Beiträge von O. Meier

    Das ist natürlich sinnlos. Warum Immobilie kaufen wenn beim vererben 100 % Steuer anfällt. Dann zahle ich lieber Miete. Andererseits verfallen diese denn warum soll der Vermieter Erhaltungsinvestitionen leisten wenn nach seinem Tod die Erben dies zu 100 % versteuern müssen.

    Interessiert euch wirklich, was nach dem Tod mit dem irdischen Driss passiert? Vererben ist doch etwas für Leute, die zu doof waren, die Kohle auszugeben.

    wenn man Investoren und Reiche aus dem Land vertreiben möchte.

    Reiche gibt's ja gar nicht, die sind alle nur wohlhabend. Und vom Zusammentragen und vererben ist ja noch nichts investiert. Und wenn Leute das Land verlassen und woanders hingegen, wo Leistung dann immer noch nichts wert ist, um sicher zu stellen, dass nach ihrem Ausscheiden aus dem Leben das Geld noch weiter dem Zugriff der Allgemeinheit entzogen bleibt, weiß man wozu Geld verpflichtet: zu nichts. Danke für die Ehrlichkeit.

    Die Immobilien können sie übrigens schlecht mitnehmen. Wenn man die nicht mehr vererben kann, ändert sich etwas auf dem Markt. Womöglich ist es dann leichter an Wohneigentum zu kommen.

    Mach dich mal über was anderes lustig als Schüler*innen mit Behinderungen.

    Wo habe ich mich lustig gemacht? Wo war von Behinderungen die Rede? Vorsicht mit solchen Unterstellungen. Es kann sich ebenso um Menschen handeln, die noch nicht lesen können. Aus deiner völlig unsinnigen Angabe der Schulform geht das jedenfalls nicht hervor.

    Du hast zunächst angemerkt, dass es bei euch kein Geld für Lektüren gebe, und anschließend davon gesprochen, dass ein Großteil einer nicht näher spezifizierten Schülerinnenschaft nicht lesen könne. Daran ist nichts lustig. Ich habe auch keinen Lachpöblicon verwendet. Es ging mir allerdings schon um den Widerspruch, Lektüren zu benötigen, aber wegen nicht vorhandener Lesefähigkeit keine Textarbeit machen zu können.

    Ganz klar ist mir die Konstellation an deiner Schule noch nicht. Ich halte es für eine Unart, Informationen häppchenweise nachzuliefern, so dass sie in die eigene Argumentation zu passen scheinen. Du musst hier nicht verständlich und nachvollziehbar schreiben. Aber unterstell mir nichts, was aus deinem Gestammel nicht hervorgehen kann.

    Schul- und Unterrichtsentwicklung nicht so schnell voran.

    Eben. Wann immer wir uns mit Schrott beschäftigen, bleiben andere Sachen auf der Strecke. Und so werden die Materialien, die Infrastruktur etc., die uns die Arbeit erleichtern sollen, eben zu Dingen, die uns von der Arbeit abhalten.

    Interessant, dass es okay zu sein scheint, privates Geld für die Bundeswehr [...]

    Zum Hobby habe ich schon etwas gesagt.

    [...] oder einen Arbeits-PC auszugeben,

    Nein, ich finde auch das nicht OK.

    aber nicht für den Klassenraum, indem man jeden Tag 6 Stunden verbringt.

    An maximal 5 Tagen in der Woche. Also dreißig von hundertachundsechzig Stunden, knapp 20%.

    Der Satz "Ich investiere lieber in Unterricht" ließ mich auch aufhorchen.

    Quelle?

    In der Grund- und bestimmt auch Förderschule ist Unterricht nicht nur sitzen und Inhalte erarbeiten, da kommt viel Freiarbeit, alternative Arbeitsplätze, Stationenarbeit und so weiter hinzu, das alles auch optisch sinnvoll aufbereitet werden sollte. Mir ist klar, dass ihr das in den höheren Schulen auch macht, aber die Sachen sehen anders aus. Und der Raum muss auch anders eingerichtet sein als in höheren Klassenstufen.

    Wenn das wirklich so sein müsste, gäbe es auch das Geld dafür. Jemand Entscheidendes sieht das anders als du.

    weil man dann besser arbeiten kann.

    Dann arbeite ich halt schlecht. Eben so, wie man es von mir erwartet. Wenn man wünschte, dass ich mit einem höheren Wirkungsgrad arbeitete, schaffte man die Voraussetzungen dafür.

    Es sind aber wirklich immer die, die mit Erwachsenen arbeiten, die meinen, es müsse so gehen.

    Du meinst am Berufskolleg gäbe es keine Kolleginnen, die zu Hause einen Kopierer betreiben, Bücher und Arbeitshefte kaufen, Schülerinnen mit privatem Material ausstatten, weil sie meinen, es ginge „nicht anders“? Ich gehöre mit an meiner Schule durchaus auch zur Minderheit.

    Ich benötige aber z.B. viel Verbrauchsmaterial für die SuS, dafür gibt's ein Kontingent und wenn das aufgebraucht ist, ist es weg.

    Eben. So what?

    Ich will

    ... ist keine gute Ratgeberin für professionelles Handeln.

    Und außerdem muss ich die Stunden mit irgendwas füllen, ich kann nicht nur Textarbeit machen lassen.

    Wieso nicht?

    Das entscheiden andere.

    Eben. Und die dürfen dann auch gerne die Verantwortung für die Folgen ihrer Entscheidung übernehmen.

    afür darf man aber keine Lektüren kaufen usw.

    Dann kauft man keine. Wenn Lektüren nicht gewünscht sind, sollte man keine anschaffen.

    Das ist auch ok. Als Bereichsleitung möchte ich jedoch meinen KuK die Arbeit erleichtern und daher sehe ich mich da verpflichtet, mich um sowas zu kümmern.

    Ich kriege halt eine solche Tätigkeit, die dann noch mit A15 dotiert wird, nicht mit „Wirkungsgrad“ zusammen. Aber der spielt ja in Schulen keine Rolle.

    Aber ich hab eben auch festgestellt, dass man fordern fordern fordern muss, da sich sonst nie was regt!

    Oder man lässt das bleiben, entspannt sich und arbeitet mit dem, was da ist. Ich habe schon reichlich Vorschläge für Beschaffungen gemacht. Ich erkläre auch gerne, warum ich etwas für sinnvoll halte. Dann ist aber vorbei. Ich diskutiere nicht. Ich mache keinen Druck, ich nerve insbesondere niemanden. Wozu auch. Das macht mich auch nicht glücklich.

    Ich investiere die Zeit doch lieber in Unterricht.

    Vielleicht müssen die Ausschreibungen hinsichtlich Qualitätsnachweis ergänzt werden.

    Vielleicht müsste man sich mal überlegen, was man überhaupt ausschreibt. Wer Hardware ohne Personal für Betrieb und Unterhaltung anschafft, ist schlicht dumm. Wenn dumme Menschen einkaufen, kann man das Geld auch gleich wegschmeißen.

    Bei uns hapert es ganz klar am Wartungspersonal. Die Firma, die die Schulträgerin beauftragt hat, kann das, was sie soll, schlicht nicht.

    Aber weil wir die Diskussion schon eine Milliarde Male geführt haben: jeder handhabt es anders.

    Demnach könnte man sämtliche Diskussion bleiben lassen. Wenn wir uns nicht austiaschen wollen, brauchen wir auch kein Forum.

    Es macht aber eben nicht jede, einfach, was sie will. Das, was die eine tut, hat eben auch Auswirkungen auf die anderen. Allein das ist schon Grund genug, sich miteinander über diese Frage auszutauschen.

    Und ich vermute mal, auch du hast schon einen Lieblingskugelschreiber mit roter Mine gekauft oder zu Hause ein Blatt ausgedruckt?

    Und, wenn sie das hat? Was dann? Ist alles, was s3g4 tut, automatisch richtig.

    Ich habe in meinem Leben schon viele Dinge getan, die ich nicht wiederholen möchte. Auch im Rahmen meiner Berufsausübung. Wenn man hinterher erkennt, dass etwas falsch war, kann man es immer noch beim nächsten Mal richtig machen. Finde ich besser, als Fehler weiter zu begehen, um sie nicht eingestehen zu müssen.

    Ich habe jede Menge Kram privat angeschafft, dir ich dann dienstlich verwendet habe. Ich wusste es nicht besser oder wollte keine Diskussion und keinen Ärger. Heute sehe ich das anders. ich wäre froh gewesen, wenn ich früher einen Hinweis bekommen hätte, was alles nicht sein muss.

    keine Ahnung was man der Berufsschule mal so ausgibt, einfach weil man es mit Menschen zu tun hat.

    Nein, ich gebe kein Geld aus, weil ich es „einfach mit Menschen“ zu tun habe. Entweder der dienstliche Umgang mit diesen Menschen erfordert bestimmte Ressourcen, dann ist da auch Geld für da. Oder die Sachen sind nicht so wichtig, dann muss ich auch nichts für ausgeben.

    Ich bin Offizier der Reserve und hab mir zB eigene Schuhe, Woolpower Unterwäsche und einen vernünftigen plattenträger nach Absprache mit meinen Vorgesetzten zugelegt. Gut finde ich es nicht, ist aber besser als sich den arsch anzufrieren oder die Füße wund zu laufen weil das hauseigene Material nichts taugt.

    Ja, für mein Hobby kaufe ich mir auch die Ausrüstung selbst.

    aber seien wir ehrlich: ihr habt Beamer, elektronische Tafeln, Laptops, digitale Lehrbücher...

    Und was davon funktioniert zuverlässig? Ich schicke jhede Woche mehrere Fehlermeldung allein wegen der Rechner/Beamer/etc. in den Klassenräumen. Aber auch das ist für mich kein Grund privat etwas anzuschaffen. Zum einen ist das eh ein Fass ohne Boden. Das kann ich gar nicht stopfen. Und zum anderen: Nö!

    und natürlich 3-lagiges Klopapier.

    Toilettenpapier dient nicht der dienstlichen Verwendung. Da sehe ich nun überhaupt kein Problem, das privat anzuschaffen. Interessanterweise wird da aber als selbstverständlich empfunden, dass die Schulträgerin das anschafft.

    Und woher möchtest du wissen, wie viele Lagen das Toilettenpapier an anderen Schulen hat?

    Wurde uns gesagt.

    Die Rechtsgrundlage sähe ich gerne mal. Aber du benennst ja noch nicht mal, wer das gesagt haben soll. Aber so wird immerhin der Anspruch, dass die Lehrerinnen der Schulträgerin etwas zu schenken hätten, deutlich. Wer auch immer das gesagt hat, danke für die Ehrlichkeit.

    Solchen Ansprüchen kann man nur entgegenwirken, indem man konsequent nichts kauft.

    Und hier schlage ich einen noch weiteren Bogen: Es war gerade die Abgrenzung gegenüber dem preußischen Militarismus und die zwangsweise Einbindung Kölns in Preußen, die als Gegenbewegung den Karneval in seiner heutige Form dort hervorgebracht hat und bewusst die Anknüpfung an die alte Geschichte (mit dem römischen Kern) zelebriert(e). Die Kölner Stadtsoldaten, auf die die roten Funken zurückgehen, waren gerade das Gegenbeispiel zum preußischen Militär. Der ursprüngliche "Held Carneval" als symbolische Figur, der den preußischen Heldenbegriff ins Lächerliche zog, durfte aus diesem Grund nicht mehr Held genannt werden. Da gibt's noch viel mehr entsprechende Details.

    Die andere genannte Stadt Mainz: Hier war mit Unterstützung der französischen Revolutionstruppen die Mainzer Republik als erster demokratischer Versuch auf deutschem Boden gestartet worden. Geleitet von den Prinzipien der französischen Revolution und eben keine deutsch-nationalistische Republik. Das wurde von den Preußen im wahrsten Wortsinne zerbombt. Und dementsprechend findest du in Mainz dann die um gelb erweiterte französische Trikolore und die Fastnacht dort zelebriert seitdem und bis heute Symbole der französischen Revolution, die ein bisschen vor der preußischen Zensur getarnt werden mussten. Auch hier eine klare Abgrenzung zum preußischen Militarismus und Nationalismus.

    Ja, daran fühle ich mich erinnert, wenn der Karnevalsprinz sing "Rätätä, rätätä. Morgen ham wir Schädelweh."

    Und wenn der WDR eine Wiederholung einer Karnevalssitzung aus den Neunzehnhundertsiebzigern zeigt, in denen antisemitische Reden als Spässchen verkauft werden sollen, sehe ich ganz andere Traditionen.

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