Beiträge von DeadPoet

    Diesen Schnitt schaffen in allen Fächern nicht einmal die Schüler der Grundschule, (hatte noch nie jemanden in allen Fächern mit 1) wenn sie von Klasse 4 abgehen. Wie kann so etwas sein? Oder zählen nur noch bestimmte Fächer? Kann jemand in Sport, Musik, Kunst, Deutsch, Mathe, Physik usw. überall eine Eins haben?

    Die SuS können in der Tat bestimmte Fächer in der Oberstufe ablegen, haben dann z.B. nur noch Kunst ODER Musik, Physik ODER Biologie.
    Sie müssen eine bestimmte Zahl an Halbjahresleistungen einbringen, bedeutet, eine bestimmte Zahl an Halbjahresleistungen zählt nicht zum Abi-Schnitt. Sie haben im neuen G9 wieder etwas mehr Auswahl, in welchen Fächern sie (schriftlich) Abi machen (man muss in Deutsch z.B. - und das war ein Problemfach für viele - kein SCHRIFTLICHES Abi mehr machen).

    Also, ich will nicht sagen, dass da nun ein Drittel wegen Corona durchgefallen sind. Aber die Coronazeit beeinflusst die Bildungsbiografien der Schüler. Im vorliegenden Fall ist sicher noch mehr im Argen.

    Und auch wenn sich die Abiturprüfungen nur auf die Jahre der Qualifkationsphase beziehen, trägt man die Schäden ja mit sich. Wer im (konzeptlosen) Distanzunterricht alphabetisiert wurde, zu Hause keine Unterstützung hatte und auch in den späteren Jahren kein Bildungsprogramm erfahren hat, dass sich speziell um diese Probleme kümmert, der geht eben als funktioneller Analphabet durchs System Schule.

    Da ist sicher etwas dran. Nur... wie geschrieben... das müssten die SuS gemerkt haben, dass ihnen da was fehlt (immer voraus gesetzt, die Lehrkräften haben das fürs Abi erforderliche Niveau auch in Klausuren angewandt). Und dann sollte man hoffen, dass man sich bei der Schule extra Hilfe sucht. Und das ist das, was ich ja auch schon geschrieben habe: Haben sie das getan und es ist nichts passiert (konnte nicht, weil Lehrermangel?), dann verstehe ich den Ärger der SuS. Haben die SuS keine Eigeninitiative gezeigt (wir reden von Leuten, die ein Reifezeugnis bekommen wollen), dann müssten sie sich auch etwas an die eigene Nase fassen.

    Was heißt denn noch Corona? Die Pandemie ist vorbei, aber es sind nicht die Schüler, die 2020 oder 2021 Abitur gemacht haben, die darunter besonders gelitten haben. Die ganzen Jahrgänge jetzt und die in den nächsten Jahren folgen, das sind die, die massiv unter Corona leiden. Nicht weil der Schulalltag jetzt betroffen ist, sondern weil die in der ganz wichtigen basalen Schulbildung betroffen waren – das kriegen wir auch nicht mehr rausgebügelt. Ein großer Teil der Schülerschaft hat ein Sonderopfer in der Pandemie bringen müssen und wird das auch ihr Leben lang nicht mehr los. Bei vielen konnte das über das Elternhaus oder über ausreichend Ressourcen in anderer Form ausgeglichen werden, bei den ganz Schwachen aber eben nicht.

    Nur müsste man dann an allen Schulen die hohen Durchfaller-Quoten haben.
    Ich kenne in dem Bundesland den Lehrplan jetzt nicht, aber in meinem Bundesland bezieht sich der Abitur-Stoff zum großen Teil auf den Stoff der beiden Oberstufenjahre.

    Paar Gedanken. Meinungsfreiheit hin, deutliche Worte her. Enttäuschung mit eingerechnet. Ich bin ein großer Freund davon, rechtzeitig zu reden, wenn ich denke, es läuft etwas schief - und nicht erst in der Abi-Rede drauf zu hauen (und dann auch noch mit der Wortwahl).
    Ich bin jetzt nicht sehr gut über Details informiert, aber:
    Es ist natürlich ein Problem, wenn die von den Lehrkräften selbst erstellten Klausuren so leicht sind, dass die SuS die Zulassung zum Abi schaffen und dann durchfallen. Dann können sich die SuS auch nicht richtig vorher einschätzen.
    aber:
    Es scheinen auch in mündlichen Prüfungen SuS durchgefallen zu sein.
    und:
    Die ehemalige Schülerin beklagt auch "veraltete Unterrichtsmethoden", "zu viel Stundenausfall" und sogar noch "Corona" (?). Das sind Dinge, die fallen nicht erst nach dem Abi auf. Haben die SuS sich schon während der Kursphase entsprechend an die Lehrkräfte / Schulleitung gewandt? Wenn nein finde ich die Abi-Rede fehl am Platz. Wenn ja und es ist nicht reagiert worden (nicht einmal mit einem Gespräch, in dem Lehrkräfte erklären, warum diese Unterrichtsmethoden verwendet werden), dann ist "Fickt Euch" immer noch recht hart, aber irgendwie kann ich es verstehen.

    Ich gehöre nun auch zu den alten Säcken (mit veralteten Unterrichtsmethoden, die ich aber gerade in meinem Oberstufenkurs umstelle, nachdem ich das aktuelle Zentralabi in Bayern gesehen habe... die SuS müssen mehr mit Material selbst arbeiten). Und weil ich zu den Alten gehöre, jammere ich natürlich auch über die Jugend. Dass viele weniger leistungswillig sind, weniger leistungsfähig. Dass die Abi-Prüfungen immer leichter geworden sind, immer mehr sehr gute Ergebnisse erzielt werden, obwohl die SuS sicher nicht besser geworden sind. Ist aus meiner Sichtweise wirklich so.

    Der Aussage "34% sind durchgefallen, muss an der Schule liegen" kann man ja auch entgegensetzen "66% haben es geschafft... wie erklärt sich das, wenn die Schule so grottenschlecht ist?"

    Aber natürlich: 34% sind auffallend viel. Da mal nach Gründen zu suchen, ist mehr als nötig.
    Kann natürlich auch einfach mal an einem Jahrgang liegen. Wir hatten dieses Jahr unglaublich viele SuS mit 1,0. Das kann man jetzt natürlich damit erklären, dass es immer leichter wird etc. Nur... Ich hatte alle diese SuS schon mal. Das waren wirklich kluge, motivierte Leute. 1,0 war natürlich jetzt nicht bei allen zu erwarten, aber es war ein Jahrgang mit vielen Leuten in der Spitze. Kann nächstes Jahr wieder anders sein.
    Aber sich so ein Ergebnis kritisch anzuschauen ist gerechtfertigt.

    Nur: Die Schülerin hat in einem Interview später gesagt, sie hätten Akteneinsicht beantragt ... soll das nun heißen, sie wissen eigentlich noch gar nicht wirklich, woran es gelegen hat (sie haben die korrigierten Arbeiten noch gar nicht gesehen), der Schuldige / die Schuldigen sind aber schon gefunden? Etwas voreilig?

    Gab auch bei uns heute Abi-Zeitung. Da ich dieses Jahr (zum ungefähr zweiten Mal in 20 Jahren) keinen Kurs hatte, konnte ich sie mir ganz "neutral" durchlesen.
    Viele Kolleginnen und Kollegen, die ich für kompetent, schülernah und engagiert halte, habe ich in den Berichten nicht wieder erkannt. Ich lese da einen ungemeine Anspruchshaltung, gepaart mit wenig Bereitschaft / Fähigkeit, sich selbst etwas zu hinterfragen (Abi = Reifezeugnis, das sollten keine pubertierenden Teens mehr sein) und auch wenig Ahnung, worauf es ankommt (Das neue Abi in Bayern ist sehr stark geprägt von Arbeit mit Material => Lehrkraft übt das intensiv => SuS beschweren sich in der Abi-Zeitung, dass sie so oft hätten selber arbeiten müssen und die Lehrkraft "nur" zugeschaut hätte).
    Nun ist mir schon klar, dass SuS eine andere Perspektive haben, naturgemäß. Aber soweit weg von dem, was ich wahrnehme? Da wird einem Kollegen, den ich zweitkorrigiert habe, vorgeworfen, er würde seine Noten würfeln. Ich habe noch nie eine gewissenhaftere Korrektur gesehen... am eher strengeren Rand der Skala, aber völlig nachvollziehbar, gut begründet etc. Wenn man sich schon beklagen muss, dann doch wenigstens zutreffend. "Streng" hätte ich verstanden. "Zu streng" von mir aus, da Schülerperspektive. Aber "würfeln"? Das würde ja auch implizieren, dass unfaire Noten vergeben wurden, mal zu gut, mal zu schlecht.

    Ja, ich weiß... Abi-Zeitung, Dampf ablassen. Wir Lehrer sollen da immer drüber stehen und Verständnis haben. Hab ich bisher auch immer geschafft (wobei ich mich in Bezug auf meine Person nicht beklagen kann ... das Schlimmste war bei einem meiner ersten Kurse der Vorwurf, ich wäre ein Fan des Musikanten-Stadls.... und das wo ich doch eher der lauteren Musik zugeneigt bin). Aber ich kann auch die Kolleginnen und Kollegen verstehen, die erst einmal knabbern, weil sie es als unfair empfinden, ihre Arbeit nicht richtig wahr genommen sehen und entsprechend frustriert sind. Dann muss halt mal geklagt / Dampf abgelassen werden ... und im nächsten Jahr hat man wieder einen Kurs und gibt sich alle Mühe...

    Den brauche ich nicht finden. Mich interessiert, ob ein Artikel so geschrieben ist und biteeschön alle Informationne enthält, so dass ich mir ein eigene Meinug bilden kann. Dass verstehe ich unter gutem Journalismus.


    Ja, und in anderen nicht. Würfeln, Mehrheitsabstimmung , bla?!?!

    Im Bundesland des betroffenen Lehrers schon. Übrigens ... Akademiker sollten ganze Sätze bilden und auf einer anderen Ebene diskutieren können, als "Würfeln, Mehrheitsabstimmung, bla?!?!".

    Finde die Abmahnung gegen Herrn Heckel übertrieben, aber ich stelle mir vor, wie der Dienstherr reagieren würde, wenn eie Lehrkraft FCK Grüne Gegenstände produzieren würde oder fragwürdige Berichte über Linksparteien aus rechten Medien zitieren würde.

    Wahrscheinlich wird bei 40% Zustimmung der AFD auch ein gewisse Anteil im Lehrerzimmer vertreten sein.

    Kleiner Unterschied: Die Grünen gelten nicht als gesichert rechts- bzw. linksextrem. Als Lehrer habe ich einen Eid auf das GG geleistet, da steht was drin von Menschenrechten, Gleichheit, Demokratie, Recht auf Asyl etc.

    Wenn dann das da (allerdings ist die BayWa ja pleite):

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    Und Meinung ... ich kann mich nicht sonderlich begeistern dafür. Nachdem man sich mit dem Kruzifix im Klassenzimmer schon Ärger eingehandelt hat, soll's jetzt also mit der Bayernhymne weiter gehen ("Gott mit Dir...")
    Ich persönlich bin zwar tatsächlich ein religiöser Mensch, finde aber, das muss man den Schülerinnen und Schülern (vor allem bei einer Abschlussfeier) nicht unbedingt aufzwingen.

    Es gibt schon eine Bandbreite bzgl. Stau / Verkehr. Den "normalen" dichten Verkehr / die regelmäßigen Staus am Morgen muss man einplanen und entsprechend Puffer haben. Ich lass mir ca. 20 Minuten Luft (mein Schulweg beträgt im Normalfall 25 Minuten). Mir ist es bisher zweimal passiert, dass ich wegen unvorhersehbarem Stau zu spät kam (einmal Tunnel gesperrt wegen Feuer, einmal Straße wegen Unfall). In so einem Fall würde ich erwarten, dass die SL keinen Stress macht.
    Aber einfach "sorry, wie üblich viel Verkehr heute" geht mMn nicht.
    Wenn es objektive Gründe gibt, die Pünktlichkeit unmöglich machen, sollte man proaktiv mit der SL reden, da diese nicht hellsehen kann. "Dienstgespräch" wäre für mich übrigens auch der Ort, seine Erklärungen anzubringen. Bei uns wäre ein "Dienstgespräch" noch keine "Strafe" oder disziplinarische Maßnahme.

    Eins wäre für mich klar: Wer gesiezt werden will, wird gesiezt. Wenn er mit dem Nachnamen angesprochen werden will, wird er mit dem Nachnamen angesprochen.

    Was mir persönlich nicht so ganz klar wäre ... würde ich dann alle siezen? Ich denke ja (bei einer einzigen Ausnahme würde es mir nämlich wohl passieren, den Schüler dann versehentlich auch mal wieder zu duzen - und das würde ich nun so gar nicht wollen). Würde ich dann alle mit dem Nachnamen ansprechen? Wohl nein.

    Ich hab's früher in der Oberstufe - wie Saruman - immer angeboten, wollte aber keiner.

    Das Problem hat der Personalrat oft ... Kolleginnen und Kollegen klagen über "Schikanen", aber wenn man handfeste Infos braucht, um etwas zu erreichen, oder auch jemanden, der als "Zeuge" herhält, findet sich nix und niemand. Ich kann ja schlecht zur Schulleitung bzw. zum Ministerialbeauftragten gehen und sagen "Da hat jemand das Gefühl, er wird schikaniert" und wenn nachgefragt wird, kann ich nichts Konkretes sagen.

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