects of information and communication technologies (ICT) on language and personal relations (abbreviations, internet chatting, video conferences) history of technology (major achievements, technological in novations and social consequences) Benefits and challenges of modern technologies (standard of living, availability of goods, health and safety, mobility) Visions of future worlds (utopian concepts, science fiction)

    So steht es im Lehrplan. Weder meine Erzieher, noch die Techniker machen Shakespeare. Das macht man dann mit den Gestaltern oder Literaten im LK.


    Mehr Praktika würde ich nicht behaupten, aber die Bildungsgänge, die auch eine Ausbildung beinhalten (Erzieher oder XY- Assistent) machen natürlich mehr Praktika.


    Ich behaupte allerdings, dass es in der 11 vielleicht etwas einfacher ist als in der EF, weil wir erst mal alle auf das gleiche Niveau bekommen müssen und da haben die Gymnasiasten je nach Schule meist bessere Voraussetzungen, als Schüler von einer Realschule, Hauptschule, etc.


    Um es mal zusammen zu fassen: Ich denke die Schwerpunktsetzung macht den Unterschied. Wenn ich beispielsweise kein Englisch mag, rede ich aber vielleicht lieber über gesunde Ernährung als über Shakespeare beispielsweise.

    Und viele bevorzugen auch den Klassenverband, der bei uns wegen der vorgegebenen Grund- und Leistungskurse gegeben ist. Dadurch gibt es aber halt auch sehr eingeschränkte Wahlmöglichkeiten, auch beim 3. und 4. Fach.

    Meiner E

    Was den Rückzug im Verfahren angeht, kann ich chilipaprika nur zustimmen.

    Als Anekdoten für die Objektivität von Noten, samu, mag folgendes Beispiel illustrativ sein: In NRW wird für die Bewertung der Leistungsmerkmale eine Skala von 1 bis 5 zugrunde gelegt. Per Defintion sind 3 Punkte "gut" ("entspricht voll den Anforderungen"), 4 Punkte in etwa "sehr gut" ("übertrifft die Anforderungen") und 5 Punkte "sehr gut mit Sternchen, Prädikat, Klaps auf die Schulter, Umarmung usw." ("übertrifft die Anforderungen in besonderem Maße"). Nun beschwert sich aber jeder Kollege/jede Kollegin, der/die bescheinigt bekommt, dass er/sie eine gute Lehrkraft ist (3 Punkte), weil de facto viele Schulleiter*innen, um ihre Kandidat*innen auf Beförderungsstellen durchzuboxen, durch die Bank 5 Punkte verteilen - selbst wenn man annimmt, dass sich nur besonders ambitionierte Kolleg*innen auf Beförderungsstellen bewerben (und das ist schon tatsächlich eine falsche Annahme), ist es statistisch unwahrscheinlich, dass es so viele herausragende Lehrkräfte gibt.

    Ja, die Bewertungen sind echt sehr von dem Bewertenden abhängig. Meine Schulleitung vergibt meist nur 3 und vielleicht auch mal 4 Punkte. Da war eine Kollegin schon sehr entäuscht, weil ihre Freundin an einer anderen Schule nur 4er und 5er hatte.

    Ich selbst bin auch mit so einer Beurteilung auf meine A14 gekommen (es gab aber auch keinen externen Bewerber, keine Ahnung wie das dann ausgesehen hätte). Mein Mann hat da ziemlich überrascht geguckt, weil er (ist kein Lehrer, aber Beamter) durchweg 5 Punkte bekommen hat in seiner letzten Regelbeurteilung und sein Chef so hofft, dass er irgendwann mal eine A13 damit bekommen kann.

    Aber auch die UV geht doch mit Gesprächen einher. Ich habe sehr viele Gespräche geführt und deutlich gemacht, was ich will und was eher nicht.

    Schrieb ich ja auch oben schon.

    Mein Kommentar bezog sich auch eher darauf, dass die Planer die Wünsche ins Programm mit eingeben können.

    Ja, das können wir, aber halt nur Zeitwünsche, keine UV-Wünsche. Das Stundenplanprogramm benötigt eine fertige UV.


    Aber wie du selbst sagtest, an einer Schule mit entsprechender Kommunikation werden die Wünsche für die UV und für die Stundenplangestaltung bei allen abgefragt.

    Hey,

    Ich hatte das Vergnügen mal als eine Kollegin schwanger war und immer mal ausfiel mit ihr als Übergang 2 Monate TT zu machen und als ich das 2. Mal schwanger war, durfte ich fast ein halbes Jahr mit 2 neuen Kollegen ins TT.

    Ersteres war super, weil wir beide die Themen eh super konnten und wir so einfach eine tolle arbeitserleichterung hatten. Wir haben grob die Reihe geplant und wer meinte er hätte zu einem Thema tolles Material hat dann die entsprechende Stunde federführend geleitet und der andere bekam die Planung. Wir waren beide vorne und fielen uns auch mal ins Wort. Das war aber für beide total ok und war wirklich authentisch und harmonisch.


    Mit den Neuen zum einarbeiten war es etwas anstrengender. Sie kamen gerade aus dem Ref, waren vom Gym aus BK gewechselt und jetzt in FHR Klassen. Da war es am Anfang so, dass ich primär geplant habe, aber wir uns schon zusammen gesetzt haben und die Grobplanung besprochen haben. Nach ein paar Wochen konnte ich dann immer mehr das Zepter abgeben und wir haben uns bei der Planung abgewechselt und dank OneNote konnten wir die aber immer einsehen und uns so auch einfach vertreten. Klausuren haben wir uns geteilt. In einem Kurs 1. Klausur ich, 2. sie. Im anderen hat er Aufgabe 1-2 und ich 3-4 korrigiert. Das hat den Neuen glaube ich wirklich geholfen und war für mich spätestens nach den Herbstferien wirklich eine Entlastung.


    Mit der 1. Kollegin waren wir immer beide am Pult, mit den anderen war der verantwortliche vorne, der andere hat mal von der Seite oder hinten beobachtet und hatte viel Zeit um Noten zu machen, wir sind aber in arbeitsphasen dann auch beide rum gegangen.

    Die UV ist hier auch seit Mai bekannt und kommt von der stellvertretenden Schulleitung. Je nach Schule kann man da auch gut mitsprechen. Bei uns geben die Fachschaften Wunschzettel ab wer in welchem Bildungsgang eingesetzt wird und daraus basteln die Bereichsleiter eine UV, die der stellvertretende Schulleiter absegnet und dann verteilt.

    Den Stundenplan bastelt bei uns dann ein ganz anderes Team. Wir pfuschen wenn überhaupt nur minimal in die UV rein, wenn der Spanischkurs dann von den Zeitwünschen für die Klasse und von der Kollegin gar nicht zusammen passt.


    Aber das ist ja bei Lehrer etwas der Klassiker: wer sich beschwert bekommt manchmal eher seinen Willen. Zum einen, weil die Leute dann Ruhe geben und zum Anderen, weil man gar nicht weiß, dass andere unzufrieden sind.

    Welches Bundesland denn? Hatte ewig keine Nachprüfung, aber hab immer wie im Abi verfahren und da hat der Protokollant das gleiche Mitspracherecht. Prüfungsaufgaben werden aber nur geändert, wenn sie sonst (formal) falsch oder missverständlich sind.

    Zu den Risikogruppen-Schülern: ich hab einen Schüler mit einem transplantierten Herz. Risikogruppe also. Die Schule öffnete und er blieb zu Hause. Nach 2 Wochen saß er dann doch im Unterricht, aber immer mit Maske. Noch 2 Wochen später nahm er sie im Klassenzimmer ab... Muss man nicht verstehen.


    Bei MSN statt MNS denke ich auch immer an die "Microsoft News" 😂

    Ich ergänze die Liste um: in einem Schulgebäude bei uns hab ich keinen Internetzugang, der das überhaupt möglich macht.

    Meine Unterrichtsplanung, Lösungen zu den Aufgaben, Infos über Mitteilungen die ich noch machen will, Hausaufgaben, kurz mal in die Planung gucken ob man nicht beim aktuellen Verlauf doch etwas umplant und was anderes vorzieht...


    Beispiel: Wir gucken eine Videosequenz, dann hab ich in meiner Planung notiert wann ich wo stoppe und welche Fragen ich dann zu der Szene stelle.

    Wir nutzen ein E-learning-System. Wenn man da "richtig" macht, kann man dort erstellte Kurse sowohl für Distance-Learning, als auch für Blended-Learning, als auch für Präsenzunterricht nutzen.

    "Richtig" in Tütelchen, weil es das eine Richtig da natürlich auch nicht gibt.

    Hm, irgendwie hilft mir deine Antwort bei meinem Problem nicht weiter. Wir haben auch Logineo, Moodle und Teams. Aber das ändert nichts daran, dass ich im Unterricht irgendwie 2 Devices benötige, eins am Beamer (zum zeigen), eins in der Hand (zum gucken für mich).

    Respekt. Ich würde aktuell noch daran scheitern, dass ich mit meinem Lenovo Miix nicht am Pult stehen bleibe, wo aber der Anschluss für den Beamer ist. Aber wenn wir bald Apple TVs haben ist das ja dann auch kein Hindernis mehr.

    Ich werde trotzdem mal 2 Dinge in den Raum.

    Ich mache auch aktuell alles mit OneNote auf meinem Convertible. Trotzdem habe ich noch die Schulbücher mit, damit ich auf meine Unterrichtsplanung zeitgleich draufgucken kann.

    Ich habe zudem noch ein iPad von der Schule dabei, was ich an den Beamer hänge, damit wir darüber Videos gucken, Notizen ins Klasseninterne OneNote machen können.

    Wie organisieren sich andere und bekommen die 3 Sachen gleichzeitig auf einem Gerät hin? Auch meine Schüler haben ihre Bücher dabei ( oder halt nicht...), weil sie sonst auf ihrem digitalen Endgerät schlecht das Arbeitsblatt zum Text oder OneNote zum Schreiben oder was auch immer öffnen können.

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