Beiträge von DeadPoet

    Selten, dass jemand zwei Fächer in einer Klasse unterrichtet, aber selbst wenn: 10. Klasse ... Eine Lehrkraft für Deutsch, Mathe, Englisch, Geschichte/Sozialkunde, Biologie, Kunst, Musik, Physik, Geographie, Französisch (oder Latein, oder Spanisch), Wirtschaft, Chemie, zwei für Sport (männlich/weiblich), zwei (oder drei) für Religion (Katholisch, evangelisch, Ethik) ... (hab ich was vergessen?).

    Noch Fragen?

    so ... heute wurde wieder eine ganze Klasse plus 7-8 LehrerInnen in Quarantäne geschickt. Inzwischen ist mir nicht mehr so ganz klar, wie die verbleibenden Lehrkräfte den Präsenzunterricht für alle anderen noch meistern sollen.

    aber sogar an weiterführenden Schulen jammern Eltern und Schüler, dass der Distanzunterricht nicht funktioniert hat ... (dabei war meine Q11 in Geschichte nicht einmal in der Lage ... oder besser: nicht Willens ... sich die von mir online gestellten Informationen / Texte / Aufgaben auch nur anzuschauen ...).

    Was mir oft fehlt (und das liegt wohl daran, dass das im Moment eben noch kaum absehbar ist): Wie steht es um die Spätfolgen? Meine Cousine hatte Corona im April ... sie ist immer noch nicht wieder ganz auf den Beinen (Mitte 50). Eine Bekannte aus der Nachbarschaft hatte Corona ohne Symptome - kam nur raus, weil sie einen Antikörpertest machte. Sie ist der Ansicht, dass die bei ihr in letzter Zeit vermehrt auftretenden Gedächtnisaussetzer damit zu tun haben (Mitte 40). Ist natürlich in keiner Weise repräsentativ, bringt mich aber schon zur Frage, wie (ob) sich das auch auf Jugendliche auswirkt, die evtl. von einer Erkrankung wenig mit bekommen.

    Naja ... aber die "Umsetzung" hat sich das KM ausgedacht. Wenn es schon kein Problem ist, das SchülerInnen die Maske beim Lüften abnehmen, wieso soll ich sie dann den ganzen Tag aufhaben? Nur weil von den Lehrern keiner geklagt hat? Sollten wir mal?

    Wir haben zeitversetzte Pausen ... da wäre eine "Maskenpause" möglich. Aber nicht im Klassenzimmer, wenn 30 SuS eng aufeinander sitzen und man die 1-2 Fenster grade mal einen Spalt aufkriegt.

    SchülerInnen dürfen während des Lüftens die Masken abnehmen ... LehrerInnen nicht? So ganz langsam hab ich die Nase doch voll von ständigen "Anpassungen", die nicht wirklich der Infektionslage, sondern anderen Umständen geschuldet sind.

    Ich habe diese Thesen zur Diskussion gestellt, um zu sehen, ob hier jemand mehr auf dem Kasten hat, außer dem üblichen oberflächlichem Trump-Bashing. Nicht mehr oder nicht weniger. Aber ohne, dass hier jemand Stellung nimmt, kann auch keine Diskussion entstehen, oder?


    Von mir aus fangen wir hier an: "Der ′′Clown′′ im Weißen Haus ist der erste Präsident, der die USA seit Eisenhower nicht in einen Auslandskrieg verwickelt hat." Ist für mich ein sehr wichtiger Punkt, vor allem wenn man sich die Friedens (Kriegs-)politik seines Vorgängers anschaut.

    Ich kopier jetzt auch einfach mal ...


    https://eu.usatoday.com/story/…thout-new-war/6086636002/

    "We rate this claim FALSE, based on our research. Trump's term in office has not been the first four-year term since Eisenhower without a new war. Carter, Ford and Nixon all served after Eisenhower and did not bring the country into new wars."


    Ein Großteil der Aspekte Deiner kopierten Liste ist übrigens so falsch / an den Haaren herbei gezogen, dass es sich wirklich nicht lohnt, darüber viele Worte zu verlieren.

    Deine Eltern sind erwachsene Menschen ... meinst Du nicht, Du solltest die Abschätzung des Risikos ihnen überlassen? Und wenn sie zu dem Schluss kommen, dass das Risiko für sie zu hoch ist, obliegt es ihnen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Generelle Verdächtigungen und Rundumschläge helfen doch nicht weiter.


    Edit: und was heißt "sie sollen nicht einmal die Maske im Unterricht tragen" - die SL will ich sehen, die mir das, wenn ich es machen möchte - verbietet.

    Bisher hab ich noch keine Probleme (Hemd mit kurzärmeligen T-Shirt drunter). Stehe am Lehrerpult eigentlich immer vor dem offenen Fenster. Wenn's dann doch mal kälter wird, Pulli statt Hemd. Im Extremfall hab ich auch kein Problem, in Jacke zu unterrichten - angesichts der momentanen Lage ist "Outfit" bei mir ganz unten auf der Prioritätenliste.

    Wir haben auch einen wöchentlichen Wechsel geplant und für mich halte ich das auch rein persönlich für besser (ich hab drei siebte Klassen in Geschichte, mache also schon bei normalem Unterricht 3x in der Woche den gleichen Stoff ... wenn jetzt täglicher Wechsel ... dann mach ich ja 6x in der Woche das Gleiche (ok, bei wöchentlichem Wechsel auch 6x das Gleiche, aber wenigstens auf zwei Wochen verteilt). Ich find's auch günstig, für die SuS einen Wochenplan zu erstellen und die wissen dann, was sie in der Woche pro Fach alles machen müssen. Da ich ein großer Anhänger davon bin, dass die SuS auch Eigenverantwortung lernen müssen, finde ich das besser, als sie im täglichen Wechsel wieder so eng an die Leine zu nehmen (klar, Grundschule ist da wohl eine andere Baustelle).

    Ich glaube auch, dass es für Eltern leichter ist, wenn sie wochenweise planen können/müssen.

    Vor einem halben Jahr ging ich noch mit Handschuhen einkaufen und achtete bewusst auf Abstände. Zudem achtete ich sehr auf Desinfektion und das ganze Zeug in der Zeit rund um den Lockdown. Schnell wurde mir klar, dass ich mich durch die gesellschaftliche Stimmung beeinflussen ließ und dass manche Aspekte übertrieben waren, wodurch ich sie danach stetig reduzierte.

    Ich vermute, dass viele lange mit der falschen Vorstellung lebten, dass das Leben per se 100% sicher sei - und da brachte Corona das Weltbild ins Wanken. Risiken und Unsicherheiten gibt es aber an vielen Orten und sind stetige Begleiter unseres Lebens. Es gibt Leute, die damit gar nicht umgehen können und sich ihr ganzes Leben durch ihre Ängste diktieren lassen. Ich versuche, das zu vermeiden so gut wie es geht. Vor einem halben Jahr hatte ich einen Autofall. Die Zeit darauf fuhr ich recht vorsichtig, aber in der Zwischenzeit wieder recht normal - wenngleich ich auf waghalsige Überholmanöver eher verzichte ;) . Jedes Jahr gibt es eine neue Krankheit, Grippe oder Pest. Es gibt Herzinfakte, Krebs oder Gehirntumore. Frauen dürften nicht mehr schwanger werden, da es ein Restrisiko gibt, dass man bei der Geburt sterben kann. Es gibt Mütter, die ihr Kind auf Schritt und Tritt bewachen, aus Angst, es könnte etwas passieren und sie wären nicht dabei. Gerade in der Arbeit mit Kindern kann man sich immer an irgendeinem Mist, der gerade herumgeht, anstecken. Es gibt Leute, die nicht in der Nacht vor die Tür gehen, aus Angst, dass der maskierte Mörder wieder herumläuft.

    Man muss nicht leichtsinnig sein und auch mein Alltagsverhalten ist nicht besonders riskant. Aber ich bin bemüht, mein Leben so frei wie möglich von Ängsten zu leben - und das bedeutet, dass ich auch keine Angst vor Corona habe. Wenn ich es bekommen sollte, dann ist das halt so - ich werde es überleben.

    a) Dass das Leben nicht 100% sicher ist, ist eine Plattitüde. Man kann getrost annehmen, dass die User hier im Forum sich dessen bewusst sind.

    b) Du kannst gerne für DICH ALLEINE mehr Risiko in Kauf nehmen, als nötig.

    c) Aber unterlasse es bitte, mit Deiner Risikobereitschaft auch andere zu gefährden. Weder der Herzinfarkt, der Krebs, Schwangerschaft oder Gehirntumor sind ansteckend. Aber von Verkehrsteilnehmern erwarte ich, dass sie - ungeachtet IHRER Bereitschaft zum Risiko - sich so verhalten, dass für die anderen im Straßenverkehr das Risiko möglichst klein bleibt.


    => Es geht nicht nur um DEIN Überleben.


    Und: Zwischen Panik und Respekt vor der Gefahr durch diesen Virus liegen Welten.

    Für Bayern (aus der LDO, §27):


    "(4) 1Die Schulleiterin oder der Schulleiter sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der schriftlichen Aufgaben über das ganze Schuljahr sowie für die Angemessenheit der Aufgabenstellung und der Benotung durch die Lehrkräfte. 2Hält die Schulleiterin oder der Schulleiter die Änderung einer Note für erforderlich, ohne ein Einverständnis mit der Lehrkraft hierüber erzielen zu können, so entscheidet die Lehrerkonferenz. 3Stellt sie bzw. er nach Rücksprache mit der Lehrkraft und gegebenenfalls mit der Fachbetreuerin oder dem Fachbetreuer bzw. der Fachschaftsleiterin oder dem Fachschaftsleiter der Schule fest, dass die Anforderungen in einer Schulaufgabe, Kurzarbeit, Probearbeit oder Stegreifaufgabe für die Jahrgangsstufe nicht angemessen waren oder der Lehrstoff nicht genügend vorbereitet war, so kann sie bzw. er die Aufgabe für ungültig erklären und die Anfertigung einer neuen anordnen."

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