Beiträge von O. Meier

    Ich scheine in der Tat eine weitgreifendere Vorstellung von Freiheit zu haben als Andere.

    Mir scheint die Reduktion auf „Ich will“ eher eine eingeschränkte Vorstellung zu sein.

    Ich denke, dass 9-jährige noch nicht ausreichend einschätzen können,

    Und viele Erwachsene können das in vielen Situationen auch nicht. Insofern greift der Staat da regelnd vor.

    Danke für die Klarstellung.

    Und diesbezüglich ist die aktuelle Situation eben doch mit dem Contergan-Fall vergleichbar. Auch damals gab es Leute, die als Experten gesagt haben, dass Contergan absolut sicher sei und zwar ausdrücklich auch für Schwangere.

    Es ist ein generelles Problem, dass Medikamente nicht an Schwangeren getestet werden. Oft wird auch gar nicht an Frauen getestet, weil diese ja schwanger sein könnten. Das ist nicht ganz unproblematisch, wenn z. B. geschlechterspezifisch andere Dosierungen notwendig wären, da fehlt es gerna mal an Daten.

    Das spricht aber weder gegen den generellen Einsatz von Medikamenten noch gegen einen Impfpflicht, sondern eben nur für eine besondere Vorsicht bei (potentiell) Schwangeren. Es dürfte kein Problem sein, diese nach der Niederkunft zu impfen.

    Was die „aber die Impfstoffe sind ja so neu“ anbetrifft, so ist das eine beliebte Erzählung der Covis-Leugnerinnen, Impfverweigerinnen und sonstiger Spinnerinnen. Obacht. Wir haben bei einer Erkrankung, de seit knapp zwei Jahren auf dem Markt ist, keinen 40 jahre alten Impfstoff. Ich bin mir aber sicher, wenn dieser für die Impfpflicht hergenommen würde, jemand ums Eck käme, um zu meckern „Was? Mit so einem alten Kram wollt ihr uns impfen? Das ist doch gar nicht Stand der Technik.“

    Für mich persönlich wiegt das Recht auf körperliche Unversehrtheit höher als das gesamtgesesellschaftliche Bedürfnis auf "Verhinderung der Ausbreitung übertragbarer Erkrankungen".

    Die „körperliche Versehrung“ die einer beim Impfen widerfährt ist so gering, das man sie im Verhältnis zu der Chance, die Pandemie in die Wüste zu schicken, nicht erwähnen sollte. Diese „Abwägung“ ist nicht mal mehr egoistisch, sondern grotesk.

    Impfpflicht für verbeamtete Lehrer einführen? Geht das nicht etwas zu weit?

    Ich bin sehr für Impfpflicht. Sehr effektiv, um der Pandemie beizukommen. Natürlich auch für Lehrerinnen. Bzw. für die sogar mit höherer Priorität. Aber weil es sinnvoll ist, nicht weil Eltern irgendetwas schwafeln.

    Sie hatte übrigens A15 und es war abzusehen, dass sie ihre Aufgaben so nicht mehr schaffen würde. Wir A13 Lehrer haben das alles aufgefangen. Das nervt dann schon.

    Wenn ich zusätzliche Aufagben übernehme, insbesondere solcherlei, für die ich besoldungsmäßig zu doof bin, verhandele ich vorher über den Ausgleich. Dann muss man sich hinterher nicht ärgern, dass man es für hohle Nüsse gemacht hat. „Wir lassen uns da etwas einfallen.“ zieht nicht mehr. Fool me once, shame on you. Fool me seven or more times, shame on me.

    Wir hatten auch den Fall, dass eine A15erin ausgefallen ist. Ihre Aufgaben hat hat (über Jahre bis die Stelle neu besetzt war) einen Kollegin übernommen, der das aufs Lehrdeputat angerechnet wurde. Ich weiß nicht, zu welchem Kurs, aber sie ist damit gut gefahren, wie man hört.

    Im ersten Jahr wussten wir die Krankheit und es war abzusehen, dann sie nach Genesung wieder kommen würde. Da übernimmt man gerne die Vertretung, man wünscht der Kollegin ja auch aus vollem Herzen, dass sie wieder gesund wird.

    Das klingt ein Bisschen so, als wenn man der Kollegin einen persönlichen Gefallen täte. So ist es aber nicht. Ihr seid ja keine Freiberuflerinnen, die gegenseitig füreinander Aufträge übernehmen, wenn die eine ausfällt, und dann nicht wissen, wie sie das abrechnen sollen.

    Nee, den zusätzlichen Dienst übernimmst du von deiner Dienstherrin. Mit der hast du darüber zu verhandeln, wie viel das sein kann und darf. Die muss sich darum kümmern, dass genug Leute da sind, damit alles erledigt werden, auch wenn eine ausfällt.

    In 'nem gewissen Maß kann das Bodenpersonal den Mangel ausgleichen. Aber wenn's nicht geht, geht's nicht.

    wenn ich langfristig mehr unterrichten muss

    ... musst du das mit deiner Dienstherrin klären. Es gibt Regeln für Überstunden, wie viele es sein dürfen, wie sie uszugleichen oder zu vergüten sind. Und, was du zu tun hast, wenn du überlastet bist. Und, wie darauf zu reagieren ist.

    Wenn der Ausfall der einen, warum auch immer, zur Überlastung der anderen führt, hat jemand einen Fehler gemacht. Der ist zu beheben, Zu verlangen, dass die eine dann nicht mehr krank, besonders gefährdet oder tot zu sein hat, ist der falschen Ansatz (auf den Lehrerinnen aber zu gerne 'reinfallen).

    Die Schulleitung ist machtlos. Beamte können machen, was sie wollen.

    Der Boulevard-Stil scheint sich langsam durchzusetzen.

    Die Person würde sich dann einfach dauerkrank schreiben lassen, und muss dann offiziell überhaupt nichts mehr tun.

    Es gab schon Fälle, in denen Dauerkranke (auch gegen den eigenen Willen) vorzeitig in den Ruheszustand versetzt wurden und dann mit den geringeren Bezüge klarkommen musste. Das ist je nach Konstellation ungünstig.

    Klausuren für diesen Kollegen werden von den KuK in ihrer Freizeit am Nachmittag beaufsichtigt und anschließend auch noch mit dem Privat PKW zum Haus des Kollegen gebracht. Genial!

    Da dürfen sich aber auch die Kolleginnen, die der Betroffenen das Gesäß hinterhertragen, mal an die eigene Nase fassen.

    Den Distanzunterricht macht dieser Kollege übrigens so schlecht, dass viele Kurse auf andere KuK übertragen wurden, sodass bei voller Stelle ca. 10h / Woche übrig sind..

    Ja, wer einmal die Erdbeeren umgegraben hat, muss nie wieder Gartenarbeit machen. Kopfschüttel.

    es gibt auch einfach KuK, die unfassbar rücksichtslos und egoistisch handeln und dann genau mit solchen Argumenten um die Ecke kommen um sich herauszureden.

    Jope. Gibt es immer, auch in Friedenszeiten. Das ist aber kein Grund den Rechtschaffenden ins Knie zu f****n. Typische Missbrauchsdebatte. Mit der gleichen Denkstruktur müsste man das Autofahren verbieten, weil immer wieder welche zu schnell fahren. Statt dessen geht man aber gegen die Raserinnen vor (zumindest im Prinzip). Ah, so geht das. Die, die in die Keksdose greift, kriegt auf die Finger. Nicht alle, die wissen, wie gut ein Keks schmeckt.

    Diese Regelungen beziehen sich laut Titel auf „allgemeinbildende Schulen“. Es ist schwer genug, über die Vielfalt von Regelungen an den Berufskollegs den Überblick zu behalten. Da können wir uns nicht auch noch um Regelungen kümmern, die für uns nicht gelten. Insofern, nein, ich wundere mich nicht.

    Aber danke für den Link.

    alimentiert zuhause zu sitzen.

    Möchtest du tauschen? Hast du schon mal Distanzunterricht gegeben? Lass' dir gesagt sein, dass schulisches Home-Office auf Dauer kein Spaß ist. „Home-Office-Irrsinn: Deutschlands faulste Lehrerin kassiert 4.200 Euro netto!“ ist eine prima Schlagzeile für die Philosphinnen-Kurierin. Oder wie hieß diese Zeitung mit den großen Buchstaben?

    Zumal, wie bereits geschildert, es eine deutliche Mehrbelastung der Kollegen ist.

    Das ist nicht gut. Und es darf nicht sein. Die Schulträgerinnen ist traditionell knauserig bei der Organisation von Puffern. Also haben wir keine und Ausfälle können nicht aufgefangen werden. Das dürfen sich die Präsenzkolleginnen nicht gefallen lassen und da muss auch mal ein Lehrerinnenrat sich kümmern. Da hat man womöglich gerade keinen Kopp für, verstehe ich. Aber das darf nicht das Kriterium sein, nach dem man mit dem Risiko umgeht. Das Kriterium muss sein, ob es verantwortbar ist die Risikantinnen wieder zurück zu holen.

    Ich meine das wird nächstes Schuljahr so weit sein. Das jetztige hat es eh fast hinter sich.

    Das Gegeneinanderauspielenlassen hilft uns unterm Strich nicht. Das fällt uns allen irgendwann auf die Füße.

    Zu den Impfverweigerinnen meine ich, ja, wer nicht will, die hat schon. Ich bin ja eh für eine Impfpflicht. Die Impfung ist die einfachste und wirksamste Methode, dem Risiko die Luft aus dem Reifen zu lassen. Wer da nicht mitmacht, muss sich fragen lassen, ob es wirklich um die eigene Gesundheit geht. Das erhöhte Risiko hat man ja nicht nur in der Schule, sondern in allen Lebensbereichen. Und irgendwann wird es einem dann auch mal öde, nur Freizeitoptionen als Eremit zu haben. Nö, für impfunwillige Risikantinnen habe ich recht wenig Verständnis.

    Wie da mal die rechtliche Einordnung sein wird, vermag ich aber nicht abzuschätzen.

    Hab' ich schon mal erwähnt, dass ich eine Impfpflicht für eine gute Idee halte.

    Vielmehr ist eine weitere Herausforderung hinzugekommen, auf die jedoch im Vergleich zu anderen bekannten Herausforderungen aus gesellschaftlicher Sicht aufgrund ihrer Neuheit deutlich sensibler reagiert wird.

    „Weitere Herausforderung“ finde ich immer noch als unangemessene Verharmlosung.

    Aber um mal die auf die Menschen (von solchen reden wir hier) mit erhöhtem Risiko durch Vorerkrankungen zurück zu kommen. Findest du Okay, dass wir als Gesellschaft und der Staat auf diese besondere Rücksicht nehmen. Oder meinst, die müssen einfach zusehen, wie sie klarkommen, weil sie ja früher auch schon benachteiligt waren? Dein Geschwurbel lässt (außer dem Versuch der Verharmlosung einer Pandemie) nicht erkennen, wofür du, räusper, „argumentierst“.

    Butter bei die Fische.

    Ich denke, dass das Leben mit Corona nicht gefährlich geworden ist (Im Sinne von: Früher war alles super und dann änderte sich alles mit einem Schlag.)

    Das behauptet auch niemand. Es ist übrigens ein beliebtes bei Esoterik-Spinnerinnen, Verschwörungs-Spinnerinnen und Gottesbeweiserinnen, dass sie Beahuptungen widersprechen, die niemand aufgestellt hat.

    sondern höchstens gefährlicher (Im Sinne von: Es gab bereits früher viele Herausforderungen und jetzt kam einfach eine weitere hinzu.).

    Ja, das sieht mnan. Einfach nur eine weitere Herausforderungen, quasi eine Lapalie, die so nebenbei, das Leben der gesamten Menschheit auf den Kopf stellt.

    Also eine sprachliche Kleinigkeit,

    Versuche erstmal sprachlich genau zu sein, bevor du deine Fhelformulierungen zur Kleinigkeit deklassierst.

    die für mich aber maßgebend in Bezug auf unser gesellschaftliches Miteinander (mit Corona) ist.

    Weil das ja nicht so schlimm ist mit dem Virus? Und die ganzen Maßnahmen übertrieben? Oder worum geht's?

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