Beiträge von O. Meier

    Im Alltag arbeiten die Klassenstufen vorwiegend getrennt voneinander, Klasse 1 lernt die Buchstaben, während Klasse 2 z.B. die Wortarten lernt. Das ist natürlich nicht optimal für eine "Vorzeigestunde".

    Mag sein. Auf der anderen Seite ist es aber unpraktisch, in der Vortanzstunde etwas gänzlich anderes zu machen. Bestheht vielleicht die Möglichkeit, dass dir jemand die eine Klassenstufe für die Stunde abnimmt und du die andere im Besuch zeigst?

    Sich da auf den Eingriff einer überweltlichen Macht zu verlassen ist aus röm.-kath. Sicht unchristlich.

    Es ist auch unvernünftig. Vielleicht kann man aber einfach mal den säkularen Anteil der Wintersaturnalien in diesem Thread etwas Raum geben. Nämlich die durchaus nicht nutzlose Tradition, gegen Jahresende mal etwas innezuhalten, viel nach hinten und ein wenig nach vorn zu sehen. Das kann durchaus mit einer einer Corona-Anspielung auf einer Grußkarte passieren. Die Frage, was ein nicht näher benannter Gott in der Situation tun kann, muss man sich nicht stellen.

    extra 3 (NDR) macht im Sommer den Jahresrückblick. Ist ganz praktisch, wenn das nicht alle immer am Jahresende machen. Wie wär's mal mit einer Weihnachtskarte im Juli?

    PS: Als bei uns die Beamer angeschafft wurden, erklärte die Schulleiterin, dass wir keine Polyluxe mehr nachbestellen würden und auch nur noch mit Bordmitteln reparieren. Es wurde aber recht bald klar, dass man nicht alles am Computer machen könne, und die Beamer so it die Polyluxe nicht ersetzen. Daraufhin wurden dann die Dokumentenkameras angeschafft. Ich vermute aber, dass die teurer waren als Polyluxe. Und wie lang die halten werden, wissen wir noch nicht.

    Den Ruf des unflexiblen Beamten wird man mit der Einstellung eher nicht los.

    Als wenn mich der interessieren würde. Er basiert ja ohnehin nicht auf Fakten. Zu meinen dienstlichen Verpflichtungen gehören weder Computerreparaturen noch Rufpflege. Mein Job ist's, jungen Menschen in die Köpfe zu klettern und da aufzuräumen. Je weniger Zeit ich mit anderem Kram vertrödele, um so besser klappt das.

    Wenn etwas nicht geht bricht man sich keinen Zacken aus der Krone kurz zu schauen was los ist.

    Zacken, Krone, pah. Geht es hier darum mir eine Arroganz zu unterstellen, ich sei mir zu fein für dies und das? Nö, bin ich nicht, ich mach's trotzdem nicht. Ich bin mir auch nicht zu fein, ein solides Risotto zu kochen. In der Schule stehe ich aber nicht in der Mensen-Küche.

    Ich lasse mir auch kein schlechtes Gewissen einreden, weil ich nicht für den Driss in die Zentrifuge klettere.

    Ich breche mir bei allem Möglichen keinen Zacken aus der Krone. Ich breche mir aber ein Stück Professionalität aus meiner Professionalität, wenn ich meine Dienstzeit ständig mit Tüddelkram vertüddele, anstatt die Kernaufgaben zu bearbeiten und einfach mal zu verlangen, dass drumherum alles funktioniert. Dass die Computer laufen. Dass es Fernbedienungen für die Beamer gibt. Dass es genug Steckdosen gibt, damit man alles anschließen kann. Dass sich Fenster öffnen lassen und die Temperaturen der Heizungen regeln. Und dies, und das, und Ananas.

    Oft sind es nur Kleinigkeiten, die schnell behoben sind.

    Und oft auch nicht. Dann sind 10 M inuten weg für hohle Nüsse.

    Geht es auf die schnelle nicht, dann melde ich die Fehlfunktion.

    Genau, geht's beim Anschalten nicht, melde ich die Fehlfunktion.

    Ich finde Geräte anschalten müssen schon eine Verzögerung. Ein Grund das ich Tafeln so schätze, die laufen durch.

    Zum Schlus noch etwas Beschauliches, kurz vorm frohen Fest: Eine Mitreffi hatte immer eine Polylux-Wechsellampe in den UBs dabei, für dass, also wenn mal während des Besuchs eine Lampe ausfiele, zum dass sie die wechseln könne. Ist aber nie passiert. Trotzdem fand' ich das den besseren Plan, als einen weiteren Polylux in den Raum zu rollen (haben auch welche gemacht, im Besuch muss ja alles perfekt laufen).

    Das schätze ich auch ... an der Fotofunktion des Tablets

    Da ist kein großer Unterschied. Bei uns stehen halt Dokumentenkameras in den Klassenräumen. Hätte da statt dessen jemand Tablets hingehangen, nähme ich wohl so eines.

    Aber was mir nicht passieren wird (und so wird bei vielen der Tablet-Einsatz laufen), ist, dass ich ein solches Gerät von irgendwo in den Klassenraum trage. Ich hole auch keine Dokumentenkamera irgendwo her. Wenn keine da ist, kann ich keine benutzen. Und wenn etwas nicht läuft, schalte ich e aus und amche anders weiter. Ich schreibe dann später ein Ticket, aber krieche nicht mehr unter Tischen 'rum und verschwende dort Unterrichtszeit.

    Fotofunktion? Verstehe, glaub' ich, nicht? Wofür wäre die gut.

    Wenn vorher der angebliche Datenschutz, weil es ein "Apple-Gerät" ist thematisiert wird, kann ich doch anmerken, dass ich als Privatkunde Apple "hasse"

    Kannst du. Aber wozu dient diese Information? Und überhaupt, was soll das den bedeuten, dass man eine solche Emotion gegenüber einem Unternehmen hat. Wenn du etwas zum Datenschutz anmerken möchtest, tu das. Aber dein Hass bringt uns nicht weiter.

    Was ich an der Dokumentenkamera schätze, ist, dass man einfach alles drunter legen kann. Wenn eine Schülerin eine schöne Lösung für eine Hausaufgabe hat, kann sie die einfach drunter legen. Sie muss werder etwas auf eine Folie noch an die Tafel übertragen. D. h. man muss die Lösungen nicht extra für's Medium anfertigen, sondern kann sie einfach verwenden,

    Tja... dann komm mal an meine Schule. Wir haben nicht einen einzigen grundständig ausgebildeten Informatik Lehrer.

    Und wir haben Klassen mit IT Berufen.

    Als ich damals meinen Quereinstieg an einem technischen BK gemacht habe, war ich auch die einzige Informatikerin. Die übrigen waren Elektrotechnikerinnen. Die haben as schon anständig gemacht. Insbesondere die jüngeren Kolleginnen hatten auch informationstechnische Inhalte im Studium. Natürlich hatten die auf einiges eine andere Sichtweise. Als cih vorsichtig anfragte, ob ich in der Anwendungsentwicklung wohl auch Java betrachten könne, waren die gleich begeistert. Das wäre doch schöm, wenn sich da mal jemand drum kümmert. Sie kannten halt hauptsächlich C, manchmal C++ und würden sich deshalb darauf beschränken.

    Jetzt bin ich mit Fakultas technische Informatik an einem hauswirtschaftlich-sozialpädagogischem Berufskolleg und unterrichte nur noch Mathematik.

    Also, die schulen behelfen sich irgendwie, die einen so, die anderen so. Insofern findet der Unterricht statt und am Ende steht eine Note auf dem Zeugnis. Dass das nicht immer optimal läuft, merkt man von außen nicht. Also gibt es auch einen Anlass etwas zu ändern.

    Also, wenn schon abzusehen ist, dass du das nicht packst, nutzt es auch nichts, es trotzdem zu versuchen. Könnten auch Schul- und Abteilungsleiterinnen verstehen, wollen sie vielleicht nicht.

    Wenn es wirklich wichtig ist, dass du es machst, hast du noch Verhandlungsspielraum. Vielleicht lässt sich die Fortbildung weiter strecken. Besser einen späten Ciscoten als gar keinen.

    Was das Abschieben in die unbeliebten Bildungsgänge anbetrifft, so muss sich eine Schule das auch leisten können, irgendjemand muss ja dann deinen bisherigen Unterricht übernehmen. Und irgendjemand müssen sie zu den Ciscos schicken.

    Diese Bildungsgänge werden pädagogisch anspruchsvoll, dafür aber fachlich harmlos sein. Das kann auch eine Alternative sein. Ich will jetzt nicht leichtfertig vorschlagen, dass du dann einfach das machst. Aber man kann ja trotzdem mal sachlich abwägen, welches das geringere Übel ist, ohne sich erpressen zu lassen.

    Wenn die merken, dass die Alternative für dich keine Drohung ist, kannst du deine Verhandlungsposition noch mal verbessern.

    Insgesamt schwierig, knifflig. Man kann sich auch falsch entscheiden. Deshalb. Besonnen agieren. Sortiere erst mal alles im Kopf.

    Vielleicht ist mittelfristig auch Versetzung eine Alternative.

    hth

    Mit DIN 5008 geht's los, da muss dich niemand fragen, ob du das schön findest.

    DIN5008 arbeitet AFAIR immer noch mit Leerzeilen zur Formatierung, z. B. um die Anschrft auf die richtige Höhe zu bekommen. Das war ja hüsch als bei den Schreibmaschinen die Zeilenhöhe noch ein festes Maß war. Heutzutage wird da wohl einen Rahmen der Textfeld, oder wie auch immer bei den einzelnen Programm heißt, verwenden.

    Oder habe ich da etwas verpasst?

    Ja, das stimmt, dafür muss man aber kein Informatik studieren

    Ja, aber irgendwie müssen trotzdem diese Erkenntnisse in die Köpfe der Lehrerinnen. Ich würd's halt trotzdem ins Studium packen und Lehramtstudierenden eine gehörige Portion informationstechnische Grundbildung verordnen. Mit Schein und Prüfung. dann wäre scoh mal ein Anfang gemacht. Die aktive Kolleginnen müsste man trotzdem aus- bzw. fortbilden.

    Aber von beidem ist nichts zu sehen.

    Ich denke auch, man müsste in der Lehrerbildung in allen Fächern anfangen.

    Hamwaabanich. Zusammaen mit der geringen Zahl von Informatiklehrinnen, weiß man dann auch schon, dass jede Digitalisierungsinitiative mit Anlauf vor die Pumpe flitzen wird, egal wieviel Hardware man in den Schulen abkippen wird. Wir werden nicht darüber hinaus kommen, mit dem Mikroskop Nägel einzuschlagen. Und das zeigen wir den jungen Menschen und die machen dann so weiter.

    So entstehen auch so kaputtformartierte Fomulare, von denen yestoerty berichtet. In so Behörden sitzen ja auch Leute mit einer kauffrauischen oder Verwaltungsausbildung. Was haben die eigentlich in der Berufsschule mit den Computern gemacht?

    Habe ich schon mal erzählt, wie unser Büro eine PDF-Datei erzeugt, um sie statt einer Word-Datei als Anhang zu vermailen?

    ja, und auch Lehrkräfte- eine Grundbildung zu ermöglichen und zu zeigen, worum es geht.

    Damit müsste es anfangen. Ich habe mal eine Doppelstunde Textverarbeitung an einem Fortbildungsnachmittag für die Kolleginne gehalten. Ich habe ihnen erklärt, wie man Formatvorlagen so einsetzt, dass man Übungsblätter schnell schreiben kann. Zuerst wussten sie nicht, was das solle, sie machten das immer anders und das gehe ja auch. Und dass das längert dauert, sei ja wohl egal.

    Hinterher hat sich aber zumindest eine Kollegin bedankt. Sie habe jetzt das gelernt, was sie schon immer wissen wollte. Das man sich einen zurechtfuddeln müsste, war ihr schon vorher suspekt.

    Ich habe entsprechende Kurse dann später mehrfach anzubieten versucht, habe aber keine Interessierten gefunden.

    Aber letztendlich geht es den Kolleginnen in weiten Teilen wie den Schülerinnen. Sie merken schon gar nicht, dass es eine systematische Arbeitsweise auch für diese Programme gibt und dass sich so ein Kurs lohnen könnte.

    Eigentlich müsste man sie zwangsbeglücken, also verbindliche Kurse anbieten und den Lernfortschritt überprüfen. Aber das habe ich nicht zu entscheiden.

    eine Textseite erstellen können, die den Anforderungen an handelsübliche Seitengestaltung entspricht,

    Das müsste ihnen halt auch jemand zeigen, die weiß, wie die aussieht und wie man sie herstellt.

    dass Blocksatz einen anderen Eindruck macht als linksbündig.

    Insbesondere macht ein ungelenker Blocksatz einen furchtbar schlechten Eindruck. Außer, man bewirbt sich bei einer Spedition, die können mit den 40-Tonner-Parklücken zwischen den Wörtern etwas anfangen. Man müsste zumindest die automatische Silbentrennung aktivieren und diese an Stellen, an denen sie nicht klarkommt, mit manuell zu setzenden Trennfugen ("bedingter Trennstrich") unterstützen.

    Aber auch dann sieht's nicht immer doll aus, weil Word & Co. nur zeilenweise umbrechen und daher die Wortabstände aufeinanderfolgender Zeilen nicht gut zusammenpassen.

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