Beiträge von O. Meier

    Als ich vor 1,5 Jahren gefragt wurde, ob ich wieder mitfahre, habe ich bedenkenlos zugesagt (ist ja auch mein Job).

    Die Zusage erfolgte unter völlig anderen Bedingungen.

    Hm. 18 Monate vom Eingangsposting zurück ist so ziemlich genau am Anfang des ersten Lockdowns. Da müsste die TE genauer benennen, von wann die Zusage zur Mitfahrt ist.

    Es hat aber auch in der Zwischenzeit genug Zeit und Möglichkeiten gegeben, die Fahrt zu stornieren, umzuplanen oder nach Ersatz zu suchen.

    Wenn man ernsthafte Bedenken hat, zu fahren, sollte man schauen, welche Möglichkeiten zu stornieren man jetzt noch hat. Das fände ich deutlich fairer, als eine andere auf die Fahrt zu schicken, die einer selbst Angst macht.

    Wenn es nicht passt, dann sagst du halt ab.

    So einfach wird das nicht gehen, wenn man bereits zugesagt hat und die Fahrt geplant, gebucht, angezahlt, whatever ist. Im Zweifelsfall wird dann jemand anders fahren müssen, der man das zumuten muss, was man selbst nicht kann oder möchte.

    Insgesamt halte ich es für keine gute Idee, Fahrten zu planen, wenn das Ende der pandemischen Lage noch nicht anzusehen ist. Unter Corona-Bedingungen halte ich Tagesausflüge- bzw. -programme für deutlich überschaubarer, leichter zu verschieben udn insbesondere sicherer. Wir haben die Pandemie noch (lange) nicht hinter uns. Es ist zwar verständlich, sich auch auf diesem Wege Normalität zurück zu holen zu wollen. Es ist aber noch zu früh.

    Ich fasse zusammen: wer angesichts er Pandemie plant oder das eigene mittun bekundet hat, kann nicht einfach absagen. Man muss ich um Ersatz kümmern (für die eigene Person oder die Veransatltung).

    Leider habe keinen Mentor oder eine ABBA die zur Verfügung steht.

    Darum solltest du dich zuerst kümmern. Da ist die Schule gefordert. Sprech mit der Schulleiterin. Falls die Schule dich nicht ausbilden kann oder will, sprech mit dem Seminar (oder wie das heutzutage heißt).

    Wie man Entwürfe schreibt, Kompetenzen formuliert etc. ist tatsächlich Gegenstand der Seminarausbildung. Die ist, räusper, nicht immer gut. Du dürftest aber von Mitrefendarinnen und (Fach)-Kolleginnen an der Schule bessere Tipps bekommen als hier.

    Ansonsten, ja, auch hier sind schon Unterrichts-Ideen und -Planungen diskutiert worden. Warum auch nicht? Du wirst aber mit konkreten Anfragen mehr Erfolg haben als mit einem recht allgemein gehaltenem und unspezifischem „Hilferuf“.

    Viel Erfolg!

    Ich arbeite jetzt seit über zwei Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Uni. Andere Berufserfahrung aus der Wirtschaft als Ingenieur habe ich nicht. Wird die Berufserfahrung als WMA als Berufserfahrung für der Quereinstieg anerkannt oder zählt nur Erfahrung aus der Wirtschaft?

    Mir wurde meine Tätigkeit an der Uni anerkannt. Ist das Vollzeit? Sonst könnten zwei Jahre nicht reichen. Und. Wissenschaftliche Hilfskraft zählt wohl nicht.

    Bei uns braucht man niemanden für Verwaltungskram oder Ausstattung einstellen, weil das auf dem Papier schlichtweg ein Minusgeschäft ist und weil es bei der hohen Bereitschaft eines Großteils der Lehrerschaft privat einzuspringen auch gar nicht nötig ist.

    De facto wird trotzdem Lehrerinnen-Arbeitskraft verblasen. Egal, wer wie engagiert ist, die Zeit, in der sie Papierstapel von A nach B schiebt ist für effizienten Unterricht verloren.

    Womöglich glaubt man, die Arbeitsleistung der Lehrerinnen umsonst zu bekommen. Man bezahlt aber mit schlechterem Output.

    Ich hab' da gut reden. Wen ich ein Buch brauche, gehe ich den Keller und nehme mir eines.

    Ich würde mir jede Stunde das Buch von einem anderen Schüler ausleihen und damit unterrichten

    Nö, machte ich auch schon nicht. Kein Buch heißt kein Buch. Wenn es der Schulträgerin nicht recht ist, dass Bücher im Unterricht verwendet werden, mache cih das auch nicht. Man muss ja nicht immer gegen alles sein.

    Habe ich deswegen mehr Aufwand? Wann denn? Der Tag hat doch trotzdem nur 24 Stunden.

    Keine Ahnung, aber ...

    1. Könnt ihr bei der Schulaufsicht nachfragen?

    2. Wie waren denn die bsiherigen Genehmigungen formuliert? Steht da etwas, das die Gültigkeit beschränkt?

    3. Selbst wenn die „alten“ Genehmigungen noch gelten, macht ihr nichts verkehrt, wenn ihr neue einholt.

    4. Bekommt ihr eine Entlastung dafür? Oder übernehmt ihr die Leitungsaufgaben ehrenamtlich?

    sinnvoller Beitrag zum Bildungs- und Erziehungsauftrag sind

    Das ist ein relativ grobes, weil allgemein gehaltenes Kriterium. Hier wurde auch schon vom Sozialverhalten, Zusammenhalt in der Klasse und ähnlichem gesprochen. Auch das ist noch wenig konkret.

    Ich habe auch schon erlebt, dass einzelne nicht mitfahren. Hinter den angegebenen Gründen vermutet man dann oft, dass diese sich in der „Gemeinschaft“ nicht wohl fühlen. Was macht das mit der Gemeinschaft? Und wie verhindert man ansonsten, dass Linien, die zwischen Gruppen verlaufen, nicht tiefer werden?

    Dass Klassenfahrten hier einen Beitrag leisten sollen, glaube ich genau so wie den Umstand, dass sie es können. Dass sie es tatsächlich tun, wäre wohl einfach nachzuweisen, wenn es so klar wäre.

    Gib mir deine Klassenfahrt, nimm du meine von Schreibtischtätern aufgedrückten Arbeiten für'n Ar*** für die Akten bzw. den Papierkorb.

    Hier hast du gelassen ein dringendes Problem genannt. An Unsinn, den wir machen müssen, haben wir uns schon gewöhnt. Es dreht sich nur noch darum, wo man sich 'rausziehen kann und wo der saure Apfel eine Bissstelle mehr bekommt.

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