Beiträge von O. Meier

    Unternehmerfreiheit (?) heraus einfach mehr Impfdosen für Deutschland bereitzustellen.

    Naja, wenn sie Verträge haben, werden sie wohl die erstmal abarbeiten müssen. Und ansonsten finde ich die Diskussion darum, ob das nun ein "deutscher" Impfstoff ist völlig kleinkariert. Eine der zwei an der Entwicklung beteiligten Firmen hat ihren Sitz in Deutschland. Mehr nicht. Daraus ergibt sich kein Anspruch für Volksdeutsche, eher geimpft zu werden.

    Bei der Einkaufspolitik der EU ging es nur um Politik (Hersteller aus verschiedenen EU-Ländern sollten berücksichtigt werden) und ums Geld (möglichst wenig von den teuren Impfstoffen).

    Schade.

    Und die Tatsache, dass Deutschland 1,3 Millionen Einheiten geliefert bekommt und dann in der ersten Woche gerade mal 130 000 davon verimpft, nachdem man sich Monate lang auf den Impfstart vorbereiten konnte, ist schlicht und ergreifend lächerlich, da gibt es nichts schön zu reden.

    Ist wohl so. Bleibt zu hoffen, dass das man das in den Griff kriegt. Wie ich schon schrieb, man muss das erst in den Griff krieegn, sonst braucht man sich um mehr Impfdosen keinen Kopp zu machen.

    Wenn man in einer Woche 130.000 Impfungen hinkriegt, kommt man im Jahr auf knapp sieben Millionen. Der Faktor 10 würde uns schon erheblich weiter bringen. Allerdings muss ja zweimal geimpft werden. Das gleicht sichdadurch aus, dass nur die Hälfte der Bevölkerung geimpft werden will.

    Lobbyisten waren ganz einfach dagegen

    Da habe ich keinen Einblick. Aber immer, wenn Lobbyisten beteiligt werden, kommt Mist bei 'rum. Ja, womöglich hat man da falsch entscheiden und man hätte mehr bestellen sollen. Dann hätten wir jetzt mehr und andere dafür vielleicht weniger. Ob die Produktion beliebig hätte erhöht werden können, ist so klar nicht.

    Trotzdem bleibt uns jetzt nicht erspart, dass wir uns in Geduld üben müssen.

    Meinst Du [...], dass unsere Organisationsprobleme nicht gelöst werden könnten?

    Doch, doch. Ich meine die können gelöst werden. Und sie sollten schnell gelöst werden, damit wir das am Start haben, wenn mehr Impfstoff kommt.

    Kernaussage: Die USA hat im Sommer schon 600 Mio Einheiten bestellt, die EU erst im November 300 Mio.

    Beim Planen und Hochfahren der Produktionskapazitäten hat man sich natürlich an den vorliegenden Bestellungen orientiert, darum bekommt Europa jetzt relativ gesehen so wenig.

    Das war doch gepokert. Wenn Biontech noch nicht fertig wäre, hätten die USA jetzt 600 Millionen Dosen von nix. Die Bundesregierung hat die Bestellungen gestreut. Das fand ich damals eine gute Idee. Jetzt ist es halt so, und wir müssen etwas länger warten, als wenn wir anders gezockt hätten.

    Wenn Moderna zugelassen wird, macht es auf einmal "Plopp" und wir haben mehr Impfdosen. Da haben wir doch auch bestellt?

    Und überhaupt. Ich bin froh, dass es einen Impfstoff gibt. Ich bin froh für jede, die geimpft werden konnte. Auch wenn die ganz woanders lebt. Global gesehen ist jede Geimpfte gut.

    Ich bin zuversichtlich, dass wir (also die Einwohnerinnen dieses Staates) trotzdem dieses Jahr durchgeimpft werden. Und wenn nicht, dauert's halt noch ein Bisschen.

    Ich habe auch nichts dagegen, dass die Geimpften schon mal in Kino oder Theater dürfen (am besten, wenn das Personal auch geimpft ist) oder was auch immer. Ich sitze weiter so lange zu Hause. Ich habe mich jetzt lange deutlich zurückgenommen. Das halte ich noch ein Bisschen durch. Und auch wenn es mich stört, dass andere in der Zeit unvernüftig sind, halte ich das jetzt durch.

    Ungeduld führt zur dunklen Seite.

    Und wenn ich geimpft bin, freue ich mich.

    Hasenbaby: Einige deiner Fragen kann man sogar durch regelmäßiges Schauen der öffentlich-rechtlichen Boulevard-Magazine (tagesschau etc.) beantworten

    Ist denn der Impfstoff wirklich lang genug erforscht? Konnte man die eventuell sich daraus ergebenden Langzeitfolgen schon erfassen?

    Die Erforschung des Impfstoffes ist im Rahmen der auch sonst üblichen Zulassungsvoraussetzungen erfolgt. Es wurde zeitlich gestaucht, aber nichts ausgelassen.

    Langzeitwirkungen hat man ganz offentichtlich noch nicht untersucht. Das ist doch eine rhethorische Frage, oder? Wie lange möchten wir warten? 10 Jahre, 20? 50?

    ja, Impfen bedeutet Risiken und Nebenwirkungen. Eigentlich trivial. Wer sich nicht impfen lässt, schließt diese für sich aus. Den Nutzen einer eventuellen Herdenimmunität hat sie aber trotzdem.

    Ich würde mir wünschen, dass die Menschen sich viel öfter um Risiken und Nebenwirkungen Gedanken machen. Z. B. wenn sie zwei Tonnen Blech von 312 PS durch die Innenstädte treiben lassen. Oder wenn sie ein Brot kaufen, in dem unter Glyphosateinsatz angebautes Getreide steckt. Da kann man mal über Langzeitfolgen nachdenken.

    Weißt du wieviel Menschen vom Stuhl oder der Leiter gefallen sind, als die vorgeschriebenen Rauchmelder installiert haben?

    So, neues Jahr, altes Thema. Ich will mal schauen, ob ich nicht vielleicht doch etwas verstanden habe.

    Wenn das iPad selbst als zweiter Faktor gilt ("Besitz"), ist man doch schon durch und braucht nichts anderes. Bei der Einrichtung der ID wird das iPad als "vertrauenswürdiges Gerät" (so nennen die Apples das wohl) eingerichtet. Es dient dann zukünftig als zweiter Faktor für Zugriffe auf die ID. Fertig.

    Nachteil: wenn das Gerät mal kaputt geht, ist die ID verbrannt. Fände ich jetzt nicht so schlimm. Muss die Asdminin für das neue Gerät (wenn es eines gibt) eine neue basteln.

    Dafür hat man aber keinen anderen zweiten Faktor. Jeder weitere Faktor könnte ja wieder zur Lücke werden, wenn er kompromitiert wird.

    Bei dieser ganzen Sichtweise auf das Individuum, die Frage nach der Entscheidung der Einzelnen usw. kommt mir immer mehr der Gedanke, dass manche Leute mit der Vorstellung, in einer Gesellschaft zu leben und allein deshalb vieles nicht unabhängig entscheiden zu können, überhaupt nicht klar kommen.

    Ich frage mich bei der Sache, ob ich nicht einfach für mich selbst krank sein darf, ohne dass meine Erkrankung Gegenstand einer Statistik wird

    Was genau ist daran das Problem?

    dass meine Erkrankung das Leben Anderer negativ beeinflusst (Bei der Coronapandemie ist es ja so: Wenn ich dazu beitrage, dass die Inzidenz über 200 steigt, müssen meine Mitmenschen die Folgen tragen.).

    Die Antwort gibst du ja selbst. Wenn es ansteckend ist, ist es nicht mehr deine Sache allein. Wenn du nur für dich selbst krank sein willst, kommt ein Virus nicht in Frage. Du könntest dir aber ein Bein brechen, wenn du magst.

    Stand März kannten viele die Maske nur von Asiaten, die dafür häufig von uns Europäern hierfür kritisch beäugt wurden.

    Ja, das war schon dämlich. Ich möchte ja nun nicht sagen, dass die Asiatinnen immer alles richtig machen, aber die Rücksichtnahme durch Maskentragen finde ich beeindruckend. Woher kommt es eigentlich, dass man (kulturelle) Unterschiede immer so als Kuriosität abtut? "Kuck mal, die Japanerinnen mit den Masken, sieht ja komisch aus in der U-Bahn." Nicht: "Da muss ich doch mal nachsehen, ob es nicht belastbare Zahlen gibt. Wenn's nützt, hole ich mir zur Grippe-Saison auch eine." Oder "Kuck mal, die Engänderinnen, die trinken Bier ohne Kohlensäure, ihh". Nicht "Ich habe im letzten UK-Urlaub vor dem Brexit :- ) mal im Pub ein schönes Bitter mit der dort üblichen Kohlensäure probiert. Nee, das ist lecker. ganz aners als Pils, aber lecker."

    Mich freute es jedenfalls, wenn wir auch hierzulande zukünftig eine Maskenkultur hätten. Ranga Yogeshwar hat sich da auch schon geäußert. Aber der ist intelligent, dem hört keine zu. Vielmehr sagen jetzt schon viele, dass sie sie Maske ganz, ganz weit weg packen, wenn sie sie nicht mehr tragen müssten. Das erinnerte sie dann doch zu sehr an die schlimme Sache da, mit dem Coroan, das da.

    Dabei wäre Erinnern so wichtig, damit wir bei der nächsten Pandemie nicht wieder die gleichen Fehler machen bei der spanischen Grippe oder der Pest.

    Man hat Klarheit gewonnen in vielen Punkten. Man weiß auf wen man sich verlassen kann[*]. Man hat bei einigen Menschen erkannt, dass sie ziemlich dämlich sind.

    Und wir haben Klarheit bezüglich vieler Aspekte des Schulsystems, alles Dinge, die schon vorher so waren, aber jetzt deutlich wurden: Digitalisierung an den Schulen hängt um Jahrzehnte hinterher, keine Besserung in Sicht. Selbstlernen hat gefloppt. Wenn man es braucht, kommt nichts. Die baulichen Voraussetzungen in den Schulen reichen noch nicht mal zum regelmäßigen Lüften. Die Klassen sind zu groß.

    Ja, ein wesentlicher Beitrag der Pandeme ist, dass sie uns Klarheit liefert.

    PS: [*] es sind nur wenige, sehr wenige. Aber da behält man besser den Überblick.

    aber es gibt so viele Erkrankungen, die die Menschheit einfach als "gegeben" hinnimmt - warum machen wir bei Corona so eine große Ausnahme?

    Ich frage mal andersherum. Willst du Corona „einfach als gegeben“ hinnehmen. Und was die „vielen“ anderen Erkrankungen anbetrifft. Welche Maßnahmen sollte man da denn ergreifen? Masken in der Grippe-Saison? Bin ich dabei.

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