Beiträge von O. Meier

    Ich möchte auch nicht Personen mit drittem Geschlecht ausgrenzen,

    Das eine ist, was man möchte, das ander ist was man tut.

    „Ich möchte dir nicht wehtun, ich hau' dir einfach nur mit dem Hammer auf den Kopf.“

    Ich bin der Meinung, dass es Studenten gibt, die keine Studierenden sind. Solltest du anderer Meinung sein, ist das natürlich dein gutes Recht

    Eine Äußerung einer Meinung kann eine Diskussion eröffnen oder eine Verweigerung einer solchen kennzeichnen.

    Und man kann sich weiter der Entwicklung der Sprache verweigern. Dann hat man ganz viel darüber zu schwadronieren, dass man nicht verstanden wird. Toller Plan.

    Das Problem ist jedoch, dass sie ja eben NICHT geschlechtsneutral sind. In der Singularform muss man wieder mit der oder die Studierende unterscheiden.

    Das spricht aber nicht dagegen diese Begriffe ganz entspannt und neutral im Plural zu verwenden. Ja, was ist nun praktischer „der/die Studierende“ oder „Student*in“. Kann man doch so oder so machen.

    Glaubt man aber einer der Studien aus dem Bereich (Braun et al., 1998) wirken die Partizipformen im Plural in etwa genau so wie ein generisches Maskulinum. Teilweise hat man sich sogar weniger Frauen vorgestellt.

    Ja, natürlich ist da immer noch eine Asymmetrie in den Köpfen. Dauert wohl noch. Der Wandel der Sprache ist ja nur ein Schritt. Die Sprechende müssen sich auch darauf einlassen.

    Auch des Betrauern der verstorbenen Studierenden klingt einfach seltsam bis witzig. Obwohl schon mausetot kriegt man sie nicht von den Büchern weg!

    Ist das nun traurig oder witzig, dass man immer noch auf der ältlichen Bedeutung des Partizips beharrt, damit solche Beispiele funtionieren? ich weiß es nicht. Es ist schon so, dass Sprache sich langsamer wandelt, als es manchmal nötig wäre. Und das ist einigen noch zu schnell.

    Sagen wir mal so: Wenn es unterbewusst abläuft, finde ich das vollkommen OK, das ist dann der Lauf der Dinge. Was mir eher missfällt ist bewusster

    Vernuftbegabte Lebensformen können sich aber ihre Vernunftbegabung zu nutze machen. Die fahren mit bewussten Entscheidungen besser. Wir nehmen an vielen Stellen Einfluss auf die welt in der wir leben. Häufig kommt da dünne oder dicke Scheiße bei 'raus. Nee, drüber nachdenken, was man tut, und bewusste Entscheidungen treffen, halte ich da für sinniger, als sich doof zu stellen (falls nötig).

    der sogar erzwungener Sprachwandel im Sinne von: "Das muss jetzt gesagt werden." bzw. "Das darf nicht mehr gesagt werden.".

    Und? Wo passiert das?

    Hier wird doch mal wieder einen Form von Diskriminierung herbeigeredet, die es so nicht gibt. Ähnlich wie dem angeprangerten Verhalten gegenüber Ungeimpften. Die tatsächlichen Diskrimierungen im Alltag darf man aber mit eiem Verweis auf Unbequemlichkeiten wegwischen.

    "Studierende" beschreibt Menschen, die im Moment der Kommunikation eine Aktivität ausüben. Sobald sie die Bücher zuklappen, sind sie zwar noch Studenten, aber keine Studierenden mehr.

    Hat dir schon mal jemand mitgeteilt, dass Sprache sich verändert? So ist das z. B. auch mit Bedeutung des Partizips. „Studierende“ ist mittlerweile soweit weg von der Beschreibung des Vorganges. So weit!

    Ich würde behaupten, dass es in der Breite unseres gesellschaftlichen Lebens wenige Bereiche gibt, in denen man sich zugunsten der Minderheiten- und zulasten der Mehrheitsmeinung entscheidet. Mir fällt an der Stelle ehrlich gesagt nicht einmal einer ein. Man bräuchte demnach überhaupt gar nicht mehr zu wählen, da unser gesamtes Demokratieverständnis auf Mehrheiten basiert.

    Die Demokratie-Verständnis basiert auf Mehrheiten? Echt? Das Tor des Monats wird durch Mehrheitsentscheidung bestimmt. Demokratie ist komplizierter.

    Aber ist das hier wichtig? Das Gendern ist doch gar nicht Gegenstand eines Entscheidungprozesses wie z. B. einer Abstimmung.

    Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Lindbergh sich hier differenzierter äußerst, wenn sie mal nicht die Mehrheitsmeinung hat.

    Während man im Deutschen bedauert, dass wir keine allgemeine Form wie im Englischen haben, und sich ziemlich darauf eingeschossen hat, Geschlecht möglichst häufig sichtbar zu machen,

    Ich glaube nicht, dass das das Ziel ist. Vielmehr geht es nicht anders. Wenn man die Wahl hat nur ein Geschlecht zu nennen (z. B. das männliche) oder alle, wählt man alle, wenn alle gemeint sind. Also da, wo es tatsächlich keine neutrale Form gibt. Bei den „Studierenden“ haben wir die ja z. B., aber auch das hielt niemanden davon ab sich darüber aufzupissen.

    Diese Aussage impliziert, dass das Binnen-I oder das Sternchen einen Sinn ergeben.

    Ja, praktisch. Das tun sie nämlich. Man kann diesen natürlich ignorieren und dann laut brüllen „Faasteh icke nich!“.

    Hat dir schon mal gesagt, dass exponierte Unbildung irgendwann langweilig wird? Nicht? dann mache ich das jetzt:

    Exponierte Unbildung wird irgendwann langweilig.

    hth

    Warum soll sich denn überhaupt Sprache verändern,

    Sprache verändert sich unentwegt. Wir nehmen dadurch Einfluss darauf, wie wir sie verwenden. Das kann man bewusst machen oder einfach so vor sich hin dümpeln, um sich dann zu wundern, warum die Sprache so ist, wie sie ist.

    Warum muss es denn überhaupt regnen, wenn doch die Mehrheit lieber Sonne hätte?

    Sichere Passwörter sind ungefähr genauso gut zu merken wie Zahlencodes, nämlich nur mit Merkhilfen.

    Subjektiv kommt es mir anders vor. Ich könnte mir aber denken, dass es dazu Untersuchungen zu gibt. „Was kann man sich wie gut merken.“ ist doch in der Züchologie ein Klassiker.

    Welche Minderheit soll das sein? Ich habe ja vorab aufgezählt, bei welchen Bevölkerungsgruppen ich mir eine Befürwortung des Genders vorstellen könnte.

    Die Genderden sind nicht unbedingt die von (sprachlicher) Diskriminierung betroffenen. Also, die einen gendern, um die anderen zu schützen. Puh, jetzt wird‘s aber kompliziert.

    Mal abgesehen davon, dass es nicht so really wirklich relevant ist, was du dir ausdenkst, wer vielleicht gendert.

    gab einen sechsstelligen Code ein, musste ihn danach bestätigen und hatte ihn da schon wieder vergessen. Also ja, genau das.

    Zahlencodes sind nicht gut zu merken. In eingen Bereichen verwendet man seit Kurzem eine andere Technologie, das Passwort. Kommt vielleicht an Schulen auch noch.

    üsste man dann nicht auch wörtlich kenntlich machen, dass es auch asiatische, arabische und afrikanische Ärzte gibt?

    Ach, was man nicht alles müsste. FIndest du es wichtig, die Ethnie von Medizinerinnen sprachlich kenntlich zu machen? Dann mach das doch. Oder mach' es, weil es dir Spaß macht, es sich gut anhört oder du gerade nichts besseres zu tun hast. Mach, wenn du meinst.

    Das Modalverb (auch im Konjunktiv) drückt mir doch wieder zu sehr auf die Taste der sprachliche Bevormundung.

    Die Sache ist folgende: Wie oft will ich explizit etwas über das Geschlecht der Leute, die dort an der Tafel stehen, sagen? Kommt vergleichsweise selten vor. Viel öfter möchte ich etwas über den Berufsstand sagen.

    Dann mach das doch. Du kannst da übrigens auch gerne so machen, dass in den Fällen, in denen das Geschlecht wichtig ist, das auszudrücken nicht oder nur aufwändig möglich ist.

    Du möchtest, dass in 90% der Fälle, in denen es um den Berufsstand geht, beide Geschlechter benennen, statt nur in den 10%, in denen das Geschlecht tatsächlich eine Rolle spielt.

    Woher kommen diese Zahlen? Und woher weißt du, was ich möchte? Unterlasse bitte derartige Behauptungen über Personen. Kannst oder willst du nicht in der Sache diskutieren?

    Denen, die vom Istzustand profitieren.

    Das wäre wer? Und was wäre der „Istzustand“?

    Das Problem der deutschen Sprache ist, dass wir viele Sprachbestandteile haben, die durch grammatikalische Geschlechter beeinflusst werden. Möchte ich also bei einem Nomen stets die weibliche und die männliche Variante nennen, muss ich zwecks grammatikalischer Korrektheit nicht nur das Nomen selbst, sondern auch Pronomen und Adjektive anpassen. Das ist im Schriftlichen schon problematisch. Im Mündlichen verliert man schnell den Überblick, um was es überhaupt geht.

    Ja, genau. Die Beispiele, wie es viel, viel praktischer läuft hatten wir ja schon. Man spricht von männlichen und weibliche Lehrern, statt von Lehrern und Lehrerinnen. Viel kürzer, einprägsamer uns ästhetischer. Und es ist soger noch kürzer, einprägsamer und ästhetischer als das völlig wahnwitzige Konstrukt „Lehrer*innen“. Das sind nämlich zwölf Zeichen. Länger als das geht's schon gar nicht.

    Und ansonsten finde ich das Argument der Bequemlichkeit, um Diskriminierung beizuhehalten, abstoßend.

    Und dann muss es schlichtweg auch inhaltlich passen: Ein Lehrender ist immer ein Lehrer, aber ein Lehrer (Berufsbezeichnung) nicht immer ein Lehrender (aktve Tätigkeitsausübung).

    Ich glaube auch hier wurde eine Entwicklung in der Sprache verpasst. Mitnichten wird das Partizip auschließlich als „aktive Tätigkeitsausübung“ verstanden.

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