Beiträge von DeadPoet

    Es geht für mich auch darum, dass das Ministerium / die Regierung endlich aufhört, ständig überhastet Lösungen zu suchen, die möglichst billig sind , für Unsicherheit sorgen und das Fußvolk noch mehr belasten (Streichung der Ferien ... für viele Kolleginnen und Kollegen sind diese Ferien nicht zum Wegfahren, sondern um endlich mit den Korrekturen der Oberstufenklausuren fertig zu werden), statt mit anderen Dingen mal endlich in die Gänge zu kommen (heute kam ein Schreiben: mit den Dienstlaptops soll es Ende Juli losgehen) ...

    Ok ... das war wohl nix ...


    - Mebis geht, soll aber für bestimmte Dinge ja nicht mehr genutzt werden

    - das Schülerportal (das in unser Schulportal integriert wurde) ist hoffnungslos überlastet und zieht auch das ganze Schulportal runter (einschließlich des Notenmanagers)

    - padlet geht auch nicht ...

    Im zweiten Anlauf hat Mebis bei mir funktioniert. Das Schülerportal, über das jetzt bei uns zur Entlastung von Mebis bestimmte Dinge laufen sollen, ist aber überlastet, kein Reinkommen.

    Weil ich mich selbst so einschätzte, dass ich die Geduld für kleine Kinder nicht so habe ... auch evtl. den Zugang nicht. Ich wollte möglichst viele Jahrgangsstufen (wegen der Abwechslung) und mir ging es auch (nicht nur) um die Inhalte meiner Fächer. Daher habe ich mich für das Gymnasium entschieden.

    Ist aus der Distanz schwer zu sagen. Wenn ich auch nur im Ansatz nachvollziehen kann, warum die SuS die Karikatur falsch interpretiert haben, würde ich mir auch Gedanken darüber machen, die Bewertung irgendwie nicht mit "0" zu werten.

    Wenn aber durch den Unterricht (oder andere "Hinweise" in oder bei der Karikatur, z.B. die Angabe, woher die Karikatur stammt) eigentlich klar hätte sein müssen, in welche Richtung man gehen sollte, hätte ich wenig Mitleid.

    Sind denn alle drei Teile (beschreiben, deuten, bewerten) gleich gewichtet, also mit 1/3 der BE? Dann könnte der Schüler, wenn man mit Folgefehlern arbeitet, ja noch auf 2/3 der BE kommen, das wären 66% und damit im Bereich "befriedigend". Bist Du mit so einer Leistung "zufrieden"?

    Wenn nicht, sollte maximal ein "ausreichend" am Ende stehen.

    Ich stehe da eigentlich immer auf dem Standpunkt: Wenn ich die SuS nicht auf frischer Tat erwische, hab ich eben Pech bzw. sie Glück gehabt. Beim nächsten Mal achte ich dann stärker genau auf diese SuS (sitzen in der ersten Reihe usw.) bzw. ich nehm sie halt im Unterricht (z.B. Abfrage) dran und schau noch einmal, ob sie das wirklich können. Sollen sie sich dann halt eine gute Note erschwindelt haben, ist auf lange Sicht den Ärger, den man sich macht, nicht wert.

    Ich muss jetzt echt ein wenig Selbstkontrolle üben, um nicht deutlich zu schreiben, was ich denke ...


    "Es gilt für alle Lernplattformen in Deutschland, dass sie grundsätzlich den Präsenzunterricht ergänzen und nicht ersetzen." ... Äh ... was aber dann, wenn Distanzunterricht angeordnet ist?


    "Insbesondere am Morgen kommt es zu Problemen." ... Ja klar, hat doch das KM verpflichtend einen "Morgengruß" vorgeschrieben, den jeder Schüler so gegen 8 Uhr (wenigstens an unserer Schule) "beantworten" muss.


    "Nach unseren Zahlen nutzen ein Achtel der Schüler am Tag Mebis. Die anderen nutzen andere Dinge. Wir haben auch gesagt, bitte morgens MS Teams und nicht Mebis." ... Ist das bei jemandem angekommen? Höre ich zum ersten Mal, dass man morgens Teams nutzen soll ... an unserer Schule ist Mebis die einzige Plattform, da nutzen alle SuS Mebis.


    "Aber es gibt halt viele Schüler und Lehrer die Mebis kennen aus den vergangenen Monaten und sich deshalb dort versuchen einzuloggen. Es gibt ja viele andere Tools wie MS Teams, andere Videokonferenztools oder Cloud-Lösungen. Eine große Bandbreite, die schon genutzt wird." ... Viele andere Lösungen wurden vom Ministerium als bedenklich bzgl. Lizenz und Datenschutz eingestuft, die Aussagen waren extrem widersprüchlich. Wir nutzen Mebis nicht, weil es so gut ist, weil es so einfach zu bedienen ist (im Gegenteil), sondern weil es die offizielle Plattform ist, die das KM bis jetzt wärmstens "empfohlen" hat. Und Fortbildungen angeboten und verlangt wurden ...

    "Bei Mebis strengen wir uns jetzt nicht nur an, sondern wir arbeiten mit Hochdruck dran, dass wir es am 11. Januar entsprechend gut am Start haben." ... wir strengen uns JETZT nicht nur an? Hat man denn aus dem Frühjahr nix gelernt? Das ist eigentlich eine Frechheit.


    "Mebis ist ein System, das für den Distanzunterricht nicht konzipiert ist." ... Da weiß ich jetzt nicht, ob ich weinen oder lachen soll ... wer hat denn dieses System so stark in den Mittelpunkt gestellt? Sicher nicht die einzelnen Schulen.


    "Nur zum Einstieg am Morgen ist es immer eine Stunde in den letzten Tagen gewesen – manchmal auch zwei oder zweieinhalb – wo es nicht funktioniert."

    Siehe oben ... "Morgengruß".


    Danke, Herr Minister, jetzt weiß ich, was ich von meinem obersten Chef zu halten habe.

    Jede Schule bekam ein Kontingent, das die Schulleitung (bei uns unter Einbeziehung des ÖPR) auf entsprechende Kolleginnen und Kollegen verteilt hat. Das letzte Wort hatte aber die SL. Das geht nicht an die große Glocke im Kollegium, weil sonst evtl. eine Neiddebatte entsteht. Wenn jemand im Kollegium sagt "Ich hab's bekommen", ist das ok, aber weder ÖPR noch SL werden das von sich aus veröffentlichen.

    Ich finde es einen richtigen Grundgedanken, sich bei Bildung von solch großen Firmen unabhängiger zu machen. Dass Bayern so eine Plattform auch nach Jahren noch nicht vernünftig zum Laufen bringt, ist allerdings ein Armutszeugnis ...

    Diese plötzliche Unterscheidung am Montag Abend zischen Distanzlernen / Distanzunterricht (mit der Tatsache, dass Distanzlernen freiwillig ist und wir an unserer Schule eigentlich am Montag Morgen Materialien und Aufgaben für die ganze Woche auf Mebis hoch laden sollen) ist eine Arbeits- und Motivationsvernichtungsmaßnahme sondergleichen. Es geht um drei Tage? Man hat doch schon zwei Tage (Montag/Dienstag) die Ferien verlängert, macht insgesamt 5 Tage ... auch nix dagegen, aber dann bitte an anderer Stelle nicht wieder tönen wie wichtig jeder Tag Unterricht wäre.

    Ich kenn mich nicht mehr aus ...


    Was ist "Distanzlernen" und was "Distanzunterricht"?


    Am Wochenende hieß es noch, dass wegen der Infektionslage die Stadt verordnet hat, dass alle Jahrgangsstufen bei uns (außer 5 und 12) in Distanzunterricht gehen. Heute waren die SchülerInnen wohl auch daheim ... ist das nun hinfällig und die SuS müssen morgen noch einmal antanzen (wäre sinnlos, aber wäre man ja gewohnt)?

    DeadPoet: Ich persönlich glaube inzwischen an die Theorie der privaten Ansteckungen bzw. da, wo keine Maßnahmen eingehalten werden (also bei den Kids auch auf dem Schulweg etc.). Daher halte ich in großen Teilen * die Einschränkungen in öffentlichen Bereichen, in denen eh langezeit Maßnahmen galten, für wenig hilfreich - dazu hätte es im November einfach einen Rückgang der Zahlen geben müssen. Dass all dieser Mist "immerhin" zu einer Stabilisierung der Zahlen geführt hätte, ist Schönreden der Politik, wenn du mich fragst.


    * Einschränkungen der Argumentation habe ich bei den Schlachthöfen und Fabriken durchaus im letzten Beitrag kenntlich gemacht

    Ja, ich fürchte auch, dass da im Privatbereich viel passiert. Dort, wo der Privatbereich 100% privat ist, wird man - ohne weitere Eingriffe in Grundrechte, die evtl. dann sogar mir zu weit gehen - nicht viel ändern können (außer man schafft wieder mehr Bewusstsein). Da wo es nicht 100% privat ist (auf dem Schulweg, an der Bushaltestelle, am Glühweinstand) kann aber etwas passieren.

    Ich denk mir auch oft, dass die Maßnahmen im Moment allem Anschein nach wenig helft ... aber ich bin mir tatsächlich nicht sicher, wie die Zahlen ohne diesen "Lockdown light" aussehen würden und ob sie nicht tatsächlich schlimmer wären. Als Merkel im Sommer (Frühherbst?) von 19 000 Infektionen am Tag sprach, wenn wir nicht aufpassen, wurde sie von vielen ausgelacht ...

    Ich kann aber auch argumentieren: Sport- und Gaststätten zu. Geschäfte und Schulen ... offen. Immerhin hast Du vorsichtig formuliert, da "dürften" sich weniger anstecken. Aber irgendwoher müssen die steigenden Zahlen ja kommen.

    In meiner Stadt sind es grad ca. 70 Leute im Schlachthof, im Nachbarort 120 in einer Fabrik ...

    Glühweinbuden: Dazu braucht es keinen Weihnachtsmarkt.


    Wenige Maßnahmen im Sommer, weniger Ansteckungen WEIL das Virus durch den Lockdown im Frühjahr eingedämmt war. Dann kam der Sommer mit den Lockerungen und im Anschluss hatten wir wieder die steigenden Zahlen ... einer von uns beiden liegt mit seiner Logik falsch.

    Sozialkontakte sind schon weit unten?


    Schulen? Zum Großteil offen.

    Geschäfte? Alle offen.

    Sonstige Arbeitswelt (Fabriken, Schlachthöfe): Im Normalfall offen.

    Bis heute: Glühweinbuden, vor denen sich Leute drängen? Offen.


    Sorry, aber die Sicherheit, mit der Du behauptest, "bringt doch eh nichts ... je mehr Einschränkungen, desto stärker der Anstieg" entbehrt für mich jeder Grundlage.

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