Strategien zum Umgang mit persönlichen Kränkungen

  • Ob Menschen erreichbar sein wollen, überlässt du bitte den jeweiligen Menschen selbst.

    Wolltest du andeuten, dass ich das täte? Wie soll ich das denn bewerkstelligen?


    Es ist mir doch wurscht, wie erreichbar jemand ist. Allerdings halte ich den Nimbus der notwendigen Erreichbarkeit im wesentlichen für einen Popanz. Kann mir aber auch egal sein. Viele Leute machen viele Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann. Das allermeiste davon muss mich nicht kümmern.


    Was mich aber stört, ist die Erwartung der Erreichbarkeit, die dadurch entsteht. Danit kommen wir noch mal auf den Punkt dienstlicher Telefonate zur Unzeit. Da kommt es mir zu häufig vor, dass irgendwo angerufen wird, ohne darüber nachzudenken, ob es gerade passt, ob das sinnvoll ist oder wie wichtig die Sache eigentlich ist. Irgendwie ist die Annahme, dass alle immer auf Anrufe warten, ziemlich weit verbreitet.


    Es muss mich auch nicht stören, dass ich komisch angeguckt werde, wenn ich die Frage nach meiner Mobilnummer oder meinen WhatsApp-Daten mit einem Schulterzucken beantworte. Ich habe für mich halt klar, dass ich mich unter Druck setzen lasse, da mithalten zu wollen. Im Gegentum. Nicht immer alles (sofort) mitzubekommen, iszt ander Schule eher hilfreich.

    Pauschal ist die Aussage auch noch falsch. Als meine Mutter schwer krank war, musste ich sehr wohl erreichbar sein.

    Ohne den Einzelfall beurteilen zu wollen, stelle ich für solche und ähnliche Fällen die Frage, ob tatsächlich eine umfassende instantane Erreichbarkeit notwendig ist oder ob Leute, die das besser wissen sollten, nur erfolgreich den Eindruck vermittelt haben. Menschen hatten auch schon krenke Eltern bevor es mobile Sprechkästen gab.


    Als etwas harmloseres Beispiel erinnere ich mich an eine Schülerin, die während einer Klausur ihr Handy anbehalten wollte, falls die Kita ihres Sohnes anriefe. Da haben die Kita-Mitarbeiterinnen ihr offensichtlich erfolgreich geflüstert, dass ihr Kind an Leib und Leben bedroht sei, wenn sie nicht ständig an Telefon gehen könnte.


    Es ging bei der ursprünglichen Diskussion gar nicht zentral um die Erreichbarkeit, sondern darum, dass die ausschließliche Nutzung eines Smartphones gegenüber der ausschließlichen Nutzung der Festnetztelefonie keine Nachteile hat, sondern je nach persönlichen Präferenzen sogar deutliche Vorteile hat.

    Einer der häufig angeführten Vorteile ist eben die Erreichbarkeit. Kann ich halt nicht nachvollziehen, ich sehe die Notwendigkeit nicht. Ich sehe überhaupt keinen Bedarf dafür, unterwegs zu telefonieren.


    In der ursprüngliche Diskussion ging es aber um etwas ganz anderes.

    Vielleicht solltest du erst mal nachlesen, um was es überhaupt geht, bevor du um dich schießt.

    Danke. Falls cih mal vorhaben sollte, um mich zu schießen, werde ich das beherzigen.

    "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert."
    Matthäus 10.34

Werbung